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Objekttyp: Einlage
Unfertige Einlage in Form eines Gesichts im Profil
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Einlagen aus unterschiedlichen Gesteinsarten wurden in Reliefs eingefügt, um ihnen mehr Plastizität und Farbigkeit zu verleihen. Der menschliche Körper und die Stoffe der Bekleidung wurden daher oft aus verschiedenfarbigen Elementen zusammengesetzt. Dazu wurden Steine wie beispielsweise rötlicher Quarzit, schwarzer oder roter Granit und heller Calcit verwendet. Das menschliche Profil stammt aus der Bildhauerwerkstatt P 49.6, in der auch viele Werkzeuge und Werkstücke gefunden wurden. Das bereits vorderseitig und an den Außenlinien geglättete Gesicht ist aufgrund der intentionellen Ritzung an der Stirn, die den Ansatz eines Kopftuches bilden könnte, einer königlichen Person zuzuschreiben. Aufgrund des ausladenden Kinns, der langen Nase und des Schwanenhalses ist das Bildnis eindeutig der Amarnazeit zuzuordnen. Steineinlagen wie dieses fanden häufig in Tempelverkleidungen und -säulen Verwendung, um einen farbigen Kontrast zum hellen Untergrund zu schaffen. Im Großen Aton-Tempel in Achet-Aton gab es vermutlich auch Reliefdarstellungen mit Verzierungen und Einlagen dieser Art. Nach: Tauschner, L., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 260 (Kat.-Nr. 40).
Einlage in Gestalt einer Perücke
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Einlagen aus unterschiedlichen Gesteinsarten wurden in Reliefs eingefügt, um ihnen mehr Plastizität und Farbigkeit zu verleihen. Der menschliche Körper und die Stoffe der Bekleidung wurden daher oft aus verschiedenfarbigen Elementen zusammengesetzt. Dazu wurden Steine wie beispielsweise rötlicher Quarzit, schwarzer oder roter Granit und heller Calcit verwendet. Die Perücke stammt aus der Bildhauerwerkstatt P 49.6, in der auch viele Werkzeuge und Werkstücke gefunden wurden. Das Stück schwarzen Granits erkannte Ludwig Borchardt noch nicht als Perücke, sondern vermutete eine Verwendung als „Feder von einem großen Kopfschmuck“. Steineinlagen wie dieses fanden häufig in Tempelverkleidungen und -säulen Verwendung, um einen farbigen Kontrast zum hellen Untergrund zu schaffen. Im Großen Aton-Tempel in Achet-Aton gab es vermutlich auch Reliefdarstellungen mit Verzierungen und Einlagen dieser Art. Nach: Tauschner, L., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 260 (Kat.-Nr. 40).
Einlagefragment in Gestalt eines Fischkopfes
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Fliesenfragmente mit Darstellungen von Wasserlandschaften waren unter den Funden Achet-Atons zahlreich vertreten. Dabei handelt es sich größtenteils um Kompositfliesen, die mit verschiedenfarbigen Fayencepasten oder separat gefertigten Blüten, Wasservögeln und Fischen eingelegt waren. Halbplastisch gearbeitete Pflanzen- oder Tierdarstellungen waren hingegen als Intarsien auf Mobiliar und Statuen angebracht. Die naturalistische Kolorierung wurde durch diverse Metalloxide erzielt, von denen einige erst mit Beginn der Glasherstellung im frühen Neuen Reich Einzug in die Farbpalette der Fayence hielten. Derartige Motive sind auch von den Freskomalereien aus den Palastanlagen bekannt. Diese belebten Szenerien fruchtbarer Vegetation bildeten eine farbenreiche Illusion in der sonst kargen Landschaft Achet-Atons. Aus: Wegner, E., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 252 (Kat.-Nr. 34).
