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Objektbeschreibung

1921 war Masson nach Paris gezogen, wo er in der Rue Blomet, dem Malerkollegen Joan Miró direkt benachbart, ein Atelier gefunden hatte. Der Kreis der Freunde – Michel Leiris, Georges Bataille, schließlich André Breton – wurde zu einer der Keimzellen des Surrealismus, den Breton 1924 formell als Gruppe konstituierte. Das vorliegende Gemälde, das zeitweise im Besitz Bretons war, steht in einer Reihe von Werken, die von den „Brotstücken“ (B 788) über „Die vier Elemente“ (WVZ Ades/Masson 2010, 1924*39) und „Die Tücher“ (B UHP 94/13) das kubistische Stillleben bis zu nahezu abstrakten „Metamorphosen“ (vgl. etwa WVZ 1929*8) und „Kompositionen“ (unter anderem WVZ 1930*10) führte. Die auf den ersten Blick kubistisch wirkende Bildstruktur dient nicht nur einer Zerschlagung der Raumillusion, sondern einer assoziativen Verflüssigung der Ding- und Sinnbezüge: Architektonische Fragmente lösen sich in Lichtfacetten auf, Innen- und Außenraum verschwimmen, die Elemente Wasser (Fische) und Luft (Vögel) gehen alogisch ineinander über, ja selbst das menschliche Subjekt (Auge) verschmilzt im dionysischen Rausch mit der Welt, hier konkretisiert in der weiblichen Brust als Objekt der – männlichen – Begierde. | Kyllikki Zacharias