43 Ergebnisse
Objekttyp: Bildhauermodell (Kleinkunst / Modell)
Hathorkapitell
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Neben Bildnissen von Herrschern und Göttern finden sich auch zahlreiche Studien zu einzelnen Hieroglyphen und Architekturelementen wie Säulen und Kapitellen. Das Kapitell zählt zu der Gruppe der sogenannten Bildhauermodelle. Es bildet auf allen vier Seiten den Kopf der Göttin Hathor in einer frontalen Ansicht ab. Charakteristische Merkmale der Darstellung der Göttin Hathor sind ihre Kuhohren und die mächtige Strähnenperücke. Auf dem Scheitel trägt sie einen göttlichen Naos in dem eine Uräusschlange zu erkennen ist. Zudem sitzen an den Außenseiten zwei lang gestreckte Voluten. Die Blütezeit der ägyptischen Bildhauermodelle in der Rundplastik und im Flachbild lag zwischen der Spätzeit und frühen Ptolemäerzeit. Bislang lassen sich nur sehr selten Modelle auf einen kürzeren Zeitraum einschränken. (J. Helmbold-Doyé)
Hathorkapitell mit demotischer Aufschrift
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Vergleichbar zu dem Bildhauermodell ÄM 23052/01 (siehe dort) ist auch dieses Objekt zu verstehen. Der einzige Unterschied liegt in der demotischen Aufschrift, bei der es sich hier um die Himmelsrichtung „Osten“ handelt. (J. Helmbold-Doyé)
Bildhauerstudie eines Löwen
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
In erhabenem Relief ist auf dem Kalksteinblock ein halb auf den Rücken liegender Löwe dargestellt, der seinen Kopf zu seinen Hinterbeinen beugt, um sich zwischen den Beinen zu lecken. Der Löwe in seiner schwungvollen Haltung ist detailliert ausgearbeitet. Die Muskulatur sowie der Löwenkopf mit weit geöffnetem Maul, scharfen Zähnen und ausgestreckter Zunge wurden sorgfältig ausmodelliert. Das kleinformatige Kalksteinrelief wird als ein Bildhauermodell vom Ende der Spätzeit oder frühen Ptolemäerzeit verstanden. Dafür sprechen die horizontalen Hilfslinien, die nach der Reliefierung mit roter Tinte um und auf den Löwen gezeichnet wurden. Weitere Hilfslinien im Quadrantennetz sind unterhalb des Löwen auf den Basisstreifen eingeritzt. Sie geben die Proportionen des abgebildeten Löwen und die Positionierung seiner einzelnen Körperglieder an. Entweder war das Objekt eine Bildhauerstudie, um die Verbildlichung der dynamischen Bewegung des Löwen zu üben, oder es wurde in der Bildhauerwerkstatt als Lehrmaterial genutzt. Bemerkenswert ist hier jedoch zu erwähnen, dass eine Löwendarstellung in dieser Haltung nicht zum ägyptischen standardisierten Bildrepertoire gehört, in dem der Löwe häufig ruhig liegend, schreitend, Feinde zertrampelnd oder beißend abgebildet wurde. (I. Liao)
Bildhauermodell mit einer Faust und dem Kopf eines Nubiers im Profil
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Studien konnten einerseits als beispielhafte Vorlagen für noch auszuführende Objekte benutzt werden. Andererseits dienten sie dem Bildhauer zur Übung und Verbesserung seiner Fähigkeiten. Dieses Probestück zeigt ein menschliches Profil mit einer ausgeprägten Nasen- und Mundpartie. Die breiten Nasenflügel und die wulstigen Lippen sind charakteristisch für die Darstellung von Nubiern. Ungeachtet dieser Gesichtsstudie wurde das Kalksteinstück für eine weitere Übung verwendet. Die geballte menschliche Faust hält ein gefaltetes Tuch und zeigt noch deutlich die rote Bemalung. Aus: Taschner, L., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 394 (Kat.-Nr. 183).
Vorstudie einer Lotosblüte
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Anhand der unfertig gebliebenen Werkstücke lässt sich beispielhaft das Herstellungsverfahren von Steinobjekten nachvollziehen. Bei der Fertigung eines Steinobjektes begann der Steinmetz zunächst, die Vorzeichnung mit roter Farbe auf das Werkstück aufzutragen. Diese Umrisslinien dienten ihm während der Bearbeitung als Hilfestellung (ÄM 30352). Spätere Korrekturen der Form wurden mit schwarzer Tinte markiert. Nach der abschließenden Politur konnte eine Bemalung zur Verzierung des Objektes erfolgen. Nach: Tauschner, L., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 266 (Kat.-Nr. 44).