Linke Hälfte einer blonden weiblichen Maske mit Melonenfrisur und Strahlenkranz (Mosaikglas)
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Das gut erhaltene Mosaikglasplättchen aus Ägypten stellt die linke Hälfte einer weiblichen Maske mit Melonenfrisur und Strahlenkranz in Frontalansicht dar. Auf rotem Hintergrund erkennt man das weiße Gesicht einer blonden Frau mit sorgfältig ausgearbeiteter Melonenfrisur, die von einem Band durchflochten und von einem Strahlenkranz überkrönt ist. Drei seitliche Korkenzieherlocken hängen herab. Für die Umrisslinie des Gesichts wurde ein violetter Farbton verwendet, mit dem auch die Mundöffnung und die Pupille ausgestattet sind. Die Konturen von Nase, Braue, Auge und Kinn sind in hellblauen Linien gezeichnet. Die Vorderseite des Glasplättchens ist glatt und glänzend geschliffen. In der Regel wurden derartige Mosaikglasplättchen mit Darstellungen von menschlichen Gesichtern bei ihren Herstellungsprozessen jeweils nur eine Gesichtshälfte als Motiv gesetzt. Erst durch mittiges Aneinanderfügen an der vertikalen Achse eines zweiten spiegelverkehrten Plättchens desselben Mosaikglasstabs konnte ein vollständiges Bild entstehen. Vermutlich dienten sie als Einlagen für Kleinmöbel, die in einer Rahmung eingefasst, mit einer Glasplatte hinterfasst und anschließend in die Möbelstücke eingesetzt wurden. Die auf den Mosaikglasplättchen frontal dargestellten, menschlichen Gesichter sind wahrscheinlich Repräsentationen von hellenistischen Theatermasken. Bei ÄM 32261 handelt es sich möglicherweise um eine Darstellung der Maske 40 im Onomastikon des Pollux (2. Jh. n. Chr.), der „Goldenen Hetäre“. Wenn man das gesamte Motivspektrum der Mosaikglaseinlagen betrachtet, fällt auf, dass die meisten Themen – überwiegend hellenistische Theatermasken neben den ägyptischen Hathor- und Bes-Darstellungen – in enger Verbindung mit Dionysos und/oder Hathor bzw. in einem ekstatischen Festkontext standen. Die Masken der Hetären sind auch dem Festcharakter im dionysischen oder hathor’schen Umfeld zuzuordnen. Es könnte sein, dass die ehemals damit verzierten Gegenstände ebenfalls in diesem Zusammenhang der Festlichkeiten gesehen werden müssen. Die Bevorzugung der profanen Themen für die ägyptischen Mosaikglaseinlagen spiegelt nicht nur den vorherrschenden luxuriösen Geschmack einer damaligen privaten Schicht wider, sondern auch das politisch-ideologische Programm der Zeit. (I. Liao nach: Mahnke, C., Alexandrinische Mosaikglaseinlagen. Die Typologie, Systematik und Herstellung von Gesichterdarstellungen in der ptolemäischen Glaskunst, PHILIPPIKA. Marburger altertumskundliche Abhandlungen 22, Wiesbaden 2008, S. 59f., 147f.)
Einlagefragment mit Darstellung eines auffliegenden Vogels, nur Rumpf und Flüge erhalten
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Fliesenfragmente mit Darstellungen von Wasserlandschaften waren unter den Funden Achet-Atons zahlreich vertreten. Dabei handelt es sich größtenteils um Kompositfliesen, die mit verschiedenfarbigen Fayencepasten oder separat gefertigten Blüten, Wasservögeln und Fischen eingelegt waren. Halbplastisch gearbeitete Pflanzen- oder Tierdarstellungen waren hingegen als Intarsien auf Mobiliar und Statuen angebracht. Die naturalistische Kolorierung wurde durch diverse Metalloxide erzielt, von denen einige erst mit Beginn der Glasherstellung im frühen Neuen Reich Einzug in die Farbpalette der Fayence hielten. Derartige Motive sind auch von den Freskomalereien aus den Palastanlagen bekannt. Diese belebten Szenerien fruchtbarer Vegetation bildeten eine farbenreiche Illusion in der sonst kargen Landschaft Achet-Atons. Aus: Wegner, E., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 252 (Kat.-Nr. 34).
