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Objekttyp: Backmodel
Christus als Weinstock der Erlösung
Kunstgewerbemuseum
Derartige Tonmodel dienten vor allem der Herstellung von festtäglichem Backwerk, das zu kirchlichen Festen, Hochzeiten oder anderen besonderen Anlässen hergestellt wurde. Aber auch ihre Verwendung für die Anfertigung von Reliefs aus Papiermaché oder zur Glockenzier ist nachgewiesen, so findet sich diese wohl im zweiten Drittel des 15. Jahrhunderts entstandene Darstellung des Weinstocks der Erlösung noch zwischen 1505 und 1520 auf verschiedenen Glocken des Erfurter Glockengießers Heinrich Ciegeler I. Schon 1477 fand die gleiche Form Verwendung für die Verzierung des Taufbeckens in Kleinschelken (Șeica Mică, Siebenbürgen, Rumänien) und noch 1593 benutzte sie der Husumer Gießer Melchior Lucas an einem Mörser, der sich im Historischen Museum Frankfurt befindet. Ursprungsform für die oft in zahlreichen Exemplaren vervielfältigten Backmodel aus gebranntem Ton waren zumeist Patrizen aus Speckstein oder Solnhofener Kalkstein (sog. "Kuchensteine"). Die Darstellung auf diesem Model zeigt Christus an einem Astkreuz, welchem Zweige mit Weinreben entspringen, zwischen denen die Köpfe der zwölf Apostel erscheinen. Darunter hackt Gottvater am Fuße des Kreuzes den Boden, hinter ihm erscheint ein Inschriftband mit folgendem Text: "pater umificat" (der Vater gräbt). Gegenüber begießt Maria den Kreuzesstamm aus einer Kanne mit Wasser, ebenfalls erläutert durch den Text eines Inschriftbandes: "maria fecund/at" (Maria befeuchtet). Das zweiteilige Inschriftband über dem Astkreuz erklärt den Sinn dieser christlichen Allegorie: "ego [sum]/ uitis vera" (Ich bin der wahre Weinstock, Joh 15,1) und "ego su[m] ui[tis]/ vos p[almites]" (Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben, Joh 15,5). LL
Liebespaar, vom Tod überrascht
Kunstgewerbemuseum
Derartige Tonmodel dienten vor allem der Herstellung von festtäglichem Backwerk, das zu Hochzeiten oder anderen besonderen Anlässen hergestellt wurde. Aber auch ihre Verwendung für die Anfertigung von Reliefs aus Papiermaché ist nachgewiesen. Ursprungsform für die oft in zahlreichen Exemplaren vervielfältigten Backmodel aus gebranntem Ton waren zumeist Patrizen aus Speckstein oder Solnhofener Kalkstein (sog. "Kuchensteine"). Die Darstellung auf diesem Model zeigt ein stehendes Liebespaar. Der modisch gekleidete Jüngling hält die nackte junge Frau umfasst und greift ihr von hinten an die Brust. Zugleich wendet er sich mit einem abwehrenden Gestus gegen den in Gestalt eines Skelettes von der Seite her die Frau bedrängenden Tod. Alle drei Figuren sind von Spruchbändern begleitet, das des Jünglings enthält folgenden Text: "dodt habe do din gemach wir wolle leben manchen dag", das der Frau: "ich bin wol getan und leben lange sunder wan" und jenes des Todes: "lange leben ist dir nit zu willen gegeben". LL
Frau im Garten
Kunstgewerbemuseum
