Grubenpferd
Objektbeschreibung
Duda wuchs im Ruhrgebiet in armen Verhältnissen auf. Er begann sein Kunststudium 1922 an der Folkwangschule in Essen und zog zwei Jahre später nach Berlin, wo er Meisterschüler bei Karl Hofer und Paul Plontke an der Hochschule für die bildenden Künste wurde. Bereits in den 1920er-Jahren betrachtete er sich als Kommunist, wobei sein sozialer Hintergrund eine entscheidende Rolle spielte. 1928 trat er der Assoziation revolutionärer bildender Künstler (ASSO) bei. Seine Herkunft aus dem Ruhrgebiet hat viele Motive aus dem frühen Schaffen geprägt, so auch das „Grubenpferd“. Nicht die Industriearbeit, sondern ihre Folgen stehen hier im Mittelpunkt. Das Tier ist für die harte Arbeit unter Tage nicht mehr zu gebrauchen und steht nun, ein Hinterbein angewinkelt, mit hängendem Kopf und abgemagert bis auf die Rippen da. Auch die Landschaft wirkt dürr und verbraucht, bis auf eine karge grünlichgelbe Stelle im Vordergrund und etwas Laub am einzigen Ast eines sich bereits neigenden Baumes scheint nichts mehr zu wachsen. Schon 1933, bevor das „Grubenpferd“ entstand, war Duda aufgrund seiner politischen Gesinnung von der Hochschule relegiert worden. In seinem Gemälde erinnert die hellrosa Farbe der Erde daran, dass er sich bereits während seines Studiums an impressionistischen und nachimpressionistischen Vorbildern orientiert hatte. | Emily Joyce Evans