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Objekttyp: Deckelterrine
Silberterrine
Kunstgewerbemuseum
Terrine in klassizistischer Form von klarem, knappem Aufbau. Flacher, auf vier Füßen stehender ovaler Schalen-Untersatz, aus dem sich ein mit Weinlaubkränzen und Masken belegter Sockel erhebt. In diesen eingelassen ist der Steg des Terrinenfußes, dessen Wulst ein Lorbeerblattfries ziert. Auf stämmigem Schaft das im Querschnitt ovale Gefäß von halbkreisförmigem Umriss, eingefasst von elegant geschwungenen Doppelhenkeln aus starkem Draht; an den Ansatzstellen Maskarons. Breiter Fries aus Ranken mit Mittelmaske. Die Massigkeit des Deckels ergibt sich als Gegengewicht zu dem schweren Unterbau. Palmettenfries und gebuckelte Kappe, aus der sich ein für Berlin charakteristischer Blätterschirm erhebt, dessen Spitze eine Weintraube bildet. Die Henkelform erinnert an englische Beispiele. WS
Terrine mit Deckelknauf in Zitronenform
Kunstgewerbemuseum
Terrinen sind als Gefäße für Suppengerichte am Ende des 17. Jahrhunderts zuerst in Frankreich eingeführt worden. In Deutschland wurden sie allgemein kaum vor 1740 gebräuchlich. Als Bestandteil eines Services waren sie von großer dekorativer Wirkung auf der Tafel – eine künstlerische Aufgabe, die zu mannigfaltigen phantasievollen Lösungen angeregt hat. Diese Berliner Terrine orientiert sich im Typus wie im Dekor deutlich an französischen Vorbildern, die unter Friedrich dem Großen, auch gefördert durch die zahlreichen in der Stadt lebenden hugenottischen Kunsthandwerker, den Geschmack bestimmten. Von ausgewogener Proportionierung, ist der Gefäßkörper nur sehr zurückhaltend mit Blattwerk belegt, das sich noch aus der Rokokoornamentik herleitet. Wirkungsvoll kontrastiert der vergoldete Deckelgriff in Gestalt einer Zitronenfrucht. S.B
Runde Deckelterrine mit musizierenden Chinesen
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: "Deckelterrine, rund, senkrechte, unten abgerundete Wandung, gewölbter Deckel mit Kugelknauf. Bemalung: musizierende, auf Schemeln sitzende Chinesen zwischen Blumenzweigen, im Stil der chinesischen "Famille verte". Auffallend das dunkle Schmelzblau. eingeschnitten Inv.-Nr. N-24 (darunter) w" Das Stück ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Deckelterrine mit türkisfarbenem Fond
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: "Deckelterrine, oval, mit vergoldetem Wulstfuß und zwei Maskarongriffen. Deckel gewölbt, zeltartig verjüngt, mit reliefiertem und vergoldetem Eierstabrand, durchbrochener kronenartiger Deckelknauf über abschließender Kuppel mit Wulstrand und Akanthusbelag. Türkisfarbener Grund. Auf beiden Teilen Aussparungen mit bunten Chinesenbildern in vierpaßförmigen Goldfiligranrahmen. Am Deckelrand und an der Kuppel Kauffahrtenbilder in Purpurmalerei. Auf einem der farbigen Bilder des Unterteils: chinesischer Kaiser mit den Zügen Augusts des Starken (?), thronend, vor ihm zwei Chinesen, die einen Paravent mit dem gekrönten Monogramm SD (Sophie Dorothea) über dem preußischen schwarzen Adler vorzeigen. - Unterteil gekittet und gesprungen, Deckelrand repariert. Die Chinoiserien nach Falke Pantheon von J.G. Höroldt, was sicher nicht stimmt." Das Stück ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Deckelterrine mit Untersatz mit Henne als Griff und reicher Malerei
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: "Große Deckelterrine mit Untersatz. Hoher runder Napf mit gewölbtem Deckel, darauf als Griff eine Henne auf Baumstumpf mit Früchten. Bemalung: Bunte Chinesengruppen auf goldenen Gitterpodesten, die bei dem Napf und im Mittelfeld des Untersatzes vierpaßförmige Reserven mit Hafenbildern in Purpurmalerei umschließen. Dazwischen bunte chinesische Blumenzweige. Rankenbordüren in Gold und Lüsterfarben. Am Rand des Untersatzes zwischen den vier Chinesengruppen lambrequinartige Goldschuppen und Rankenwerk. - Rand des Untersatzes an 6 Stellen beschädigt, der Napf mehrfach gekittet. Schwertermarken" Die Terrine mit Deckel ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. HF 53 c, die Unterschüssel ist erhalten. Siehe S. Bursche 1980, Kat. Nr. 101. MAKR
Deckelterrine aus dem Service für das Neue Palais "1. Potsdamsches"
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: Porzellanterrine mit Deckel, rund, farbig bemalt und vergoldet. Am Körper: Rococoschnörkel in leichtem Relief und vergoldet mit Schuppenornament; in den Feldern dazwischen theils Blumensträuße und Gewinde, theils goldene Blattzweige und Gittermuster. Zwei Henkel bügelförmig und vergoldet mit plastischen buntfarbigen Blättern und Knospen. Deckel kuppelförmig, entsprechend verziert. Als Knauf Rosenknospen mit Blättern. Ein Henkel ergänzt. Marke: Szepter. Die Terrine ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR