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Objekttyp: Beil (Gerät / Waffe)
Beilklinge
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Seit dem Neolithikum findet neben dem geschlagenen auch das geschliffene Steinbeil Verwendung. Als All-round-Werkzeug z.B. für die Holzbearbeitung wurde es im alltäglichen Leben geschätzt. Sie wurden teils ungeschäftet auch in Gräbern von Männern deponiert und fungieren hier wohl als Statusobjekte. (Robert Kuhn)
Beil mit Schaft und Lederverschnürung
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Das vollständig erhaltene Beil wurde 1889 von einem Händler in Luxor angekauft. Aus diesem Grund ist die Herkunft unbekannt – denkbar wäre eine thebanische Bestattung, wo es als Teil der Grabbeigaben als Statussymbol diente. Bereits in der Ersten Zwischenzeit wurde dieser Beiltyp entwickelt, der sich durch eine schmale, halbrunde Klinge auszeichnet, die in einer Rille im Schaft steckt. Um dieser eine hohe Stabilität zu geben, wurde die Klinge mit einer sorgfältig gebundenen Lederschnur im oberen Bereich des Schaftes befestigt. Die lange Verwendung bis in die Zweite Zwischenzeit, d. h. über einen Zeitraum von gut 600 Jahren, bezeugt die Wirksamkeit dieser Beilform im realen Kampfgeschehen. (J. Helmbold-Doyé)
Klinge eines Prunkbeils mit dem Horus-Namen des Königs Aha
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Seit dem Beginn der ägyptischen Geschichte sind Beil- und Axtklingen bekannt. Die aus Kupferblech gehämmerten Klingen, die in einen hölzernen Stiel eingearbeitet oder gebunden worden sind, finden sich vorwiegend in Gräbern der höchsten Elite des ausgehenden 3. Jtsd. v. Chr. Dies hängt mit der Bedeutung des Rohstoffes Kupfer zusammen, der aus der Levante nach Ägypten importiert werden musste. Aus dieser Zeit sind ebenfalls bereits Miniaturgeräte dieser Art bekannt, die als Beigaben einzustufen sind und aufgrund des verwendeten Materials den Status des Besitzers unterstreichen beziehungsweise hervorheben sollten. Inwieweit Keulen oder Beile berufsbedingte Beigaben sind, lässt sich nicht in jedem Fall feststellen. Das Besondere an diesem Berliner Stück ist der in die Oberfläche fein ziselierte Serech (Königsname) des Herrschers Aha, des zweiten Königs der 1. Dynastie (ca. 3000 v. Chr.). Wenngleich das Objekt im Kunsthandel erworben wurde, so war der originäre Kontext mit großer Wahrscheinlichkeit sein Königsgrab in der Nekropole von Abydos. (R. Kuhn)
Beilklinge
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Beilklingen wurden in Kerma hauptsächlich im Wüstensand sowie im Schutt der Grabtumuli gefunden, nicht jedoch in den Grabkammern. Sie gehören zu einer Formgruppe, die in Ägypten und Nubien in prädynastischer Zeit verbreitet war. In Nubien wurde diese Form weiterverwendet, wobei jedoch die Häufigkeit der Funde bis zur Kerma-Zeit stark abnahm. Diese Beilklinge aus Serpentinit wurde vermutlich in der Region um Kerma gefertigt, wo sich Steinbrüche mit großem Granitvorkommen belegen lassen.
Beilklinge
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Beilklingen wurden in Kerma hauptsächlich im Wüstensand sowie im Schutt der Grabtumuli gefunden, nicht jedoch in den Grabkammern. Sie gehören zu einer Formgruppe, die in Ägypten und Nubien in prädynastischer Zeit verbreitet war. In Nubien wurde diese Form weiterverwendet, wobei jedoch die Häufigkeit der Funde bis zur Kerma-Zeit stark abnahm.
Beilklinge
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Beilklingen wurden in Kerma hauptsächlich im Wüstensand sowie im Schutt der Grabtumuli gefunden, nicht jedoch in den Grabkammern. Sie gehören zu einer Formgruppe, die in Ägypten und Nubien in prädynastischer Zeit verbreitet war. In Nubien wurde diese Form weiterverwendet, wobei jedoch die Häufigkeit der Funde bis zur Kerma-Zeit stark abnahm. Diese Beilklinge aus Granit wurde vermutlich in der Region um Kerma gefertigt, wo sich Steinbrüche mit großem Granitvorkommen belegen lassen.