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Objekttyp: Fingerring (Kleinkunst / Schmuck / Armschmuck)
Ringfragment mit Doppelkartusche
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die Ringe im Alten Ägypten können ihrer Funktion nach in zwei Kategorien eingeteilt werden: die als reines Schmuckelement dienenden Fingerringe sowie die Siegelringe, die auch um den Hals getragen wurden und meist aus weniger fragilen Materialien wie Stein oder Metall hergestellt waren. Der aus grauem Siltstein gefertigte Ring ÄM 30971 wird aufgrund der tief eingeritzten Hieroglyphen mit Sicherheit als Siegel fungiert haben. Bei ÄM 30971 ist der Rest einer Doppelkartusche vorhanden, bei der auffällt, dass die Hieroglyphen in der oberen Kartusche horizontal, in der unteren vertikal angeordnet sind. Ein Name lässt sich nicht identifizieren, da nur das anch- und nb-Zeichen erkennbar sind. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 296 (Kat.-Nr. 79).
Ring
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
In Achet-Aton wurden außerordentlich viele Ringe aus Fayence aufgefunden, deren Produktion durch zwei große Manufakturen nahe der Palastanlagen und der Tempel gewährleistet wurde, wobei eine härtere Fayence-Art Verwendung fand. Der vorliegende einfache Ring aus blauer Fayence wurde zusammen mit vielen anderen Ringen im Anwesen P 47.1 der Bildhauerwerkstatt entdeckt. Die vielen Tonmodel, die in demselben Haus auftauchten, lassen vermuten, dass in dieser Werkstatt Fayence-Rohlinge gefertigt wurden. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 296 (Kat.-Nr. 79).
Ringfragment mit Resten des Namens Amenophis' IV./Echnaton
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Auf der fragmentarischen Ringplatte aus Fayence sind noch die Reste des Namens Amenophis' IV./Echnaton zu erkennen. In Achet-Aton wurden außerordentlich viele Ringe aus Fayence aufgefunden, deren Produktion durch zwei große Manufakturen nahe der Palastanlagen und der Tempel gewährleistet wurde, wobei eine härtere Fayence-Art Verwendung fand. Ringplatte und Reif wurden dabei separat modelliert und anschließend durch einen Schlicker, der vor dem Brennvorgang aufgetragen wurde, miteinander verbunden. Der vorliegende Ring wurde neben vielen anderen Ringen im Anwesen P 47.1 der Bildhauerwerkstatt entdeckt. Die vielen Tonmodel, die in demselben Haus auftauchten, lassen vermuten, dass in dieser Werkstatt Fayence-Rohlinge gefertigt wurden. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 296 (Kat.-Nr. 79).
Fragment einer Ringplatte mit Darstellung einer Gazelle
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Der Gazelle als Verkörperung der Göttin Anukis, die auf der Ringpaltte dargestellt ist, wurde schützende sowie regenerative Kräfte zugeschrieben. In Achet-Aton wurden außerordentlich viele Ringe aus Fayence aufgefunden, deren Produktion durch zwei große Manufakturen nahe der Palastanlagen und der Tempel gewährleistet wurde, wobei eine härtere Fayence-Art Verwendung fand. Ringplatte und Reif wurden dabei separat modelliert und anschließend durch einen Schlicker, der vor dem Brennvorgang aufgetragen wurde, miteinander verbunden. Der vorliegende Ring wurde zusammen mit vielen anderen Ringen im Anwesen P 47.1 der Bildhauerwerkstatt entdeckt. Die vielen Tonmodel, die in demselben Haus auftauchten, lassen vermuten, dass in dieser Werkstatt Fayence-Rohlinge gefertigt wurden. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 296 (Kat.-Nr. 79).
Fragment einer Ringplatte mit Resten des Thronnamens Amenophis' III.
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Auf der Ringplatte aus Fayence sind noch Reste des Thronnamens von Amenophis III. zu finden. In Achet-Aton wurden außerordentlich viele Ringe aus Fayence aufgefunden, deren Produktion durch zwei große Manufakturen nahe der Palastanlagen und der Tempel gewährleistet wurde, wobei eine härtere Fayence-Art Verwendung fand. Ringplatte und Reif wurden dabei separat modelliert und anschließend durch einen Schlicker, der vor dem Brennvorgang aufgetragen wurde, miteinander verbunden. Der vorliegende Ring wurde neben vielen anderen Ringen im Anwesen P 47.1 der Bildhauerwerkstatt entdeckt. Die vielen Tonmodel, die in demselben Haus auftauchten, lassen vermuten, dass in dieser Werkstatt Fayence-Rohlinge gefertigt wurden. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 296 (Kat.-Nr. 79).