Abguss einer Bildhauerstudie eines linken menschlichen Fußes, fragmentarisch
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Gipsmodellkopf einer Frau
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die Zahl der erhaltenen Gipsmodelle von Privatpersonen aus der Depotkammer in Haus P 47.2 ist bemerkenswert. Sie sind in den meisten Fällen lebensgroß und repräsentieren Männer und Frauen. Viele von ihnen tragen persönliche und sehr individuelle Züge. Es gibt aber auch Beispiele, die an den typischen Darstellungskanon von Statuen der Amarnazeit anknüpfen. Bei diesem Objekt handelt es sich wahrscheinlich um die Studie einer Frau. Der Gipsabguss zeigt ihr Gesicht und den Hals. Sie trägt eine Löckchenperücke, die sich oberhalb der Stirn und auf der linken Seite erhalten hat, sowie knopfartige Ohrringe. Diese „pilzförmigen Stöpsel“ zählen zu den bekanntesten Formen des Ohrschmucks im Neuen Reich. Das jugendliche Gesicht erinnert an eine Statue, denn es lassen sich kaum spezifische Altersmerkmale feststellen und das Haar ist bereits wie bei einer Skulptur angedeutet. Die leicht schräg gestellten mandelförmigen Augen sowie die Bearbeitung des Gesichtes sprechen für eine stilisierte und idealisierte Darstellung. Damit gehört dieser Gipsabguss zu den wenigen Beispielen privater Modellköpfe, die ähnlich wie die königlichen Bildnisse nach einem vorgegebenen Schema angefertigt wurden. Eventuell diente bei diesem Beispiel bereits eine Statue als Vorlage für den Bildhauer. Ungeklärt bleibt weiterhin die Frage, zu welchem Zweck die privaten Gipsmodelle gefertigt sind. Die Forschungsmeinung, dass sie als Vorlage für lebensgroße Privatplastik dienten, würde nur im Grabkontext greifen. Vielleicht fungierten diese Modelle als Vorlage für Grabstatuen, die unmittelbar aus dem Felsen gehauen wurden. Da nicht alle Privatgräber in Amarna fertiggestellt worden sind und viele der Grabstatuen nur in Ansätzen begonnen wurden, dürfte hier der wahrscheinliche Verwendungskontext liegen. Aus: Jung, M., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 314 (Kat.-Nr. 97).
Gipsmodellkopf eines Mannes, fragmentarisch
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Der Gipsabguss des Mannes ist nur fragmentarisch erhalten. Der untere Teil des Gesichtes ist im Vergleich zur Augenpartie nicht mehr zu erkennen. Die mandelförmige Gestaltung der Augen ist typisch für die Amarnazeit und erinnert an „statuen-nahe“ Bildnisse. Aus: Jung, M., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 318 (Kat.-Nr. 103).
Gipsmodellkopf eines Mannes, fragmentarisch
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Der Gipskopf wurde aus mehreren Fragmenten zusammengesetzt. Bei den vorhandenen Gesichtspartien finden sich deutliche Überarbeitungsspuren, die sich vor allem an der glatten Gipsoberfläche zeigen. Unter dem linken Auge wurden schematisch Linien eingeritzt, die über den Tränensack hinaus laufen. Eine Besonderheit stellt der untere Bereich des Kinns dar, bei dem Muskeln und Sehnen äußerst naturalistisch wiedergegeben wurden. Aus: Jung, M., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 316 (Kat.-Nr. 100).
