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Dorftanz (Dangast)


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Objektbeschreibung

Von 1907 bis 1910 hielt sich Heckel jeweils im Sommer und Herbst einige Wochen im Nordseebad Dangast nahe Oldenburg auf. Gemeinsam mit seinem Brücke-Kollegen Karl Schmidt-Rottluff suchte er nach künstlerisch unverbrauchten Motiven in der Landschaft sowie aus dem Leben der dörflichen Bevölkerung und der Fischer. Die Dangast-Aufenthalte entsprachen der Sehnsucht beider Künstler nach Ursprünglichkeit und einem unverbildeten, einfachen Leben. So reizte Heckel auch der Tanzabend im Saal des Dorfgasthofes, um die Vergnügungen der lokalen Einwohner darzustellen. Die in die Bildtiefe hineinschwingende Diagonale der aufgereiht sitzenden Frauen und der nach rechts offene Raum erzeugen eine lebendige Dynamik. Zudem leuchten die Farben besonders intensiv. Heckel verwendete nicht mehr den kleinteiligen Pinselstrich der Jahre 1905 bis 1907 (vgl. „Frauenbildnis“, B 812), sondern trug die mit Benzin verdünnte Farbe in groß zusammengefassten Flächen auf, was ihre Leuchtkraft enorm steigert. Auch sind die akademischen Regeln der Perspektive zugunsten einer besseren Sichtbarkeit der Farbflächen aufgegeben. Der klare Akkord der Grundfarben wird durch Linien und markante Formen in Schwarz gegliedert. Heckel hatte zu einem neuen, eigenständigen Stil des Brücke-Expressionismus gefunden. | Janina Dahlmanns