3 Ergebnisse
Objekttyp: Ausstattungsobjekt
Brüstungsplatte
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die Brüstungsplatte war ursprünglich hochrechteckig in eine mehrteilige Schrankenanlage eingepasst, worauf die seitlichen Vorrichtungen zur Fixierung hindeuten. Über die Front verläuft ein netzartiges Muster. Dieses setzt sich aus acht dreistreifigen Kreisen mit sechsblättrigen Rosetten auf Rundscheiben, bzw. Wirbelrosetten und sieben dreistreifigen Quadraten zusammen. Die Quadrate umschließen Kreuzrosetten, mehrblättrige Sternblüten und zweimal ein Kreuz. Kreis- und Quadratstreifen verschlingen sich wirbelförmig. Zu den Außenseiten der Platte hin laufen sie in eine Rahmung des Musters aus. Den unteren Abschluss bildet ein horizontal verlaufendes dreistreifiges Flechtband. Der ursprüngliche Aufstellungsort der Platte ist unbekannt. Die beiden Kreuze deuten allerdings auf einen kirchlichen Kontext hin. (Ehler 2017)
Schrankenplatte mit Medaillons
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die Platte zeigt deutliche Spuren mehrfacher Verwendung. Vermutlich im 12. Jahrhundert hat man den umlaufenden Rand bis unmittelbar an das Kreisnetz weggearbeitet und aus der Rückseite geometrische Eintiefungen herausgehoben, um hier Inkrustationen aus verschiedenfarbigen Gesteinssorten einlegen zu können (sog. Cosmatenarbeiten). Wahrscheinlich diente die Platte mit dieser Ausschmückung als Front eines Altars oder eines Grabmals. Der Dekor der ursprünglichen Vorderseite besteht aus einem dreistreifigen, außen gesäumten und in sich geschlossenen Kreisnetz mit insgesamt 18 Kreisen, die in drei Reihen zu je sechs Medaillons angeordnet und mit verschiedenen Motiven gefüllt sind. Obere Reihe von links nach rechts: Vogel nach rechts gewandt mit Frucht in der linken Kralle, an der er pickt; dreistreifiges griechisches Kreuz mit Eckvoluten an den Enden; sechsblättrige Blütenrosette; siebenstrahlige Sternrosette; Vogel nach rechts gewandt mit einer Schlange im Schnabel; Vogel nach links gewandt, ebenfalls mit einer Schlange im Schnabel. Mittlere Reihe: Achtstrahlige Sternrosette, Traube; siebenstrahlige Sternrosette; Weinblatt, achtblättrige Blütenrosette; Traube. Untere Reihe: Jeweils ein nach links gewandter Vogel mit einem Blatt im Schnabel bzw. in der Kralle. Die inneren Zwickel sind mit Dreiblättern gefüllt. (Arne Effenberger 1992)
Schrankenplatte mit Flechtbandkreuz
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die Platte gehörte zu einer Schrankenanlage, wie sie im frühen Mittelalter in verschiedenen Kirchen Roms errichtet worden sind. Die von einem umlaufenden und dreifach abgestuften Rahmen eingefasste Schauseite zeigt drei große Kreismedaillons. Diese werden von einem doppelt verschlungenen dreistreifigen Kreisgeflecht mit je vier knotenartigen Schlingen gebildet. Im Innern erscheint jeweils ein Radkreuz, wobei Kreuz und umlaufender Reif mit einem zweistreifigen Flechtband belegt sind. In den Zwickeln zwischen den Kreismedaillons wachsen unten zwei Dreiblattmotive empor; während oben zwei lilienartige Doppelspiralen an gegabelten Stielen herabhängen. Die Platte ist im 16. Jahrhundert wiederverwendet worden; die Rückseite zeigt zwei Barockwappen und eine Grabinschrift. Sie deckte einst das Grab der Livia Paola Mazzatosta (1473-1563) im Hauptschiff der Kirche Santa Maria Maggiore in Rom ab.