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Objekttyp: Amulett
"Il gobbo" (Der Bucklige)
Museum Europäischer Kulturen
kleine bucklige Perlmuttfigur mit Öse aus Kupferdraht
Museum Europäischer Kulturen
Röhrchen aus Messingblech in Patronenform zum aufdrehen, darin Madonna mit Kind in Gold vor rotem Hintergrund. Im oberen Drittel, ein eingraviertes Kreuz. Wurde von Männern in der Westentasche getragen.
Ethnologisches Museum
Ein Krankheitsamulett aus Südost-Sibirien: ein Tiger und zwei Menschenfiguren aus Holz, die an einem Riemen zusammengebunden sind.
Amulett eines Ritters mit Muttergottes und Christus als Weltenrichter
Kunstgewerbemuseum
Die runde Silberscheibe zeigt auf beiden Seiten gravierte Darstellungen unter mehrfarbigen, überwiegend transluziden Schmelzen. Der Rand ist am äußeren Wulst geperlt, seine inneren Stege, die zugleich die Begrenzungen der überschmolzenen Flächen sind, laufen auf beiden Seiten um das dadurch als ursprünglich ausgewiesene Loch für die Öse herum und offenbaren somit die von Anfang an intendierte Funktion der Pretiose als Anhänger. Eine Seite zeigt auf meist grün überschmolzenen Erdschollen stehend die Muttergottes vor einem tief blauen, von elegant geschwungenen Blattranken gleichmäßig überzogenen Grund. Maria trägt ein weinrotes, grün gefüttertes Gewand und einen grünen Mantel. Das Hemd des Christusknaben auf ihrem rechten Arm war violett. Die Inkarnate aller Figuren werden durch die nicht überschmolzene Oberfläche der Silberplatte gebildet, auf der sich das Lineament der Binnenzeichnung durch opake schwärzliche Schmelzen graphisch deutlich abhebt. Die Haare sind mit gleichfalls opaken gelben und braunen Schmelzen gestaltet. Gewänder und Flügel der vier assistierenden Engel nehmen die Farbpalette der Muttergottesfigur wieder auf. Die Spruchbänder in ihren Händen enthalten folgenden Text: * FROV ∙ SANT MARIA ∙ ICH ∙ BIT / * DICH * DVRCH ∙ DER ∙ ENGEL ∙ GE / SANG ∙ HILF∙ DES ∙ DICH ∙ DER / * RITTER ∙ BIT ∙ VND ∙ ER ∙ MAN[T]. An einigen Stellen sind die Schmelzen in Verlust geraten, so links im Bereich der Erdschollen, am linken Rand des Grundes, am Gewand des Christusknaben und am linken Oberarm der Maria, um nur die umfangreichsten Fehlstellen zu benennen. Die andere, mit dem gleichen vegetabil ornamentierten blauen Grund verzierte Seite zeigt Christus als Weltenrichter auf einer breiten, durch schlanke Spitzbogenarkaden gegliederten Bank thronend. Die Linke des Erlösers ruht auf der Sphaira, während seine Rechte im Segensgestus erhoben ist. Auch Christus trägt ein weinrotes, grün gefüttertes Gewand und einen grünen, mit einer Fibel vor der Brust geschlossenen Mantel. Wie die Engel auf der Marienseite nehmen hier die Symbole der vier Evangelisten die Farbpalette der Zentralfigur wieder auf, wobei das Fell des Lukas-Stiers und des Markus-Löwen gleich den Inkarnaten durch die Oberfläche der Silberplatte gebildet wird. Die Spruchbänder der Evangelistensymbole enthalten folgenden Text: HER * GOT ∙ DVRCH ∙ DIN ∙ / TOT HILF DISSEM / ∙ RITTER VS ANGST / VND ∙ VS ∙ ALLER ∙ NOT. An dieser Seite sind ebenfalls größere Teile der Schmelzen verloren, so in einem Bereich vom linken Bein Christi über sein rechtes Knie bis zu seinem rechten Unterarm und die hier anschließende Zone des Grundes. Weiterhin fehlen sie am linken Bein der Matthäus-Figur und rechts davon im Grund, rings um Nimbus und rechten Flügel des Johannes-Adlers sowie unterhalb der Vorderpfoten des Markus-Löwen. Der – für die Entstehungszeit noch ganz ungewöhnlich – in deutscher Sprache verfasste Text belegt, dass der scheibenförmige Anhänger für einen Ritter geschaffen wurde. Das Tragen des Medaillons stellte für den Besitzer gleichsam eine permanente Fürbitte bei Christus und Maria um göttlichen Beistand dar. Dieser christliche Amulettcharakter des Schmuckstücks erhellt vor allem aus dem Text, weniger aus den bildlichen Darstellungen. In der Finesse der grafischen Darstellung und der wohlbemessenen Intensität der darüber liegenden transluziden Farben zählt der Anhänger zu den schönsten Zeugnissen gotischer Emailkunst im deutschen Sprachraum. Die Entstehung des auch herstellungstechnisch anspruchsvollen Werks mit den beidseitig auf die dünne Silberscheibe aufgebrachten Tiefschnittschmelzen wurde in der Literatur fast durchgängig im 14. Jahrhundert am Oberrhein vermutet. Für das Berliner Amulett ist eine zeitliche Ansetzung bald nach der Entstehung des sog. Prassberg-Kelches (Museum für Angewandte Kunst Frankfurt am Main) um 1320/30 wahrscheinlich. Die Frage der Zuweisung an eine bestimmte oberrheinische Werkstatt muss vorerst weiter offen bleiben. LL
Cyprea lurida - Meeresschnecke gegen Ohrenschmerzen
Museum Europäischer Kulturen
hell/ beige/ bräunliches, schwach gestreiftes Schneckengehäuse, durchbohrt, daran gelbliche geflochtene Schnur befestigt und verknotet.
