6 Ergebnisse
Objekttyp: Dessertteller
Teller mit Monatsdarstellung des April und dem Wappen der Chaspoux de Verneuil
Kunstgewerbemuseum
Flacher Teller. Homogenes, schwarz wirkendes Grundemail, Malerei mit starken Weißhöhungen, Zeichnung in enlevage-Technik, Details in Gold. Auf der Oberkante des Tellerrandes Wappen der französischen Familie Chaspoux de Verneuil. An der Unterkante im Spiegel die Inschrift "AVRIL". Auf der Vorderseite Schäferszene in einer Landschaft, darüber in einem Wolkenkranz das Sternbild des Stiers. Auf der Rückseite das Brustbild Kaiser Octavians im Profil mit der Umschrift "DE OCTAVIEM SEGONT ANPEREVR". Die orthographischen Eigenheiten werden mit dem Limousiner Dialekt in Verbindung gebracht, könnten aber auch dem "franco-veneto" entstammen, einem norditalienischen Dialekt, der im frühen 16. Jahrhundert im Einflußbereich Frankreichs gesprochen wurde. Die ikonographische Vorlage für die Monatsdarstellung lieferte die zweite Kupferstichfolge des Etienne Delaune aus dem Jahre 1568. Bei diesem Teller handelt es sich wohl um einen Dessertteller eines mehrteiligen Services, aus dem verschiedene Teile bekannt sind.
Dessertteller mit Grisaillemalerei: Opferszene mit Telemachos und Mentor (nach einem Stich von J.B.Tilliard/C. Monnet zu "Les Aventures de Télémaque"), Modell „Englischglatt“
Kunstgewerbemuseum
Das Dessertteller-Modell "Englischglatt" (Modellnummer 631) weist einen durchbrochenen Rand aus gotisierenden Spitzbögen mit Goldstaffierung auf. Das Servicemodell wurde zwischen 1776 und 1781 entwickelt. Wie die Modellbezeichnung nahelegt, folgte die Königliche Porzellanmanufaktur Berlin hierin den damals modernen, von England ausgehenden Stiltendenzen. So war in der Keramik die sog. Queensware (Steingut) von Josiah Wedgwood impuslgebend. In der Servicegestaltung der Berliner Manufaktur hatte noch lange der französisch geprägte Rokokostil vorgeherrscht, da der preußische König, Friedrich II. (reg. 1740-1786), diese Stilrichtung zeitlebens favorisierte. Der Dessertteller ist in der Mischung aus Antikenkult und Neogotik ein Beispiel für einen Geschmackswandel, der sich erst gegen Ende der Regierungszeit Friedrichs II. auch bei den Tafelservicen der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin durchzusetzen begann. Der Spiegel weist ein rundes Medaillon mit dem Hauptmotiv auf: In Grisaillemalerei ist eine Szene der antiken Mythologie dargestellt, die auf die "Telemachie", die vier ersten Bücher der Odyssee von Homer, zurückgeht. Die grafische Vorlage bildete ein Kupferstich von Jean-Baptiste Tilliard nach den Illustrationen von Charles Monnet zu "Les aventures de Télémaque" von Fénélon in einer 1773 in Paris erschienenen Ausgabe. Der Kupferstich ist untertitelt mit: "Télémaque et Mentor prest d'être sacrifiés aux manes d'Anchises", stellt also den Moment dar, als Mentor kurz davor ist, seinen Schützling Telemachos den "manes", also den Seelen der Verstorbenen, von Anchises zu opfern. Umrahmt wird das runde Bildfeld von einem Goldrand, der von polychrom gemalten Blumen, Lorbeerlaub und einem Purpurband umwunden ist. Marke: Auf der Unterseite in Unterglasurblau die Zeptermarke sowie Trockenstempel 13 und in Grau aufgemalt 5 Lit.: Georg Lenz: Berliner Porzellan. Die Manufaktur Friedrichs des Großen 1763-1786, Berlin 1913, Bd. II, Taf. 153, Abb. 723; Erich Köllmann / Margarete Jarchow: Berliner Porzellan, München 1987, S. 155, Abb. Nr. 298 (Vgl.); Hannelore Plötz-Peters: Die Telemachie des Fénélon auf Berliner Porzellan, in: Keramos 213 (Juli 2011), S. 77-86 (Vgl.) ClKa
Dessertteller mit Latona und ihren Zwillingen Apoll und Diana (nach einem Stich von N. de Launay/Ch. Monnet zu Ovids Metamorphosen), Modell „Englischglatt“
Kunstgewerbemuseum