Hathorkapitell mit demotischer Aufschrift
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Das Hathorkapitell ist Teil einer Gruppe, die als Bildhauermodelle bezeichnet werden. Diese wurden teilweise als Votive verwendet, wovon man jedoch bei dem vorliegenden Stück nicht ausgeht. Als oberen Abschluss einer Säule lässt sich ein Abbild der Göttin Hathor erkennen, das um einen Naos mit einer Uräusschlange und einen Abakus ergänzt ist. In entsprechend großen Ausführungen waren Kapitelle dieser Art Teil der Tempelarchitektur. Dafür spricht auch die demotische Aufschrift, die in der Übersetzung „Westen“ bzw. „Norden“ lautet. Denkbar ist hier eine Richtungsanweisung einer modellhaften Aufstellung und im übertragenen Sinne in einem realen Heiligtum. Welches Heiligtum gemeint war, lässt sich nicht mehr verifizieren. Jedoch verweisen die eingeritzten Konstruktionslinien auf entsprechende Vorarbeiten wie auch die sich daraus abzuleitenden Proportionsverhältnisse des Kapitells. (J. Helmbold-Doyé)
Modell eines Lotoskapitells
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Das Architekturmodell aus Kalkstein gibt den oberen Teil einer Lotusbündelsäule mit geschlossenem Kapitell wieder. Das Kapitell ist in Gestalt einer Lotusknospe, die sich aus den reliefierten Blütenblättern zusammensetzt. Auf den Blätterspitzen liegt der quadratische Abakus. Die Blütenblätter des Kapitells sind in drei übereinander liegenden Schichten gegliedert. Von den vier äußeren Blättern gehen nach unten Zwischenstängel aus, die auf dem Säulenschaft in erhabenem Relief angegeben sind. Am oberen Abschluss des Schafts sind sie von einer fünffachen Schnürung zusammengebunden. Die Zwischenstängel bestehen aus jeweils fünf Elemente, drei kleinen Lotusknospen und zwei flankierenden Blättern. Auf der oberen Fläche des Abakus und der unteren Fläche des Säulenschafts sind Hilfslinien eingeritzt. Derartige Lotusbündelsäulen waren seit der 5. Dynastie gelegentlich in ägyptischen Grabanlagen aufgestellt. Erst ab der Spätzeit und verstärkt in der Ptolemäerzeit traten sie häufiger auf. Das dreidimensionale Säulenmodell wurde entweder als Übungsstück oder als Vorlage bzw. Prototyp für geplante Bauvorhaben verwendet. Mithilfe eines solchen kleinformatigen Modells konnten komplizierte Detailstudien, wie zum Beispiel zu den Kapitellen und proportionalen Zusammensetzungen einzelner Elemente, vollzogen werden. (I. Liao)
Bildhauermodell einer Sphinx
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
"Das Modell, dem die untere Vorderpartie fehlt, gibt ein Arbeitsstadium wieder, in dem das Bildwerk zunächst von der Oberseite her grob aus dem Steinblock herausgearbeitet ist. Die Seiten mit dem eingeritzten Quadratnetz zeigen den Zustand des vorbereiteten Steines, in den der Bildhauer schrittweise von allen Seiten einzudringen hatte." Aus: Kaiser, Werner (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Berlin 1967, S. 100.
Relief mit Darstellung eines Königs und einer Königin
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Das zumeist als „Spaziergang im Garten“ bezeichnete Relief ist ein Ankauf Heinrich Schäfers, der es nach eigenen Angaben in Achet-Aton gefunden haben soll, und wurde laut dem Eintrag in das Inventarbuch des Ägyptischen Museums Berlin „Bei Ali in Gizeh erworben“. Über die Ausführung und den Inhalt der Darstellung sind bereits viele Diskussionen geführt worden. Gesichert ist lediglich, dass es sich um die Darstellung eines Pharao und einer Königin handelt. Hier soll nun auf einige ungewöhnliche Auffälligkeiten hingewiesen werden, die einen besonderen Blick auf die Details der Darstellung ermöglichen. Auffällig ist, dass die beiden Personen in ihrer Komposition in starkem Kontrast zueinander stehen und trotzdem „irgendwie“ zusammengehören, obwohl sie sich nicht einmal berühren. Diese Zusammengehörigkeit wird vor allem durch den Stil, die Körperformen sowie die verwendeten Farben, welche bei dem jeweils anderen in gleicher Höhe wieder auftauchen, erreicht. Das Paar ist zunächst in sich zugewandter Haltung dargestellt. Durch die künstlerische Gestaltung der Augen wird der Eindruck