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Objekttyp: Ensemble
Jackenkleid mit Blumentopfmotiven
Kunstgewerbemuseum
Elsa Schiaparelli hat ihre Londoner Niederlassung 1939 geschlossen. Das knieumspielende Jackenkleid dürfte daher kurz zuvor, 1938/39 entstanden sein. Es hat einen kurzen V-Ausschnitt und halblange Ärmel mit betonter Schulterpartie. Sein Oberteil ist in der Taille in kleine Falten gelegt. Der ausgestellte Rock setzt in der Taille glatt an und hat in der vorderen Mitte eine eingearbeitete Quetschfalte, die in Kniehöhe aufspringt. Im Rücken fällt der Rock glockig. Das Kleid ist ungefüttert. Die ebenfalls ungefütterte Jacke ist locker gearbeitet. Sie hat einen sehr kurzen Schoß und einen eckigen Umlegekragen. Kleid und Jacke sind mit einem Streumuster aus kleinen weißen Sträußen in Blumentöpfen bedruckt. Einige Motive sind farbig hervorgehoben und auf dem Jäckchen zusätzlich ausgestickt. ChrW
Sommerliches Trägerkleid "Dolly Bird"
Kunstgewerbemuseum
Das sommerliche Trägerkleid besteht aus einem kniekurzen ausgestellten Rock mit einem breiten Latzoberteil und schmalen, im Rücken überkreuzten Trägern. Rocksaum, Latzkanten und Träger werden von einer weißen Baumwollkordel betont. Auf dem Rock sitzen vorn vier und hinten zwei weiße Glasknöpfe. Das Kleid wird hier mit einem ursprünglich nicht zugehörigen weißen Rippenpulli, ebenfalls von Courrèges gezeigt, wohingegen die zugehörigen Spangenschuhe mit flachem Absatz aus orangefarbenem Leder, die kurzen Söckchen und die Handschuhe nicht abgebildet sind. ChrW
Großes Abendensemble, Kleid mit Mantel
Kunstgewerbemuseum
Klösterliche Strenge charakterisiert das große Abendensemble. Es kombiniert zu einem schulterfreien Kleid einen verschlusslosen Mantel. Das Kleid mit schmaler Taille und weitem Mehrbahnenrock ist durchgehend gearbeitet. Sein Korsagenoberteil ist mit einer Schleife besetzt. Der weite durchgehend geschnittene Mantel aus doppelt gelegtem Gewebe hat einen kurzen, halsfernen Stehkragen und schmale, dreiviertellange Raglanärmel. (CHWA)
Zweiteiliges Cocktailkleid "New York"
Kunstgewerbemuseum
„Saint Laurent rettet Frankreich“, riefen die Zeitungsverkäufer am 30. Januar 1958, nachdem der erst 21-jährige Modedesigner Yves Saint Laurent (1936–2008), bis dahin Assistent von Christian Dior (1905–1957), seine erste eigene Kollektion gezeigt hatte. Nach dem plötzlichen Tod des Grand Couturier im Herbst 1957 wurde Laurent die künstlerische Leitung des legendären Modehauses übertragen und er erzielte mit dieser ersten Kollektion, die er – der Tradition des Hauses folgend – nach ihrer Silhouette „Ligne Trapez“ nannte, einen durchschlagenden Erfolg. Das zweiteilige Cocktailkleid als „double trapez“ zeigt eine lose, die Taille negierende Linie und kombiniert ein schlichtes, kastiges Oberteil mit einem ausgestellten Rock. Das gerade fallende Oberteil hat einen flach-ovalen Ausschnitt und als einzige Zierde in Taillenhöhe eine schmale, applizierte Schleife. Darunter verläuft der Saum als gebogener Schlitz. Die dreiviertellangen Ärmel sind an der Schulter in Trapezlinie eingesetzt. Das Oberteil schließt im Rücken mit sieben Knöpfen. Der Rock ist nicht separat gearbeitet, sondern hat ein hemdartig geschnittenes Oberteil aus feinem Seidentaft. So ergibt sich die lose den Körper umspielende Form bei tadellosem Sitz. Die beidseitig im Rock eingesetzten, schräg gestellten Eingrifftaschen unterstreichen die Trapezform. Das Kleid wurde in der Kategorie „robes habillées“ gezeigt und vom Mannequin Nicole vorgeführt. Mit dieser Linie formulierte Laurent seine eigene Handschrift und distanzierte sich von der für das Haus Dior charakteristischen Betonung der Taille. Basierend auf dem großen Können der Dior-Ateliers gelang ihm die Umsetzung seiner Idee in allen Kategorien, vom Vormittagskleid aus festem Wollstoff bis zur großen Abendrobe aus über und über mit Strass besetztem Tüll. CW
