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Objekttyp: Brotstempel
Museum Europäischer Kulturen
Die im Balkan weit verbreiteten, aus Holz geschnitzten Stempel wurden in Form eines Siegels Backwaren aufgedrückt, die man z.T. heute noch zu bestimmten Festtagen zubereitet. Doppelstempel: Tellerform und Griff,Tiefrelief. Bei dem Tiefrelief handelt es sich um einen Patriarchen der orthodoxen Kirche, der vom Volk als Heiliger verehrt wurde. Als Zeichen der Verehrung brachte man das mit Stempeln dieser Art verzierte Brot in die Kirche, um es weihen zu lassen.
Museum Europäischer Kulturen
Die im Balkan weit verbreiteten, aus Holz geschnitzten Stempel wurden in Form eines Siegels Backwaren aufgedrückt, die man z.T. heute noch zu bestimmten Festtagen zubereitet. Rautenform, Doppeladler mit Hoheitsinsignien. Während der osmanischen Herrschaft auf dem Balkan galt der Doppeladler für die Beherrschten als Symbol nationaler Hoffnung. Vom Sammler 1937 erworben.
Brotstempel, neu
Museum Europäischer Kulturen
Brotstempel, rund, geschnitzt, unbenutzt, mit ausgeschnittenem quadratischen Griff. Es handelt sich hier um einen sog. Prosphoronstempel. Er wird zur Anfertigung des Brotes für die Eucharistie verwendet und enthält typischerweise die Zeichen Christi (ИС ХС НИ КА; „Jesus Christus Sieger“). Ritualbrote werden in der Ostkirche zu verschiedenen Anlässen hergestellt und sind im slawisch-orthodoxen Ritus typischerweise klein, wohingegen es in der griechisch-orthodoxen Liturgie ein großes Brot verwendet wird. Dieser Brotstempel wurde im heute mazedonischen Struga erworben. Über diesen Teil der Reise berichtet die Tochter des Sammlers Gustav Adolf Küppers, Heimtraut Küppers, in ihrem Tagebuch (Eintrag 8.7.1939). Von Ohrid kommend erwarben sie auf dem Markt v.a. Tontöpfe und Brotstempel. Den Bauern konnten sie ihr Anliegen "gerade so verständlich machen". Nachmittags konnten sie „ein paar sehr alte wertvolle Kleinigkeiten“ erwerben. Sie sind vor Ort mit einem Händler namens Haki-Isa unterwegs, mit dem Heimtraut u.a. von Haus zu Haus zieht, „um alte Gegenstände ausfindig zu machen“ und von dessen Laden sie auch einiges für die Sammlung erwerben. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Ein Hintergrund der Sammlungstätigkeit von Küppers war die Industrialisierung und Urbanisierung der Staaten Südosteuropas und die mit ihr einhergehende soziale und kulturelle Differenzierung. Mit dem Erwerb von Brotstempel verband sich auch das Interesse an der Ornamentik, die Küppers als einen Zugang zu weit entfernten kulturellen Schichten sah.
Brotstempel mit Doppeladler, oval, mit Griff
Museum Europäischer Kulturen
Stempel aus Stein mit Griff hinten; abgebildet ist ein Doppeladler mit einer Krone. Es handelt sich dabei um das Wappen des Königreichs Serbien, an das die Region nach dem ersten Balkankrieg (1912/13) fiel. Nach bulgarischer Besatzung im 1. Weltkrieg wurde die Region als "Südserbien" (gemeinsam mit Kosovo) bezeichnet und Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (später Königreich Jugoslawien). die administrative und politische Führung war weitgehend von Serben dominiert. Zehntausende ethnische Bulgaren flohen im Zuge der staatlichen Neuordnung der Region nach Bulgarien.
Brotstempel, Ton, Maria und Joseph
Museum Europäischer Kulturen
Brotstempel, rund aus Ton. Abgebildet sind Maria und Joseph mit dem Christuskind. Auf der Rückseite ein kurzer Griff.
