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Objekttyp: Blatt (Schriftträger )
Demotischer Papyrus, Abrechnung (alter Text) bzw. demotische Schreibübung (neuer Text)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Papyrus war ein sehr beliebtes jedoch teures Schreibmaterial im Alten Ägypten. Dieser Papyrus stammt von der Nilinsel Elephantine in Ägypten und wurde während der Ausgrabungen der damals Königlichen Museen durch Otto Rubensohn und Friedrich Zucker zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgegraben. Die hier verwendete Schrift ist das sogenannte Demotische. Dabei handelt es sich um eine sehr verkürzte Kursivschrift des Alten Ägypters, die gerade in persischer und griechisch-römischer Zeit eingesetzt wurde. Von der Nilinsel Elephantine stammen zahlreiche demotische Papyri und Ostraka dieses Zeithorizonts. 1) Alter Text; Abrechnung über Getreide. 2) Neuer Text: Schreibübung: Konjugation des Lemmas Ꜥnḫ leben". Nach Karl-Theodor Zauzich in VOHD XIX,2 entspricht die Konjugationsreihenfolge nicht genau der sonst bekannten. Auf Verso nicht gelöschter Teil des älteren Textes, einer Getreideabrechnung." http://elephantine.smb.museum/record/ID100618 (V. Lepper / Jan Moje)
Hieratischer Papyrus mit einem mathematischen Lehrbuch
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dieser hieratische Papyrus enthält ein mathematisches Hand- bzw. Lehrbuch. Der Text bietet mathematische Aufgabenstellungen und Lösungsansätze. J. Moje
Papyrus mit Bildhauerskizzen (Vogel, Sphinx, Patäke)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Als Vorlagen für Bildhauerarbeiten in Werkstätten existierten u. a. auch Papyri mit Skizzen, an denen sich der Handwerker orientieren konnte. Im vorliegenden Fall handelt es sich um mehrere Zeichnungen von Vögeln, einer falkenköpfigen Sphinx sowie einer nach rechts gewandten Patäke. Über die Zeichnungen ist ein mit roter Tinte ausgeführtes Gitternetz gelegt, das dem damals aktuellen Proportionskanon entspricht. J. Moje
Koptischer Papyrus mit Namen von Engeln und Uroboros als Schutzamulett
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dieser nahezu vollständig erhaltene Papyrus stellt ein koptisch beschriebenes Schutzamulett für seinen Besitzer bzw. Träger dar. Im Mittelteil befinden sich 15 Zeilen Text, die von einer Uroboros-Schlange, welche sich selber in den Schwanz beißt, umrahmt sind, wobei sich in der Mitte eine weitere, kleine Schlange befindet. Außerhalb des Uroboros sind weitere Textzeilen angebracht. Sie enthalten alle die Namen von Engeln. J. Moje
Demotischer Papyrus mit einer Verkaufsurkunde über Grabliturgien
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Auf diesem Papyrus hat sich in demotischer Sprache und Schrift eine Verkaufsquittung erhalten. Der Choachyt des Amun von Karnak Panas und seine Mutter(?) Senimouthes veräußern an den Arbeitskollegen Osoroeris ihre Verpflichtungen an bestimmten Grabstätten und den darin liegenden Mumien hinsichtlich der notwendigen Grabliturgien. Auf der Rückseite haben 16 Zeugen die Richtigkeit des Vertrages bestätigt. Es handelt sich hier um die Quittung, die sog. Geldbezahlungsschrift. Dazu gehörte noch die Abstandsschrift, in der der Verkäufer von allen künftigen Ansprüchen zurücktritt, diese ist aber derzeit nicht bekannt. J. Moje
Hieratischer Papyrus mit Rezepten gegen Hustenbeschwerden
