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Objekttyp: Behälter
Ethnologisches Museum
Tongefäß mit Deckel Hauptkatalog: "Cylindrisches Thongefäss mit Deckel. Nachahmung eines Holzgefässes. Mit dem Spinnenornament verziert. Für Palmöl." [SM8HF]
ekpokin
Ethnologisches Museum
Bei einer Reihe von Zeremonien im Palast wurden dem König von Würdenträgern Gaben in solchen Behältern überreicht. Sie bestanden aus Baumrinde und waren mit Fell überzogen. Bei einer weiteren Reliefplatte in dieser Ausstellung erkennt man an der Musterung des Behälters, dass es sich um Leopardenfell handelte. Der ẹkpokin-Behälter aus Messing ist der einzige seiner Art. Aufgrund des Materials stammt er wohl aus königlichem Besitz. Es könnte sich um ein emblematisches Objekt handeln, das nicht für den unmittelbaren Gebrauch hergestellt wurde, sondern wie viele vergleichbare Gegenstände aus Messing (Früchte, Köpfe von Opfertieren) die mit ihnen verbundenen Zeremonien verbildlichten. [Benin_Königreich]
Behälter in Form eines Gebäudes des Palasts von Benin
Ethnologisches Museum
Die genaue Funktion dieses Behälters ist nicht bekannt. Seine Form, ein Gebäude, bei dem es sich um die Versammlungshalle des Königs handeln soll, ist jedoch eine wichtige Quelle für die Architektur des Königspalasts. Das Dach wird von einem hohen Turm überragt. Von seiner Spitze schlängelt sich eine Schlange herab bis zur Dachkante. Sie gehört der Welt des Meeresgottes Olokuns an, von dem Macht und Reichtum Benins kommen sollen. Auf der Turmspitze und an einer Seite des Dachfirstes stehen große Vogelfiguren mit ausgebreiteten Flügeln. Zwei Soldaten, wahrscheinlich Portugiesen, richten ihr Gewehr auf sie. Diese Szene bezieht sich auf die Geschichte des Königs Esigie und seinen Sieg über den Herrscher Attah von Idah am Anfang des 16. Jahrhunderts: Ein Vogel hatte Esigie eine Niederlage prophezeit, worauf der König den Vogel erschießen ließ und die Schlacht gewann. Portugiesische Söldner unterstützten die militärische Expansion Esigies. Wie die Schlangen rechneten die Edo die Portugiesen dem Bereich des Meeresgottes zu. Der Palastbehälter erinnert somit nicht nur an ein bestimmtes historisches Ereignis, sondern ist zugleich ein Bild der Bedeutung des Meeresgottes für die Macht des Königs von Benin. [Benin_Königreich]
Ethnologisches Museum
Holzkästchen mit Deckel. Kasten und Deckel sind mit Flechtbandmotiven beschnitzt. [Benin_Königreich]
Große Berliner Pyxis
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die Große Berliner Pyxis übertrifft in ihren Maßen und ihrer hohen künstlerischen Qualität alle erhaltenen spätantiken Elfenbeinbüchsen. In der Mitte der Hauptszene sitzt vor einer Bogenarchitektur Christus als Lehrer auf einem Thron mit Rückenlehne und Fußbank. Die Rechte ist im Redegestus erhoben, im linken Arm hält er eine Buchrolle. Paulus links und Petrus rechts sitzen auf Faltstühlen, die übrigen Apostel stehen lebhaft gestikulierend zu beiden Seiten und halten Buchrollen oder gebundene Bücher in den Händen. Auf der Rückseite steht Abraham mit erhobenem Schwert und greift in das Haar seines Sohnes Isaak, um ihn auf Gottes Anweisung hin zu opfern. Isaak verharrt auf der unteren Stufe einer hohen Treppe, die zu einem Altar hinaufführt. Zur Rechten Abrahams ragt die Hand Gottes aus dem Himmelssegment hervor und verhindert das Menschenopfer. Ein Engel links führt als Ersatz einen Widder als Opfertier herbei. Die Verbindung von Abrahamsopfer und Christus basiert auf der Vorstellung, wonach Ereignisse des Alten Testaments bereits auf solche des Neuen Testaments vorausweisen: So wie Abraham bereit war, seinen Sohn für Gott zu opfern, so hat Gott seinen Sohn Christus für die Menschheit hingegeben.
Tonnenförmiger Rindenbehälter zu Aufbewahrung von Ahnenreliquien (byeri)
Ethnologisches Museum
Im Hauptkatalog des Museums wurde bei Eingang dieses Objekts folgendes vermerkt: "'ngule malang' (Ngumba), 'Ngule Malenge' (Mabea), 'Ngule Maleng (?)'. 2 Fetischfiguren (männlich und weiblich) mit Rindenbehälter (in Ngumba: 'shea') für Schädel, Medizin etc. Erklärung siehe bei III C 6434. Cylinder 42 cm h[och]. [Symbolische Zeichnung für "männlich"] Fig. 58 cm, mit Stiel 6 cm lger [=länger]. [Symbolische Zeichnung für "weiblich"] Fig. 53,5 cm h. Ngumba." [SM8HF]
Teller mit Hase, Fisch und Pflanze
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
In das Mittelfeld des aus mehreren Fragmenten zusammengesetzten Tellers sind eine Lotosblüte mit einer aus ihr herauswachsenden Ranke, ein vor Trauben hockender Hase sowie ein Fisch aufgemalt. Die Motive sind wie durch Ketten miteinander verbunden, so als müssten sie zusammengehalten werden. Dieser Eindruck wird durch einen um sie herum verlaufenden Doppelkreis noch verstärkt. Flüchtig aufgetragene, schräg gestaffelte Winkelmuster außerhalb dieser Form ergänzen die Dekoration. Derartige Teller sind mehrfach erhalten, doch sagt die Dekoration meist nichts über den Gebrauch aus.
Kleines Gefäß mit Reliefschmuck
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das kleine Gefäß aus hart gebranntem Ton mit reliefartig aufgetragenem Dekor in der Art von Zuckerbäckerei ist ein typisches Zeugnis der so genannten Barbotine-Ware. Auf eine ausgeformte, aber noch nicht gebrannte Tonware werden Verzierungen aus dickflüssigem Ton (Schlicker) aufgetragen. Die Technik wurde in Italien entwickelt und war insbesondere in der römischen Zeit verbreitet. Gefäße mit Barbotine-Verzierung wurden in Ägypten sowohl importiert als auch imitiert. Bei diesem Becher aus hellem, dünnwandigen Ton handelt es sich um ein besonders hochwertiges Exemplar der Gattung. Der halbkugelige Gefäßkörper mit leicht geschweiftem Hals ruht auf einer schmalen Standplatte und ist an einer Stelle geflickt. Den Körper ziert ein Dekor aus Diagonalkreuzen mit tupfenartigen Enden im Wechsel mit Doppelkreisen aus gepunkteten Linien, die einen Punkt in der Mitte einschließen. Die Stelle, an der das Gefäß nach unten schmaler wird, markiert eine horizontale Linie aus gereihten Tupfen. Den Hals überziehen horizontale Rillen. Einige kleinere Fragmente mit in etwa vergleichbarem Dekor sind bei Grabungen in den 1960er Jahren in Antinoupolis (Mittelägypten) gefunden worden.