Brotstempel, dreieckig, mit Griff aus Holz
Museum Europäischer Kulturen
Der Brotstempel wurde im heute mazedonischen Struga erworben. Über diesen Teil der Reise berichtet die Tochter des Sammlers Gustav Adolf Küppers, Heimtraut Küppers, in ihrem Tagebuch (Eintrag 8.7.1939). Von Ohrid kommend erwarben sie auf dem Markt v.a. Tontöpfe und Brotstempel. Den Bauern konnten sie ihr Anliegen "gerade so verständlich machen". Nachmittags konnten sie „ein paar sehr alte wertvolle Kleinigkeiten“ erwerben. Sie sind vor Ort mit einem Händler namens Haki-Isa unterwegs, mit dem Heimtraut u.a. von Haus zu Haus zieht, „um alte Gegenstände ausfindig zu machen“ und von dessen Laden sie auch einiges für die Sammlung erwerben. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Ein Hintergrund der Sammlungstätigkeit von Küppers war die Industrialisierung und Urbanisierung der Staaten Südosteuropas und die mit ihr einhergehende soziale und kulturelle Differenzierung. Mit dem Erwerb von Brotstempel verband sich auch das Interesse an der Ornamentik, die Küppers als einen Zugang zu weit entfernten kulturellen Schichten sah.
Brotstempel, rund, Ikon
Museum Europäischer Kulturen
Model aus Ton; Darstellung des Marientod/Mariae Grablegung. Erworben im heute nordmazedonischen Struga am Ohridsee. Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte und fotografierte bei insgesamt fünf Reisen durch Südosteuropa. Er war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Aufnahmen von Menschen während der Festivitäten in Panitscharewo, finden sich auch in: Karl C. von Loesch, Wilhelm E. Mühlmann, Die Völker und Rassen Südosteuropas, Prag 1943, S. 76. Ein Hintergrund der Sammlungstätigkeit von Küppers war die Industrialisierung und Urbanisierung der Staaten Südosteuropas und die mit ihr einhergehende soziale und kulturelle Differenzierung. In der Landwirtschaft wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend Maschinen und Technisierung eingeführt, die die vorherigen Verfahren und Instrumente ablösten. Eine wesentliche Motivation von Küppers bestand in der Dokumentation eines - seiner Meinung nach - dem Aussterben geweihten bäuerlichen und dörflichen Zusammenlebens mitsamt seiner materiellen Kultur.
Brotstempel mit Doppeladler, oval, mit Griff
Museum Europäischer Kulturen
Stempel aus Stein mit Griff hinten; abgebildet ist ein Doppeladler mit einer Krone. Es handelt sich dabei um das Wappen des Königreichs Serbien, an das die Region nach dem ersten Balkankrieg (1912/13) fiel. Nach bulgarischer Besatzung im 1. Weltkrieg wurde die Region als "Südserbien" (gemeinsam mit Kosovo) bezeichnet und Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (später Königreich Jugoslawien). die administrative und politische Führung war weitgehend von Serben dominiert. Zehntausende ethnische Bulgaren flohen im Zuge der staatlichen Neuordnung der Region nach Bulgarien.
Model, Ton, Kartusche
Museum Europäischer Kulturen
Model aus Ton; lt. Transportliste handelt es sich um einen Brotstempel; lt. Karteikarte stellt das Model eine Kartusche (Zierrahmen) dar. Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte und fotografierte bei insgesamt fünf Reisen durch Südosteuropa. Er war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Aufnahmen von Menschen während der Festivitäten in Panitscharewo, finden sich auch in: Karl C. von Loesch, Wilhelm E. Mühlmann, Die Völker und Rassen Südosteuropas, Prag 1943, S. 76. Ein Hintergrund der Sammlungstätigkeit von Küppers war die Industrialisierung und Urbanisierung der Staaten Südosteuropas und die mit ihr einhergehende soziale und kulturelle Differenzierung. In der Landwirtschaft wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend Maschinen und Technisierung eingeführt, die die vorherigen Verfahren und Instrumente ablösten. Eine wesentliche Motivation von Küppers bestand in der Dokumentation eines - seiner Meinung nach - dem Aussterben geweihten bäuerlichen und dörflichen Zusammenlebens mitsamt seiner materiellen Kultur.
Brotstempel, Ton mit Blumenmotiv
Museum Europäischer Kulturen
Brotstempel aus Stein; Ton; Blumenmotiv; Rücken halbrund. Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte und fotografierte bei insgesamt fünf Reisen durch Südosteuropa. Er war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Aufnahmen von Menschen während der Festivitäten in Panitscharewo, finden sich auch in: Karl C. von Loesch, Wilhelm E. Mühlmann, Die Völker und Rassen Südosteuropas, Prag 1943, S. 76. Ein Hintergrund der Sammlungstätigkeit von Küppers war die Industrialisierung und Urbanisierung der Staaten Südosteuropas und die mit ihr einhergehende soziale und kulturelle Differenzierung. In der Landwirtschaft wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend Maschinen und Technisierung eingeführt, die die vorherigen Verfahren und Instrumente ablösten. Eine wesentliche Motivation von Küppers bestand in der Dokumentation eines - seiner Meinung nach - dem Aussterben geweihten bäuerlichen und dörflichen Zusammenlebens mitsamt seiner materiellen Kultur.