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Papyrus war ein sehr beliebtes jedoch teures Schreibmaterial im Alten Ägypten. Dieser Papyrus stammt von der Nilinsel Elephantine in Ägypten und wurde während der Ausgrabungen der damals Königlichen Museen durch Otto Rubensohn und Friedrich Zucker zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgegraben. Die hier verwendete Schrift ist das sogenannte Hieratische. Dabei handelt es sich um eine Kursivschrift der altägyptischen Hieroglyphen, die gerade auf Papyrus und auf Ostraka gerne als Schreibschrift zum schnelleren Notieren verwendet wurde. Von der Nilinsel Elephantine stammen zahlreiche derartige hieratische Papyri und Ostraka. Medizinischer Papyrus mit Rezepten gegen Hustenbeschwerden. http://elephantine.smb.museum/record/ID100753 (V. Lepper / M. Müller)
Hieratischer Papyrus mit einem Brief des Generals Pianchi an den Schreiber der Nekropole Tjaroi
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Aus einem Konvolut mit Briefen des Generals Pianchi, heute auch als „Fall abgekürzter Justiz“ bekannt. Der hier vorliegende Brief ist die Nr. 1. 1. Brief an den Schreiber der Nekropole Tjaroi. Ein offenbar schwerwiegender Vorfall hatte sich in Theben ereignet: Zwei Polizisten hatten über eine geheime Angelegenheit gesprochen. Genaueres wussten selbstverständlich alle Beteiligten, aus dem erhaltenen Text erfahren wir freilich nichts. Die Sache war heikel und erforderte schnelles Handeln ohne Aufsehen. General Paianch, Sohn des Herihor, der als Hohenpriester und General den oberägyptischen „Gottesstaat des Amun“ regierte, nahm sich der Angelegenheit an: „Der General des Pharaos an den Schreiber der Nekropole Tjaroi: Alle Dinge, von denen du geschrieben hast, sind zur Kenntnis genommen worden. Bezüglich dessen, was du über die beiden Polizisten gesagt hast, dass sie diese Reden führten, triff dich mit Nodjmet und mit Paischuben, sie sollen (Leute) schicken und die beiden Polizisten zu diesem (Paianchs) Haus bringen und jemanden holen, der bei ihren Redereien wirklich dabei war. Wenn sie dann wissen, dass sie es gesagt haben, so sollt ihr sie zwei Männern übergeben, diese sollen sie nachts ins Wasser werfen. Und keiner im Lande soll etwas erfahren.“ Dieser Brief enthält noch eine weitere dienstliche Anweisung zur Bereitstellung von Gold und Silber. 2. In fast gleichlautenden Schreiben befahl er den auch aus anderen Urkunden bekannten Beamten Tjaroi und Paischuben von der Nekropolenverwaltung, die beiden Polizisten zu verhaften, ihnen in Gegenwart eines Zeugen der Indiskretion ihr Vergehen aufzuzeigen, zwei zuverlässige Männer zu holen - einer sollte Paischuben sein - und die Überführten töten und nachts im Nil verschwinden zu lassen. Zu Stillschweigen wurden die Adressaten ausdrücklich verpflichtet. 3. Ein dritter Brief informierte Nodjmet, die Mutter des Paianch und Leiterin des Harems im Tempel des Gottes Amun-Re, über den Vorfall. Diskretion musste ihr nicht auferlegt werden, hier war sie selbstverständlich. Möglich vielleicht, dass die Beteiligten eine Anklage wegen Mordes fürchteten, sie bewahrten jedenfalls diese drei Briefe zusammengerollt, mit Leinen umwickelt und versiegelt an einem sicheren Ort auf. I. Müller / J. Moje
Hieratischer Papyrus mit Resten von verschiedenen Rezepten und deren Anwendung
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Papyrus war ein sehr beliebtes jedoch teures Schreibmaterial im Alten Ägypten. Dieser Papyrus stammt von der Nilinsel Elephantine in Ägypten und wurde während der Ausgrabungen der damals Königlichen Museen durch Otto Rubensohn und Friedrich Zucker zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgegraben. Die hier verwendete Schrift ist das sogenannte Hieratische. Dabei handelt es sich um eine Kursivschrift der altägyptischen Hieroglyphen, die gerade auf Papyrus und auf Ostraka gerne als Schreibschrift zum schnelleren Notieren verwendet wurde. Von der Nilinsel Elephantine stammen zahlreiche derartige hieratische Papyri und Ostraka. Reste von verschiedenen Rezepten und deren Anwendung; keine Krankheit im erhaltenen Teil erwähnt. http://elephantine.smb.museum/record/ID100413 (V. Lepper / M. Müller)
