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Objekttyp: Fliesenfeld (Baukeramik)
Museum für Islamische Kunst
Hälfte eines großen Fliesenfeldes in Zwickelform, zusammengesetzt aus ursprünglich 18 Fliesen (fünf davon ergänzt). Dargestellt sind mehrere Jagdszenen auf gelbem Grund: links oben hat sich ein Mann vor einem Löwen auf einen Baum geflüchtet, rechts daneben greift der Löwe einen am Boden liegenden Mann an. Es folgt rechts daneben ein größtenteils ergänzter Reiter, der einen großen schlangenförmigen Drachen mit einer Lanze bekämpft. Gleichzeitig schießen zwei europäisch gekleidete Bogenschützen ebenfalls auf den Drachen. Die Umgebung ist durch Bäume, Blütenstauden und chinesische Wolken angegeben. Der Dekor ist in der cuerda seca Technik gearbeitet, bei der Begrenzungslinien aus Manganoxid, gemischt mit öligen Substanzen, das Ineinanderlaufen der Glasuren verhindern soll. Derartige Wandverkleidungen mit Jagd- und Gartenszenen waren im 16.-18. Jahrhundert in den Palästen der herrschenden Safawiden in Iran sehr beliebt. Dabei wurden aus der Buchkunst bekannte Themen auf große Wandbilder aus Fliesen übertragen. Das Fliesenfeld I. 4669 a und sein Gegenstück I. 4669 b stammen aus dem Hascht-Behescht-Palast („Die acht Paradiese“) in Isfahan.
Museum für Islamische Kunst
Aus mehreren Fliesen zusammengesetztes Fliesenbild. Es zeigt einen jungen Mann in einem langen blauen Gewand über einem gestreiften Hemd. Das Gewand ist mit türkisfarbenen Wolkenmustern verziert und mit einer Reihe kleiner Knöpfe geschlossen. Sein offener Kragen ist innen mit türkisfarbenem Stoff gefüttert. Als Gürtel dient eine lange gelbe Schärpe aus sehr fein plissiertem Stoff. Ebenso ist der bunte Turbanstoff gefaltet. Unter dem Gewand schauen türkisfarbene Hosen hervor; die Füße stecken in gelben Schuhen. Der junge Mann umfasst mit beiden Armen eine langhalsige Weinflasche. Oben und unten bilden Borten mit weißen Wolkenbändern und gelben Blätterranken den Abschluss. Die Figur ist wohl Bestandteil einer höfischen Gartenszene, wie der Hintergrund mit Blumen auf einer Wiese und Blütenzweige zeigen. Derartige Wandverkleidungen mit Jagd- und Gartenszenen waren im 16.-18. Jahrhundert in den Palästen der herrschenden Safawiden in Iran sehr beliebt, wo Picknicks und Weingelage zu den höfischen Vergnügungen gehörten (vgl. I. 3924). Das Fliesenfeld ist stark ergänzt.
Museum für Islamische Kunst
Fliesenfeld aus vier quadratischen Fliesen mit Ranken auf weißem Grund: von großen blau-roten Blüten gehen zarte Ranken aus blauen Blüten und grünen Fiederblättern aus, die wiederum untereinander verbunden sind.
