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Objekttyp: Flachbild (Relief)
Musikantin mit Tamburin
Vorderasiatisches Museum
Das Terrakottafragment zeigt den Oberkörper einer weiblichen Statuette mit Handtrommel. Die einfach modellierte Figur war mit einem glatten Gewand bekleidet, dass auf der rechten Seite die Konturen der sehr kleinen Brust plastisch hervortreten läßt. Der leicht nach vorn geneigte Kopf läßt noch eine Modellierung der Augen und der gebogenen Augenbrauen erkennen, die an der Nasenwurzel spitz zusammentreffen. Die schulterlange, glatte Haarfrisur, die vielleicht von einem Stirnband gehalten wird, scheint mit einem Tuch bedeckt zu sein. Die Trommel wird auf Schulterhöhe gespielt, wobei die abgeflachte rechte Hand auf dem Schlagfell liegt, während die linke von unten den Rahmen umfaßt.
Götterpaar, sitzend
Vorderasiatisches Museum
Relief mit Darstellung eines sitzenden Götterpaares, das sich umarmt. Die beiden gleichgroßen Gottheiten sitzen aufrecht nebeneinander, wobei der äußere Arm mit der geballten Hand auf Brusthöhe angewinkelt ist. Während der linke Arm der Frau von unten an die rechte Schulter des Mannes faßt, hat der Gott seinen rechten Arm um die Schultern der Partnerin gelegt. Beide sind mit einem weitärmeligen Falbelgewand bekleidet, dass bis auf die obere Hälfte gleichartig gestaltet ist. Bei der Göttin schließt das Oberteil mit einem runden Halsausschnitt ab, bei der männlichen Figur ist nur die linke Hälfte des Oberkörpers bedeckt. Die Gesichter sind bis auf die Bart- und Haartracht des Gottes vollständig abgerieben. Der lange, gerade abgeschnittene Vollbart fiel bis auf die Brust herab. Das Haar, das unter der Kopfbedeckung zum Vorschein kommt, war auf Schulterhöhe gebauscht.
Knabe, auf Konus sitzend
Vorderasiatisches Museum
Oberkörperfragment einer menschlichen Figur, die wahrscheinlich einen Eros/Attis hydrophoros darstellt. Das Gesicht zeigt noch eine plastische Modellierung der Nase, der Wangen und der unteren Hälfte. Die Arme waren über den Kopf erhoben, wobei die zusammengelegten Handflächen ein geschlossenen Dreieck bildeten.
Frau mit Kind
Vorderasiatisches Museum
Oberkörperfragment einer nackten Frau mit Kleinkind im Arm. Das runde Gesicht der Mutter wird von einer Kopfbinde und einer schulterlangen Haarfrisur eingerahmt, die streng nach hinten gekämmt ist und an den Seiten in dichten Locken herabfällt. Die fein umrandeten Augen und die geschlossenen Lippen lassen noch eine sorgfältige Bearbeitung erkennen. Das Kind ist mit leicht zurückgelegtem Köpfchen und angezogenen Beinen an die mütterlichen Brust gelegt, wobei das Gesäß mit der linken Hand gestützt wird, während die Rechte mit ausgestrecktem Zeigefinger auf die Brust weist. Die erhobene linke Hand des Säuglings umfaßt das rechte Handgelenk der Mutter.
Kopf einer Frauenfigur
Vorderasiatisches Museum
Kopf einer weiblichen Götterfigur. Das kleine Gesicht, das von einer glatten, wohl schulterlangen Haarfrisur eingefaßt war, läßt trotz der mißlungenen Ausformung der linken Hälfte noch eine gute Bearbeitung erkennen. Die fein umrandeten Augen wurden von bogenförmigen Brauen überschattet, die an der Nasenwurzel spitz zusammentrafen. Der kleine Mund mit den vollen Lippen war fest verschlossen. Die Göttin trug eine einfache Hörnerkrone, die nur durch ein Hörnerpaar gekennzeichnet war. Die gestrichelte Modellierung an der rechten Halsseite könnte auf ein Falbelgewand hinweisen.
Nackte Frau
Vorderasiatisches Museum
Nackte Frau mit schlankem Oberkörper und schmalen Hüften. Das volle runde Gesicht wird von einer mehrfach gestuften Lockenfrisur eingerahmt, die bis auf die Schultern reicht. Das eng am Kopf anliegende Haupthaar ist durch ein feines Ritzdekor gegliedert. Die Hände sind unterhalb der Brust zusammengelegt.
Musikantin mit Harfe
Vorderasiatisches Museum
Weibliche Gewandfigur mit vertikaler Winkelharfe. Der Kopf, der noch eine feine Modellierung des Gesichtes erkennen läßt, ist leicht zur Seite geneigt. Unter der üppigen Kopfbinde, die durch ein dichtes Strich-und Punktdekor gegegliedert ist, kommt ein kurzer Fransenpony zum Vorschein. Der Oberkörper wird von einem einfach gefalteten Gewand verhüllt, dass die Oberarme bedeckt. Der Schallkasten der Harfe ist gegen die rechte Schulter gelehnt, während die Hände auf dem Saitenhalter liegen. Die Kerben am Querholz sollen die Befestigung der Saiten nachahmen, die hier als plane, rechtwinkelige Dreiecksfläche kenntlich gemacht sind. Die drei Einstiche an der Innenkante des Resonators könnten die Befestigungsnägel des Resonanzfells am Schallkasten andeuten.
