70 Ergebnisse
Objekttyp: Becher
Ethnologisches Museum
Kleine, tiefe Schale mit hohlem Standfuß und leicht konkaver Wand. Das Objekt wurde beidseitig geglättet, geschlämmt, grundiert, bemalt und poliert. Grundierung und Bemalung sind partiell erodiert. Das Gefäß besitzt eine kleine Bruchstelle. Die Keramik hat eine orange-braune Grundfarbe, die schwarz, schwarz-braun und rot bemalt ist. Am Rand verläuft beidseitig ein rotes Band. Auf der Außenseite der Gefäßwand befindet sich ein umlaufender Fries, der ineinander verflochtene Linien zeigt. Ihre Schlaufen bilden Dreiecke und Rhomben, die mit Punkten verziert wurden. Die Motive scheinen Textil oder Flechtwerk zu imitieren. Die tiefständigen Körperpartien werden durch ein umlaufendes, rotes Band dekoriert. Der Standfuß ist rot bemalt. Auf der Innenseite der Schalenwand verlaufen drei unterrandständige, schwarze Bänder. Das oberste Band besitzt ein Strich-Punkt-Dekor. Nach Lothrop 1926: Nicoya polychrome ware. Kulturelle Bedeutung: die Keramik der Mora-Gruppe wurde im Nordwesten von Costa Rica hergestellt und nach dem Zentralen Hochland und der Atlantikregion des Landes gehandelt. Sie verwendet darstellerische Elemente (sitzende anthropomorphe Figuren mit Kopfschmuck, Matten-Motiv, Kan-Kreuz), die auch aus der Maya-Keramik (Copador-Gruppe) des Clásico Tardío (900-600d.C.) bekannt sind. Die Variante wurde sowohl in Bestattungen als auch in Siedlungskontexten dokumentert. Lange (1971) verbindet die Mora-Keramik mit dem Typ Bramadero Policromo (1520-1200d.C.), der im Policromo Tardío (1520-1350d.C.) auftritt. Die Gefäßform und die Verzierung der Innenseite korrespondieren mit der Variante Mora. Das Dekor der Außenwand charakterisiert dagegen die Variante Guabal (1200-800d.C.). (Künne 2004)
Museum Europäischer Kulturen
Zylindischer, sich nach oben konsich erweiternder Becher. Grauer Scherben, innen weißer Anguss, außen braune Lehmglasur. Auflage in Form eines Doppeladlers (weiß glasiert). Wohl aus der Aktion "Bunzlauer Braunzeug" in den 1930er Jahren.
Museum Europäischer Kulturen
Kugelig gebaucht. Niedriger Fuß mit einem mit den Fingern gezupftem Standring. Dieser ist teilweise abgeschlagen. Niedriger, trichterförmiger Hals. Schwache, verhältnismäßig breite Riefen.
Museum Europäischer Kulturen
Zylindrischer Becher mit kleinem Standwulst. Kantiger, eckiger Henkel. Am oberen Rand ein umlaufender roter Strich. Auf der Schauseite (wenn man den Becher in die rechte Hand nimmt) ein Blumenstrauß mit einer Rose und weiteren Blumen in zweierlei rot, blau, gelb und grün. Auf der abgewandeten Seite eine kleine Blütenranke. Im Boden eine eingetiefte Marke "D".
Museum Europäischer Kulturen
Becher mit Henkel, weiß glasiert mit blauer Bemalung (Pflanzen, in der Mitte eine männliche Figur mit einer Fahne) Im äußeren Becherfuß "J. Roig G. Espanol"
Becher mit Wappen des Fürstbischofs Johann von Ermland
Kunstgewerbemuseum
Zylindrischer Becher aus farblosem Glas, Eisboden mit ausgekugeltem Abriss und Strahlenkranz aus Oliven auf mattiertem Grund in der Art schlesischer Gläser, der unten mit einem Strahlenfacettenkranz verziert ist. Die Wandung trägt das fein geschnittene und gevierte Wappen der Grafen von Hohenzollern, das Stammwappen Zollern und springende Hirsche, im Schild die gekreuzten Zepter des Reichserbkämmereramts, vor einem Wappenmantel, gehalten von einer Fürstenkrone unter einem Bischofshut. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Dieses Glas aus der Königlichen Kunstkammer bildete Robert Schmidt 1914 in dem Band "Brandenburgische Gläser" zusammen mit zwei weiteren Erzeugnissen der Zechliner Glashütte ab, nicht ohne seine "schlichte Form" zu betonen und das "leidlich gut geschnittene Wappen". Das Wappen ist Johann Nepomuck Karl von Hohenzollern-Hechingen (1732–1803) zuzuordnen, der von 1795 bis zu seinem Tod Fürstbischof von Ermland war. Daher lässt sich das Glas präzise datieren. [Verena Wasmuth] MAKR
Grüner Becher mit mythologischen Figuren in Emailmalerei
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: "Becher von grünen Glas, Emailmalerei. Auf grüner Wiese 2 Paare gegenübersitzender Sphinge über den Flügeln zusammengebunden, zwischen den Sphingen je 2 Genienköpfe. Die Sphingpaare getrennt durch 2 Gruppen, im Blumenkelch spielender Genien, über und unter dieser Gruppe Genienköpfe. Am Rand des Bechers Vergoldung mit weißen Emailperlen. (Boden geborsten)." Lit.: R. Schmidt, Das Glas, 1922, Abb. 57 Das Stück wurde vermutlich während des II. Weltkrieges zerstört und gilt als verschollen. MAKR
Zylindrischer Becher mit Blütenband
Kunstgewerbemuseum
Zwölf verschiedene, sorgfältig gemalte Blüten von zarter Farbigkeit umziehen in lockerer Anordnung diesen Becher. Auf einem Rosenblatt sitzt eine große Fliege, darunter befindet sich die Signatur. Das Blütenarrangement könnte ein Akrostichon bilden, ein verstecktes Wort, das aus den Anfangsbuchstaben der Blumen einen Orts- oder Personennamen ergibt. »Durch die Blume zu sprechen« war, popularisiert durch Bücher, Almanache und Kalender, ein Gesellschaftsspiel der Biedermeierzeit, das gegen 1840 wieder aus der Mode kam. Die Blume war eines der häufigsten Motive dieser Epoche. Die Herausforderung für den Glasmaler lag weniger in der Malerei als in der chemischen Entwicklung einer reichen Farbpalette, um die Blumen möglichst naturgetreu wiedergeben zu können. SN