Abendensemble mit bestickter Tunika
Kunstgewerbemuseum
Zu einem schlichten, bodenlangen Rock wird eine reich bestickte Tunika von nahezu psychedelischem Dekor getragen. Sie ist ärmellos, hat einen halsfernen Ausschnitt und ist im Rücken tief geschlitzt. Das Druckmuster des bereits prächtigen mehrschichtigen Gewebes mit reliefartigem Dekor in Gold und Silber wurde im Musterverlauf zusätzlich bestickt. ChrW
Sommerliches Jackenkleid "Escale"
Kunstgewerbemuseum
Das schlichte, knieumspielende Kleid besteht aus einem ärmellosen cremeweißen Oberteil mit einem breitem Ausschnitt. In der Taille ist der glatte Rock aus dunkelblauer Wolle angesetzt. Darüber wird ein weiteres, loses Oberteil aus doppelt gelegtem Glasbatist getragen, welches kurze Ärmel hat und im Rücken mit sechs Knöpfen geschlossen wird. Komplettiert wird das Ensemble von einer losen, taillenumspielenden Jacke, ebenfalls aus dunkelblauer Wolle mit überdimensionalem Schalkragen, der in ein Überschlagteil übergeht. Die Jacke hat einen zweireihigen Knopfverschluss und eine dekorative abnehmbare Kragenblende im Matrosenstil. ChrW
Perlbesticktes Rosenkleid mit Samtmantel
Kunstgewerbemuseum
Das figurbetonte Etuitkleid mit flachem, weiten Dekolleté ist ärmellos und vollständig mit Rocailleperlen bestickt. Vor weißem Fond stehen Rosenblüten und -knospen, abschattiert in drei Rosétönen und gerahmt von Blättern in zwei Smaragdtönen. Das Kleid ist vollständig gefüttert. Der dazu entworfene Mantel mit dreiviertellangen Ärmeln hat keinen Verschluss und fällt vorn wie hinten in weiten weichen Falten herab. Kragen und Ärmelmanschetten sind mit weißem Jasminnerz besetzt. Mit diesem Kleid erzielte Uli Richter 1957 den 1. Preis des Internationalen Cotton Festival (Primo Mondiale de Cotone) in Venedig. Uli Richter war 1957 noch Chefdesigner des Berliner Modehauses S & E Modelle. Nach diesem internationalen Erfolg wurde das Unternehmen umbenannt in Uli Richter/S & E Modelle. Getragen wurde das elegante Ensemble von Marietta Grillo aus der Industriellenfamilie Grillo in Duisburg. Marietta Grillo war eine wichtige Kundin Uli Richters in den 1950er- und 1960er Jahren. Sie besaß zahlreiche Modelle, von denen jedoch allein das Rosenkleid erhalten ist. CW
Schlangenlederjacke mit Tweedrock
Kunstgewerbemuseum
Jacke: Taillierte Jacke im Trenchcoatstil mit langen, eingesetzten Ärmeln; einreihig, zum Knöpfen (drei Knöpfe) großer Kragen und Revers mit abgerundeten Ecken. Auf der Hüfte schräg eingesetzte Taschen mit Patten; Gürtel mit runder, lederbezogener Schnalle; an den Ärmelbündchen aufgesetzte Riegel mit Knopf, wie beim Trenchcoat vorn und hinten lose, zusätzliche Schulterpatten. Rock: Ein gerade geschnittener Zweibahnenrock, eine breite Vorderbahn, eine schmalere hintere Bahn; der Verschluss ist asymmetrisch versetzt in die linke Rücknaht eingearbeitet. Reißverschluss 20 cm lang. Der schmale Bund schließt mit Haken und Öse. CW
