26 Ergebnisse
Objekttyp: Amulett (Kleinkunst / Schmuck)
Amulett in Gestalt des Gottes Bes
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Der bärtige Gott mit hoher Federkrone verkörpert den Bes. Dieser wurde zum Schutz vor den nächtlichen Dämonen, insbesondere für Frauen während der Schwangerschaft und Geburt sowie für die Neugeborenen angerufen. Bei dem Stück handelt es sich um ein Amulett, das entsprechend an einer Ösen befestigt werden konnte und somit dem Schutz der Lebenden oder Verstorbenen diente. (J. Helmbold-Doyé)
Amulett in Gestalt der Göttin Thoeris
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Das vorliegende Objekt diente als Anhänger, wie die Durchbohrung belegt. Es wurde aus blau-gelbem Glas gefertigt. Trotz der nur sehr unförmig gearbeiteten und grob erhaltenen Merkmale ist zu erkennen, dass es sich bei dem Dargestellten um die nilpferdgestaltige Göttin Thoeris handelt. Seine Verwendung lässt sich hier in einen religiös-privaten Kontext einordnen, wobei es wahrscheinlich als Amulett oder Talisman um den Hals getragen wurden. In Achet-Aton kamen derartige Anhänger in Gestalt von Götterfiguren in besonderer Vielzahl zum Vorschein, was als Beleg gedeutet werden könnte, dass die Bevölkerung, trotz einer offiziellen Herabsetzung der traditionellen Götter, diese im privaten Bereich weiterhin verehrten. Solchen tragbaren Götterfigürchen wurde eine Glück bringende bzw. Unheil abwehrende Kraft zugesprochen; sie hatten die Aufgabe, den Besitzer magisch zu schützen. Thoeris stand dabei symbolisch als Schutzgottheit für Schwangerschaft und Neugeborene. Aufgefunden wurden das Objekt in Haus P 47.1, der Fundkontext bleibt durch eine fehlende Raumzuweisung jedoch unklar. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 300 (Kat.-Nr. 83).
Kopf einer Nubierin mit voluminöser, lockiger Frisur gerahmt von zwei Meerkatzen
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Das mehrfarbige Fragment zeigt den Kopf einer Nubierin mit der „Fuzzi-wuzzi“ Frisur, dem sich zu beiden Seiten Meerkatzen mit einem gepunkteten Fell gegen den Kopf lehnen. Ergänzt werden kann die Statuette zu einer stehenden Frau, die ein kleines Kind im Arm hält. Infolge der Öse im Nacken handelt es sich um ein Amulett, dem eine unheilabwehrende Funktion gegenüber Mutter und Kind zugeschrieben werden kann. (J. Helmbold-Doyé)
Amulett in Form einer "Ahnenbüste"
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die Ahnenbüste wird als ein Anhänger interpretiert, der als Kettenglied oder Amulett fungierte. Solche Büsten – als Anhänger oder als größere Objekte – wurden mehrfach in Achet-Aton ausgegraben und werden allgemein als Kultbild eines verstorbenen Angehörigen gedeutet. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 302 (Kat.-Nr. 84).
Amulett in Form eines Udjat-Auges
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Das Udjat-Auge wird als ein Anhänger interpretiert, der als Kettenglied oder Amulett fungierte. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 302 (Kat.-Nr. 84).
