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Objekttyp: Bogen (Gerät / Waffe)
Kompositbogen
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Der Kompositbogen besteht aus Holz-, Horn- und Rindeschichten, deren Sehne ursprünglich aus Tierdarm eingespannt war. Die verschiedenen Materialien bewirken eine verbesserte Zugenergie im Sinne einer höheren Effizienz gegenüber einfachen Hornbögen. Mit dem Beginn des Neuen Reiches wurde diese innovative Bogenform von den Hyksos übernommen und entwickelte sich zu einer der wirkungsvollsten Distanzwaffen. So konnten geübte Schützen damit bis zu 170 m weit schießen und auf eine Distanz von 80 m punktgenau zielen. Auf Grund der aufwendigen Fertigung und grazilen Form blieb die Verwendung der Elite des Landes vorbehalten. Diese setzten Kompositbögen nicht nur im Kampf ein, sondern auch als Sportgerät mit Statuswert. (J. Helmbold-Doyé)
Einfacher Bogen
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
In der Jagd und im Kampf auf Distanz setzten die Ägypter sowie Nubier Pfeil und Bogen ein. Die Bogensehne der einfachen Bögen bestand ursprünglich aus Tierdarm oder einer Schnur aus Pflanzenfasern. Die Reichweite dieser einfachen Bögen umfasste zwischen 80 bis 100 m. Trotzdem uns der Kontext dieses Exemplars nicht bekannt ist, kann der Bogen auf Grund zahlreicher Belege mit hoher Wahrscheinlichkeit in das Mittlere Reich eingeordnet werden. (J. Helmbold-Doyé)
Einfacher Bogen
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die Herkunft dieses einfachen Bogens ist unbekannt aber Form und Material verweisen auf Grabbeigaben aus dem Mittleren Reich. Besonders zu dieser Zeit war es üblich, dem Verstorbenen Stäbe aber auch Bögen mit in den Sarg zu legen. Diese einfachen Bögen sind aus einem dünnen Ast gearbeitet und leicht gebogen. Neben der Verwendung als Beigabe, kamen Bögen dieser Art sowohl bei der Jagd als auch im militärischen Bereich zum Einsatz. Um die Elastizität und Stabilität zu gewährleisten, wurde für ägyptische Bögen häufig das Holz des heimischen Christusdorns verarbeitet. Da die Holzanalyse noch aussteht, kann für dieses Exemplar keine Aussage getroffen werden. (J. Helmbold-Doyé)