Derartige Tonmodel dienten vor allem der Herstellung von festtäglichem Backwerk, das zu Hochzeiten oder anderen besonderen Anlässen hergestellt wurde. Aber auch ihre Verwendung für die Anfertigung von Reliefs aus Papiermaché ist nachgewiesen. Ursprungsform für die oft in zahlreichen Exemplaren vervielfältigten Backmodel aus gebranntem Ton waren zumeist Patrizen aus Speckstein oder Solnhofener Kalkstein (sog. "Kuchensteine"). Die Darstellung auf diesem Backmodel zeigt eine sitzende Frau in einem eingehegten Gartenstück. Rechts am Weidenzaun befindet sich ein Tor, am unteren Rand erscheint ein kleiner Wappenschild. Das Spruchband enthält folgenden Text: "ie lenger et liber bin ich alleyn wan truwe vnd glauben ist worden cleyn". LL
Wanderkrämer
Kunstgewerbemuseum
Derartige Tonmodel dienten vor allem der Herstellung von festtäglichem Backwerk, das zu Hochzeiten oder anderen besonderen Anlässen hergestellt wurde. Aber auch ihre Verwendung für die Anfertigung von Reliefs aus Papiermaché ist nachgewiesen. Ursprungsform für die oft in zahlreichen Exemplaren vervielfältigten Backmodel aus gebranntem Ton waren zumeist Patrizen aus Speckstein oder Solnhofener Kalkstein (sog. "Kuchensteine"). Die Darstellung auf diesem Model zeigt einen Wanderkrämer mit Bauchladen (Tabulettkrämer) und einen jugendlichen Kunden. Das Spruchband des Krämers enthalt folgenden Text: "ich byn ejn kremer fyn", der Text auf dem Spruchband des Kunden lautet: "ma giep myr die pyf". LL
Heilige Sippe
Kunstgewerbemuseum
Derartige Tonmodel dienten vor allem der Herstellung von festtäglichem Backwerk, das zu kirchlichen Festen, Hochzeiten oder anderen besonderen Anlässen hergestellt wurde. Aber auch ihre Verwendung für die Anfertigung von Reliefs aus Papiermaché oder zur Glockenzier ist nachgewiesen. Ursprungsform für die oft in zahlreichen Exemplaren vervielfältigten Backmodel aus gebranntem Ton waren zumeist Patrizen aus Speckstein oder Solnhofener Kalkstein (sog. "Kuchensteine"). Dieses Model zeigt die "Heilige Sippe", die legendäre Verwandtschaft Christi, ausgehend von seiner im Zentrum dargestellten Großmutter Anna mit ihren drei Töchtern, die alle den Namen Maria trugen. Auf einer Bank stehen zur Rechten der Anna das Jesuskind und die Knaben Johannes Ev. und Jakobus d.J., zu ihrer Linken Jakobus d.Ä., Barnabas, Simon und Judas Thaddeus. Die Kinder halten Spruchbänder mit ihren Namen in den Händen. Hinter der Bank erscheinen, ausgewiesen durch Namensbeischriften, zur Rechten Annas ihr Gemahl Joachim, die Gottesmutter Maria sowie Zebedäus und Maria Salome und zur Linken Annas Kleophas und Maria Kleophae. Im Sternenhimmel am oberen Bildrand erscheinen zwei musizierende Engel. LL
Liebesgarten
Kunstgewerbemuseum
Derartige Tonmodel dienten vor allem der Herstellung von festtäglichem Backwerk, das zu Hochzeiten oder anderen besonderen Anlässen hergestellt wurde. Aber auch ihre Verwendung für die Anfertigung von Reliefs aus Papiermaché ist nachgewiesen. Ursprungsform für die oft in zahlreichen Exemplaren vervielfältigten Backmodel aus gebranntem Ton waren zumeist Patrizen aus Speckstein oder Solnhofener Kalkstein (sog. "Kuchensteine"). Die Darstellung auf diesem Model zeigt zwei Liebespaare unter einem Baum an einem Brunnen in einem Garten sitzend. Der Herr des einen Paares musiziert auf einer Laute, der des anderen hält eine Vase,in welche seine Dame einen Blütenstängel steckt. Von einer Seite nähert sich ein einzelner Herr mit einem großen Trinkglas, einem sogenannten Krautstrunk. Am anderen Bildrand sitzt ein Narr auf einem Steinquader, der die Jahreszahl [15]79 sowie die unaufgelöste Abbreviatur "pni" trägt. Über den Köpfen der Dargestellten erscheint unterhalb der Baumkrone ein Inschriftband mit folgendem Text: "frölich in eren / sol nimant weren". LL