Ringfragment mit floralem Dekor, Lotusblüte zwischen Lotusblättern
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Eine Lotosblüte zwischen zwei Knospen ziert die Ringplatte, die aus violetter Fayence gefertigt ist. Im Alten Ägypten stand der Lotos symbolisch für den Zyklus der Natur; solche Motive verliehen den Ringen daher einen magischen Charakter. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 296 (Kat.-Nr. 79).
Fragment einer Ringplatte mit dem Thronnamen des Pharaos Tutanchamun
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Aus dem Anwesen P 47.03 stammt das Fragment einer zerbrochenen Ringplatte (ÄM 34701) mit dem Thronnamen des Pharaos Tutanchamun (Neb-Cheperu-Re = „Der Herr der Erscheinungen ist Re“). Der in Amarna geborene Thronfolger, eventuell ein Sohn Echnatons, gab kurz nach seinem Regierungsantritt die Stadt Achet-Aton auf und siedelte nach Memphis um. Nach: Rattmann, A., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 402 (Kat.-Nr. 190).
Fragment einer Ringpaltte mit hieroglyphischer Inschrift
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die Platte des Fayenceringes könnte eventuell eine verspielte Schreibung der Stadt Achet-Aton enthalten, wobei der Name des Gottes gegen eines seiner Epitheta („Herrn der Ewigkeit“) ausgetauscht wurde. In Achet-Aton wurden außerordentlich viele Ringe aus Fayence aufgefunden, deren Produktion durch zwei große Manufakturen nahe der Palastanlagen und der Tempel gewährleistet wurde, wobei eine härtere Fayence-Art Verwendung fand. Ringplatte und Reif wurden dabei separat modelliert und anschließend durch einen Schlicker, der vor dem Brennvorgang aufgetragen wurde, miteinander verbunden. Der vorliegende Ring wurde im Anwesen P 47.1 der Bildhauerwerkstatt entdeckt. Die vielen Tonmodel, die in demselben Haus auftauchten, lassen vermuten, dass in dieser Werkstatt Fayence-Rohlinge gefertigt wurden. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 296 (Kat.-Nr. 79).
Ringfragment
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die noch erkennbare Inschrift aus Feder und zwei Sonnenscheiben auf der Ringplatte ÄM 34679 kann bisher keinem Mitglied der Königsfamilie zugeordnet werden. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 296 (Kat.-Nr. 79).
Ring mit Udjatauge
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Dem Udjat-Auge, das den Ring aus hellbaluer Fayence verziert, wurde schützende sowie regenerative Kräfte zugeschrieben. In Achet-Aton wurden außerordentlich viele Ringe aus Fayence aufgefunden, deren Produktion durch zwei große Manufakturen nahe der Palastanlagen und der Tempel gewährleistet wurde, wobei eine härtere Fayence-Art Verwendung fand. Ringplatte und Reif wurden dabei separat modelliert und anschließend durch einen Schlicker, der vor dem Brennvorgang aufgetragen wurde, miteinander verbunden. Der vorliegende Ring wurde zusammen mit vielen anderen Ringen im Anwesen P 47.1 der Bildhauerwerkstatt entdeckt. Die vielen Tonmodel, die in demselben Haus auftauchten, lassen vermuten, dass in dieser Werkstatt Fayence-Rohlinge gefertigt wurden. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 296 (Kat.-Nr. 79).
Ring mit der Kartusche des Königs Echnaton
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die beiden Ringe tragen die Namen des Königspaares Echnaton und Nofretete und wurden vermutlich in der Residenzstadt Achet-Aton, dem heutigen Tell el-Amarna, angefertigt. Diese Stadt war für Echnaton, den Sohn Amenophis’ III., das Kultzentrum seiner neuen Theologie, in der der Gott Aton, dargestellt durch eine Sonnenscheibe, über allen anderen Göttern des Alten Ägypten stand und verehrt wurde. (M. Jung)
Fragment einer Ringplatte mit dem Eigennamen Echnatons
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Während in P 47.2 eine vergleichsweise große Anzahl an herausragenden Objekten geborgen werden konnte, fanden sich nur relativ wenige Ringe oder kleinere Objekte, wie es z.B. typisch für die Befundlage in P 47.1 war. Diese Ringplatte ist mit dem Eigennamen Echnatons verziert. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 376 (Kat.-Nr. 160).