erweckt, als blicke der König seine Gemahlin direkt an, während der Betrachter ihr direkt ins Auge schaut. An der blauen Löckchenperücke des Pharao ist nur ein Uräus befestigt, der im Gegensatz zu den beiden Uräen mit Sonnenscheibe auf dem Kopf seiner Partnerin steht. Weiterhin trägt sie nur ein einziges Kopfband, was daran auszumachen ist, dass eine Untergliederung an den Enden fehlt. Das Band bewegt sich zwar im Wind, jedoch ist es lediglich aufgemalt. Der Herrscher trägt hingegen zwei Kopfbänder, die genauso wie der Rest seines Körpers in den Stein eingraviert sind. Sein Halskragen liegt passgenau auf den Schultern und weist deutliche Konturen auf, während der Schmuck der Frau leicht vom Gewand absteht und mit einem lavierenden Farbauftrag versehen wurde. Der Schurz des Königs verläuft vom Rücken über einen Längsstreifen bis unter den Bauchnabel, während der untere Bereich ab der Hüfte in quergestreiften Plissefalten wiedergegeben ist. Bei der Königin stellt sich die Situation in genau umgekehrter Weise dar. Die Streifen des oberen Gewandbereiches verlaufen quer, während die Falten im übrigen Bereich von oben nach unten verlaufen. Der Pharao trägt zudem vier gefältelte Bänder am Schurz, während sein Gegenüber nur zwei vorzuweisen hat. Seinem Schmuckgehänge mit acht Uräen und Sonnenscheiben steht ihre deutliche Hervorhebung des Schambereiches unter dem Gewand entgegen. Seine Füße sind mit Sandalen bekleidet, während die Königin barfuß geht. Der lange Spazierstock des Königs steht den beiden Blumengebinden in Form von jeweils drei Blüten entgegen. Die beiden Hände des Herrschers sind gerade nach unten gerichtet und seine Füße stark verschränkt wiedergegeben, während die geschlossenen Hände der Königin nach oben gerichtet sind und ihre Füße gerade auf dem Boden stehen. Dass es sich bei dem Relief um eine farblich ausgeführte Bildhauerstudie handelt, beweist die Fortführung des Gewandes der Frau im rechten unteren Bildfeld direkt in den Bruch des Kalksteins hinein. Ähnliches findet sich bei dem flatternden Haarband des Königs. Zudem ist sein linker Unterschenkel von den Proportionen her deutlich größer wiedergegeben als der dazugehörige Fuß, was mit Sicherheit nicht auf eine Intention des Bildhauers zurückzuführen ist. Aus: Weber, A., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 416 (Kat.-Nr. 202).
Gipsmodellkopf einer Frau
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Der Porträtkopf zeigt das vollständig erhaltene Gesicht und den Hals eines Mannes. Die halbrunde Ausarbeitung des Halses, der sich ursprünglich nach unten hin verjüngt hatte, wurde in einem zweiten Arbeitsschritt mit einer weiteren Gipsschicht bearbeitet und verbreitert. Die raue Oberfläche der ersten Schicht unterscheidet sich von der glatten Fläche an den Außenseiten des Halses. Aus: Jung, M., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 320 (Kat.-Nr. 109).
Gipsmodellkopf eines Mannes
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Das Gesicht des Mannes vermittelt einen sehr lebendigen Eindruck. Die Augen sind durch das zweitgeteilte Oberlid auffallend gestaltet. Das trifft auch auf die eingeritzten Linien an der Nasenwurzel zu, die auf einen angespannten Gesichtsausdruck hindeuten. Das Gipsmodell besitzt noch eine weitere Besonderheit: Der vordere Teil des Gesichtes ist durch einen an der Seite sichtbaren, vertikalen, leicht schrägen Schnitt vom hinteren Teil getrennt. Warum dieser Schnitt gesetzt wurde, bleibt unklar. Aus: Jung, M., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 316 (Kat.-Nr. 101).
Gipsmodellkopf eines Mannes
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Das runde Gesicht der dargestellten Person weist ungewöhnliche Proportionen auf. Die Stirn ist sehr niedrig und stark gewölbt, die Augen scheinen viel zu klein im Verhältnis zur Gesichtsgröße. Die Augen sind tief ausgearbeitet und stehen im Gegensatz zu den plastisch betonten Wangenknochen. Als Alterskennzeichen dienen die Nasolabialfalte sowie die Falten in den äußeren Augenwinkeln. Aus: Jung, M., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 316 (Kat.-Nr. 102).