15. Maurischer Talisman
Museum Europäischer Kulturen
Behältnis mit Deckel; im Innern eingerolltes Papier religiösen Inhalts in spanischer Sprache.
Jüdisches Wochenbettamulett
Museum Europäischer Kulturen
Auf Karton aufgezogenes, gedrucktes Wochenbettamulett. Mittig enthält es Psalm 121, umgeben von der Elija-Geschichte in Raschi-Schrift. Es ist keine Druckerei oder Ort erkennbar, Die Art von Ikonografie findet sich auch auf nicht-jüdischen Stücken. Für Übergangsriten und in Zeiten der Not wurden Heiler*innen sämtlicher Konfessionen und Spiritualität konsultiert, was das Objekt charakteristisch für die multikulturelle Karpatenregion macht. Besonders selten ist die Kenntnis des Ortes, an dem es gesammelt wurde, da diese Information normalerweise fehlt. Ähnliche gedruckte Amulette für Wöchnerinnen oder speziell für ein neugeborenes Mädchen oder einen neugeborenen Jungen waren in Mitteleuropa vielfach im Umlauf. Die ersten gedruckten Amulette dieser Art stammen vermutlich aus der Zeit um 1700. Dieses Amulett ist jedoch vermutlich deutlich jünger und stammt aus dem späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert. Regional stammt es aus dem Ort Sekernice im Rajon Chust/Khust im äußersten Westen der heutigen Ukraine. Der Ort gehörte in der Zwischenkriegszeit zur Tschechoslowakei, während des 2. Weltkrieges zu Ungarn. Die jüdische Bevölkerung, die es in allen Ortschaften und Städten der Region gab, lebte – wie der Rest der abgelegenen Region – in verhältnismäßiger Armut. 1944 wurde in dem Ort ein Ghetto eingerichtet, in das die verbliebene jüdische Bevölkerung gezwungen wurde, bevor der größte Teil der jüdischen Bevölkerung von Sekernice und Umgebung nach Auschwitz deportiert und hier ermordet wurde. Auf der Website des US-Holocaust Memorials sind diverse Zeitzeugenberichte archiviert und u.a. auch als Video abrufbar (Suchbegriffe: „Sekernice“, „Sokyrnytsya“, „Szeklence“, „Khust“, „Chust“). Bis heute gibt es im nahegelegenen Khust jedoch eine Synagoge und eine aktive jüdsche Gemeinde. Zudem existiert auch noch der alte jüdische Friedhof von Sekernice.
Ethnologisches Museum
Amulett "Haschâb" = Rotes Lederplättchen mit eingenähtem Koranspruch - Amulett gewöhnlich am "Chaid" (III B 582) Schnur aus Kamelwolle, die um den Kopf geschlungen wird. Auch Tiere werden damit versehen, soll gegen Zauber und Kopfschmerzen helfen.
Ethnologisches Museum
Amulett. Lanzenspitzförmiger (umgekehrt) grüner Stein in gezackter Fassung. Datenbank: Amulett. Lanzenspitzförmiger (umgekehrt) grüner Stein in gezackter Fassung; 4 Ösen, untere Öse ein runder Anhänger aus Blech (Silber ?). Karteikarte: Amulet, rhombisches Stück eines nephritähnlichen Quarzes.