Jacques de Menasce
Objektbeschreibung
Das Porträt des sechsjährigen Jacques de Menasce (1905–1960) entstand vermutlich im Sommer oder Frühherbst des Jahres 1911 in Wien. Jacques war der Neffe des Schriftstellers Baron Victor von Dirsztay. Kokoschka illustrierte später dessen Schrift „Lob des hohen Verstandes. Ein Umriss zur Morphologie des Menschen nebst Anmerkungen und einer Einführung“, der 1917 im Verlag von Kurt Wolff in Leipzig erschien; Dirsztays von dem Künstler gemaltes Porträt (um 1910/1911, WVZ Winkler/Erling 1995, 69) hängt heute im Sprengel Museum Hannover. Jacques de Menasce wurde Pianist, kurze Zeit war er Schüler von Alban Berg. 1941 emigrierte er in die USA und lebte fortan in New York. Er spielte neben klassischen und zeitgenössischen Werken auch eigene Kompositionen. | Oliver Seifert