Amulett in Gestalt einer stehenden Göttin mit Was-Szepter (?)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Das Amulett in Form einer Göttin mit Was-Zepter wurde aus blauer Fayence hergestellt. In Achet-Aton wurde neben Glas hauptsächlich Fayence zur Schmuckherstellung eingesetzt. Trotz der nur sehr unförmig gearbeiteten und grob erhaltenen Merkmale ist zu erkennen, dass es sich bei der Dargestellten um eine schreitende Göttin mit nicht identifizierbarer Krone (Geierkrone oder Kalathos?) und ein Was-Zepter haltend handelt. Seine Verwendung lässt sich hier in einen religiös-privaten Kontext einordnen, wobei es wahrscheinlich als Amulett oder Talisman um den Hals getragen wurden. In Achet-Aton kamen derartige Amulette in Form von Götternfiguren in besonderer Vielzahl zum Vorschein, was als Beleg gedeutet werden könnte, dass die Bevölkerung, trotz einer offiziellen Herabsetzung der traditionellen Götter, diese im privaten Bereich weiterhin verehrten. Solchen tragbaren Götterfigürchen wurde eine Glück bringende bzw. Unheil abwehrende Kraft zugesprochen; sie hatten die Aufgabe, den Besitzer magisch zu schützen. Die kleine Göttin könnte Mut oder, wie Borchardt es vermutet, Isis verkörpern, die beide als Muttergottheiten auftreten. Aufgefunden wurde das Objekt in Haus P 47.1, der Fundkontext bleibt durch eine fehlende Raumzuweisung jedoch unklar. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 300 (Kat.-Nr. 83).
Amulett (Plakette?) mit Inschrift
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Schutzamulette waren zu allen Zeiten ein wichtiger Bestandteil persönlicher Frömmigkeit. Das kleine Täfelchen (ÄM 35111) war Bestandteil einer Halskette. Auf der Fläche wurde der Text „Der gute Gott Re“ (netjer-nefer-Re) eingeritzt. Nach: Rattmann, A., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 402 (Kat.-Nr. 190).
Hathorkopf-Amulett
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Das hier gezeigte Objekt wurde aus blauer Fayence hergestellt. In Achet-Aton wurde neben Glas hauptsächlich Fayence zur Schmuckherstellung eingesetzt. Trotz der nur sehr unförmig gearbeiteten und grob erhaltenen Merkmale ist zu erkennen, dass es sich dabei um eine Darstellung des Hathorkopfes handelt. Seine Verwendung lässt sich hier in einen religiös-privaten Kontext einordnen, wobei es wahrscheinlich als Amulett oder Talisman um den Hals getragen wurden. In Achet-Aton kamen derartige Anhänger in Gestalt von Götterfiguren in besonderer Vielzahl zum Vorschein, was als Beleg gedeutet werden könnte, dass die Bevölkerung, trotz einer offiziellen Herabsetzung der traditionellen Götter, diese im privaten Bereich weiterhin verehrten. Solchen tragbaren Götterfigürchen wurde eine Glück bringende bzw. Unheil abwehrende Kraft zugesprochen; sie hatten die Aufgabe, den Besitzer magisch zu schützen. Hathor stand für das Wohlergehen der Frauen. Aufgefunden wurden das Objekt in Haus P 47.1, der Fundkontext bleibt durch eine fehlende Raumzuweisung jedoch unklar. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 300 (Kat.-Nr. 83).
Zweifingeramulett
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Das Amulett aus Obsidian zeigt zwei menschliche Finger mit einem abgerundeten unteren Abschluss - die ausgestreckten und dicht aneinandergehaltenen Zeige- und Mittelfinger einer rechten Hand. Die drei Fingergliedern und Nägel wurden herausausgearbeitet. Der Zwischenraum zwischen den beiden Fingern ist auf beiden Seiten durch eine Vertiefung angedeutet. Die Maße und Gestaltung des Objekts folgen weitgehend den natürlichen Proportionen der menschlichen Finger. Solche Zweifingeramulette wurden auf der Mumie in der Nähe des Schnitts, durch den die inneren Organe entnommen wurden, platziert. Das Amulett, das mit den Fingern des Gottes der Balsamierung Anubis assoziiert wurde, soll auf magische Weise die Wunden verschließen, um den Körper des Verstorbenen zu beschützen. Zudem wurden die Zweifingeramulette meist aus dunklem Gestein wie Obsidian, Basalt oder Steatit hergestellt, da die schwarze Farbe mit dem Jenseits, insbesondere mit Anubis und Osiris, in Verbindung gebracht wurde. Das Amulett ist vermutlich in der Spät- bis Ptolemäerzeit (ca. 664 – 30 v. Chr.) entstanden. (I. Liao)
Amulett in Gestalt des Kopfes der Göttin Hathor
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Das kleine Amulett zeigt das Antlitz der Göttin Hathor und gibt ihre wichtigen ikonographischen Merkmale wieder: das Menschengesicht mit den Kuhohren und der Strähnenperücke.