Gipsmodellkopf eines Mannes
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die individuellen Gesichtszüge des Mannes kommen hier vor allem bei der Augenpartie zum Ausdruck. Die Oberlider sind stark nach unten gezogen, weswegen die Augenspalte kaum geöffnet ist. Auch der spitz zulaufende äußere Augenwinkel ist ein persönliches Merkmal des Dargestellten. Unterhalb der Augen und der Nase zeigen sich deutlich glättende Überarbeitungsspuren, während überall sonst kleine Löcher zu sehen sind, die ein Resultat der Luftblasenbildung beim erhärtenden Gips darstellen. Aus: Jung, M., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 320 (Kat.-Nr. 108).
Gipsmodellkopf eines Mannes
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dieses Gipsmodell umfasst nur das unmittelbare Gesichtsfeld. Es zeigt die reduzierteste Form der gefundenen Abgüsse, bei denen Ohren und Hals nicht mit abgeformt sind. Auch hier kennzeichnen individuelle Merkmale das Gesicht des Mannes: der leicht zusammengekniffene Mund, die breite Nase sowie die Betonung der Wangenknochen. Die Augengestaltung ist mit ÄM 21228 vergleichbar, ob es sich um die gleiche Person handelt, kann nicht eindeutig geklärt werden. Aus: Jung, M., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 320 (Kat.-Nr. 110).
Gipsmodellkopf eines Mannes
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dieser ausdrucksvolle Gipsabguss zeigt die Porträtstudie eines Mannes, welcher in der Literatur häufig mit Eje, dem späteren Pharao, assoziiert wurde. Diese Zuweisung ist allerdings rein spekulativ und entbehrt belastbarer Grundlagen, da der als Vergleich herangezogene kleine Königskopf im Ägyptischen Museum Kairo (JE 37930) ebenfalls keine namentliche Identifizierung zulässt. Die Studie, die bis zur Halspartie in allen Details durchmodelliert ist, wurde ohne Ohren gefertigt und weist eine glatte, rückwärtige Fläche auf. Der kleine Wulst rechts oberhalb der hohen Stirn stammt von dem aus der Form leicht übergequollenen Gipsmaterial. Bei genauer Betrachtung der Oberfläche dieses Abgusses lassen sich einige erstaunliche Beobachtungen machen, die hier kurz zusammengefasst werden sollen: Der sehr symmetrische Aufbau des Gesichts und die erstaunlich glatte Oberfläche des Gipses im Vergleich zu vielen anderen Abgüssen, haben bereits Günther Roeder und andere Wissenschaftler veranlasst, in dieser Studie einen „statuennahen“ Abguss zu vermuten. Dies würde bedeuten, dass eine bereits vorhandene Skulptur als „Positiv-Vorlage“ für die Form dieses Abgusses gedient hat. Ungeachtet der Frage nach der Vorlage ist festzuhalten, dass der gewonnene Abguss offensichtlich noch weiterer Überarbeitung bedurfte, deren Spuren nicht nur in der roten Bemalung erhalten geblieben sind, sondern sich auch in feinen Ritzungen der Krähenfüße am linken Auge erkennen lassen. Die feinen Furchen auf den Oberlidern und die parallel geschwungenen Stirnrunzeln stammen dagegen von der Vorlage. Auch die vertieften Augenhöhlen müssen bei der Positiv-Vorlage vorhanden gewesen sein und wurden wahrscheinlich am fertigen Abguss aufgefüllt, wobei dieser Arbeitsschritt nicht abgeschlossen wurde, da sich auf dem grob gespachtelten Gips noch einige rote Farbspuren befinden. Die kräftigen, roten Pinselstriche auf der Oberlippe markieren ebenfalls noch gewünschte Korrekturen. Die feine, senkrechte Kerbe, die leicht versetzt von der Gesichtsmitte über die Stirn bis zur Mitte des Nasenrückens verläuft, wurde häufig als Gussnaht interpretiert. F. Reither hat allerdings darauf hingewiesen, dass diese Naht wohl nicht von der Anpassung zweier Formschalen stammt, sondern bei der Abnahme einer erneut aufgelegten Tonform entstand, als man diese mit einem Messer vom dem vorhandenen Gipsabguss ablöste. Es kann daher vermutet werden, dass dieser Abguss nur als Zwischenschritt zur Gewinnung einer noch präziseren Gesichtstudie diente. Aus: Seyfried, F., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 312 (Kat.-Nr. 96).
