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Concerto No. 23


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Objektbeschreibung

Nach eigenen Angaben nahm Budnick – als zweiten Vornamen verwendete er sowohl Gordon als auch Jonas – Ende der 1930er-Jahre in seiner Heimat New York City Kunstunterricht bei Hans Hofmann und pflegte eine Bekanntschaft mit Piet Mondrian. Nach dem Militärdienst studierte er Architektur, zunächst 1946 bis 1949 am Institute of Design in Chicago bei László Moholy-Nagy und Buckminster Fuller, anschließend bis 1952 bei Walter Gropius an der Harvard University. Später lebte er in Kalifornien und arbeitete als Architekt, malte jedoch weiterhin und hatte gelegentlich Ausstellungen. Sein Ansatz ist am ehesten als spirituell zu beschreiben. Zeithistorische, wohl auch politische Entwicklungen der Nachkriegszeit ließen ihn zweifeln und sich nach Einigkeit unter den Menschen sehnen. In diesem Sinne schrieb er Werner Haftmann und bot „Concerto Nr. 23“ für die neu eröffnete Neue Nationalgalerie an: „In freudigem Dienst betrachte ich unseren gemeinsamen Wunsch, eine im Geiste geeinte Welt zu schaffen und eine Vielfalt der Ausdrucksformen für ebendiese Einheit.“ („It is in joyful service that I look upon our mutual desire to create a world unity in spirit and diversity of expression towards this unity.“) Das Bild sollte ein amerikanisch-deutsches Freundschaftsgeschenk sein (Sidney Gordon Budnick an Werner Haftmann, 5.1.1969, Bildakte, Neue Nationalgalerie). Ein wenig an Op Art erinnernd, ähnelt es auffällig dem verbreiteten „Windrädchen“-Muster US-amerikanischer Patchwork-Steppdecken (pinwheel quilt). Über Budnicks Liebe zu geometrischen Mustern liegen leider keine Aussagen vor, auch über eine Beschäftigung mit Volkskunst oder den Kunstströmungen seiner Zeit ist nichts weiter bekannt. | Emily Joyce Evans