Logo

Prag, Blick von der Moldaulände

1965 erworben durch das Land Berlin

FacebookAuf Facebook teilen

Objektbeschreibung

Unter dem Druck der politischen Ereignisse reiste Kokoschka 1934 von Wien nach Prag, wo er bis zu seiner Flucht nach England Mitte Oktober 1938 blieb. In Österreich war im März 1934 unter Kanzler Kurt Schuschnigg ein faschistischer „Ständestaat“ ausgerufen worden. In Deutschland wurden Kokoschkas Werke als „entartet“ aus den Museen genommen. In Prag, der Geburtsstadt seines Vaters, hatte er 1935 im Bellevue-Haus direkt an der Moldau ein Turmzimmer mit Blick auf Hradschin, Laurenziberg und Karlsbrücke als Atelier gemietet, in dem auch das vorliegende Bild entstand. Das Werkverzeichnis der Fondation Oskar Kokoschka (online unter www.oskar-kokoschka.ch [12.2.2021]) verzeichnet insgesamt 18 Prag-Ansichten von unterschiedlichen Standorten aus. | Oliver Seifert