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Objekttyp: Deckeldose
Ethnologisches Museum
Runde, weiße Deckeldose aus Japan mit goldenem Kranichdekor. Innen schwarzer Urushi-Lack. Wie in China kommt dem Kranich auch in Japan eine besondere Bedeutung zu. Er steht für ein langes Leben und Gesundheit. Das Sprichwort dahinter besagt: „Der Kranich lebt tausend Jahre, die Schildkröte zehntausend Jahre / 鶴は 千年、亀は万年.“ Der Urushi-Lack ist ein spezieller Harz des Urushi-Baums (toxicodendron vernicifluum), der in ostasiatischen Ländern wie Japan und China schon seit mehreren Jahrhunderten zur Veredelung von Essgeschirr, Vasen, Tabletts, Schmuck und Vielem mehr verwendet. Die Handwerkskunst kann nur von geübten Fachleuten ausgeführt werden, denn der flüssige Rohstoff enthält giftige Bestandteile, die bei Hautkontakt starke allergische Reaktionen hervorrufen. Der Lack wird in vielen Schichten deckend aufgebracht, die häufigsten Farben sind Rot und Schwarz, häufig mit Goldmalerei.
Deckeldose in Form einer Melone
Kunstgewerbemuseum
Ovale Form mit breiten Querrippen. Hellgelber, grünlicher Fond mit Bemalung in Grün und Manganviolett. Der aufgelegte Zweig mit Blättern ist beschädigt und zeigt Fehlstellen. MAKR
Deckeldose mit Rubinglasbesatz
Kunstgewerbemuseum
Rechteckiges, niedriges Kästchen aus Silber mit einem Scharnierdeckel, den Boden, die vier Seiten und die Deckeloberseite bedecken rechteckige Rubinglasplatten. Während die Platte auf dem Deckel plangeschliffen sowie poliert ist, sind die Seitenwandungen und die Bodenplatte mit einem symmetrischen Dekor aus pyramidalen, flachen Buckeln strukturiert, an den sogenannten Brilliant- bzw. Steinelschliff erinnernd. Allerdings dürfte es sich angesichts der weichen Übergänge dabei um den Abdruck einer entsprechend gestalteten reliefierten Form handeln. Die Silberrahmung dieser Platten ist mit einem alternierenden Dekor aus Parallellinien ziseliert. Innen ist das Silber vergoldet und mit Platten aus farblosem Glas belegt, die auf der Rückseite ebenfalls mit dem Steinelschliff-Abdruck dekoriert sind. Diese Dose stammt aus der Königlichen Kunstkammer, Berlin. Ihre Herkunft ist nicht dokumentiert, aufgrund der Verwendung von Rubinglas ist Böhmen wahrscheinlich, die Zechliner Hütte könnte ebenso verantwortlich zeichnen. [Verena Wasmuth] MAKR
Gewürzdose auf hohem Fuß mit Wappen des Heinrich Bürckli
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: "Napf mit Deckel auf schlankem Fuß. Thon weiß glasiert und farbig bemalt. Am Fuß drei gelbe Bügel an dem Napf und am Knauf des Deckels zwei Wappenschilder. Die Malerei sind Blumenranken und Tafeln mit den Inschriften: 1. Heinrich Burckli 2. d. z. a. z. a. s. t 3. Elsbeth Breinin (???) Innen Zeichen (gezeichnet) Schweiz 16. Jahrhundert Arbeit von Ludwig Pfau in Winterthur (nach Mittheilung von Angst) (stark gekittet)." Das Stück ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Ethnologisches Museum
Eintrag im historischen Hauptkatalog: Runde Büchse aus dünnem Holz zusammengebogen. In der Büchse hängt ein Zettel mit der Aufschrift: Korb. Dr. Wolf. Bakuba.
Deckeldose mit einem Vogel als Knauf
Kunstgewerbemuseum
Runde Deckeldose von farblosem Glas. Auf dem Deckel als Knauf ein Vogel. MAKR
Museum Europäischer Kulturen
Runde, tiefe Dose mit kleinem, eingezogenen Stand, Wandung am Rand leicht verstärkt. Eingepasster Deckel mit Knauf. Weißlicher Scherben. Deckel- und Dosenrand mit einem breiten blauen Streifen abgesetzt. Wandung und Deckel mit jeweils vier ähnlichen Motiven (grün-braune Blattformen und blaue Kreise) zusammengesetzt. Um und auf dem Deckelknauf blauer Streifen. Firmenzeichen auf dem Dosenboden: großes "W", darunter zwei kleine "c" in einem runden Kreis. (Skizze auf der Karteikarte) Formnr.: 50/II
Ethnologisches Museum
mit Verschluß; Gravur floraler Muster und eines chinesischen Siegels, eine Fehlstelle in der Gravur.
Ethnologisches Museum
Deckeldose aus Metall, graviert mit geometrischen Ornamenten und chinesischen Schriftzeichen.
Museum Europäischer Kulturen
Zylindrisch, zur Aufnahme des Deckels vorspringender, innen konkaver Rand. Zwei einander gegenüberstehende, knaufähnliche Griffe. Der Deckel ist ein flacher Kegel mit Knauf. Innen weißlich-gelb, außen kräftig gelb und sehr fein braun gesprenkelt. Auf dem Deckel und der Wandung je zwei umlaufende braune Streifen.
Deckeldose mit Pflanzendekor
Kunstgewerbemuseum
Die kleine fächerförmige Deckeldose ist kunstvoll gearbeitet. Der Eierschalenlack auf schwarzem Grund wird mit einem Dekor von Blättern in rötlich-grünlichem Goldton veredelt. Das Innere von Dose und Deckel ist mit Aventurinlack ausgekleidet. Die Ränder sind vergoldet. Beim Pflanzendekor handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Art der Gruppe Japanischer Fächerahorne (Acer palmatum "Dissectum"). Eierschalenlack: "Aufgrund der Aggressivität und Giftigkeit des ostasiatischen Lacks konnten in früherer Zeit nur wenige natürliche Pigmente verwendet werden, um ihn einzufärben. Die Herstellung eines weißen Lacks war generell nicht möglich. Um dennoch die Farbe Weiß zum Gestalten von Dekoren und dem Grundieren ganzer Flächen herzustellen, legte man kleine Stückchen oder zu Pulver zerriebene Schalen von Wachteleiern in den noch feuchten Lack ein. Traditionell fand und findet diese Lacktechnik besonders in Südostasien Anwendung." Aventurinlack: "Dies ist ein aus dem 18. Jahrhundert stammender Begriff für die Imitation des japanischen Goldstreugrundes nashiji. Es handelt sich dabei um eine Technik, bei der kleine Metallpartikel – in der Regel Gold – in den noch feuchten Lack eingestreut und abschließend mit einem rötlich-gelben Klarlack überfangen werden. Die europäische Bezeichnung leitet sich von der Ähnlichkeit zum Aventurinstein – auch als „Sonnenstein“ bekannt – ab, einem rötlich-braunen Erz mit Goldschimmer." abgerufen am 30.9.2020, ABC der Lackkunst von http://www.museum-fuer-lackkunst.de/de/abc MAKR