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KPD-Versammlung


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Objektbeschreibung

Spätestens mit seinem Eintritt in die KPD 1926 und seiner Mitgliedschaft in der Dresdner Assoziation revolutionärer bildender Künstler (ASSO) hatte sich Grundig zunehmend sozialkritischen Themen zugewandt. Immer deutlicher klagen seine Bilder jener Zeit Missstände an, ab Anfang der 1930er-Jahre rufen sie oftmals zum organisierten Klassenkampf auf. Das Gemälde „KPD-Versammlung“ zeigt eine Szene im Keglerheim am Wettiner Bahnhof (heute Dresden-Mitte), einer traditionsreichen Versammlungsstätte der Dresdner Arbeiterschaft. Der Saal ist voller Männer und Frauen, die aufmerksam und nachdenklich dem pointiert angeleuchteten Redner auf der Bühne lauschen. Im Hintergrund lassen sich zwei Schutzpolizisten erkennen sowie links daneben, im Schatten, das Gesicht des Dresdner Kriminalkommissars Friedrich, die die Veranstaltung kritisch überwachen. In solchen proletarisch-revolutionären „Klassenkampfbildern“ gab der Künstler die von ihm als Bedrohung empfundene Lebenssituation wirklichkeitsnah und ohne jegliche Symbolik wieder. Seine Gemälde dieser Thematik stehen in auffälligem Kontrast zu Grundigs sinnbildhaften Darstellungen wie „Gewitter (Kalte Nacht)“ (1928; Galerie Neue Meister, Dresden) oder „Blasewitzer Elbbrücke“ (1935/1936; A IV 51) aus der gleichen Zeit. | Maike Steinkamp