Tweedrock mit Flanelloberteil
Kunstgewerbemuseum
Oberteil: Leicht tailliertes Oberteil mit Wiener Nähten und angeschnittenem Stehkragen. Die langen, halbweiten Ärmel enden in Bündchen, die mit plastischer Woll- und Perlstickerei verziert sind. Sie schließen mit einem besticktem Knopf. Im Rücken ein 55 cm langer Reißverschluss. In der Taille ein Bindegürtel aus dem Oberstoff. Rock: Der schmale Rock ist gerade geschnitten und in der Taille leicht eingeriehen. Ein 11 cm langer Reißverschluss ist in die linke Seitennaht eingelassen. CW
Mokkabraunes Mantelcomplet
Kunstgewerbemuseum
Das zweiteilige Complet aus mokkabraunem Loop-Tweed besteht aus einem Mantel in Prinzessform mit langer Knopfleiste über einem leicht ausgestellten, knielangen Rock. Das Ensemble wird hier mit einer reinseidenen Bluse (Inv. Nr.: 2005,UR 72 c) aus bedrucktem Seidentwill kombiniert. Sie ist ärmellos, hat einen Schalkragen und wird hinten geknöpft. Vorn hat sie ein kleines Schleifenband. CW
Grün-Pink-Weiß kariertes Mantelcomplet
Kunstgewerbemuseum
Das grün-pink-weiß karierte Mantelcomplet ist ein gutes Beispiel für Richters ungewöhnliche Farb-, Form- und Materialkombinationen. In der Saison 1973 hieß dies: "Pfefferminzrosa" und "frisches Grün" mit Weiß in ein stimmiges Sommerbild zu bringen. Der knielange Mantel in ausgestellter Linienführung ist hoch zu schließen. Er hat einen Umlegekragen und große, aufgesetzte Taschen mit spitz zulaufenden Taschenklappen. Hinten zeigt er ab Hüfthöhe eine interessante Falte mit verdeckter Knopfleiste. Für den ebenfalls leicht ausgestellten Rock wurde der Stoff schräg zugeschnitten, wodurch sich eine neue Musterung ergibt. CW
Beige-braunes Ensemble: Pepitajacke mit Bluse, Weste und Rock
Kunstgewerbemuseum
Kostüme gehörten zu den Favoriten von Uli Richter und waren wesentlicher Bestandteil jeder Kollektion. Ihr perfekter, sportlich-eleganter Schnitt, der dennoch stets feminin war, fand großen Beifall. In den 1970er Jahren war Uli Richter berühmt für seine karierten Kostüm. Das gezeigte Damenkostüm ist ein Paradebeispiel hierfür. Alle seine Teile sind farblich auf einander abgestimmt. Perfekt geschnitten und verarbeitet besteht es aus Jacke, Weste, Rock und Bluse mit Bindeschleife. Die kurze Jacke ist leicht tailliert und hat einen breiten Reverskragen. Alle ihre Kanten, die der Ärmel und der Taschenpatten sind mit einer 2 cm breiten schräg verarbeiteten Paspel aus dem Jackenstoff verziert. Der die Knie bedeckende, gerade fallende Rock ist ringsum in Falten gelegt, die kurz über dem Knie aufspringen. Die ärmellose Weste ist ebenfalls tailliert und schließt auf vier Knöpfe. Darunter wird eine cremefarbene Satinbluse getragen, deren Kragen und Ärmelkanten braun paspeliert sind. Ein braunes Satinband wird unter ihrem Kragen zu einer lockeren Schleife gebunden. CW
Capecomplet, Modell "Avocado-Grün"
Kunstgewerbemuseum
Das elegante Ensemble besteht aus einem außen avocadogrünen, innen grün-beige-weiß karierten Doublefacecape mit passendem Kostüm. Die Kostümjacke ist identisch gearbeitet wie das Cape, mit grüner Aussenseite und kariertem Inneren. Der Rock hingegen zeigt die karierte Seite nach außen. Die körpernah geschnittene Jacke hat auf der Hüfte aufgesetzte Taschen, einen einreihigen Knopfverschluss mit 5 Knöpfen und einen passend Ton in Ton eingefärbten Waschbärkragen, der über dem kragenlosen Cape getragen wird. Das Cape selbst ist schmal gearbeitet