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Objekttyp: Brosche
Museum Europäischer Kulturen
Die querrechteckige Brosche hat eine Goldumrandung und einen seitlich angesetzten gekordelten Draht. Auf dem hinter Glas eingelegten vorgemalten Elfenbeinplättchen ist eine Landschaft mit einer Trauerweide und einem Grabstein mit Urne gestaltet. Die Bäume bestehen aus Haarstaub, die Stämme und der Grabstein aus Haarsträhnen. Auf der Rückseite der Brosche ist eine Nadel als Verschluss angebracht. Im Zuge der Aufklärung entwickelte sich nach 1800 ein Bewusstsein für das Individuum. Zahlreiche Schmuckstücke, deren Besonderheit das Material Haar ist, zeigen als Zeichen der privaten Erinnerungskultur Motive wie Trauerweiden und Freundschaftsaltäre.
Museum Europäischer Kulturen
Silberne Brustspange mit roten Steinen, getragen auf der südlichen Halbinsel Sworbe. Sõrve (dt.: Sworbe) - eine Halbinsel an der südlichen Spitze der estnischen Insel Saaremaa (dt.: Ösel).
Museum Europäischer Kulturen
Die Schmuckplatte der Scharniernadel hat die Form eines Gewehres, auf dem ein Infanteriehelm steht. Auf dem Kolben eingetieft steht "1914 / 1916". An einem Kettchen hängt ein silbernes 10-Kopekenstück, das entsprechend den Umrissen des Doppeladlers ausgesägt ist. Die Brosche wurde der Berliner Vorbesitzerin 1916 von einem Vetter geschenkt.
Museum Europäischer Kulturen
Es handelt sich um eine Brosche aus Metall mit verschlungenen Spiralformen und ovaler Außenbegrenzung, eingesetztem Zackenkranz und aufgesetztem Blattschwung, ebenfalls aus Metall. Das Blatt ist mit 6 Strass-Steinchen besetzt. Den Abschluss bildet eine Wachsperle in der unteren Mitte. Auf der Rückseite ist eine Verschlussnadel angebracht. Strass- oder Similisteine werden seit dem 18. Jh. verwendet, um Diamanten zu imitieren. Der elsässische Juwelier Georg Friedrich Strass widmete sich in seinem Pariser Betrieb der Herstellung von Diamantimitationen, hatte großen Erfolg und durfte sich ab 1734 Juwelier des Königs nennen.
Museum Europäischer Kulturen
Die runde Brosche trägt das Foto eines älteren Ehepaares. Sie ist mit kleinen, durchbrochenen Blütenblättern aus Kupfer eingefasst. Auf der Rückseite ist eine Scharniernadel angebracht. Erinnerungsbilder in Broschen- oder Anhängerform mit Porträtfotos waren um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jh. in Mode und ein sehr individueller Schmuck. Das Massenmedium Fotografie erreichte auch die ärmeren Schichten.
Museum Europäischer Kulturen
Brosche mit braunem Fellbesatz in Form von vier Kugeln, wahrscheinlich aus Kürschnerabfällen.
Bad Flinsberg
Museum Europäischer Kulturen
Brosche als Blumenkranz mit rosanen, weißen und blauen Blüten aus geprägtem Kunststoff. Aufschrift Rückseite: Bad Flinsberg
Museum Europäischer Kulturen
Weiße Blüte mit weißem Fellbesatz zum Anstecken. Evt. aus der Kunstblumenmanufaktur Sebnitz.
Käfer
Museum Europäischer Kulturen
Die Metallbrosche hat die Form von zwei nebeneinander sitzenden Käfern. Auf der Unterseite befindet sich eine Anstecknadel. Insekten sind ein beliebtes Motiv bei der Schmuckgestaltung. Diese Brosche stammt aus den 1930er Jahren.
Konstruktivistische Bergkristallbrosche mit großem Amethyst
Kunstgewerbemuseum
Fünffach gebrochener Bergkristallreif mit abgetrepppten Klammern aus Platin, neben den oberen Ecken und an der Spitze unten. Diese Klammern rahmen schmale Amethyste im Baguetteschliff und halten gleichzeitig den großen, oval geschliffenen Amethyst in der Mitte der Brosche. Georges Fouquet (1862 - 1957) war um 1900 einer der Väter des figürlichen Jugendstilschmucks. Um 1925 zeigen seine Arbeiten vom Kubismus beeinflusste strenge und abstrakte Formen.
Gelbweste
Museum Europäischer Kulturen
Kleine "Gelbweste" mit Leuchtstreifen aus gebranntem Ton zum Tragen an der Kleidung. Die Brosche wurde von der Firma Magali aus Aubagne (Provence) hergestellt. (www.santonsmagali.fr) Diese Firma stellt aus Keramik traditionelle Krippenfiguren her. Das Label der Firma ist auf der Rückseite der Brosche eingestempelt. Die Brosche ist ein Symbol der sogenannten "Gelbwestenbewegung", deren Anhänger 2018/2019 besonders in den Großstädten gegen die Pläne der französischen Regierung unter Präsident Macron demonstrierten, die Energiewende in Frankreich durch eine höhere Besteuerung fossiler Brennstoffe zu finanzieren. Diese Proteste vermischten sich zunehmend (2020) mit Demonstrationen gegen die geplante Rentenreform der Regierung.