Königlicher Erlass
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Königlicher Erlaß der Kleopatra VII. Philopator, adressiert an Ptolemaios Caesar (Kaisarion), über die Erteilung von Privilegien an den römischen Geschäftsmann Q. Cascellius und seine Erben, bestehend in einer Lizenz zum Export von 10000 Artaben Weizen und Import von 5000 koischen Amphoren Wein pro Jahr, Zollfreiheit, unbefristeter und unbeschränkter Steuerfreiheit für seine ägyptischen Landgüter (auch für seine Pächter) und Arbeits- und Transporttiere und Befreiung seiner Schiffe von der Steuer und Beschlagnahmung für öffentliche Aufgaben; Eingangsvermerk in Z. 1: 23. Februar 33 v.Chr. Diese Seite ist sichtbar in der Ausstellung im Neuen Museum. Nach BerlPap: http://berlpap.smb.museum/05150/
Hieratischer Papyrus mit einem Brief des Generals PIanchi an die Amun-Priesterin Nedjmet
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Aus einem Konvolut mit Briefen des Generals Pianchi, heute auch als „Fall abgekürzter Justiz“bekannt. Der hier vorliegende Brief ist die Nr. 3. 1. Brief an den Schreiber der Nekropole Tjaroi. Ein offenbar schwerwiegender Vorfall hatte sich in Theben ereignet: Zwei Polizisten hatten über eine geheime Angelegenheit gesprochen. Genaueres wussten selbstverständlich alle Beteiligten, aus dem erhaltenen Text erfahren wir freilich nichts. Die Sache war heikel und erforderte schnelles Handeln ohne Aufsehen.General Paianch, Sohn des Herihor, der als Hohenpriester und General den oberägyptischen „Gottesstaat des Amun“ regierte, nahm sich der Angelegenheit an: „Der General des Pharaos an den Schreiber der Nekropole Tjaroi: Alle Dinge, von denen du geschrieben hast, sind zur Kenntnis genommen worden. Bezüglich dessen, was du über die beiden Polizisten gesagt hast, dass sie diese Reden führten, triff dich mit Nodjmet und mit Paischuben, sie sollen (Leute) schicken und die beiden Polizisten zu diesem (Paianchs) Haus bringen und jemanden holen, der bei ihren Redereien wirklich dabei war. Wenn sie dann wissen, dass sie es gesagt haben, so sollt ihr sie zwei Männern übergeben, diese sollen sie nachts ins Wasser werfen. Und keiner im Lande soll etwas erfahren.“ Dieser Brief enthält noch eine weitere dienstliche Anweisung zur Bereitstellung von Gold und Silber. 2. In fast gleichlautenden Schreiben befahl er den auch aus anderen Urkunden bekannten Beamten Tjaroi und Paischuben von der Nekropolenverwaltung, die beiden Polizisten zu verhaften, ihnen in Gegenwart eines Zeugen der Indiskretion ihr Vergehen aufzuzeigen, zwei zuverlässige Männer zu holen - einer sollte Paischuben sein - und die Überführten töten und nachts im Nil verschwinden zu lassen. Zu Stillschweigen wurden die Adressaten ausdrücklich verpflichtet. 3. Ein dritter Brief informierte Nodjmet, die Mutter des Paianch und Leiterin des Harems im Tempel des Gottes Amun-Re, über den Vorfall. Diskretion musste ihr nicht auferlegt werden, hier war sie selbstverständlich. Möglich vielleicht, dass die Beteiligten eine Anklage wegen Mordes fürchteten, sie bewahrten jedenfalls diese drei Briefe zusammengerollt, mit Leinen umwickelt und versiegelt an einem sicheren Ort auf. I. Müller / J. Moje
“Trinklieder“ aus Elephantine
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Private Abschrift (?) eines symposiastischen ὑπόμνημα (Memorandum) oder Liedbuchs. Z. 1–11: Zwei oder drei Skolien (von den Teilnehmern eines Symposions gesungene Trinksprüche) oder Präambeln von Gedichten, ohne Trennung der Verse verfasst. Z. 12–21: Elegie, die vermutlich am Anfang des Symposions gesungen werden sollte, mit Trennung der Verse verfasst. Die 3 Zeilen am linken Rand wurden als Titel der Skolien oder als Anmerkungen zu einer Passage des Gedichts interpretiert. Diese Seite ist sichtbar in der Ausstellung im Neuen Museum Nach BerlPap: http://berlpap.smb.museum/00644/
