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Die Gipsfigur

1983 erworben durch das Land Berlin

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Objektbeschreibung

Neškovićs künstlerische Praxis war von einem Ritual bestimmt, das darin bestand, dass er unter der Woche volle Arbeitstage im Atelier verbrachte, während die Wochenenden für das Durchstöbern von Flohmärkten auf der Suche nach Objekten reserviert waren, die als Ausgangsmaterial für seine Kreationen dienten. Seit Mitte der 1970er-Jahre tauchen bestimmte Figuren und Gegenstände immer wieder auf seinen Leinwänden auf. Es handelt sich um Bilder von Badenden, Frauen mit einem Krug, Ballerinas, von Rotkäppchen, von Palmen oder Booten, die bald zu Neškovićs Kanon trivialer Symbole gehörten. Diese Vorlagen, die er bei Trödlern oder in populären Zeitschriften fand, vergrößerte er und kopierte sie amateurhaft auf Leinwände, wobei er bewusst einen naiven künstlerischen Ausdruck wählte und manchmal sogar das mit Bleistift gezeichnete Raster sichtbar beließ, mit dem er ein Motiv auf die Leinwand übertragen hatte. Als Künstler mit akademischer Ausbildung beherrschte Nešković die Maltechnik, doch verbrachte er im Laufe seines künstlerischen Lebens mehr Zeit damit, diese Fertigkeit abzulegen. Damit stellte er die Frage danach, was Kunst ist und was sie sein kann, über die Nutzung seines Könnens. | Svetlana Jevtovic Montua