Tanzpause
Objektbeschreibung
Arnold schloss 1928 seine künstlerische Ausbildung ab und arbeitete zunächst im Stil des Expressionismus. Mit seinem Beitritt zur SED und seiner Berufung an die Staatliche Akademie für Grafik und Buchkunst Leipzig im Jahr 1946, wo er die Fächer figürliches Zeichnen und Anatomie lehrte, änderte sich jedoch sein Stil. Außerdem wandte sich Arnold von seinem bevorzugten Material Holz ab und experimentierte vermehrt mit Brennton, den er bis dahin hauptsächlich für plastische Vorarbeiten genutzt hatte. Damit war der Übergang zu den Bronzeplastiken geschaffen. Der „Tanzpause“ geht eine Terrakotta aus demselben Jahr voraus. Sie zeigt eine Tänzerin, die sich mit verschränkten Armen auf einem Sockel niedergelassen hat. Ihre Beine sind dabei in voller Anspannung – das rechte Bein streckt sie wie in einem Tanzschritt von sich, das linke Bein steht angewinkelt am Sockel, wobei der Fuß nur mit der Spitze den Boden berührt. Ihre Beinhaltung wirkt fast antagonistisch zur lockeren Haltung des Oberkörpers und setzt einen Bewegungsakzent. Mit dieser Form der Abbildung von Wirklichkeit näherte sich Arnold bereits den Idealen des Sozialistischen Realismus an. „Tanzpause“ wurde 1976 mit einer Briefmarke gewürdigt. | Jill Praus