Papyrus mit Zeichnungen einer Figur und eines Tieres
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dieses kleine Papyrusfragment trägt auf beiden Seiten Zeichnungen. Auf dem Recto ist eine von Kopf bis Oberkörper erhaltene, eventuell weibliche Figur mit einem Kopfschmuck zu sehen, auf dem Verso ein Tier mit einem langen Hals, möglicherweise ein Kamel. Aufgrund des geringen Erhaltungsumfangs kann über den ursprünglichen Verwendungszweck nichts Sicheres ausgesagt werden. Vielleicht waren es Vorlagen oder Übungsstücke. J. Moje
R: Tierkreis mit Planetenstellungen / V: Rechnungen
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
R: Zeichnung eines Tierkreises mit den Namen der Sternzeichen, am Rande Erwähnung der Planeten zur Anzeige ihrer Position, vermutlich Vorlage für ein Horoskop. In der Mitte Zeichnung eines nach rechts laufenden Tieres, dessen Bedeutung ungewiss bleibt. Es sind Spuren eines früheren Textes (wahrscheinlich eine Weizenrechnung aus dem 2. – 1. Jh. v.Chr.) vorhanden. Diese Seite ist sichtbar in der Ausstellung im Neuen Museum Nach BerlPap: http://berlpap.smb.museum/05999/ V Kol. I: Mehrere Posten einer Rechnung in Geld. V Kol. II: Rechnung von Heuladungen für bestimmte Personen (?) im Lauf eines Monats bzw. einer Monatshälfte. Nach BerlPap: http://berlpap.smb.museum/16724/
Verordnung über die Versorgung Alexandreias
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Abschrift einer königlichen Verordnung, die den Verkauf von Weizen und Hülsenfrüchten aus Mittelägypten nach Alexandrien regelt und Verkäufe nach Unter- oder Oberägypten verbietet. Ein Verstoß wird mit dem Tode bestraft. Anreiz zu Denunziation ist: 1/3 des Vermögens für eine freie Person, 1/6 davon und Freiheit für einen Sklaven. Bearbeitungsvermerk des Topogrammateus. Diese Seite ist sichtbar in der Ausstellung im Neuen Museum Nach BerlPap: http://berlpap.smb.museum/03856/
Demotischer Papyrus mit einer Zivilprozessordnung
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. datiert dieser Teil einer demotischen Zivilprozessordnung. Die Ordnung gilt für die einheimische Gerichtsbarkeit, vor der in ägyptischer Sprache verhandelt wurde. Auf der Rückseite befindet sich eine davon unabhängige Namensliste von Priestern mit Notation ihrer jeweiligen Antrittsgebühr. J. Moje
Hieratischer Papyrus mit einem Brief des Generals Pianchi an den Beamten Pai-schu-uben
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Aus einem Konvolut mit Briefen des Generals Pianchi, heute auch als „Fall abgekürzter Justiz“ bekannt. Der hier vorliegende Brief ist die Nr. 2. 1. Brief an den Schreiber der Nekropole Tjaroi. Ein offenbar schwerwiegender Vorfall hatte sich in Theben ereignet: Zwei Polizisten hatten über eine geheime Angelegenheit gesprochen. Genaueres wussten selbstverständlich alle Beteiligten. Aus dem erhaltenen Text erfahren wir freilich nichts. Die Sache war heikel und erforderte schnelles Handeln ohne Aufsehen. General Paianch, Sohn des Herihor, der als Hohenpriester und General den oberägyptischen „Gottesstaat des Amun“ regierte, nahm sich der Angelegenheit an: „Der General des Pharaos an den Schreiber der Nekropole Tjaroi: Alle Dinge, von denen du geschrieben hast, sind zur Kenntnis genommen worden. Bezüglich dessen, was du über die beiden Polizisten gesagt hast, dass sie diese Reden führten, triff dich mit Nodjmet und mit Paischuben, sie sollen (Leute) schicken und die beiden Polizisten zu diesem (Paianchs) Haus bringen und jemanden holen, der bei ihren Redereien wirklich dabei war. Wenn sie dann wissen, dass sie es gesagt haben, so sollt ihr sie zwei Männern übergeben, diese sollen sie nachts ins Wasser werfen. Und keiner im Lande soll etwas erfahren.