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Objekttyp: Fenster (Architekturelement)
Museum für Islamische Kunst
Weitestgehend vollständige, beidseitig mit Rosettenmotiven dekorierte Stuckscheibe (restauriert). Die Rosetten bilden sechs Palmetten um eine runde, durch eine Leiste abgesetzte Öffnung. Zwischen ihnen sind am Rand herzförmige Motive eingebracht. Den Rand fasst ein umlaufender Astragalstab. Zur Herstellung der mitunter aus mehreren Segmenten erstellten Scheiben wurden offenbar vorgefertigte Formstücke wiederholt in einen Sandgrund gedrückt und zum Ornament arrangiert. Die entstandene Matrize konnte quasi als Guss in verlorener Form mit einem Kalk-Sand-Mörtel ausgegossen werden. Die mit Mörtel zusammengefügten, auf Sicht von beiden Seiten ausgelegten Scheiben saßen wohl in zinnenartigen Maueraussparungen einer Mauer vor dem Südbau im Palastbezirk Ktesiphons. Mit ihrer Größe repräsentativ auf Fernwirkung abzielend, dekorierten sie einen Portalbereich. Parallelfunde stammen zudem von einem Haus im islamischen Stadtgebiet al-Maʿarid östlich des Palasts.
Museum für Islamische Kunst
Weitestgehend vollständig aus Fragmenten zusammengesetztes, mit Palmetten dekoriertes durchbrochenes Rundfenster aus teils modelgeformten, teils handmodellierten Stuck. Zwischen einem äußeren Ring aus einer von breiten Leisten eingefassten Perlreihe und einem inneren um eine Kreisöffnung sitzen acht durch doppelte Bogenranken miteinander verbundene, radial angeordnete siebenlappige Palmettenblätter. Das nur mit einer Ansichtsseite ausgeführte Rundfenster stammt aus einem Haus im Stadtgebiet al-Maʿarid östlich des Palast. Parallelfunde mit teilweise ornamentierten Vorder- und Rückseiten stammen vom Taq Surbair aus dem Palastbezirk Ktesiphons (Quadranten h und i 14). Hier war zu beobachten, dass die mit Mörtel zusammengefügten Scheiben zwischen zinnenartigen Ziegelpfeilern in einer den sogenannten Südbau der 2. Bauphase umgebenden Balustrade saßen. An den Schmalseiten hafteten bei der Auffindung Reste einer weißen Kalkschlemme und von Mörtel.