Museum für Islamische Kunst
Fliesenfeld aus sechs acht-strahligen Sternfliesen, wovon zwei fragmentarisch erhalten sind und neun Kreuzfliesen mit sieben fragmentarischen erhaltenen Fliesen aus Quarzfritte. Jede Sternfliese zeigt ein anderes Motiv. Die Sternfliese rechts oben (I. 3870) zeigt eine Lüsterbemalung mit der Darstellung eines nach links laufenden Buckelrindes, die von einem blauen vegetabilen Muster umrahmt ist. In der Sternfliese links oben ist ein liegendes Kamel dargestellt, von Blüten umgeben und von einer Lüsterinschrift umfasst, in der die Einführungssure aus dem Koran erwähnt wird. Die beiden Sternfliesen im unteren Bereich ähneln sich in der Lüstermalerei. Die Darstellung der linken Sternfliese zeigt drei Vögel, die von einer Blütenrankenkomposition umfasst und von zwei Hasen flankiert werden. Die Komposition wird von einer persischen Inschrift umrandet, in der das Herstellungsdatum von 665 H. / 1265-1266 n.Chr. erwähnt wird, während in der rechten Sternfliese zwei Raubtiere innerhalb einer Blütenrankenkomposition dargestellt wird. Die Darstellung wird ebenfalls von einer persischen Inschrift umfasst. Das Sternfliesenfragment im unteren Bereich weist eine architektonische Darstellung auf, während das Fragment oberhalb vegetabile und Tiermotive zeigt. Die Kreuzfliesen sind teils mit Blatt- und Blütenranken verziert, teils werden Rehe, Vögel und Hasen dargestellt. Die verschiedenen Fliesen wurden erst Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts in dieser Form zusammengestellt. Diese Art von Fliesenfeldern schmückte die Innenwände von Palästen und anderen monumentalen Bauten. Die lüsterbemalte Baukeramik ist aus der Stadt Kaschan bekannt, die eine der wichtigsten Produktionszentren von Lüsterkeramik im Iran des 12. -14. Jahrhunderts war.
Museum für Islamische Kunst
Aus acht sehr großen weißgrundigen Fliesen zusammengesetztes Fliesenfeld mit einem Dekor aus versetzt angeordneten Blütenranken, die zu Kartuschen geformt sind. In deren Zentren finden sich abwechselnd geschlossene und geöffnete Blüten, die von blauen Hyazinthen sowie roten Tulpen und Nelken umgeben sind. Großflächige und bunte Fliesenfelder schmückten die Wände von osmanischen Palästen, Moscheen und verschiedenen Lehranstalten.
Museum für Islamische Kunst
Aus 16 Fliesen zusammengesetztes Fliesenfeld in Form einer Lünette mit spitz zulaufendem oberem Abschluss. Das zentrale weißgrundige Feld zeigt ein geschwungenes rotes Wolkenband, das in der Mitte einen Dreipass bildet, der mit einer großen blauroten Blüte gefüllt ist. Um das rote Wolkenband winden sich zarte blaue Ranken mit Blüten, Knospen und grünen Fiederblättern (saz-Blätter). Eingefasst wird das Feld von einer breiten Borte mit Ranken mit weißen Blüten und Fiederblättern auf blauem Grund. Die Lünette soll aus der Moschee des Piyale Pasha Komplexes in Istanbul stammen, wo sie über einem Fenster angebracht war. Die Anlage wurde 1575 vollendet und im 19. Jahrhundert bei einem Erdbeben stark beschädigt. Insgesamt sind zwölf gleiche Paneele in verschiedenen Museen bekannt.
Museum für Islamische Kunst
Hälfte eines großen Fliesenfeldes in Zwickelform, zusammengesetzt aus ursprünglich 18 Fliesen (acht davon ergänzt). Dargestellt sind mehrere Jagdszenen auf gelbem Grund: rechts oben hat sich ein Mann vor einem Löwen auf einen Baum geflüchtet, links daneben greift der Löwe einen am Boden liegenden Mann an. Es folgt links daneben ein Reiter, der einen großen schlangenförmigen Drachen mit einer Lanze bekämpft. Gleichzeitig schießen zwei europäisch gekleidete Bogenschützen ebenfalls auf den Drachen. Die Umgebung ist durch Bäume, Blütenstauden und chinesische Wolken angegeben. Der Dekor ist in der cuerda seca Technik gearbeitet, bei der Begrenzungslinien aus Manganoxid, gemischt mit öligen Substanzen, das Ineinanderlaufen der Glasuren verhindern soll. Derartige Wandverkleidungen mit Jagd- und Gartenszenen waren im 16.-18. Jahrhundert in den Palästen der herrschenden Safawiden in Iran sehr beliebt. Dabei wurden aus der Buchkunst bekannte Themen auf große Wandbilder aus Fliesen übertragen. Das Fliesenfeld I. 4669 a und sein besser erhaltenes Gegenstück I. 4669 b stammen aus dem Hascht-Behescht-Palast („Die acht Paradiese“) in Isfahan.