Ringplatte mit floralem Dekor
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Eine Palmette ziert die Ringplatte aus grüner Fayence. Im Alten Ägypten verlieht das Motiv den Ringen einen magischen Charakter. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 296 (Kat.-Nr. 79).
Ring mit floralem Dekor, Lotusblüte zwischen Lotusblättern
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Eine Lotosblüte zwischen zwei Knospen ziert die Ringplatte, die aus grüner Fayence gefertigt ist. Im Alten Ägypten stand der Lotos symbolisch für den Zyklus der Natur; solche Motive verliehen den Ringen daher einen magischen Charakter. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 296 (Kat.-Nr. 79).
Fingerring der Tadja mit Hathorkopf, Papyrusdolde und Lotosblüte
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Der Ring stellt einen von insgesamt sechs aus blau glasierter Fayence gefertigten Hülsenringen (ÄM 16956–ÄM 16961) dar. Sie wurden in à-jour-Technik, d.h. in durchbrochener Arbeit, gefertigt. Die Ringe sind unterschiedlich groß, tragen jedoch alle ähnliche Motive. Das Zentrum der breiten Ringschiene bildet das Gesicht der Hathor mit Kuhohren und Perücke über einem Zeichen, das eine Neb-Hieroglyphe darstellt. Bekrönt ist das Haupt von einem durchbrochen gearbeiteten Kopfputz. Den Rest der Ringfläche nehmen links eine Lotusblüte und rechts eine lilienartige Blüte ein, die zu 90 Grad in Bezug zum Hathorkopf gedreht sind, und durch Wellenlinien voneinander getrennt werden. Die Innenseite des Rings ist glasiert. Solche Hülsenringe trug man vermutlich weniger im Alltag, da sie zu fragil und z.T. zu lang sind, um sie bequem auf einem Fingerglied zu tragen. Die Symbolik der Ringe spricht eher für einen jenseitigen Nutzen. Die Pflanzenmotive, die Kombination von Wasser (Ursprung des Lebens, Lebensraum) in Verbindung mit Hathor (Himmel) macht die Ringe aus dem Grab der Tadja zu einem Abbild des Kosmos. Die Beigabe von solchen Ringen versinnbildlicht den Wunsch der Verstorbenen als Teil des kosmischen Lebenszyklus, in ein jenseitiges Leben wiedergeboren zu werden. Die Ringe stammen aus dem Grab eines Mädchens Tadja in der Nekropole von Abusir el-Meleq. Ihre Bestattung war ein herausragendes Beispiel eines vollständigen Grabinventars. Die Grabbeigaben werden alle im Ägyptischen Museum in Berlin verwahrt (ÄM 16956–ÄM 17015). I. Regulski
Fingerring der Tadja mit Hathorkopf, Papyrusdolde und Lotosblüte
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Der Ring stellt einen von insgesamt sechs aus blau glasierter Fayence gefertigten Hülsenringen (ÄM 16956–ÄM 16961) dar. Sie wurden in à-jour-Technik, d.h. in durchbrochener Arbeit, gefertigt. Die Ringe sind unterschiedlich groß, tragen jedoch alle ähnliche Motive. Das Zentrum der breiten Ringschiene bildet das Gesicht der Hathor mit Kuhohren und Perücke über einem Zeichen, das eine Neb-Hieroglyphe darstellt. Bekrönt ist das Haupt von einem durchbrochen gearbeiteten Kopfputz. Den Rest der Ringfläche nehmen links eine Lotusblüte und rechts eine lilienartige Blüte ein, die zu 90 Grad in Bezug zum Hathorkopf gedreht sind, und durch Wellenlinien voneinander getrennt werden. Die Innenseite des Rings ist glasiert. Solche Hülsenringe trug man vermutlich weniger im Alltag, da sie zu fragil und z.T. zu lang sind, um sie bequem auf einem Fingerglied zu tragen. Die Symbolik der Ringe spricht eher für einen jenseitigen Nutzen. Die Pflanzenmotive, die Kombination von Wasser (Ursprung des Lebens, Lebensraum) in Verbindung mit Hathor (Himmel) macht die Ringe aus dem Grab der Tadja zu einem Abbild des Kosmos. Die Beigabe von solchen Ringen versinnbildlicht den Wunsch der Verstorbenen als Teil des kosmischen Lebenszyklus, in ein jenseitiges Leben wiedergeboren zu werden. Die Ringe stammen aus dem Grab eines Mädchens Tadja in der Nekropole von Abusir el-Meleq. Ihre Bestattung war ein herausragendes Beispiel eines vollständigen Grabinventars. Die Grabbeigaben werden alle im Ägyptischen Museum in Berlin verwahrt (ÄM 16956–ÄM 17015). I. Regulski