Das Dessertteller-Modell "Englischglatt" (Modellnummer 631) weist einen durchbrochenen Rand aus gotisierenden Spitzbögen mit Goldstaffierung auf. Das Servicemodell wurde zwischen 1776 und 1781 entwickelt. Wie die Modellbezeichnung nahelegt, folgte die Königliche Porzellanmanufaktur Berlin hierin den damals modernen, von England ausgehenden Stiltendenzen. So war in der Keramik die sog. Queensware (Steingut) von Josiah Wedgwood impuslgebend. In der Servicegestaltung der Berliner Manufaktur hatte noch lange der französisch geprägte Rokokostil vorgeherrscht, da der preußische König, Friedrich II. (reg. 1740-1786), diese Stilrichtung zeitlebens favorisierte. Der Dessertteller ist in der Mischung aus Antikenkult und Neogotik ein Beispiel für einen Geschmackswandel, der sich erst gegen Ende der Regierungszeit Friedrichs II. auch bei den Tafelservicen der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin durchzusetzen begann. Der Spiegel weist ein rundes Medaillon mit dem Hauptmotiv auf: In farbiger Aufglasurmalerei ist eine Szene nach Ovids Metamorphosen dargestellt: In den Wolken Jupiter mit dem Adler, unten im Hintergrund vier nackte Bauern, die er in Frösche verwandeln wird, da sie Latona beleidigt und ihr kein Wasser gegeben haben. Die grafische Vorlage bildete ein Kupferstich von N. de Launay nach Ch. Monnet zu Ovids Metamorphosen in einer Ausgabe, die in Paris 1767/71 erschienen ist. Der Kupferstich ist untertitelt mit: "Jupiter Métamorphose en Grenouilles des Paysans qui avaient insulté Latone". Umrahmt wird das runde Bildfeld von einem Goldrand, der von einer Lorbeergirlande, Blumen und blassgrün gestreiften Bändern umwunden ist. Marke: Auf der Unterseite in Unterglasurblau die Zeptermarke Lit.: Georg Lenz: Berliner Porzellan. Die Manufaktur Friedrichs des Großen 1763-1786, Berlin 1913, Bd. II, Taf. 153, Abb. 722-724 (Vgl.); Erich Köllmann / Margarete Jarchow: Berliner Porzellan, München 1987, S. 155, Abb. Nr. 298 (Vgl.) ClKa
Dessertteller mit Grisaillemalerei: Kadmos und Harmonia (nach einem Stich von N. Le Mire/Ch. Eisen zu Ovids Metamorphosen), Modell „Englischglatt“
Kunstgewerbemuseum
Das Dessertteller-Modell "Englischglatt" (Modellnummer 631) weist einen durchbrochenen Rand aus gotisierenden Spitzbögen mit Goldstaffierung auf. Das Servicemodell wurde zwischen 1776 und 1781 entwickelt. Wie die Modellbezeichnung nahelegt, folgte die Königliche Porzellanmanufaktur Berlin hierin den damals modernen, von England ausgehenden Stiltendenzen. So war in der Keramik die sog. Queensware (Steingut) von Josiah Wedgwood impuslgebend. In der Servicegestaltung der Berliner Manufaktur hatte noch lange der französisch geprägte Rokokostil vorgeherrscht, da der preußische König, Friedrich II. (reg. 1740-1786), diese Stilrichtung zeitlebens favorisierte. Der Dessertteller ist in der Mischung aus Antikenkult und Neogotik ein Beispiel für einen Geschmackswandel, der sich erst gegen Ende der Regierungszeit Friedrichs II. auch bei den Tafelservicen der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin durchzusetzen begann. Der Spiegel weist ein rundes Medaillon mit dem Hauptmotiv auf: In Grisaillemalerei ist eine Szene nach Ovids Metamorphosen dargestellt: Kadmos, König von Theben, und seine Frau Harmonia, Tochter der Aphrodite, wie sie sich in Schlangen verwandeln. Die grafische Vorlage bildete ein Kupferstich von N. Le Mire nach Ch. Eisen zu Ovids Metamorphosen in einer Ausgabe, die in Paris 1767/71 erschienen ist. Der Kupferstich ist untertitelt mit: "Cadmus et Hermione se retirent dans l'Illyrie et sont métamorphosés en Serpens". Umrahmt wird das runde Bildfeld von einem Goldrand, der von polychrom gemalten Blumen, Lorbeerlaub und einem Purpurband umwunden ist. Marke: Auf der Unterseite in Unterglasurblau die Zeptermarke sowie Trockenstempel 13 und in Grau aufgemalt 13. Lit.: Georg Lenz: Berliner Porzellan. Die Manufaktur Friedrichs des Großen 1763-1786, Berlin 1913, Bd. II, Taf. 153, Abb. 724; Erich Köllmann / Margarete Jarchow: Berliner Porzellan, München 1987, S. 155, Abb. Nr. 298 ClKa
Dessertteller mit Merkur und Herse (nach einem Stich von Le Veau/Ch. Eisen zu Ovids Metamorphosen), Modell „Englischglatt“
Kunstgewerbemuseum