Amulett eines Udjat-Auges mit Öse
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die Ägypter haben sich zu Lebzeiten, aber auch darüber hinaus mit Hilfe von Amuletten geschützt. Eines der bekanntesten Formen ist das Udjat-Auge. Es ist das magische Auge des Gottes Horus, das von Seth verletzt und von Thot wieder geheilt wurde. Als Sinnbild über alle Angriffe erhaben zu sein ist es als beliebtestes heiliges Zeichen verwendet worden. Bei Verstorbenen wurden Udjat-Augen häufig im Stirn- oder Brustbereich gefunden. Die Öse an dem aus Gold gefertigten Exemplar belegt das Tragen an einer Halskette. (J. Helmbold-Doyé)
Ovale Amulett-Platte mit Darstellung der Göttin Thoeris und einer Kobra, auf der rückwärtigen Seite eine Antilope
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Figürliche Schutzamulette waren zu allen Zeiten ein wichtiger Bestandteil persönlicher Frömmigkeit. Das Schmuckelement (ÄM 22001) mit der Darstellung der Nilpferdgöttin Thoeris und der Uräusschlange sollte vor Gefahren aller Art schützen. Nach: Rattmann, A., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 402 (Kat.-Nr. 190).
Amulett in Gestalt des Gottes Thot
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Das vorliegende Objekt diente als Anhänger, wie die eingearbeitete Öse belegt. Es wurde aus grüner Fayence hergestellt. In Achet-Aton wurde neben Glas hauptsächlich Fayence zur Schmuckherstellung eingesetzt. Trotz der nur sehr unförmig gearbeiteten und grob erhaltenen Merkmale ist zu erkennen, dass es sich bei dem Dargestellten um den ibisköpfigen Thot handelt. Seine Verwendung lässt sich hier in einen religiös-privaten Kontext einordnen, wobei es wahrscheinlich als Amulett oder Talisman um den Hals getragen wurde. In Achet-Aton kamen Anhänger in Gestalt von Götterfiguren in besonderer Vielzahl zum Vorschein, was als Beleg gedeutet werden könnte, dass die Bevölkerung, trotz einer offiziellen Herabsetzung der traditionellen Götter, diese im privaten Bereich weiterhin verehrten. Solchen tragbaren Götterfigürchen wurde eine Glück bringende bzw. Unheil abwehrende Kraft zugesprochen; sie hatten die Aufgabe, den Besitzer magisch zu schützen. Thot stand dabei als Patron der Schreiber sowie Götterbote und Streitschlichter. Aufgefunden wurde das Objekt in Haus P 47.1, der Fundkontext bleibt durch eine fehlende Raumzuweisung jedoch unklar. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 300 (Kat.-Nr. 83).
