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Objekttyp: Deckelkanne
Kanne aus sog. "Schackertschem Porzellan"
Kunstgewerbemuseum
"Große Kaffeekanne mit Deckel aus milchglasartiger Substanz. Bemalt mit Emailfarben: Rote Heckenrosen, blaue und violette Blumen. Unten, aus einer Fehlstelle hervorwachsend, ein Männerkopf mit schwarzer Halsbinde und blauem, phantastischem Kopfschmuck. Auf dem Deckel bunte Blumen. Am Fuß ein Stück ausgebrochen; mehrere Brüche." aus R. Schmidt, Die Brandenburgischen Gläser, 1914, S. 154, Nr. 55 Die Kanne ist seit dem II. WEltkrieg verschollen. MAKR
Weinkanne mit mythologischen Reliefs
Kunstgewerbemuseum
Das Gefäß trägt reichen Reliefschmuck, der sich aus zartesten Stufen zu vollplastischen Formen entwickelt. Die lebhaft bewegte Oberfläche läßt den Dekor nicht mehr wie bei vielen Edenmetallarbeiten früherer Zeit als aufgelegte Schicht, sondern der Gefäßform organisch eingebunden erscheinen. Johann Andreas Thelot war ein in seiner Zeit hochgeschätzter Silberschmied, der sich besonders auf getriebene Arbeiten spezialisiert hatte. Gerühmt werden seine "schönen Erfindungen, die Kenntnis der alten Geschichte der Fabel, der heidnischen Götterlehre und der Allegorie". Bei den Reliefdarstellungen der Kanne, von der noch zwei weitgehend übereinstimmende Wiederholungen bekannt sind, handelt es sich um Szenen aus dem bacchischen Motivkreis, dem auch der als Deckelknauf dienende Putto auf einem Faß zugehört - ein Hinweis auf die Zweckbestimmung des Gefäßes. Stefan Bursche aus Bildführer Kunstgewerbemuseum Berlin, 1985/89, Kat. Nr. 241 MAKR
Deckelkrug
Kunstgewerbemuseum
Das Gefäß zählt zu jenen spätmamlukischen Metallarbeiten aus dem Nahen Osten, die für eine lokale Produktion in Venedig anregend wurden. Bauchung mit Inschrift in zwei Kartuschen: „Wer das kühle reine Wasser trinkt, trinke froh und bleibe bei guter Gesundheit“.
sog. Hansekanne
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: Deckelkanne. Zinn. Körper dreitheilig: breiter abgeschrägter Fuß, ringförmiger Wulst, schlanker zylindrischer Mittelteil und breiter Hals. Im Innern des Deckels kleines rundes Relief (Christus am Kreuz), ebenso im Boden (Maria gekrönt mit Szepter). Am Griff Reiser und Blattranken in Relief. Gefunden in der Oder bei Stettin. Das Werk ist seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs verschollen.
Becken (Kanne) mit Deckel
Kunstgewerbemuseum
Ursprünglich hat es sich bei dem Gefäß um ein kleines Becken mit Deckel gehandelt, das wohl im 17. Jh. durch Hinzufügung von Griff, Tülle und Deckelknauf zu einer Kanne umgearbeitet worden ist. Das Becken ist eine typische „Azzimina-Bronze“ aus Venedig.
Zunftkanne der Fleischhacker zu Preßnitz
Kunstgewerbemuseum
Hans Wildt d.Ä. ist der erste namentlich faßbare Zinngiesser im dicht an der Grenze zu Sachsen gelegenen böhmischen Joachimsthal. Seine Arbeiten gehören stilistisch in den Bereich des sächsischen Reliefzinns. Er hat die Kanne im Auftrage des Christian Eberdt geschaffen, der dieses eindrucksvolle Zeugnis nordböhmischer Zinngiesserkunst der Fleischhackerzunft zu Preßnitz (Přísečnice) verehrte. Vier umlaufende Figurenfriese gliedern den Körper der Kanne. Der obere, mit Triumph des Bacchus und der Jahreszahl 1527, ist in zehn Felder aufgeteilt, in denen sich tanzende und zechende Putten tummeln. Während diese Szenerien auf fünf Plaketten des in Nürnberg tätigen Peter Flötner zurückgehen, zeigt der untere der drei Jagdfriese der Mittelzone Anklänge an das Werk des Franz Brun. Bei der Gestaltung des vierten, über dem Fußrand gelegenen Frieses, in dessen Rundbogenfeldern Szenen aus der Passion dargestellt sind, griff Hans Wildt auf Plaketten der Nürnberger Dürerschule (Hans Dürer?) zurück. Dargestellt sind in doppelter Folge: die Gefangennahme, Jesus vor Pilatus, Jesus vor dem Hohepriester, die Dornenkrönung und die Kreuzuigung. Die umlaufende Stiftungsinschrift lautet: "DISE.KANE.VOR.ÖHRET.CHRISIANES.EBERDT.EINEN.ÖHRBAREN.HAND.WERCK.DER.FLEISCH.HACKER.IN.SDAT.BRESNITZ.ZU EINEN.GVTEN.GEDEGNTNIS". Stadtmark, zwei Meistermarken. (Hintze I, 1431 b)
Schleifkanne einer Zunft
Kunstgewerbemuseum
Kanne mit drei sitzenden Löwen auf den mit Reliefguss verzierten Volutenfüssen. Auf dem Mantel in reicher Gravierung ein Zunftwappen, rechts und links Greifen, zwei Putten und zwei Krieger. Darüber und darunter Tafeln mit Inschriften von 1638, zwei Ritter zu Pferde, ein lagerndes Kamel und eine Bärenjagd in Ranken. Auf dem Deckel die vergoldete Figur eines Greifen (verloren). Im Boden der Doppeladler in Blattkranz, im Deckel eine kleine Rosette und auf dem Deckeldrücker Blattwerk in Reliefguss. (Hintze VII, Nr. 1240)
Zinnkanne
Kunstgewerbemuseum
Wohlproportionierte Zinnkanne mit Klappdeckel, profiliertem Fuß, schnabelförmigem Ausguss und profiliertem, volutenförmigem Griff. Der Deckel gewölbt mit geripptem Rand und symmetrisch angeordnetem vegetabilen Ornament in flachem Relief. Zinnmarken von Lyon und das Monogramm L. F.