mit zwei Armöffnungen. Es vervollständigt das Kostüm zu einer perfekten Komposition im sportlich-eleganten Stil, typisch für die von Uli Richter entwickelte "Setidee". In der Kollektionsbeschreibung von 1974/75 heißt es entsprechend: "Die Setidee hält Uli Richter für eines der wichtigsten Merkmale einer wirklich gut angezogenen "young lady" - ein Ensemble aus Kostüm mit passendem Mantel oder ein Complet aus Kleid und passender Jacke sind Zeichen wahrer Eleganz - eins allein fühlt sich immer allein: erst im Zusammenklang des harmonisch aufeinander Abgestimmten zeigt sich, wer wirklich Geschmack hat. CW/GK
Schwarzes Cocktailensemble
Kunstgewerbemuseum
Elegantes schwarzes Complet aus schwerem Gabardine-de-Soie, bestehend aus einem Cocktailkleid mit Abendmantel. Die Formen von Kleid und Mantel kontrastieren sehr: Dem ärmellosen, wadenlangen Kleid mit asymmetrischer Drappierung im Vorderteil und nach unten in A-Linie auslaufendem Rock steht ein schlichter Mantel in Tonnenlinie mit kleinem, halsfernem Stehkragen zur Seite. Ein elegantes, an Modelle aus dem Haus Dior erinnerndes Ensemble, das durch seine exquisite Schnittführung besticht. CW
Dreiteiliges Abendensemble mit weißem Nerz
Kunstgewerbemuseum
Das elegante dreiteilige Ensemble besteht aus einer leicht taillierten, doppelreihig geknöpften Jacke mit stoffbezogenen Knöpfen. Die Ärmel sind angeschnitten, dies ergibt die für die Sommerkollektion 1963 typische weiche Schulterlinie. Sowohl der halsferne Stehkragen, als auch die dreiviertellangen Ärmel sind mit weißem Jasminnerz besetzt. Eine kleine Schleife ziert den Kragen. Darunter wird ein ebenfalls leicht tailliertes, ärmellloses Oberteil mit geradem Bateau-Ausschnitt und ein enger, gerader, das Knie bedeckender Rock getragen. Beide Teile sind, ebenso wie die Jacke, aus schwarzem Cloqué-Faconné gefertigt. Typisch für die Kreationen Uli Richters im Sommer 1963 war eine weiche Schulterlinie, halblange Ärmel, helle Nerzgarnituren und viele Cloquéstoffe, wie sie das abgebildete Kostüm idealtypisch darstellt. CW
Rosenholzfarbene Spitzentunika mit Hose
Kunstgewerbemuseum
Cocktailkleider und Ensembles aus Chantilly-Spitze waren eine Spezialität Uli Richters. Die Transparenz der Spitze verlieh den Modellen Tiefenwirkung und Eleganz. Hier hat Uli Richter zu einer wadenlangen Tunika eine lange, weite Hose kombiniert. Die Tunika ist hoch geschlossen und hat weite, dreiviertel lange Ärmel. Der Verlauf der Spitze gibt den gebogten Verlauf der Säume vor. An der Seite ist die Tunika, um Bewegungsfreiheit zu geben, bis zur Hüfte offen. Die Hose ist bodenlang und gerade geschnitten. Auch hier endet der Saum in einer Bogenlinie. Am Bund der Hose ist aus braunem Crêpe Chiffon jumpsuitartig ein Oberteil mit breiten Trägern und tiefem runden Ausschnitt angesetzt. Das ungewöhnliche Ensemble wurde von Richter für eine elegante Festlichkeit im privaten Bereich angefertigt. CW
Nougatfarbene Wolljacke mit dunkelbrauner Hose
Kunstgewerbemuseum
Jacke aus nougatfarbenem Wollvelours mit verdeckter Knopfleiste und hohem Umlegekragen zu einer neuartig nahtlos geschnittenen Hose in Rundverarbeitung aus maronfarbenem Feingabardine. Dazu ein großer Muff aus passend zum Ensemble getöntem Blaufuchs. Der Muff ist rückseitig mit Veloursleder und Reißverschluss gearbeitet (2005,UR 28) Der nougatfarbene Mohairpullover, (2005,UR 12), kann ebenfalls zum Ensemble kombiniert werden.
