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Objektbeschreibung

Ab 1931 nutzte Liebknecht Wohnung und Atelier auf einem Boden in der Heubuder Straße in Berlin-Wedding. Hier oben entstanden seine charakteristischen Werke aus dem Großstadt- und Arbeitermilieu dieser von massenhafter Arbeitslosigkeit geprägten Zeit. 1985 zeigte Liebknecht in einer Ausstellung in Ost-Berlin und Dresden zwei Darstellungen von Arbeitslosen (Robert Liebknecht. Paris, Malerei und Grafik, Ausst.-Kat. Galerie am Weidendamm, Berlin [Ost], 1985, Nr. 2 und 6). In beiden Fällen sitzen die bildfüllend und würdig Porträtierten in dem nur angedeuteten Atelierraum, jedoch nicht im Sessel, wie bei diesem Genre üblich, sondern vorgebeugt, wie auf dem Sprung, in Straßen- beziehungsweise Dienstkleidung, auf einem einfachen Hocker (vgl. auch „Arbeitsloser“; Robert Liebknecht. Ölbilder, Zeichnungen, Grafiken und Texte zu Leben und Werk, Ausst.-Kat. Kongresshalle Gießen, 1991, Farbtaf. S. 49). Die Betonung liegt auf den von Hoffnungslosigkeit gezeichneten Gesichtern und den tatenlosen Händen. Liebknechts Darstellung eines „Arbeitslosen“ aus dem Bestand der Nationalgalerie vermittelt sowohl Spannung als auch Energie durch die aus der Mitte gerückte Figur, den nervösen Pinselstrich und den farbig flackernden Hintergrund. | Angelika Wesenberg