Relief mit erotischer Szene
Vorderasiatisches Museum
Die fast komplett erhaltene rechteckige Tafel zeigt ein heterosexuelles Paar beim coitus a tergo. Beide Figuren sind bis auf einen schmalen Gürtel unbekleidet. Während der Mann fast aufrecht stehend die Hüften der Frau umfaßt, ist diese leicht nach vorn gebeugt. Mit der linken Hand hält sie einen Trinkhalm, der aus einem vor ihr auf dem Boden stehenden Krug herausragt, die rechte Hand greift von hinten um die Taille ihres Liebhabers. Beide sind in Schrittstellung dargestellt, wobei der zurückgesetzte Fuß der Frau den vorgestellten Fuß des Mannes berührt. Die Gesichter sind bis auf die Augenpartie der männlichen Figur abgerieben. Der Mann trägt einen spitz zulaufenden Vollbart und eine scharf abgesetzte, glatte Kappe, während die kapuzenartig wirkende Haartracht der Frau bis auf die Schultern herab fällt.
Weibliche Gewandstatuette
Vorderasiatisches Museum
Die sorgfältig modellierte Figur ist mit einem Chiton und einem quergefältelten Überwurf bekleidet, der fest um den Oberkörper geschlungen wurde und in einem langen Zipfel über dem linken Arm herabhängt. Halsausschnitt und untere Kante sind durch einen breiten Wulstsaum abgesetzt. Die Beugung des Spielbeins, die sich in einem eleganten Hüftschwung fortsetzt, verleiht dem Standmotiv ein ausgewogenes Spannungsverhältnis. Während das rechte Bein von dem locker fallenden Untergewand verhüllt wird, zeichnet sich das linke deutlich unter dem dünnen Stoff ab. Über den Füßen sind noch Staufalten zu erkennen. Der rechte Arm ist in die Seite gestützt, die linke Hand greift in die Mantelfalten. Die nach hinten abgeschrägte Standplatte erlaubt keine freie Aufstellung. Farbreste weisen noch auf eine Bemalung hin.
Liegende Frau
Vorderasiatisches Museum
Weibliche Gewandstatuette in liegender Pose. Die freistehende Figur trägt einen Chiton und einen doppelt gesäumten Überwurf, der locker nach vorn über die Beine geschlagen ist. Die Konturen, die sich unter dem Faltenwurf des Stoffes abzeichnen, lassen trotz der verwaschenen Ausformung noch eine gute Modellierung erkennen. Das volle, leicht zur Seite geneigte Gesicht wird von zwei dicken Haarbäuschen eingefaßt, die bis auf die Schultern herabfallen En Diadem oder Kranz ist oberhalb der abgesetzten Stirnfransen ins Haar gesteckt. Während der rechte Arm auf dem Oberschenkel ruht, ist der linke auf ein rundes Kissen gestützt und hält eine flache Schale in der Hand.
Kopf einer Frau
Vorderasiatisches Museum
Kopf einer kleinen, weiblichen Figur. Das Gesicht, das von einer schulterlangen, in der Mitte gescheitelten Haarfrisur eingefaßt wird, läßt noch eine plastische Modellierung der dicken Augenlider, der Nase und der geschlossenen Lippen erkennen. Die leicht hängenden Mundwinkel verleihen dem Bildnis ein mürrisches Aussehen. Die Bohrkanäle verlaufen auf Ohrhöhe horizontal und vom Stirnbein schräg nach hinten.
Model-Fragment einer Handfalterin
Vorderasiatisches Museum
Fragment einer Terrakottaform für die Herstellung einer unbekleideten weiblichen Figur, die ihre Hände unterhalb der Brust zusammengelegt hat. Das vollrunde, leicht vorgeneigte Gesicht wurde von zwei gelockten Haarbäuschen eingefaßt, die hinter das Ohr gelegt bis auf die Schultern herabfielen. Das gesträhnte Haupthaar war tief in die Stirn gekämmt und gerade abgeschnitten. Augen. Nase und Mund lassen noch eine gute Modellierung erkennen, die Lippen sind geschlossen, die Wangen durch eine nur schwach angedeutete Nasen-Lippen-Furche hervorgehoben.
Ritzzeichnung zweier Ziegen
Vorderasiatisches Museum
Die Ritzzeichnung zeigt zwei Rücken an Rücken stehende, auf ihren Hinterläufen aufgerichtete Ziegen, die ihre Köpfe zurückwenden. Ein kreisrunder Eindruck befindet sich im oberen Bereich des Tonfragmentes zwischen den Köpfen der beiden Tiere.
