Parklandschaft
Objektbeschreibung
Das Gemälde „Parklandschaft“ gehört zu den frühen Ankäufen der 1949 als Kunstsammlung des Berliner Senats in West-Berlin gegründeten Galerie des 20. Jahrhunderts. Hier folgte Kliemann stilistisch noch ganz der Malweise seines Lehrers, des renommierten Brücke-Malers Karl Schmidt-Rottluff, indem er dessen farbige Flächigkeit und scharfe, schwarze Konturierung aufgriff und fortführte. Motivisch wiederholte sich der Künstler in dieser Zeit – anonymisierte Landschaften und Parks, stilisierte Bäume und Sträucher und nur am Horizont als Silhouette erkennbare Gebäude verhindern die genaue Verortung der gemalten Szene. Anstelle der noch kriegszerstörten Stadt Berlin verwies der Künstler durch das karge Geäst am Rand und den aufblühenden Baum in der Bildmitte symbolisch auf Zerstörung und wiederaufkeimendes Leben. „Parklandschaft“ ist zugleich einer der frühesten Versuche des Malers, mit Ölfarbe zu arbeiten. Damit gelingen ihm weichere Übergänge und größere Strukturtiefe als mit der bis dahin primär verwendeten Temperafarbe. | Dorothea Schöne