Brotstempel, Ton mit Abb. von Maria und Engel Gabriel (Mariä Verkündigung)
Museum Europäischer Kulturen
Brotstempel aus Ton, rund und gut erhalten; Abb. mit Erzengel Gabriel und Maria. Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte und fotografierte bei insgesamt fünf Reisen durch Südosteuropa. Er war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Aufnahmen von Menschen während der Festivitäten in Panitscharewo, finden sich auch in: Karl C. von Loesch, Wilhelm E. Mühlmann, Die Völker und Rassen Südosteuropas, Prag 1943, S. 76. Ein Hintergrund der Sammlungstätigkeit von Küppers war die Industrialisierung und Urbanisierung der Staaten Südosteuropas und die mit ihr einhergehende soziale und kulturelle Differenzierung. In der Landwirtschaft wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend Maschinen und Technisierung eingeführt, die die vorherigen Verfahren und Instrumente ablösten. Eine wesentliche Motivation von Küppers bestand in der Dokumentation eines - seiner Meinung nach - dem Aussterben geweihten bäuerlichen und dörflichen Zusammenlebens mitsamt seiner materiellen Kultur.
Brotstempel, Ton mit Abb. St. Georg
Museum Europäischer Kulturen
Brotstempel aus Ton, rund und gut erhalten; Abb. vom heiligen Georg. Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte und fotografierte bei insgesamt fünf Reisen durch Südosteuropa. Er war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Aufnahmen von Menschen während der Festivitäten in Panitscharewo, finden sich auch in: Karl C. von Loesch, Wilhelm E. Mühlmann, Die Völker und Rassen Südosteuropas, Prag 1943, S. 76. Ein Hintergrund der Sammlungstätigkeit von Küppers war die Industrialisierung und Urbanisierung der Staaten Südosteuropas und die mit ihr einhergehende soziale und kulturelle Differenzierung. In der Landwirtschaft wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend Maschinen und Technisierung eingeführt, die die vorherigen Verfahren und Instrumente ablösten. Eine wesentliche Motivation von Küppers bestand in der Dokumentation eines - seiner Meinung nach - dem Aussterben geweihten bäuerlichen und dörflichen Zusammenlebens mitsamt seiner materiellen Kultur.
Brotstempel mit Doppeladler, oval, ohne Griff
Museum Europäischer Kulturen
Stempel aus Stein; Ton; Doppeladlermotiv; mit Löchern; gut erhalten. Es handelt sich dabei um das Wappen des Königreichs Serbien, an das die Region nach dem ersten Balkankrieg (1912/13) fiel. Nach bulgarischer Besatzung im 1. Weltkrieg wurde die Region als "Südserbien" (gemeinsam mit Kosovo) bezeichnet und Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (später Königreich Jugoslawien). die administrative und politische Führung war weitgehend von Serben dominiert. Zehntausende ethnische Bulgaren flohen im Zuge der staatlichen Neuordnung der Region nach Bulgarien.
Model, Ton, Maske
Museum Europäischer Kulturen
Model aus Ton; lt. Karteikarte und Transportliste handelt es sich um eine Maske. Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte und fotografierte bei insgesamt fünf Reisen durch Südosteuropa. Er war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Aufnahmen von Menschen während der Festivitäten in Panitscharewo, finden sich auch in: Karl C. von Loesch, Wilhelm E. Mühlmann, Die Völker und Rassen Südosteuropas, Prag 1943, S. 76. Ein Hintergrund der Sammlungstätigkeit von Küppers war die Industrialisierung und Urbanisierung der Staaten Südosteuropas und die mit ihr einhergehende soziale und kulturelle Differenzierung. In der Landwirtschaft wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend Maschinen und Technisierung eingeführt, die die vorherigen Verfahren und Instrumente ablösten. Eine wesentliche Motivation von Küppers bestand in der Dokumentation eines - seiner Meinung nach - dem Aussterben geweihten bäuerlichen und dörflichen Zusammenlebens mitsamt seiner materiellen Kultur.