Amulett in Gestalt einer Isis-Büste
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
In der Büste ist die Göttin Isis wiedergegeben. Sie trägt eine Krone, bestehend aus zwei Federn, der Sonnenscheibe und einem Hörnerpaar. Als Schmuck trägt sie Ohrringe und einen breiten Perlenkragen, unter dem eine Brusttafel oder ein schlecht gelungener Isisknoten erkennbar ist. (J. Helmbold-Doyé)
Amulett in Form einer Mondsichel (Lunula)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Der Mondsichel-Anhänger, Lunula, ist auf der Öse mit der auf einer Kugel aufgerichteten Uräusschlange mit Sonnenscheibe verziert. Zu beiden Seiten der Schlange sind in Granulation aufgetragene Kügelchen an dem Öse-Rand zu sehen. Des Weiteren schmücken unterhalb der Uräusschlange Voluten aus doppeltem Golddraht und granulierten Goldkügelchen, die die Gestalt der Ranken mit Weintrauben bilden, den sichelförmigen Anhänger. Die Darstellung einer Uräusschlange mit Sonnenscheibe an solch einem Mondsichel-Anhänger ist jedoch eine Weiterentwicklung des Typus, der erst ab der Zeit des Kaisers Antoninus Pius (ca. 138–161 n. Chr.) auftaucht. Die darunter befindlichen Weinranken und -trauben weisen auf Osiris hin, der im griechisch-römischen Ägypten aufgrund des ähnlichen Mythos der Auferstehung nach dem Tod mit dem hellenistischen Gott Dionysos in Verbindung gebracht wurde. Mit dem Gleichsetzungsversuch übernahm Osiris in der Rolle des mythischen Herrscher Ägyptens und Wohltäters der Menschheit häufig die dionysischen Attribute. Die Lunulae-Anhänger waren in Ägypten bereits seit dem Neuen Reich wegen ihrer apotropäischen Funktion bekannt. Sie dienten Müttern und Kindern zum Schutz. Im Hellenismus verbreiteten sich derartige Anhänger um den gesamten Mittelmeerraum; sie wurden in dieser Epoche auch von Männern getragen. Auch Tiere wurden während dieser Zeit mit solchen Anhängern geschmückt. Ab der zweiten Hälfte des 1. Jh. n. Chr. jedoch, mit dem erneuten Aufkommen der sichelförmigen Anhänger in der Römischen Zeit, sind sie wieder nur auf Mumienporträts und als Halsschmuck bei Mumien von Frauen und Kindern zu finden. Die bildlichen Darstellungen der Lunulae auf den Mumienporträts dienen als Quellen für das Verständnis der Tragweise des Schmucks sowie ihrer Träger. Umgekehrt geben die archäologisch belegten Mondsichel-Anhänger uns Hinweise auf die genaue Gestaltung und Herstellung des Schmucks. (I. Liao nach Helmbold-Doyé, J. / Jancziak, J., Luxus, in: Finneiser, K. / Helmbold-Doyé, J. / Jancziak, J. / Zorn, O., Alltag – Luxus – Schutz. Schmuck im Alten Ägypten. Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Staatliche Museen zu Berlin, 27. September 2014 - 31. Mai 2015, Berlin 2015, S. 45ff.)
Zwei hieratische Papyrusstreifen, als Amulett gefaltet an einer Bastschnur
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Ursprünglich waren beide Papyrusstreifen noch gefaltet und an einer Bastschnur hängend vorhanden. Solche Amulette wurden als Schutz um den Hals einer Person gelegt, u a. auch bei Neugeborenen. Die inzwischen geöffneten Streifen enthalten jeweils zwölf nach rechts blickende, hockende Götterfiguren, die teilweise mit einer kurzen hieratischen Beischrift identifiziert werden. J. Moje
Amulett in Gestalt des Gottes Thot als Ibis mit hockender Göttin Maat unter seinem Schnabel
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Besonders häufig ist Thot in der Totenbuchvignette beim sogenannten Totengericht (Totenbuchspruch 125) zu sehen, wo er das Ergebnis beim Wiegen des Herzens des Verstorbenen protokolliert. Er wird daher überwiegend in Verbindung mit der Göttin Maat dargestellt, deren Feder als Gegengewicht zur Reinheit des Herzens genutzt wurde. Kleine Amulette sollten den Verstorbenen davor bewahren, bei der Entscheidung des Totengerichts zu versagen. (A. Weber)
Pavian-Amulett