“ Dieser Brief enthält noch eine weitere dienstliche Anweisung zur Bereitstellung von Gold und Silber. 2. In fast gleichlautenden Schreiben befahl er den auch aus anderen Urkunden bekannten Beamten Tjaroi und Paischuben von der Nekropolenverwaltung, die beiden Polizisten zu verhaften, ihnen in Gegenwart eines Zeugen der Indiskretion ihr Vergehen aufzuzeigen, zwei zuverlässige Männer zu holen - einer sollte Paischuben sein - und die Überführten töten und nachts im Nil verschwinden zu lassen. Zu Stillschweigen wurden die Adressaten ausdrücklich verpflichtet. 3. Ein dritter Brief informierte Nodjmet, die Mutter des Paianch und Leiterin des Harems im Tempel des Gottes Amun-Re, über den Vorfall. Diskretion musste ihr nicht auferlegt werden, hier war sie selbstverständlich. Möglich vielleicht, dass die Beteiligten eine Anklage wegen Mordes fürchteten, sie bewahrten jedenfalls diese drei Briefe zusammengerollt, mit Leinen umwickelt und versiegelt an einem sicheren Ort auf. I. Müller / J. Moje
Hieratischer Papyrus mit einem Brief des Beamten Horemsaef an seinen Vorgesetzten
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dies ist ein hieratischer Papyrus aus dem Tempelarchiv von Illahun, datierend in die Regierungszeit Sesostris III. im Mittleren Reich. Es handelt sich um einen Brief des Beamten Horemsaef an seinen Vorgesetzten. Der Überbringer des Briefs ist der Tempelarbeiter Sobekemsaf. Auf dem Recto des Papyrus befinden sich neun senkrechte Zeilen, wobei fünf in schwarzer und vier in roter Farbe (Rubra) geschrieben sind. Die Rubra geben die Bemerkungen des Empfängers wieder. Auf dem Verso befindet sich die Adresszeile sowie das Datum: Jahr 18, zweiter Sommermonat, Tag 13 = 1861 v. Chr. V. Lepper
Zwei Edikte des Germanicus
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Kopie zweier Edikte des Germanicus während seiner Ägyptenreise 19 n.Chr.: Im ersten verbietet er die gewaltsame Requirierung von Booten oder Lasttieren für seinen Tross; dies soll nur auf Anordnung seines Sekretärs Baebius und gegen Entschädigung geschehen. Zuwiderhandlungen sollen als Raub angesehen werden. Im zweiten Erlass verwahrt sich Germanicus gegen Titulaturen, die nur dem Kaiser zustehen. Für den Fall, dass sich die Bevölkerung widersetzt, kündigt Germanicus an, seine öffentlichen Auftritte zu reduzieren. Diese Seite ist sichtbar in der Ausstellung im Neuen Museum Nach BerlPap: http://berlpap.smb.museum/13109/
Hieratischer Papyrus mit einer Steuerforderung
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Auf diesem hieratischen Papyrus ist eine Steuerforderung der zuständigen Behörde in hieratischer Schrift erhalten. Konkret werden verschiedene Arten von Leder, Kleinvieh, geflochtene Körbe sowie Gerbkraut verlangt. Der Text stammt aus dem administrativen Archiv des Tempels von Illahun. J. Moje
Griechische Zollquittung mit Siegel
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Quittung für die Zahlung von insg. 3 % Zoll (ρ´ καὶ ν´) für Nepheros, der auf einem Esel 3 Artaben Weizen ausführt. Mit sehr gut erhaltenem, rundem Tonsiegel mit Kopf eines Kaisers. Nach BerlPap: http://berlpap.smb.museum/04757/
Opferbescheinigung
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Aurelia Charis reicht einen libellus (Bescheinigung über die Durchführung von Opfern an die heidnischen Göttern) an die Opferkommission von Theadelpheia ein und erklärt, Speise- und Trankopfer an die Göttern dargeboten zu haben. Als Zeugen fungieren Aurelius Serenus und Aurelius Hermas. Duplikat: SB I 4440. Diese Seite ist sichtbar in der Ausstellung im Neuen Museum Nach BerlPap: http://berlpap.smb.museum/00318/