Fragment einer Wandeinlage mit dem hinterem Teil und Beinen eines Vogelkörpers
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dieses Fragment einer Wandeinlage wurde in Amarna bei der Grabung der deutschen Orientgesellschaft unter Leitung von Ludwig Borchardt gefunden. Das aus weißer Fayence bestehende mit einem Vogelkörper bemalte Objekt kam 1920 als Schenkung von James Simon in das ägyptische Museum. H.Heinemann
Einlage in Gestalt eines Kopfes eines Fisches
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Fliesenfragmente mit Darstellungen von Wasserlandschaften waren unter den Funden Achet-Atons zahlreich vertreten. Dabei handelt es sich größtenteils um Kompositfliesen, die mit verschiedenfarbigen Fayencepasten oder separat gefertigten Blüten, Wasservögeln und Fischen eingelegt waren. Halbplastisch gearbeitete Pflanzen- oder Tierdarstellungen waren hingegen als Intarsien auf Mobiliar und Statuen angebracht. Die naturalistische Kolorierung wurde durch diverse Metalloxide erzielt, von denen einige erst mit Beginn der Glasherstellung im frühen Neuen Reich Einzug in die Farbpalette der Fayence hielten. Derartige Motive sind auch von den Freskomalereien aus den Palastanlagen bekannt. Diese belebten Szenerien fruchtbarer Vegetation bildeten eine farbenreiche Illusion in der sonst kargen Landschaft Achet-Atons. Aus: Wegner, E., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 252 (Kat.-Nr. 34).
Fragment einer Einlage in Gestalt eines weiblichen Torsos
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Einlagen aus unterschiedlichen Gesteinsarten wurden in Reliefs eingefügt, um ihnen mehr Plastizität und Farbigkeit zu verleihen. Der menschliche Körper und die Stoffe der Bekleidung wurden daher oft aus verschiedenfarbigen Elementen zusammengesetzt. Dazu wurden Steine wie beispielsweise rötlicher Quarzit, schwarzer oder roter Granit und heller Calcit verwendet. Der weibliche Torso ÄM 24991 legt wegen seines Materials und der exakten Ausführung des faltenreichen Gewandes eine Identifizierung mit einer weiblichen königlichen Persönlichkeit nahe. Steineinlagen wie dieses fanden häufig in Tempelverkleidungen und -säulen Verwendung, um einen farbigen Kontrast zum hellen Untergrund zu schaffen. Im Großen Aton-Tempel in Achet-Aton gab es vermutlich auch Reliefdarstellungen mit Verzierungen und Einlagen dieser Art. Nach: Tauschner, L., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 260 (Kat.-Nr. 40).
Einlage in Gestalt eines weiblichen Torsos
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Einlagen aus unterschiedlichen Gesteinsarten wurden in Reliefs eingefügt, um ihnen mehr Plastizität und Farbigkeit zu verleihen. Der menschliche Körper und die Stoffe der Bekleidung wurden daher oft aus verschiedenfarbigen Elementen zusammengesetzt. Dazu wurden Steine wie beispielsweise rötlicher Quarzit, schwarzer oder roter Granit und heller Calcit verwendet. Steineinlagen wie diese in Gestalt eines weiblichen Torsos ÄM 22204 fanden häufig in Tempelverkleidungen und -säulen Verwendung, um einen farbigen Kontrast zum hellen Untergrund zu schaffen. Im Großen Aton-Tempel in Achet-Aton gab es vermutlich auch Reliefdarstellungen mit Verzierungen und Einlagen dieser Art. Nach: Tauschner, L., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 260 (Kat.-Nr. 40).