Punch
Objektbeschreibung
Die Skulptur „Punch“ zählt zu den bedeutendsten monumentalen Plastiken des Schweizer Bildhauers. Der Autodidakt entwickelte eine eigenwillige Formensprache aus Schrott- und Metallteilen. Der Titel lässt den subtilen Humor erkennen, der in Luginbühls Arbeiten immer wieder durchscheint. Er spielt auf die Dynamik eines kraftvollen Faustschlags an, unterstrichen durch Form und Materialität der Skulptur, die an einen Schlaghammer erinnern. Die Figur wirkt energiegeladen, als würde sie durch die große Flügelmutter angetrieben, deren funktionales Design auf kraftvolle Weise mit den wuchtigen, unregelmäßigen Elementen interagiert. Seit 1970 steht „Punch“ im Skulpturengarten der Neuen Nationalgalerie und gilt als eines der repräsentativsten Beispiele für Luginbühls Arbeit mit industriellen Materialien. Die ursprüngliche Funktion der Metallfundstücke ist einer kraftvollen, poetischen Ausdrucksform gewichen. Sichtbare Schweiß- und Nietverbindungen sowie grob behauene Formen verstärken den Eindruck dynamischer Energie. Die Veränderungen durch Witterungseinflüsse sind ein wichtiger Bestandteil der ästhetischen Aussage der Außenskulptur. Die Rost-Patina verleiht „Punch“ einen lebendigen, wandelbaren Charakter und betont das Wechselspiel von Beständigkeit und Vergänglichkeit, das Luginbühls Werke prägt. | Sofía Pérez Knapheide