Model, Ton, Rankenornament
Museum Europäischer Kulturen
Fragment eines Models (Brotstempel?) aus Ton, rund und gut erhalten; Abb. von "Ranken" (Info Transportliste) oder "Füllhörnern" (Info Karteikarte). Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte und fotografierte bei insgesamt fünf Reisen durch Südosteuropa. Er war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Aufnahmen von Menschen während der Festivitäten in Panitscharewo, finden sich auch in: Karl C. von Loesch, Wilhelm E. Mühlmann, Die Völker und Rassen Südosteuropas, Prag 1943, S. 76. Ein Hintergrund der Sammlungstätigkeit von Küppers war die Industrialisierung und Urbanisierung der Staaten Südosteuropas und die mit ihr einhergehende soziale und kulturelle Differenzierung. In der Landwirtschaft wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend Maschinen und Technisierung eingeführt, die die vorherigen Verfahren und Instrumente ablösten. Eine wesentliche Motivation von Küppers bestand in der Dokumentation eines - seiner Meinung nach - dem Aussterben geweihten bäuerlichen und dörflichen Zusammenlebens mitsamt seiner materiellen Kultur.
Stempel für Totenbrot
Museum Europäischer Kulturen
Brotstempel mit ausgeschnittenem quadratischen Griff. Ritualbrote wurden in Bulgarien zu verschiedenen Anlässen hergestellt. Dieses Exemplar für das Beerdigungsritual ist mit den Zeichen Christi versehen – ein typisches Element der Ritualbrote (ИС ХС НИ КА; „Jesus Christus Sieger“). Das Objekt aus dem Osten Bulgariens wurde im Rahmen der letzten von insg. fünf Sammelreisen gesammelt, die der Journalist Gustav-Adolf Küppers im Jahr 1939 unternahm. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse"
Brotstempel, rundgeschweifter Rand
Museum Europäischer Kulturen
Der Brotstempel wurde im heute mazedonischen Struga erworben. Über diesen Teil der Reise berichtet die Tochter des Sammlers Gustav Adolf Küppers, Heimtraut Küppers, in ihrem Tagebuch (Eintrag 8.7.1939). Von Ohrid kommend erwarben sie auf dem Markt v.a. Tontöpfe und Brotstempel. Den Bauern konnten sie ihr Anliegen "gerade so verständlich machen". Nachmittags konnten sie „ein paar sehr alte wertvolle Kleinigkeiten“ erwerben. Sie sind vor Ort mit einem Händler namens Haki-Isa unterwegs, mit dem Heimtraut u.a. von Haus zu Haus zieht, „um alte Gegenstände ausfindig zu machen“ und von dessen Laden sie auch einiges für die Sammlung erwerben. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Ein Hintergrund der Sammlungstätigkeit von Küppers war die Industrialisierung und Urbanisierung der Staaten Südosteuropas und die mit ihr einhergehende soziale und kulturelle Differenzierung. Mit dem Erwerb von Brotstempel verband sich auch das Interesse an der Ornamentik, die Küppers als einen Zugang zu weit entfernten kulturellen Schichten sah.
Brotstempel, rund, unbenutzt
Museum Europäischer Kulturen
Es handelt sich hier um einen sog. Prosphoronstempel. Er wird zur Anfertigung des Brotes für die Eucharistie verwendet und enthält typischerweise die Zeichen Christi (ИС ХС НИ КА; „Jesus Christus Sieger“). Ritualbrote werden in der Ostkirche zu verschiedenen Anlässen hergestellt und sind im slawisch-orthodoxen Ritus typischerweise klein, wohingegen es in der griechisch-orthodoxen Liturgie ein großes Brot verwendet wird. Dieser Brotstempel wurde im heute mazedonischen Struga erworben. Über diesen Teil der Reise berichtet die Tochter des Sammlers Gustav Adolf Küppers, Heimtraut Küppers, in ihrem Tagebuch (Eintrag 8.7.1939). Von Ohrid kommend erwarben sie auf dem Markt v.a. Tontöpfe und Brotstempel. Den Bauern konnten sie ihr Anliegen "gerade so verständlich machen". Nachmittags konnten sie „ein paar sehr alte wertvolle Kleinigkeiten“ erwerben. Sie sind vor Ort mit einem Händler namens Haki-Isa unterwegs, mit dem Heimtraut u.a. von Haus zu Haus zieht, „um alte Gegenstände ausfindig zu machen“ und von dessen Laden sie auch einiges für die Sammlung erwerben. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Ein Hintergrund der Sammlungstätigkeit von Küppers war die Industrialisierung und Urbanisierung der Staaten Südosteuropas und die mit ihr einhergehende soziale und kulturelle Differenzierung. Mit dem Erwerb von Brotstempel verband sich auch das Interesse an der Ornamentik, die Küppers als einen Zugang zu weit entfernten kulturellen Schichten sah.
