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Objekttyp: Bronzefigur
Maitreya, der Buddha der Zukunft
Ethnologisches Museum
Maitreya (mongol.: "Maidari") für Amulettkästchen, sitzend mit aufgestütztem Bein und Rosenkranz.
Ethnologisches Museum
Figur sitzt auf Lotossockel mit herabhängendem rechten Fuss, der von der Lotosblume gestützt wird. Rechte Hand ruht nach oben gewandt auf dem Unterschenkel, linke Hand, einen Ring mit Mittel- Ring- und Daumen bildend, in Brusthöhe. Ihr Bodhisattva-Schmuck zeigt eingesetzte Türkise und Korallen. Die Göttin ist bekleidet mit einem Lendentuch.
Guanyin pusa 觀音菩薩
Ethnologisches Museum
Die Gottheit "Guanyin", hier mit tausend Armen und tausend Augen, ist im buddhistischen Pantheon Chinas die Göttin der Barmherzigkeit und eine der populärsten Gottheiten. Der Name Guanyin wurde von der ursprünglichen Bezeichnung "Guanyshiyin Pusa" abgekürzt."Guan" bedeutet "betrachten, beobachten, besichtigen", "Shi" = "die Welt, Menschheit und die irdische Welt im buddhistischen Sinne", "Yin" = "der Laut, der Schall oder die Stimme" und "Pusa" = "Bodhisattva, Helfer der Menschheit". Zusammen bedeutet dies also: "Der Bodhisattva, der die Laute oder die Stimme der irdischen Menschheit beobachtet", oder "der Bodhisattva, der das Gebet der Menschen erhört". Die Vielarmigkeit der Gottheit deutet auf ihre vielen Funktionen und ihre große Hilfsbereitschaft hin, die sie den Menschen in Notsituationen angedeihen lassen kann. Ihre tausend Augen sagen aus, daß sie alles Leid sehen kann und somit in der Lage ist zu helfen. Guanyin Statuen werden nicht nur in Tempeln, sondern auch auf Hausaltären aufgestellt. Dort werden ihnen Opfergaben dargebracht. Die Statuen können aus verschiedenen Materialien u.a. Holz, Bronze, Porzellan, Elfenbein gefertigt sein. Viele Chinesen glauben, dass man gerettet wird, wenn man in Not ist und nur ihren Namen ruft. Auch kinderlose Ehepaare beten zu ihr, um Kindersegen zu erflehen.
Auf einem Stier tanzender Yama
Ethnologisches Museum
Erleuchtungswesen (Bodhisattva) können furchterregende Gestalt annehmen. Der büffelköpfige Yama-Dharmaraja ist der Überwinder des Todes, den man sich in Indien als Büffel vorstellt. In dieser Darstellung steht er mit seiner Weisheitspartnerin Chamundi auf einem brüllenden Büffel und schwingt eine Keule. Unter dem Tier liegt ein Sterbender, der in seiner Unwissenheit vom Tod überwältigt und somit wiedergeboren wird. In drastischer Symbolsprache verbildlicht die Figur das Streben nach Erleuchtung, die dem Kreislauf der Wiedergeburt ein Ende bereitet. Autorin: Bernadette Bröskamp Ausstellungskatalog „Ahnen, Göttinnen und Helden, Skulpturen aus Asien, Afrika und Europa“ 2023, Deutscher Kunstverlag, Seite 54-55.