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Der Gott Thot wurde in Ägypten von der Frühzeit bis in die römische Zeit verehrt. Er trat entweder in Gestalt des Ibis oder als Pavian in Erscheinung. Eine seiner vielen Eigenschaften war die des Mondgottes mit der er unter anderem die Jahreszeiten und Mondphasen regulierte. Außerdem wurde er mit der Astronomie und Mathematik assoziiert. Auf dem Kopf trägt Thot die Mondsichel und Mondscheibe. (M. Jung)
Amulett des Gottes Anubis
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Standschreithaltung, linkes Bein vorangestellt. Canidenkopf mit voluminösen Ohren. Oberkörper nackt, Unterkörper mit plissiertem, schematisch ausgearbeitetem Schurz bekleidet. Beide Arme am Körper herabhängend, Hände zur Faust geballt. Beine und Füße nur grob ausgeformt. Flache rechteckige, an allen Seiten leicht überstehende Basis. Sehr breiter und tiefer, durchgehender Rückenpfeiler, in Höhe der Brust horizontal durchbohrt. Rechtes Ohr und Schnauze abgebrochen, Bestoßungen an Schulter und Basis. Glasur stellenweise braun. J. Moje
Koptisches Amulett (Fälschung?)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dieses quadratische Steinplättchen, dessen Vorderseite mit fünf Reihen von Buchstaben versehen ist, besitzt auf der oberen Kante eine kleine Bohrung. Aus dieser wird ersichtlich, dass der Gegenstand als Amulett konzipiert wurde. Während die Mehrheit der darauf verwendeten Zeichen dem koptischen Alphabet entspricht, bleiben einzelne Elemente nur schwer bis nicht bestimmbar. Somit wird weder eine koptische, noch eine griechische Syntax aus der Inschrift ersichtlich. Auch der Versuch einer kryptographischen Lesung blieb erfolglos. Zusammen mit der untypischen Form des Objektes liegt der Verdacht nahe, dass es sich hierbei um eine moderne Fälschung handelt, deren „koptisierende“ Inschrift und ungewöhnliche Form eine mangelnde Sachkenntnis des Fälschers nahelegt. (Alberto Alfredo Winterberg)
Amulett in Form eines Elefantenkopfes/Boviden
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dieses Amulett stellt vermutlich einen stilisierten Elefantenkopf dar. Die Augen hatten wahrscheinlich zwei Einlagen, die nicht mehr erhalten sind. Durch eine Öse auf der Rückseite konnte eine Schnur oder Kette gezogen werden, um das Stück am Hals tragen zu können. Obwohl eine genaue Klärung der Funktion noch aussteht, lässt sich eine Schutz- oder Machtsymbolik vermuten.
Amulett in Form eines Udat-Auges
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Das Udjat-Auge ist das linke Auge des falkenköpfigen Gottes Horus, Sohn des Osiris, das beim Kampf mit seinem Onkel Seth um die Herrschaft über Ägypten verletzt und vom Weisheitsgott Thot wieder geheilt wurde. Es wurde dadurch zum Symbol der Heilung und von Lebenden und Verstorbenen als Schutzamulett vor Krankheit und Gefahren getragen. Die Form und die Braue entsprechen dem menschlichen Auge, die senkrechte Linie und die Spirale gehören zum Falkenauge. Das Udjat-Auge ist nicht nur Schutzamulett, sondern auch das Sinnbild des Mondes. Das Verletzen des Auges entspricht dem Abnehmen des Mondes, sein Zunehmen stellt die Heilung dar. Das unverletzte rechte Auge des Horus ist das Symbol der Sonne, daher umfasst das Augenpaar das Licht des Tages und der Nacht. Die einzelnen Elemente des Udjat-Auges wurden mit Bruchzahlen von ½ bis 1/64 gleichgesetzt. Wenn alle Bruchzahlen zusammengezählt werden, fehlt 1/64-Teil zur vollen Zahl. Dieses hat Thot beim Zusammenfügen unterschlagen. (O. Zorn)
Zwei Zahn-Amulette mit Bandmuster
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Beide Zahnamulette sind mit einem gleichmäßigen Bandmuster verziert, dessen Rillen mit einer schwarzen Paste ausgelegt ist. Die Bedeutung der Stücke konnte bisher nicht geklärt werden. Sie wurden vereinzelt in Gräbern an Schnurresten hängend zu zweit oder zu dritt gefunden.