Fingerring mit Udjat-Auge
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Ringe wurden als Belohnung vergeben, an Tempel gestiftet oder dem Verstorbenen mit ins Grab gegeben. Sie sind bereits seit der Frühzeit belegt und spätestens seit dem Mittleren Reich ein beliebtes Schmuckstück. Das Udjat-Auge bildete seit dem Neuen Reich ein viel verbreitetes Motiv zur Dekoration von Ringplatten. Ihm wurde eine schützende und regenerative Kraft zugeschrieben, so dass die, mit einem Udjat-Auge verzierten Ringe ihren Träger vor dem Bösen bewahren sollten. (J. Jancziak)
Ring mit Udjat-Auge
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Beim Udjatauge handelt es sich um die stilisierte Wiedergabe des menschlichen Auges, das zum einen mit dem Sonnengott Re in Verbindung steht, vor allem jedoch dem falkenköpfigen Himmelsgott Horus zugeordnet wird. Das rechte Horusauge symbolisiert die Sonne, das linke hingegen den Mond.
Ringfragment mit der Kartusche des Königs Echnaton
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Der Ring zeigt den Eigennamen des Königs Echnaton, gelesen Ach-en-Aton. Die genaue Übersetzung dieses Namens bleibt noch immer fraglich, könnte aber in etwa mit „Der dem Aton nützlich oder wohlgefällig ist“ wiedergegeben werden. Ringe dieser Art wurden in der Residenzstadt des Königs in großer Anzahl, aus Fayence oder Glas gefertigt, gefunden. Neben Königsnamen fanden sich als Verzierung auf den Ringplatten auch figürliche und florale Motive. (J. Jancziak)
Ringfragment mit dem Thronnamen Amenophis' IV./Echnaton
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Bei dem Ring handelt es sich um ein ganz besonderes Stück, da Karneol zu den bedeutendsten Halbedelsteinen zählte und aus Nubien importiert wurde. Die Ringplatte wird vom Thronnamen Echnatons geschmückt. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 296 (Kat.-Nr. 79).
Ringfragment mit Namen der Königin Nofretete
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die Platte dieses Ringes ist mit dem Namen Nofretetes verziert. Die ägyptischen Ringe können ihrer Funktion nach in zwei Kategorien eingeteilt werden: die als reines Schmuckelement dienenden Fingerringe sowie die Siegelringe, die auch um den Hals getragen wurden und meist aus weniger fragilen Materialien wie Stein oder Metall hergestellt waren. Der aus grauem Siltstein gefertigte Ring wird aufgrund der tief eingeritzten Hieroglyphen mit Sicherheit als Siegel fungiert haben. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 296 (Kat.-Nr. 79).
Ringfragment mit einer Kartusche der Königin Nofretete
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Die beiden Ringe tragen die Namen des Königspaares Echnaton und Nofretete und wurden vermutlich in der Residenzstadt Achet-Aton, dem heutigen Tell el-Amarna, angefertigt. Diese Stadt war für Echnaton, den Sohn Amenophis’ III., das Kultzentrum seiner neuen Theologie, in der der Gott Aton, dargestellt durch eine Sonnenscheibe, über allen anderen Göttern des Alten Ägypten stand und verehrt wurde. (M. Jung)
Ringfragment mit Udjat-Auge
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Während in P 47.2 eine vergleichsweise große Anzahl an herausragenden Objekten geborgen werden konnte, fanden sich nur relativ wenige Ringe oder kleinere Objekte, wie es z.B. typisch für die Befundlage in P 47.1 war. Der Karneolring ist mit einem Udjat-Auge dekoriert. Seine rote Farbe betonte zudem die Abwehr- und Schutzkraft dieses Motivs. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 376 (Kat.-Nr. 160).