Liebespaar am Brunnen
Kunstgewerbemuseum
Derartige Tonmodel dienten vor allem der Herstellung von festtäglichem Backwerk, das zu Hochzeiten oder anderen besonderen Anlässen hergestellt wurde. Aber auch ihre Verwendung für die Anfertigung von Reliefs aus Papiermaché ist nachgewiesen. Ursprungsform für die oft in zahlreichen Exemplaren vervielfältigten Backmodel aus gebranntem Ton waren zumeist Patrizen aus Speckstein oder Solnhofener Kalkstein (sog. "Kuchensteine"). Die Darstellung auf diesem Model zeigt zu Seiten eines durch eine dreiteilige Turmarchitektur bekrönten Brunnens mit Badenden ein Liebespaar. Der Jüngling hält ein Spruchband mit folgendem Text: "ach wae frauwe was wollent yr", der antwortende Text auf dem Spruchband der bereits entkleideten jungen Frau lautet: "in daz bat is myn begir". Zu ihren Füßen erscheint ein Hund als Treuesymbol mit einem Spruchband im Maul: "anno" (nach Fritz Arens: "amo" = ich liebe). Unterhalb des Brunnens sitzt ein unbekleideter Knabe auf einer Erdscholle. LL
Christus als Keltertreter
Kunstgewerbemuseum
Derartige Tonmodel dienten vor allem der Herstellung von festtäglichem Backwerk, das zu kirchlichen Festen, Hochzeiten oder anderen besonderen Anlässen hergestellt wurde. Aber auch ihre Verwendung für die Anfertigung von Reliefs aus Papiermaché oder zur Glockenzier ist nachgewiesen, so findet sich diese in der Mitte des 15. Jahrhunderts entstandene Darstellung von Christus als Keltertreter noch auf der 1520 entstandenen Glocke des Erfurter Glockengießers Heinrich Ciegeler I in der Kirche zu Dörnfeld bei Rudolstadt und auf der 1540 gegossenen Glocke in Bisperode bei Holzmiden. Ursprungsform für die oft in zahlreichen Exemplaren vervielfältigten Backmodel aus gebranntem Ton waren zumeist Patrizen aus Speckstein oder Solnhofener Kalkstein (sog. "Kuchensteine"). Das Model zeigt den Trauben tretenden Christs unter der drückenden Last des Kelterbaums. Neben ihm kniet Maria, die allein ihm im Leiden beisteht. Das den Kreuzestod Christi prophezeihende Bildmotiv gründet auf Jes 63,3 und deutet Christus gleichermaßen als die in der Kelter ausgepresste Traube wie auch als Keltertreter, der seine Passion aktiv erträgt. Die Originalform für dieses Model mit der Darstellung von Christus als Keltertreter kann wohl dem gleichen Formschneider zugeschrieben werden wie die Darstellung der Dornenkrönung Christi am Backmodel Inv. Nr. 1876,202 und die des Christus am Ölberg am Backmodel Inv. Nr. 1876,203. Der Text auf den Inschriftbändern lautet bei Christus: "allein han ich die kelter getrede[n] un[d] waz neman der [hülfe]", bei Maria: "myn liebe ist glancz und rot" und bei den beiden, wohl Propheten darstellenden Köpfen am oberen Rand: "der get schone" und "der komet von eben". LL
Heilige Sippe
Kunstgewerbemuseum