Trishagion-Hymnus
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Trishagion-Hymnus für die Märtyrer in 3 Strophen. Diese Seite ist sichtbar in der Ausstellung im Neuen Museum Nach BerlPap: http://berlpap.smb.museum/04117/
Kaufvertrag über einen Esel
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Aurelios Hierax, Sohn des Paesios und der Silbania, hat dem Aurelios Theodoros, Sohn des Harpokration, einen jungen Esel auf dem Markt verkauft. Er erklärt, den vereinbarten Kaufpreis von 6 Talenten und 3500 Drachmen vollständig erhalten zu haben. Diese Seite ist sichtbar in der Ausstellung im Neuen Museum Nach BerlPap: http://berlpap.smb.museum/03291/
Eid beim Genius des Kaisers wegen Verletzung priesterlicher Vorschriften
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Abschrift einer eidlichen Erklärung (nur Beginn mit dem Eid erhalten) von 5 Priestern des Soknopaios an den Strategen Hierax und den Königlichen Schreiber Teimagenes über eine Untersuchung, die sie in deren Auftrag über ihren Mitpriester Panephremmis, Sohn des Horos, durchgeführt haben, dem von Pasis, Sohn des Neilos, beim Idios Logos vorgeworfen wurde, sein Haar lang wachsen zu lassen und wollene Gewänder zu tragen. Diese Seite ist sichtbar in der Ausstellung im Neuen Museum Nach BerlPap: https://berlpap.smb.museum/01763/
Horoskop
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Horoskop ohne die übliche Einleitung mit Name und Datierung. Angaben zur Position der Planeten in den Tierkreiszeichen. Es handelt sich offenbar um das früheste Horoskop in griechischer Sprache. Diese Seite ist sichtbar in der Ausstellung im Neuen Museum. Nach BerlPap: http://berlpap.smb.museum/06616/
Weizenquittung
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Georgios quittiert dem Schreiber Konstantinos die Lieferung von 2 Artaben Weizen für die 15. Indiktion für das Dorf Lenu. Subskriptionen von Kalomenas und Helias. Diese Seite ist sichtbar in der Ausstellung im Neuen Museum Nach BerlPap: http://berlpap.smb.museum/01085/
Torzollquittung
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Torzollquittung (für ἐρημοφυλακία) über 8 Drachmen für eine unbekannte Ladung, die Satorneilos mit 4 Kamelen transportiert. Untersiegelung. Diese Seite ist sichtbar in der Ausstellung im Neuen Museum Nach BerlPap: http://berlpap.smb.museum/03685/
Torzollquittung
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Torzollquittung (ρ´) für 1 ½ Metretes Öl, das Papeis mit einem Esel transportiert. Untersiegelung. Diese Seite ist sichtbar in der Ausstellung im Neuen Museum Nach BerlPap: http://berlpap.smb.museum/03683/
Briefliche Aufträge
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Brief an einen Untergebenen (?) mit dem Auftrag, Geschäfte mit Geld und Weizen zu erledigen. Ferner will der Absender über die Ausgaben informiert werden und grüßt den Familienhaushalt. Diese Seite ist sichtbar in der Ausstellung im Neuen Museum Nach BerlPap: http://berlpap.smb.museum/01094/
Koptisches Papier mit einer Banndrohung des Bischofs von Eschmunein gegen einen Dieb
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dies ist eine koptische Bannbulle in der Form eines Briefes. Johannes, der Bischof von Eschmunein, belegt eine Gruppe von Einbrechern mit kirchlichen Flüchen: "...unter den Fluch des Gesetzes und der Propheten und aus dem Munde der 318 Bischöfe, die sich in Nicaea versammelt haben." Der Text ist im sahidischen Dialekt des Koptischen auf Papier nach dem 9. Jahrhundert n. Chr. verfasst worden. (V. Lepper)