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Die Bocciabahn (Tessin)

1962 erworben durch das Land Berlin

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Objektbeschreibung

Von den fünf Kindern des Mäzens Theodor Reinhart (vgl. „Stehender Jüngling“, B 1132) sammelten Georg und Oskar, mit denen Hofer seit 1910 in engem Kontakt stand, ebenfalls Kunst. Nach dem Tod des Vaters 1919 führte Oskar die an ihn und seine Geschwister vererbte Kunstsammlung fort und baute diese ab den 1920er-Jahren weiter aus. Für Hofer blieb er ein wichtiger Ansprechpartner und Käufer seiner Werke. Als sich der Mäzen auf dem Gelände seiner Tessiner Villa neben dem Schwimmbad eine Bocciabahn anlegen ließ, beauftragte er den Künstler damit, diese in einem Gemälde festzuhalten. Das Bild zeigt das im Vordergrund liegende, menschenleere Spielfeld, welches an die Rückseite des Hauses grenzt und zu den Seiten von einer Felswand und einem von Bäumen überragten Zaun flankiert wird. Der sich über einer Bergkette erhebende blaue Himmel im Hintergrund rundet die harmonische Komposition ab. Mit zarten Pastelltönen hat der Maler die idyllische, sommerliche Atmosphäre des Ortes zum Ausdruck gebracht. Bis 1962 blieb das Bild in Reinharts Besitz. Anna Maria Bänninger, die als private Kunsthändlerin in Berlin tätig war, vermittelte das früher mancherorts als „Tennisplatz“ betitelte Werk an die West-Berliner „Galerie des 20. Jahrhunderts“, über die es in die Nationalgalerie gelangte. | Irina Hiebert Grun