Gipsmodellkopf einer Königin, wahrscheinlich Nofretete
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dieses grazile Bildnis ist das einzige vollplastische Gipsmodell einer Königin aus der Bildhauerwerkstatt und kann aufgrund der großen Ähnlichkeit – u.a. zu der berühmten bemalten Büste – mit großer Sicherheit als Studie der Nofretete bezeichnet werden. Die halbkreisförmigen erhabenen Abdrücke an den Schläfen gehören zu der typischen kronenartigen Kopfbedeckung der Königin und stützen – ebenso wie der halbkreisfömige Abschluss des Halses – die Annahme, dass als Positiv-Grundlage für die Negativform bereits ein Statuenkopf genutzt wurde. Ob dieses Vorbild aus Gestein gehauen oder in Ton modelliert gewesen war, lässt sich kaum mehr nachweisen. Für ein Vorbild in Stein könnte sprechen, dass die „Hinterschneidungen“ – wie z.B. die Bereiche hinter den Ohren und die Ohrmuschelhöhle –, die bei einem Abguss Probleme beim Herausnehmen entstehen lassen, mit Ton oder Wachs zugeschmiert worden waren und daher im Gipsmodell undifferenziert bzw. „ausgefüllt“ erscheinen. Ob dies auch für die Augenhöhlen und die vertieft angelegten Augenbrauenbögen gilt, die bei einer vollendeten Statue mit anderen Materialien eingelegt werden sollten, oder ob diese auch bei dem „Vorlagen-Modell“ nur vergleichsweise zart angedeutet wurden, kann kaum stichhaltig beurteilt werden. Auffällig an dem feingliedrigen Modellkopf sind die zahlreichen Gussnähte und Linien – insbesondere seitlich am Hals sowie entlang der Ohren und Schläfen, die für eine mehrteilige Abformung von einem Original sprechen und so auf eine zusammengesetzte Gussform schließen lassen. Auch wenn die Lippen des Gipsporträts etwas voller gestaltet erscheinen, kommt dieses Modell unter allen bekannten Bildnissen der Königin dem Abbild der bemalten Büste in ihren Proportionen und Gestaltungsmerkmalen am nächsten und besticht durch seine zurückhaltende, zarte und anmutige Ausformung der Gesichtszüge. Aus: Seyfried, F., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 324 (Kat.-Nr. 112).
Gipsmodellkopf eines Königs
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die Dreiecksform des Gesichtes und das schmale Kinn ähneln den bekannten Darstellungen des Königs Echnaton, doch als identifizierendes Merkmal ist dies nicht ausreichend. Die mimische Gestaltung ist bei allen hier gezeigten Königsporträts sehr ähnlich und muss als idealisiert und schematisch bezeichnet werden. Aus: Jung, M., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 328 (Kat.-Nr. 117).
Gipsmodellkopf eines Königs oder einer Königin
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Der unterlebensgroße Kopf gehört zu den rundplastischen Studien der königlichen Porträtköpfe. Die Identität der dargestellten Person ist unbekannt, es muss sich jedoch um einen König oder eine Königin handeln. Denn der Abguss besitzt die unverwechselbaren königlichen Merkmale: ein Kronenband sowie die Ansätze einer Krone über den Schläfen. Während Roeder den Kopf als Darstellung der Nofretete klassifiziert, kann die These, dass es sich hier um einen Prinzen handelt, nicht bestätigt werden. Weder Prinzen noch Prinzessinnen haben diese Art Krone im Alten Ägypten getragen. Kopf und Hals wurden beide separat in Raum 19 des Hauses P 47.2 gefunden. Das Gesicht ist auf der rechten Hälfte stärker verwittert und war vielleicht auf dieser Seite längere Zeit der Luft ausgesetzt. Bei diesem Beispiel sind vertieft ausgearbeitete Augenbrauen und Augenhöhlen sichtbar. Diese Aussparungen stammen vom Original und sollten ursprünglich Einlagen aus anderen Materialien aufnehmen. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei diesen Beispielen um direkte Abformungen von Statuen handelt. Ebenso ist es wahrscheinlich, dass viele Gipsporträts als Modelle beziehungsweise als Übungsstücke in den Bildhauerwerkstätten dienten. Aus: Jung, M., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 326 (Kat.-Nr. 113).
