Das Leben
Objektbeschreibung
1946 kehrte Hoffmann aus dem britischen Exil nach Deutschland zurück und ließ sich in Dresden nieder, wo er von 1918 bis 1923 studiert hatte und 1947 eine Professur an der Akademie für Bildende Künstler annahm. Sein Kopf „Das Leben“ wurde 1949 in der Gipsfassung auf der „Zweiten Deutschen Kunstausstellung“ gezeigt. Mit ihren geschlossenen Augen, dem Lächeln und dem leichten Doppelkinn macht die anonyme, durchaus idealisiert dargestellte Frau einen zufriedenen und friedlichen Eindruck. Ihr breites Gesicht und die leicht abgeflachten Wangen lassen sie asiatisch erscheinen. Was Hoffmann damit oder mit der im Gesicht ähnlichen „Partisanin“ (B III 10) zum Ausdruck bringen wollte, ist nicht bekannt. Die Büste strahlt den Optimismus aus, der in der neuen Kunst der DDR offiziell gefordert wurde und die Propaganda stützen sollte. 25 Jahre nach Kriegsende wurde Hoffmanns Frauenporträt in der Bildhauerei-Sektion der Ausstellung „Auferstanden aus Ruinen“ gezeigt und stand dort für „Schönheit und Harmonie“ in der Zeit seit 1945 (Hans Ebert, „Zur Einführung“, in: Ausst.-Kat. Berlin [Ost], 1970, S. 8). | Emily Joyce Evans