Derartige Tonmodel dienten vor allem der Herstellung von festtäglichem Backwerk, das zu kirchlichen Festen, Hochzeiten oder anderen besonderen Anlässen hergestellt wurde. Aber auch ihre Verwendung für die Anfertigung von Reliefs aus Papiermaché oder zur Glockenzier ist nachgewiesen, so findet sich diese wohl in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstandene Darstellung der Heiligen Sippe noch zwischen 1500 und 1522 auf verschiedenen Glocken des Erfurter Glockengießers Heinrich Ciegeler und 1502 auf der Glocke des Heinrich von Prüm in der Karmeliterkirche zu Boppard. Ursprungsform für die oft in zahlreichen Exemplaren vervielfältigten Backmodel aus gebranntem Ton waren zumeist Patrizen aus Speckstein oder Solnhofener Kalkstein (sog. "Kuchensteine"). Dieses Model zeigt die "Heilige Sippe", die legendäre Verwandtschaft Christi, ausgehend von seiner im Zentrum dargestellten Großmutter Anna mit ihren drei Töchtern, die alle den Namen Maria trugen. Auf einer Bank stehen zur Rechten der Anna das Jesuskind und die Knaben Johannes Ev. und Jakobus d.J., zu ihrer Linken Jakobus d.Ä., Barnabas, Simon und Judas Thaddeus. Die Kinder halten Spruchbänder mit ihren Namen. Hinter der Bank erscheinen die Eltern, zur Rechten Joseph und die als Himmelskönigin gekrönte Maria, daneben Maria Salome und Zebedäus und zur Linken Annas Gemahl Joachim sowie Alphäus und Maria Kleophae. Im Sternenhimmel halten Engel ein Spruchband mit der Inschrift "gloria in excelsis deo" (Ehre sei Gott in der Höhe, Lk 2,14), am unteren Bildrand erscheinen zwei musizierende Engel. LL
Phönix
Kunstgewerbemuseum
Derartige Tonmodel dienten vor allem der Herstellung von festtäglichem Backwerk, das zu kirchlichen Festen, Hochzeiten oder anderen besonderen Anlässen hergestellt wurde. Aber auch ihre Verwendung für die Anfertigung von Reliefs aus Papiermaché oder zur Glockenzier ist nachgewiesen. Ursprungsform für die oft in zahlreichen Exemplaren vervielfältigten Backmodel aus gebranntem Ton waren zumeist Patrizen aus Speckstein oder Solnhofener Kalkstein (sog. "Kuchensteine"). Der auf diesem Model dargestellte verbrennende und sich dann aus seiner Asche verjüngt erhebende Vogel Phönix gilt als christliches Symbol der Auferstehung. LL
Christus am Ölberg
Kunstgewerbemuseum
Derartige Tonmodel dienten vor allem der Herstellung von festtäglichem Backwerk, das zu kirchlichen Festen, Hochzeiten oder anderen besonderen Anlässen hergestellt wurde. Aber auch ihre Verwendung für die Anfertigung von Reliefs aus Papiermaché oder zur Glockenzier ist nachgewiesen. Ursprungsform für die oft in zahlreichen Exemplaren vervielfältigten Backmodel aus gebranntem Ton waren zumeist Patrizen aus Speckstein oder Solnhofener Kalkstein (sog. "Kuchensteine"). Die Originalform für dieses Model mit der Darstellung von Christus am Ölberg kann wohl dem gleichen Formschneider zugeschrieben werden wie die Darstellung der Dornenkrönung Christi am Backmodel Inv. Nr. 1876,202 und die des Christus als Keltertreter am Backmodel Inv. Nr. 1886,165. LL
Pelikan
Kunstgewerbemuseum
Derartige Tonmodel dienten vor allem der Herstellung von festtäglichem Backwerk, das zu kirchlichen Festen, Hochzeiten oder anderen besonderen Anlässen hergestellt wurde. Aber auch ihre Verwendung für die Anfertigung von Reliefs aus Papiermaché oder zur Glockenzier ist nachgewiesen. Ursprungsform für die oft in zahlreichen Exemplaren vervielfältigten Backmodel aus gebranntem Ton waren zumeist Patrizen aus Speckstein oder Solnhofener Kalkstein (sog. "Kuchensteine"). Der auf diesem Model dargestellte Pelikan, der seine Jungen mit dem eigenen Blut wiederbelebt, gilt als Symbol für die Liebe Christi. Das Inschriftband enthält folgenden Text: "cruor cord[is] nos red[emit]" (Das Blut des Herzens erlöst uns). LL