Beidseitig reliefierte Bildhauerstudie mit der Darstellung einer Eule und eines Geiers auf einer Seite und zwei Schwalben auf der anderen Seite
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Der Reliefblock diente als Bildhauerstudie für verschiedene Vögel. Auf der einen Seite befinden sich zwei Schwalben unterschiedlicher Größe jeweils in einem Rahmen und auf der anderen Seite ein Geier und eine Eule. Alle Vögel weisen eine detailgetreue Ausarbeitung auf, jedoch handelt es sich bei dem Objekt nur um eine Reliefstudie, mit deren Hilfe die Proportionierung und Darstellung von Hieroglyphen geübt wurden. (J. Jancziak)
Bildhauerstudie mit der Darstellung eines Nubiers in erhabenem Relief (Fälschung)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Das Objekt stellt eine, in erhabenem Relief gearbeitete, Bildhauerstudie eines Nubiers dar. Zu sehen ist der Hals mit dem Ansatz des Oberkörpers und der Kopf. Dieser ist nach links gewendet. Der Haaransatz ist weit zurückgesetzt und offenbart eine große Stirnfläche. Die Frisur ist beutelartig angelegt und reicht bis zum Nacken. Das Gesicht zeigt eine hervorstehende Stirn und mandelförmige Augen mit einem leicht angedeuteten Brauenbogen. Die Nase ist knollenartig und die Lippen sehr voluminös. Diese Merkmale kennzeichnen den Dargestellten als Nubier. Weil Reliefs wie dieses nur einen Ausschnitt aus einem Motiv wiedergeben und meist unfertig sind, werden sie als Reliefstudien bzw. Bildhauermodelle angesprochen, nach deren Vorbildern Reliefs oder Statuen hergestellt wurden. Das Objekt kann wohl als Fälschung angesprochen werden, da keine vergleichbaren Bildhauerstudien existieren und auch die Erwerbung von dem Händler Oxan Aslanian, ein bekannter Fälscher, ein Indiz dafür ist. (J. Jancziak)
Büste eines Königs
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die kleinformatige Büste wurde bewusst als ein Bildhauermodell in einem unfertigen Bearbeitungsstadium gelassen. Die für eine Rundplastik zu geringe Tiefe des Stücks spricht bereits dafür, dass es nicht als eine vollständige Statue geplant war. Auch wenn es insgesamt nur grob behauen zu sein scheint, sind alle charakteristischen Merkmale des Dargestellten ausgearbeitet. Man kann die dargestellte Person anhand der Konturen eines Nemes-Kopftuchs mit der hier noch blockhaft versehenen Uräusschlange auf der Stirn als einen ägyptischen König identifizieren. Auf der Rückseite, an den beiden Seiten sowie auf dem für die Uräusschlange vorgesehenen Block sind zudem eingeritzte Hilfslinien von einem Quadrantnetz zu erkennen. Die Meißelspuren auf der Oberfläche geben – zumindest einem erfahrenen Bildhauer – Hinweise auf die einzelnen Arbeitsschritte. Die ägyptischen Abbilder der Könige sind streng dem epochenbedingten Proportionskanon unterworfen. Die Hilfslinien auf der Modellbüste, vor allem die auf der Rückseite, dienten dazu, die kanonischen Proportionen einer vollständigen Königsbüste sowie die Positionierungen der einzelnen Details vorzugeben. Das kleine Bildhauermodell einer Königsbüste könnte als ein Modell oder Vorstudie für eine größere Königsrundplastik verwendet worden sein. Ebenso ist es möglich, dass es sich hierbei um ein Lehrmodell aus einer ägyptischen Bildhauerwerkstatt handelt. (I. Liao)
Gipsmodellkopf eines Königs, wahrscheinlich Amenophis' III.