Braun-weißes Abendensemble Modell "Locarno"
Kunstgewerbemuseum
Uli Richter liebte die Kombination aus langem Rock und blusenartigem Oberteil. Das Modelle "Locarno", zu dem es eine Entwurfsskizze in der Kunstbibliothek gibt, besteht aus einem eng taillierten, gerade geschnittenen und nach unten leicht ausgestelltem Rock aus braun-weißem Jacquard-Façonné in grafischem Muster, welches durch die langen Rockbahnen besonders gut zur Geltung kommt. Dazu eine weißes Oberteil mit Rollkragen und langem Arm. Es wird hinten geschlossen. Ergänzt wird das Ensemble durch eine dreieckige Stola aus dem gleichen Material wie das Oberteil. Sie ist an den Schmalseiten dekorativ mit geknüpften Lacetbandfransen besetzt. CW
Schwarz-weißes Abendensemble mit großer Stola
Kunstgewerbemuseum
Dreiteiliges Abendensemble bestehend aus einem wadenlangen, bauschig geschnittenen Rock aus schwarzem Poult-de-Soie-Tupfenfaçonné mit einer großen Stola aus dem gleichen Material, besetzt mit schwarzen und weißen Volants, die, je nach dem wie sie drapiert werden, dem Modell ein völlig anderes Aussehen geben. Dazu eine Bluse aus schwerem weißer Crêpe-Satin. Publiziert in: Uli Richter eine Berliner Modegeschichte, Kat. Nr. 39, S. 184. CW
Après-Ski-Ensemble mit Pelzstola
Kunstgewerbemuseum
Olivgrau-cremeweiß-kariertes Après-Ski Modell bestehend aus einem langen Trägerkleid zu dem eine breite, mit weißrussischem Maihamster besetzte Stola kombiniert wird. Sie ist auf ihrer Rückseite mit dem Material des Kleides abgesetzt. Das Kleid schließt auf der linken Seite mittels acht dekorativer Metallschnallen. Im Vorderteil fällt es glatt, während der Rücken ringsum in Falten gelegt ist, die bis in Kniehöhe abgesteppt sind und unterhalb des Knies aufspringen. Das Ensemble wird hier mit einem cremeweißen Rollkragenkaschmirpullover von Max Mara getragen. (Inv. Nr. 2005,UR 16) Publiziert in Katalog: Uli Richter. Eine Berliner Modegeschichte, Kat. Nr. 30, S. 168, Berlin, 2007. CW/GK
Weinrotes Cape mit grauem Rock und Bluse
Kunstgewerbemuseum
Uli Richter und seine Kundinnen liebten elegante Capekombinationen sowohl für den Tag, als auch für abendliche Anlässe. Capes umschmeicheln den Körper und geben ihrer Trägerin die Möglichkeit geschickt den Blick auf das darunter befindliche Kleid freizugeben, wie dieses sportlich-elegante, lange Abendensemble bestehend aus vier Teilen: einem 7/8 langen weinroten Cape aus Kaschmir-Alpaka, einer gemusterten Bluse mit Schalteil aus reinseidenem Crêpe-de-Chine-façonné und einem langen Rock aus charcoalfarbenem Kaschmir-Flanell des Schweizer Herstellers "Agnona". Ein breiter, in Form geschnittener Schal aus dem Material des Capes komplettiert das Ensemble, der breite Nappaledergürtel mit großen Knöpfen betont die Taille (Inv. Nr. 2005,UR 35). Publiziert in Katalog: Uli Richter. Eine Berliner Modegeschichte, Kat. Nr. 31; S. 170, Berlin, 2007. CW/GK
Mokkabraunes Abendensemble, Kleid mit Mantel
Kunstgewerbemuseum