Das Dessertteller-Modell "Englischglatt" (Modellnummer 631) weist einen durchbrochenen Rand aus gotisierenden Spitzbögen mit Goldstaffierung auf. Das Servicemodell wurde zwischen 1776 und 1781 entwickelt. Wie die Modellbezeichnung nahelegt, folgte die Königliche Porzellanmanufaktur Berlin hierin den damals modernen, von England ausgehenden Stiltendenzen. So war in der Keramik die sog. Queensware (Steingut) von Josiah Wedgwood impuslgebend. In der Servicegestaltung der Berliner Manufaktur hatte noch lange der französisch geprägte Rokokostil vorgeherrscht, da der preußische König, Friedrich II. (reg. 1740-1786), diese Stilrichtung zeitlebens favorisierte. Der Dessertteller ist in der Mischung aus Antikenkult und Neogotik ein Beispiel für einen Geschmackswandel, der sich erst gegen Ende der Regierungszeit Friedrichs II. auch bei den Tafelservicen der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin durchzusetzen begann. Der Spiegel weist ein rundes Medaillon mit dem Hauptmotiv auf: In farbiger Aufglasurmalerei ist eine Szene nach Ovids Metamorphosen dargestellt: Merkur macht Halt in der Stadt Athenas und verliebt sich in die schöne Herse. Die grafische Vorlage bildete ein Kupferstich von Le Veau nach Ch. Eisen zu Ovids Metamorphosen in einer Ausgabe, die in Paris 1767/71 erschienen ist. Der Kupferstich ist untertitelt mit: "Mercure arretté sur la Ville d'Athènes devient amoureux d'Hersé". Umrahmt wird das runde Bildfeld von einem Goldrand, der von einer Lorbeergirlande, Blumen und blassgrün gestreiften Bändern umwunden ist. Marke: Auf der Unterseite in Unterglasurblau die Zeptermarke Lit.: Georg Lenz: Berliner Porzellan. Die Manufaktur Friedrichs des Großen 1763-1786, Berlin 1913, Bd. II, Taf. 153, Abb. 724; Erich Köllmann / Margarete Jarchow: Berliner Porzellan, München 1987, S. 155, Abb. Nr. 298 ClKa
Dessertteller mit dem Tod der Niobiden durch Apoll und Diana (nach einem Stich von J.B. Simonet/Ch. Monnet zu Ovids Metamorphosen), Modell „Englischglatt“
Kunstgewerbemuseum
Das Dessertteller-Modell "Englischglatt" (Modellnummer 631) weist einen durchbrochenen Rand aus gotisierenden Spitzbögen mit Goldstaffierung auf. Das Servicemodell wurde zwischen 1776 und 1781 entwickelt. Wie die Modellbezeichnung nahelegt, folgte die Königliche Porzellanmanufaktur Berlin hierin den damals modernen, von England ausgehenden Stiltendenzen. So war in der Keramik die sog. Queensware (Steingut) von Josiah Wedgwood impuslgebend. In der Servicegestaltung der Berliner Manufaktur hatte noch lange der französisch geprägte Rokokostil vorgeherrscht, da der preußische König, Friedrich II. (reg. 1740-1786), diese Stilrichtung zeitlebens favorisierte. Der Dessertteller ist in der Mischung aus Antikenkult und Neogotik ein Beispiel für einen Geschmackswandel, der sich erst gegen Ende der Regierungszeit Friedrichs II. auch bei den Tafelservicen der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin durchzusetzen begann. Der Spiegel weist ein rundes Medaillon mit dem Hauptmotiv auf: In Grisaillemalerei ist eine Szene nach Ovids Metamorphosen dargestellt: Niobe mit ihren Kindern, die von den Pfeilen Apolls und Dianas tödlich getroffen werden. Niobe bittet vergeblens darum, ihre jüngste Tochter zu verschonen, während ihr Mann und Vater der Kinder, König Amphion, vom eigenen Schwert durchbohrt, zusammenbricht. Die grafische Vorlage bildete ein Kupferstich von J.B. Simonet nach Ch. Monnet zu Ovids Metamorphosen in einer Ausgabe, die in Paris 1767/71 erschienen ist. Der Kupferstich ist untertitelt mit: "à la prière de Latone, Apollon et Diane font mourir les enfants de Niobe". Umrahmt wird das runde Bildfeld von einem Goldrand, der von polychrom gemalten Blumen, Lorbeerlaub und einem Purpurband umwunden ist. Marke: Auf der Unterseite in Unterglasurblau die Zeptermarke sowie Trockenstempel: 13, eingeritzt: 40, grau aufgemalt: 41. Lit.: Georg Lenz: Berliner Porzellan. Die Manufaktur Friedrichs des Großen 1763-1786, Berlin 1913, Bd. II, Taf. 153, Abb. 722-724 (Vgl.); Erich Köllmann / Margarete Jarchow: Berliner Porzellan, München 1987, S. 155, Abb. Nr. 298 (Vgl.) ClKa