Terrakottarelief einer Figur mit Faltengewand
Vorderasiatisches Museum
Diese komplett erhaltene Terrakotte wurde in einem Model geformt und zeigt einen Menschen (Parther?) in einem Faltengewand und mit flacher Mütze. Details wie das Gesicht oder einzelne Falten des Gewandes sind fein heruasgearbeitet. Die Rückseite ist flach und nicht figural gestaltet. [Christine Kainert]
Terrakottarelief eines Wagenlenkers
Vorderasiatisches Museum
Das Fragment eines Terrakottareliefs zeigt eine nach rechts gewandte Figur mit knielangem Wickelrock auf einem von der Seite gezeigten Wagen. Weitere Details der Figur sind leider nicht mehr erkennbar. Das dargestellte Rad des Wagens zeigt vier Speichen. Zudem ist mindestens ein Tier vorgespannt, welches den Wagen zieht.
Stelenfragment mit bildlicher Darstellung
Vorderasiatisches Museum
Stelenfragment mit Darstellung einer Kultszene sowie Keilschriftinschrift. Weitere 31 Fragmente gehören vermutlich ebenfalls zu dem Objekt, konnten jedoch nicht angepasst werden.
Terrakotte einer stehenden Figur im Gewand
Vorderasiatisches Museum
Diese im Model gefertigte Terrakotte ist vollständig erhalten und zeigt eine männliche Figur mit leicht unterhöhlter Standfläche. Zu erkennen sind Details des Faltengewandes, der Haartracht sowie der Kopfbedeckung. Darüber hinaus scheint im Bereich des Halses fünf kleine, kreisrunde Applikationen auf eine Art Kette hinzudeuten. Der linke Arm hängt gerade herunter während der rechte Arm angewinkelt ist und zur linken Schulter hinführt (?) Durch große kreisrunde Augen ist das Gesicht auffallend unnatürlich gestaltet. Die Rückseite ist flach und nicht figürlich ausgebildet. [Christine Kainert]
Terrakotte einer unbekleideten weiblichen Figur
Vorderasiatisches Museum
Diese Terrakotte wurde in einem Model geformt und zeigt eine weibliche Figur, welche die Hände unterhalb der Brust gefaltet hält. Die Figur scheint bis auf ein umlaufendes Kleidungsstück im Bereich der Hüfte unbekleidet zu sein. Auf dem Kopf trägt sie neben den offenen Haaren eine Art Stirnband/Kopfbedeckung, welches durch vertikale Linien gekennzeichnet ist. Die Beine der Terrakotte sind oberhalb der Knie abgebrochen. Die Rückseite ist flach und nicht figürlich gestaltet. [Christine Kainert]
Terrakotte einer Harfenspielerin
Vorderasiatisches Museum
Diese in einem Model geformte und vollständig erhaltene Terrakotte zeigt eine Frau, die Leier spielt. Zu erkennen sind darüber hinaus einige Details des knielangen Faltengewandes, sowie der Haartracht und der Kopfbedeckung. Die Terrakotte wurde mit kleinem Sockel gearbeitet. Zudem ist die Rückseite flach und nicht figürlich ausgeformt. [Christine Kainert]
Terrakotte einer weiblichen Figur mit Säugling im Arm
Vorderasiatisches Museum
Diese vollständig erhaltene Terrakotte zeigt eine Frau, welche gerade einem Säugling die linke Brust gibt. Zu erkennen sind das detailliert gestaltete Gesicht der Frau, sowie ihre Haare. Dagegen ist der Rest der Terrakotte eher unpräzise gestaltet. [Christine Kainert]
Frau im Gewand mit Kleinkind
Vorderasiatisches Museum
Diese in einem Model gefertigte Terrakotte zeigt eine Frau mit Säugling in den angewinkelten Armen. Sie hat schulterlange, gelockte Haare. Darüber hinaus ist sie mit einem langärmligen Gewand mit vertikalen Vertiefungen bekleidet, dass im Bereich der Tailie einen Gürtel zeigt. Die Gesichtszüge der Wangen und des Mundes sind fein herausgearbeitet. Im Vergleich zur Frau ist der Säugling einfach und unbekleidet dargestellt. Das Gesicht ist beschädigt. Zusätzlich sind an der Terrakotte Reste von Glasur erhalten. [Christine Kainert]
Terrakottenfragment mit seitlicher Darstellung eines Mannes
Vorderasiatisches Museum
Dieses in einem Model geformte Terrakottafragment zeigt den Oberkörper eines Mannes in seitlicher Darstellung. Der rechte Arm ist angewinkelt und die Hand auf Kinnhöhe erhoben. Unterhalb des Ellenbogens ist die Terrakotte abgebrochen. Einzelne Details des Gewandes im Bereich der linken Schulter und des Halses sind noch zu erkennen. Der Kopf ist gekennzeichnet durch einen sehr langen Bart, sowie durch eine typische Breitbandkappe. Letzteres ist ein typischer Bestandteil von Herrschaftstracht in der Altbabylonischen Zeit. [Christine Kainert]
Modelgeformtes Terrakottarelief mit erotischer Szene
Vorderasiatisches Museum
Das Terrakottarelief bildet eine erotische Szene eines Paares ab. Während des Geschlechtsaktes trinkt die vorn über gebeugt dargestellte Frau Bier mit einem Trinkrohr aus einem hohen Krug.