Brotstempel, rund
Museum Europäischer Kulturen
Prosphoronstempel; verwendet zur Anfertigung des Brotes für die Eucharistie verwendet; eingearbeitet ist das Zeichen Christi (ИС ХС НИ КА; „Jesus Christus Sieger“). Ritualbrote werden in der Ostkirche zu verschiedenen Anlässen hergestellt und sind im slawisch-orthodoxen Ritus typischerweise klein, wohingegen es in der griechisch-orthodoxen Liturgie ein großes Brot verwendet wird. Dieser Brotstempel wurde im heute mazedonischen Struga erworben. Über diesen Teil der Reise berichtet die Tochter des Sammlers Gustav Adolf Küppers, Heimtraut Küppers, in ihrem Tagebuch (Eintrag 8.7.1939). Von Ohrid kommend erwarben sie auf dem Markt v.a. Tontöpfe und Brotstempel. Den Bauern konnten sie ihr Anliegen "gerade so verständlich machen". Nachmittags konnten sie „ein paar sehr alte wertvolle Kleinigkeiten“ erwerben. Sie sind vor Ort mit einem Händler namens Haki-Isa unterwegs, mit dem Heimtraut u.a. von Haus zu Haus zieht, „um alte Gegenstände ausfindig zu machen“ und von dessen Laden sie auch einiges für die Sammlung erwerben. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Ein Hintergrund der Sammlungstätigkeit von Küppers war die Industrialisierung und Urbanisierung der Staaten Südosteuropas und die mit ihr einhergehende soziale und kulturelle Differenzierung. Mit dem Erwerb von Brotstempel verband sich auch das Interesse an der Ornamentik, die Küppers als einen Zugang zu weit entfernten kulturellen Schichten sah.
Brotstempel, dreieckig, mit Griff aus Holz
Museum Europäischer Kulturen
Dieser Brotstempel wurde im heute mazedonischen Struga erworben. Über diesen Teil der Reise berichtet die Tochter des Sammlers Gustav Adolf Küppers, Heimtraut Küppers, in ihrem Tagebuch (Eintrag 8.7.1939). Von Ohrid kommend erwarben sie auf dem Markt v.a. Tontöpfe und Brotstempel. Den Bauern konnten sie ihr Anliegen "gerade so verständlich machen". Nachmittags konnten sie „ein paar sehr alte wertvolle Kleinigkeiten“ erwerben. Sie sind vor Ort mit einem Händler namens Haki-Isa unterwegs, mit dem Heimtraut u.a. von Haus zu Haus zieht, „um alte Gegenstände ausfindig zu machen“ und von dessen Laden sie auch einiges für die Sammlung erwerben. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Ein Hintergrund der Sammlungstätigkeit von Küppers war die Industrialisierung und Urbanisierung der Staaten Südosteuropas und die mit ihr einhergehende soziale und kulturelle Differenzierung. Mit dem Erwerb von Brotstempel verband sich auch das Interesse an der Ornamentik, die Küppers als einen Zugang zu weit entfernten kulturellen Schichten sah.
Brotstempel, Holz, Rosette
Museum Europäischer Kulturen
Dieser Brotstempel wurde im heute mazedonischen Struga erworben. Über diesen Teil der Reise berichtet die Tochter des Sammlers Gustav Adolf Küppers, Heimtraut Küppers, in ihrem Tagebuch (Eintrag 8.7.1939). Von Ohrid kommend erwarben sie auf dem Markt v.a. Tontöpfe und Brotstempel. Den Bauern konnten sie ihr Anliegen "gerade so verständlich machen". Nachmittags konnten sie „ein paar sehr alte wertvolle Kleinigkeiten“ erwerben. Sie sind vor Ort mit einem Händler namens Haki-Isa unterwegs, mit dem Heimtraut u.a. von Haus zu Haus zieht, „um alte Gegenstände ausfindig zu machen“ und von dessen Laden sie auch einiges für die Sammlung erwerben. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Ein Hintergrund der Sammlungstätigkeit von Küppers war die Industrialisierung und Urbanisierung der Staaten Südosteuropas und die mit ihr einhergehende soziale und kulturelle Differenzierung. Mit dem Erwerb von Brotstempel verband sich auch das Interesse an der Ornamentik, die Küppers als einen Zugang zu weit entfernten kulturellen Schichten sah.