Wandung mit gravierter Kreuzigungsgruppe
Kunstgewerbemuseum
Kanne mit schlankem, unten als Fussring ausladendem Mantel und leicht gewölbtem Deckel. Am Mantel oben und unten je ein schmales Messingband. Sehr reich und fein graviert: Auf dem Mantel Golgatha mit Kreuzigung, Maria, Johannes, den beiden Schächern, Sonne, Mond und Stadtansicht. Unter dem Lippenrand eine Rankenbordüre. Auf dem Deckel zwei fein gravierte Rundmedaillons mit Köpfen und eins mit Kanne und Initialen D G, dazwischen Blattornament. Als Deckeldrücker ein profilierter Knopf. Henkelrücken gerippt. Auf der Unterseite des Bodens ein Rundfeld mit Eichhörnchen und Rankenbordüre. Im Inneren des Bodens die Auferstehung Christi und lateinische Umschrift von 1589. (Hintze V, Nr. 197)
sog. Briot-Kanne
Kunstgewerbemuseum
Kanne mit Reliefdekor. Auf profiliertem Tellerfuß mit Eierstabfries kurzes Schaftstück, darüber becherförmiger Kannenkörper. Die Wandung durch Profile geliedert: unten in Relief Pfeifenornamente und Blattwerk. Die beiden breiten Zonen darüber bei diesem Exemplar nicht ornamentiert. Am Körper angesetzter Ausguss in Gerstalt einer ornamentierten Röhre mit Maskaron. Der geschweifte Henkel mit weiblicher Herme, die Daumenrast in Gestalt zweier Früchte. Der Deckel gewölbt.
Daubenkanne
Kunstgewerbemuseum
Gebauchte Daubenkanne mit Griff und Tragegriff am verschließbaren Zinndeckel. Fuß und Mündung mit profiliertem Zinnbeschlag, an der Wandung durchbrochen gearbeiteter Zinnbeschlag mit Darstellung von Laubwerk. Holzdaubenkannen und -krüge dieser Art waren vom 17. bis zum frühen 19. Jahrhundert besonders in Franken, Thüringen und Sachsen weit verbreitet. Für sie hatte sich im 20. Jahrhundert fälschlich die Bezeichnung "Lichtenhainer Daubenkrug" eingebürgert, obgleich sie nicht in der kleinen bei Jena gelegenen Ortschaft entgstanden sind, die im 19. Jahrhundert für ihr Bier bekannt geworden war.
Kanne der Küferzunft in Sitten
Kunstgewerbemuseum
Körper achtseitig, Hals eingezogen und zylindrisch, oben halbkugelig erweitert und herzförmig abschliessend. Deckel flach. Am Deckelrand zwei Früchte. Vom Deckeldrücker ausgehend auf dem Deckel ein Steg, der in einen Tierkopf ausläuft. Bandhenkel steil abwärts geführt. Oben am Hals Doppelösen mit Gliederkette. (Hintze VII, Nr. 2392 a)
Deckelkrug
Kunstgewerbemuseum
Deckelkanne, auf dem Standring, Mantel und Deckelrand schräge Züge. Deckeldrücker in Form einer gerieften Kugel. Henkel aus einer grossen und einer kleinen Volurte gebildet. Auf dem Deckel in Gravierung: J.C.S. 1761. (Hintze I, Nr. 1146)
Kanne einer Fischerzunft
Kunstgewerbemuseum
Schenkkanne mit schlankem Mantel, nach unten ausladend. Bodenfläche zugleich Standfläche. An der Stirnseite belegt mit einem Schild, auf diesem in Gravierung drei gekreuzte Fische. (Hintze II, Nr. 331 c)
Kanne mit Papagei auf dem Deckel
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: Teekanne, Porzellan, rund ohne Ausguß, braun glasiert. Blätterförmig gezackt, Bordüre vergoldet, ab.... Maske unter dem Henkel. Auf dem Deckel (b) ein rot und weiß bemalter Papagei auf einem Fruchtzweig. Das Stück ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
große Wasserkanne mit Bügel
Kunstgewerbemuseum
Großes eiförmiges Gefäß mit Bügelgriff, bronzenem Deckel und einem gegossenen Tierkopf mit langem Hals und zwei Flügeln als Ausguss. Den von einem Messingband umzogenen Gefäßkörper ziert ein getriebener und gepunzter Dekor, geordnet in umlaufenden Streifen. Der oberste Fries zeigt Greifen, die einander gegenüberstehen, darunter liegt eine Blattreihe, dann ein Ornament aus Grotesken und Arabesken, und unten eine Folge von Blättern der Akanthuspflanze. Gefäße dieser Art dienten als Schenkkannen für Wasser. aus Bildführer Kunstgewerbemuseum Berlin, 1985, Kat. Nr. 49 MAKR