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Objektbeschreibung

Das „Sky-Piece“ entstand als Auftragsarbeit für die Neue Nationalgalerie. Es besteht aus einer Stützkonstruktion aus industriell gefertigtem Edelstahl und Plexiglaselementen, die darüber zu schweben scheinen – zwölf Räder mit aufgesetzten, nach außen hin immer kleiner werdenden konzentrischen Ringen. Jeweils zwei dieser Räder sind zu der geschlossenen Form eines Doppelrades vereint. Je drei Doppelräder finden sich in zwei parallelen Reihen hintereinander angeordnet. Durch die Wiederholung der Grundform entsteht ein visueller Rhythmus. Rund und rund und rund – die Skulptur vermittelt den Eindruck von Bewegung, obgleich all ihre Bestandteile starr sind und statisch bleiben. Einerseits wirken die Elemente wie eine industrielle Konstruktion aus Achsen und Wagenrädern, andererseits wie Teile der Natur, wogende Bewegungen des Wassers und der dahinziehenden Wolken. Das Spiel des Lichts auf dem Plexiglas, das Durchscheinende und die Reflexionen suggerieren eine Mechanik des Himmels, für die Black ein poetisches Bild erzeugt. Das Werk wurde für das Wasserbecken im Skulpturengarten des Museums entworfen. Hier bildete es einen gegenwarts- und zukunftsbezogenen Kontrast zu den bereits vorhandenen Bronzen von Bernhard Heiliger („Vertikales Motiv“, NG 24/68). Alterungsprozesse durch Witterungseinflüsse führten dazu, dass das „Sky-Piece“ 1979 abgebaut wurde. Bis 1998 stand es vor der Bundesanstalt für Materialprüfung in Berlin-Dahlem. 2021 wurde das Werk restauriert, wobei einzelne Elemente in Abstimmung mit dem Künstler und dessen Sohn neu hergestellt wurden. | Dieter Scholz