Langärmliges Abendkleid im Empirestil, Modell "Rom". Das Kleid aus Crêpe Georgette hat ein trapezförmiges Dekolleté, darunter eine aus Satinband gebundene, gleichfarbige Schleife. Die Ärmel sind eingesetzt und laufen zum Handgelenk hin schmal zusammen. Dort werden sie jeweils mit fünf kleinen, stoffbezogenen Knöpfen und Schlaufen geschlossen. Der Dreibahnenrock setzt an der erhöhten Taillennaht mit kleinen Fältchen an. Die Ansatznaht wird vom Schleifenband verdeckt. Im Gegensatz zum Kleid ist der dazugehörige schmale Mantel im sportlichen Hemdblusenstil geschnitten. Er wird hoch geknöpft und hat den zeittypischen, spitz zulaufenden Umlegekragen. Die geraden Vorder- und Rückbahnen des Mantels setzen leicht gekraust an der Schulterpasse an. Drei aufgesetzte Taschen komplettieren das Bild. Das Ensemble wurde 1972 für einen Staatsempfang im Pariser Elyséepalast gefertigt. Rut Brandt trug das Abendkleid auch im April 1972 anlässlich eines Empfangs der Deutschen Botschaft in London. Publiziert in Katalog: Uli Richter. Eine Berliner Modegeschichte, Kat. Nr. 52, S.218, Berlin, 2007. CW/GK
Modell "Sweetheart", Abendensemble, Mantel mit Rock
Kunstgewerbemuseum
Mokkafarbenes Abendensemble mit dem Namen "Sweetheart", bestehend aus einem Wickelrock mit großer umlaufender Volantkante. Dazu wird ein langer, offener Mantel mit Umlegekragen aus demselben Material getragen. Er kann am Kragen mit Haken und Öse fixiert werden. Im Original gehörte zu dem Ensemble eine im Rücken zu schließende hellgelbe Jumperbluse mit kleinem Stehkragen. Hier wurde das Ensemble mit der roséfarbenen Chiffonbluse komplettiert. Rut Brandt trug das originale Ensemble zu einem Abendempfang im "Hilton Hotel Teheran", gegeben vom iranischen Ministerpräsidenten Amir Abbas Hoveyda, anlässlich eines Staatsbesuchs im Iran im März 1972. Publiziert in Katalog: Uli Richter. Eine Berliner Modegeschichte, Kat. Nr. 51, S. 216, Berlin, 2007. CW/GK
Grünes Cocktailensemble, Kleid mit Mantel
Kunstgewerbemuseum
Elegantes Complet, Kleid mit Mantel, beide aus grün-goldenem Seidenbrokat. Der knielange Mantel in Prinzesslinie mit ausgestelltem Rock und dreiviertel langen eingesetzten Ärmeln schließt mit vier großen, mit Oberstoff bezogenen Knöpfen. Der Stehkragen ist mit Iltis besetzt. Darunter wird ein ärmelloses Kleid mit kleinem runden Halsausschnitt getragen. Es ist ebenfalls in Prinzesslinie gearbeitet und hat einen ausgestellten Rock. CW
Rosa-schwarzes Abendensemble
Kunstgewerbemuseum
Abendensemble in der interessanten Kombination von hautfarbenem, besticktem Oberteil und blickdichtem schwarzem Rock. Das taillenkurze Oberteil ist mit Blüten und kleinen Zweigen reich bestickt. Halsausschnitt, Ärmel und Taillenabschluss werden von einer dicht bestickten Bordüre betont. Acht Druckknöpfe schließen das Oberteil in der hinteren Mitte. Der lange Rock hat vorn und hinten je ein Schürzenteil, sein steifes Material, reinseidener Shantung-Gazar verleiht ihm dekoratives Volumen. An den schmalen Bund ist ein schmaler Gürtel angearbeitet, der vorn zu einer dekorativen Schleife gebunden wird. CW
Vierteiliges Abendensemble "Anna Karenina"
Kunstgewerbemuseum