Fingerring mit Udjat-Auge
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Beim Udjat-Auge handelt es sich um die stilisierte Wiedergabe eines menschlichen Auges, welches zum einen mit dem Sonnengott Re in Verbindung steht, vor allem jedoch dem falkenköpfigen Himmelsgott Horus zugeordnet wird. In einer mythischen Erzählung wird vom Kampf des Horus, Sohn des Gottes Osiris, gegen den Gott Seth, dem Bruder des Osiris berichtet. Horus will den Tod seines Vaters rächen. Im Kampf verletzt Seth das Auge des Horus, das jedoch vom Gott Thot wieder geheilt werden kann. Der Mythos berichtet auch davon, dass Horus mit dem gesundeten Auge seinen toten Vater wiedererweckt. Somit besitzt das Udjat-Auge magische Kräfte und sein Träger kann sich der schützenden und heilenden Wirkung sicher sein.
Ringplatte mit dem Namen der Teje
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Das hier präsentierte Objekt aus blauer Fayence entstammt einer Grundsteinbeigabe, auch Gründungsdepot genannt. Der genaue Fundort innerhalb des Anwesens ist von den Ausgräbern nicht notiert worden. Das Depot, soweit es vollständig bei den Grabungen 1912 freigelegt wurde, besteht aus den Miniaturausgaben eines Fisches und neun stilisierter Kornähren sowie sieben von ursprünglich ebenfalls neun Getreidekörner. Die beiden fehlenden Körner sind Kriegsverlust. Grundsteinbeigaben sind seit der frühdynastischen – womöglich auch schon seit der prädynastischen Zeit – bekannt und wurden durchgängig bis in die griechisch-römische Zeit angelegt. Auch in Mesopotamien wurden Gründungsbeigaben gefunden. In Ägypten waren sie aber nicht allein auf den göttlichen oder königlichen Bereich – wie in Tempeln oder Palastanlagen beschränkt –, sondern sie sind auch in Privatgräbern, Festungsanlagen, Stadtmauern sowie in Wohnhäusern nachweisbar. Grundsteinbeigaben wurden vor dem Baubeginn eines Gebäudes oder einer Grabanlage in das Fundament gelegt; sogar eine Deponierung im weiteren Umkreis des Gebäudes war möglich. Zu den Beigaben zählten häufig Votivtäfelchen, Gefäße aus Stein oder Ton, Werkzeuge, die beim Bau zum Einsatz kamen wie beispielsweise Hacken, Meißel, Mörser und Ziegelsteine, aber auch Nahrungsmittel und Mahlsteine für Getreide oder Weihrauch. Da nach Vorstellung der Alten Ägypter nur die Form die Funktion bestimmte, wurden diese Beigaben häufig als Modelle in Miniaturausführung angefertigt. Auch die Materialien spielten eine untergeordnete Rolle. Von einfachen Tonmodellen über Fayence bis zu kostbaren Beispielen reicht hier die Bandbreite. Die Modelle dienten als Votivgabe, die vor Baubeginn den Bauplatz symbolisch reinigen sollte. Diese Deponierung der Beigaben war beim Tempelbau mit einer Reihe von Gründungsritualen verbunden. Nicht selten geben die Gründungsdepots auch Hinweise auf die Funktion des Gebäudes. Möglicherweise handelt es sich bei dem Fundort im Anwesen des Bildhauers Thutmosis um einen Vorratsraum oder einen Speicher für Getreide. Nach: Schmidt, S., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 378 (Kat.-Nr. 164).
Ringplatte mit Pflanzenmotiv
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Während in P 47.2 eine vergleichsweise große Anzahl an herausragenden Objekten geborgen werden konnte, fanden sich nur relativ wenige Ringe oder kleinere Objekte, wie es z.B. typisch für die Befundlage in P 47.1 war. Die aus Fayence gefertigte Ringplatte ist floral gestaltet. Nach: Mettlen, J., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 376 (Kat.-Nr. 160).
Ringfragment mit der Kartusche des Königs Echnaton
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Es ist zu vermuten, dass dieser Ring in Amarna hergestellt wurde. Zum einen würden dies vergleichbare Funde von Fingerringen mit der Kartusche des Königs belegen und Bestätigung bekäme diese Annahme zusätzlich, weil in Amarna zwei größere Produktionsstätten für Fayence-Ringe bezeugt sind. Ringplatte und Reif wurden separat mit Modeln hergestellt und vor dem Brennen mit Hilfe von Schlicker miteinander verbunden. Besonders ovale Ringplatten, welche die Form der Königskartusche aufgreifen, erfreuten sich in der Amarnazeit großer Beliebtheit. (J. Jancziak)