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Unter den vollplastischen Gipsmodellen königlicher Personen, die aufgrund des deutlich vorhandenen Kronenansatzes alle zu den so genannten „statuennahen“ Abgüssen gehören, hebt sich dieses Gesicht durch seine vollkommen abweichende Physiognomie von den anderen königlichen Studien ab. Das füllige Gesicht zeichnet sich durch einen hohen Grad an Symmetrie aus. Nicht nur die pausbäckigen Wangen und die kräftige, fleischige Nase, der volle Mund mit den leicht aufgeworfenen Lippen sowie das runde Kinn und der geradezu stämmige, kurze und breite Hals, sondern auch die charakteristisch geformten Augen mit den nur angedeuteten Brauenbögen haben bereits Borchardt dazu veranlasst, in diesem Abguss ein Bildnis Amenophis’ III. zu vermuten. Diese Zuweisung ist aufgrund zahlreicher Parallelen sehr wahrscheinlich. Der Porträtkopf zeigt den König in einer idealisierten, auf Altersmerkmale verzichtenden Studie. Daher erscheint es auch plausibel, dass als Vorbild der Gussform eine Steinskulptur des Pharao gedient hatte. Die erst jüngst angefertigten computertomographischen Aufnahmen zeigen deutlich, dass der Kopf in einer Vollform gegossen wurde, was durch die Abdrücke einer hölzernen Bodenplatte am Hals schon von den Ausgräbern und Roeder vermutet wurde. Ob diese Form aus mehreren passgenauen Einzelstücken zusammengefügt war und daher sogar mehrfach verwendet werden konnte, worauf eventuell die seitlich am Hals sichtbaren Nähte hindeuten, ist noch nicht abschließend geklärt. Die sehr feine senkrechte Linie, die über Stirn, Nase, Mund und Hals verläuft, kann zumindest nicht von einer Halbschalenform herrühren, sondern entstand eventuell bei einer weiteren Abformung dieses Modells. Das mehrstufige Ausgussverfahren mit der leicht blasig-gewellten Abschlussfüllung wurde bereits an anderer Stelle in diesem Katalog geschildert. Sollte die Zuweisung an Amenophis III. Bestand haben – und ungeachtet der Tatsache, dass einige Darstellungen des Königs seine Verehrung in Amarna belegen –, stellt sich die Frage, welchen Zweck das lebensgroße Modell des Pharao während der ausgehenden Amarna-Zeit in der Werkstätte der Bildhauer erfüllte oder ob es schlicht aus persönlichen Gründen nicht „entsorgt“, sondern in den Gipswerkstätten schon seit längerer Zeit aufbewahrt wurde. Aus: Seyfried, F., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 322 (Kat.-Nr. 111).
Gipsmodellkopf eines Menschen
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Bei der stark beschädigten Oberfläche der Gipsplastik haben sich die mandelförmigen Augen am besten erhalten. Der Bildhauer modellierte sie, wie im Beispiel ÄM 21366, nach traditionellen Gestaltungskriterien. Aus: Jung, M., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 318 (Kat.-Nr. 104).
Gipsmodellkopf eines Mannes
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Ein auffälliges Merkmal bei diesem Gipsmodell sind die so genannten „Krähenfüße“ an beiden äußeren Augenwinkeln. Sie sind unterschiedlich gestaltet. Am linken Auge laufen die nachträglich in den Gips eingeritzten Linien strahlenförmig nach außen. Am rechten Auge sind sie ungleichmäßig gearbeitet. Vermutlich handelt es sich bei diesem Kopf um ein Übungsstück. Auf der einen Gesichtshälfte arbeitete der Bildhauer beispielhaft vor und auf der anderen Seite konnte der Lehrling üben. Aus: Jung, M., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 318 (Kat.-Nr. 105).
Gipsmodellkopf einer Frau
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Der Gipsabguss zeigt das Gesicht einer Frau, die ebenfalls am linken Ohr einen Ohrstöpsel trägt. Auch in diesem Fall könnte eine Statue dem Bildhauer als Vorlage gedient haben. Das Gesicht zeigt ähnlich idealisierte Züge wie das Beispiel ÄM 21239. Eine Besonderheit bei diesen beiden Gipsplastiken ist die Tatsache, dass man auf der gesamten Gesichtsoberfläche keine Gussnähte findet. Das heißt, die Herstellung der Modelle erfolgte aus einem Guss in einer Halbschale, was sie, neben der traditionellen Darstellungsweise, von den übrigen Privatbildnissen unterscheidet. Aus: Jung, M., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 314 (Kat.-Nr. 98).
Gipsmodellkopf einer Frau
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Bei dem Gipsmodell einer älteren Frau sind die Nase und der Mund leicht bestoßen und der Kopf besitzt keine Ohren. Die als „Gipswülste“ bezeichneten überstehenden Hinterlegungen des Gesichtes haben eine merkwürdige Vertiefung, die den Eindruck vermittelt, dass der Rand um das Gesicht herumgeklappt worden ist. In der Kante über der Stirn muss die Negativgipsform angesessen haben. Aus: Jung, M., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 316 (Kat.-Nr. 99).