Vierteiliges Abendensemble bestehend aus Jacke, Rock und zwei Blusen. Die taillenkurze Jacke ist hoch geschlossen und hat einen Stehkragen. Ihre langen geraden Ärmel sind eingesetzt. Der knöchellange Rock hat einen Taillenbund und ist ringsum in lose Falten gelegt. Das Ensemble kann wahlweise mit zwei Blusen kombiniert werden. Bluse 1 aus rostrotem schwerem Seidensatin wird im Rücken geschlossen und hat einen Umlegekragen sowie lange Ärmel, die in einem Bündchen enden. Bluse 2 ist hellorange, aus leichtem Kunstseidensatin. Auch sie schließt im Rücken und hat lange Ärmel mit einem Bündchen. Das Modell ist die Wiederholung eines sehr ähnlichen Ensembles, das UR bereits 1975 entworfen hatte. Damals war die Jacke mit Zobel besetzt. CW
Smaragdgrün-pinkfarbenes Abendensemble
Kunstgewerbemuseum
Auffälliges, zweiteiliges Abendensemble aus schwerem Gabardine-de-Soie, bestehend aus einer pinkfarbenen kurzen, leicht taillierten Jacke mit kleinem Stehkragen und langen, eingesetzten Ärmeln. Dazu ein smaragdgrüner langer Dreibahnenrock, der ringsum leicht angekraust ist. Dorothea Köhlich trug das Ensemble 1969 anlässlich der Feier zum 10-jährigen Firmenjubiläum. CW/GK
Puderrosa Abendensemble, Kleid mit Jacke
Kunstgewerbemuseum
Elegantes, puderrosa Abendensemble aus dem Besitz von Ebelin Bucerius. Es besteht aus einem ärmellosen, eng geschnittenen, langen Kleid mit Bateau-Ausschnitt und einer kurzen Jacke mit dreiviertellangen Ärmeln. Die Jacke ist, ebenso wie das Kleidoberteil und der Saum all-over bestickt mit Strass und Glasperlen. Kleid: langes ärmelloses Kleid mit rundem, halsfernem Ausschnitt. Aus fünf Teilen gefertigt, 3 vorn, 2 hinten. Abnäher in Brusthöhe, Hinten: Abnäher ab Taille nach oben. Der drei Bahnen Rock setzt bis auf die vordere Mitte leicht eingeriehen an der Taillennaht an. Oberhalb des Saumes eine 11 cm breite Stickereipasse wie auf Jacke und Oberteil. Sowohl der Rockoberstoff, als auch das Rockfutter sind zusätzlich mit feinem Organza abgefüttert. Das Kleid schließt hinten in der Mittelnaht mit einem 62 cm langen Reißverschluss und Haken und Öse am Halsausschnitt. Jacke: kurze, leicht taillierte Jacke mit angeschnittenen dreiviertellangen Ärmeln und angesetztem Bund. Unter den Ärmeln eingesetzte Keile. Unterhalb der Brust eine nach oben gebogene Naht. Darunter ist die Jacke aus 8 kleinen Teilstücken gefertigt. Jacke schließt verdeckt, Kante an Kante, mit drei Haken und Ösen. Klappkragen mit tief herunter gezogenen Revers. Die Jacke ist vollständig bestickt. In jedem rosé Oval des Stoffs eine kleine Stickerei. CW/GK Publiziert in: Uli Richter. Eine Berliner Modegeschichte, Kat. Nr. 48, S. 206
Zweiteiliges Abendensemble: schwarzer Capemantel mit weißer Bluse
Kunstgewerbemuseum
Der schwarze Capemantel ist hoch geschlossen und aus vier Stufenvolants zusammengesetzte, welche ihm die ausgestellte Weite geben. Er hat einen kleinen hochgestellten Kragen und schließt in der vorderen Mitte. Die Ärmel, weit und gerade. Dazu eine hochgeschlossene reinseidene Bluse. Es kann dazu der lange Abendrock C51 aus der Couture Kollektion 1989 kombiniert werden.