Liebespaar beim Mahl
Kunstgewerbemuseum
Derartige Tonmodel dienten vor allem der Herstellung von festtäglichem Backwerk, das zu Hochzeiten oder anderen besonderen Anlässen hergestellt wurde. Aber auch ihre Verwendung für die Anfertigung von Reliefs aus Papiermaché ist nachgewiesen. Ursprungsform für die oft in zahlreichen Exemplaren vervielfältigten Backmodel aus gebranntem Ton waren zumeist Patrizen aus Speckstein oder Solnhofener Kalkstein (sog. "Kuchensteine"). Die Darstellung auf diesem Backmodel zeigt zwei Liebespaare, die hinter bzw. neben einem gedeckten Tisch stehen. Von der Seite tritt eine einzelne männliche Figur heran, die durch einen in den Gürtel gesteckten Löffel wohl als Koch ausgewiesen werden soll. Unter dem Tisch hockt ein kleiner Narr. LL
Liebespaar am Amboß
Kunstgewerbemuseum
Derartige Tonmodel dienten vor allem der Herstellung von festtäglichem Backwerk, das zu Hochzeiten oder anderen besonderen Anlässen hergestellt wurde. Aber auch ihre Verwendung für die Anfertigung von Reliefs aus Papiermaché ist nachgewiesen. Ursprungsform für die oft in zahlreichen Exemplaren vervielfältigten Backmodel aus gebranntem Ton waren zumeist Patrizen aus Speckstein oder Solnhofener Kalkstein (sog. "Kuchensteine"). Die Darstellung auf diesem Backmodel zeigt ein Liebespaar zu Seiten eines Amboß. Mit einem Hammer schlägt die Frau das Herz des Mannes, das sie dabei mit einer Zange über den Amboß hält. Der Text im Schriftband des Mannes lautet: "iamerliche smerczen den ir myr dut in myme herzen", darauf repliziert der Text im Schriftband der Frau:"vngetruwe hercze dut man soliche smercze". LL
Dornenkrönung Christi
Kunstgewerbemuseum
Derartige Tonmodel dienten vor allem der Herstellung von festtäglichem Backwerk, das zu kirchlichen Festen, Hochzeiten oder anderen besonderen Anlässen hergestellt wurde. Aber auch ihre Verwendung für die Anfertigung von Reliefs aus Papiermaché oder zur Glockenzier ist nachgewiesen. Ursprungsform für die oft in zahlreichen Exemplaren vervielfältigten Backmodel aus gebranntem Ton waren zumeist Patrizen aus Speckstein oder Solnhofener Kalkstein (sog. "Kuchensteine"). Die Originalform für dieses Model mit der Darstellung der Dornenkrönung Christi kann wohl dem gleichen Formschneider zugeschrieben werden wie die Darstellung des Christus am Ölberg am Backmodel Inv. Nr. 1876,203 und die des Christus als Keltertreter am Backmodel Inv. Nr. 1886,165. LL
Verkündigung an Maria
Kunstgewerbemuseum
Derartige Tonmodel dienten vor allem der Herstellung von festtäglichem Backwerk, das zu kirchlichen Festen, Hochzeiten oder anderen besonderen Anlässen hergestellt wurde. Aber auch ihre Verwendung für die Anfertigung von Reliefs aus Papiermaché oder zur Glockenzier ist nachgewiesen. Ursprungsform für die oft in zahlreichen Exemplaren vervielfältigten Backmodel aus gebranntem Ton waren zumeist Patrizen aus Speckstein oder Solnhofener Kalkstein (sog. "Kuchensteine"). Der vor Maria kniende Verkündigungsengel hält ein Schriftband mit folgender Inschrift: "[ecce] ancilla d[omi]ni" (Siehe, die Magd Gottes). LL