Museum für Islamische Kunst
Fliesenfeld, welches aus zwei Kreuzfliesen sowie zwei kleinen Fragmenten einer Kreuzfliese und sechs Fragmenten achtstrahliger Sternfliesen besteht. Die zwei modelgeprägten türkisfarbenen Kreuzfliesen zeigen jeweils zentral einen fliegenden, rot konturierten goldenen Vogel vor einer ebenfalls rot konturierten, goldenen Staude. Die kobaltblauen Fragmente der Sternfliesen sind mit reliefierten goldenen Schwertlilienstauden verziert.
Museum für Islamische Kunst
Fliesenfeld, welches aus vier kompletten mit vier halben achtstrahligen Sternfliesen und drei kompletten mit sechs fragmentarisch erhaltenen Kreuzfliesen zusammengesetzt ist. Jede Fliese zeigt eine Lüsterbemalung, die aus einer Blüten- und Blattkomposition besteht. Jede Fliese ist auch mit einer Lüsterinschrift auf weißen Grund umrahmt, in der zum Teil mehrere Suren aus dem Koran zitiert werden. Es ist möglich, dass die Fliesen aus dem Mausoleum des Imam Yahya in Veramin, in der Nähe von Teheran stammen. Das Mausoleum wurde um 1262 erbaut.
Museum für Islamische Kunst
Aus sechs quadratischen Fliesen zusammengesetztes Fliesenfeld mit Blatt- und Blütenranken auf weißem Grund. Versetzt angeordnete rote Medaillons sind durch zarte blaue Ranken mit blauen Blüten, blauen Fiederblättern (saz-Blättern) und grünen Blattornamenten verbunden. Alle Elemente bilden ein sehr regelmäßiges geometrisches Mustersystem. Das Fliesenfeld soll aus der Eyüp Sultan Moschee in Istanbul stammen, deren Bau im 15. Jahrhundert begonnen wurde und mehrfache Umbauten erfuhr.
Museum für Islamische Kunst
Fliesenfeld aus sechs quadratischen Fliesen mit Ranken auf weißem Grund: alternierend größere und kleinere blau-rote Blüten sind durch zarte Ranken verbunden, die in den Zwickeln zwischen den Blüten mit blauen Knospen besetzt sind.
Museum für Islamische Kunst
Aus mehreren weißgrundigen Fliesen zusammengesetztes Fliesenfeld. Umrahmt von einem breiten Flechtband aus Arabeskenranken erscheinen zwei reich verzierte Vasen, die mit roten Tulpen und Nelken gefüllt sind. Beide Vasen sind außerdem von zarten Ranken mit blauen Tulpen, Hyazinthen und Lilien umgeben und in vielpassige blaue Kartuschen eingestellt. Das Paneel soll angeblich aus der Yeni Cami („Neue Moschee“) in Istanbul stammen, deren Bau 1663 beendet wurde.
Museum für Islamische Kunst
Fliesenfeld aus zwei quadratischen Fliesen mit Rankendekor auf weißem Grund: Nelken, Hyazinthen, Tulpen, Päonien, Lotus und weitere Blüten (Mandeln?) sind zu dichten Ranken verwoben.
Museum für Islamische Kunst
Aus zwei quadratischen großen Fliesen bestehendes Teil eines Fliesenfeldes mit dichter Bemalung. Die Fläche wird durch versetzt angeordnete spitzovale Ornamente aus schmalen blauen, mit Blüten gefüllten Streifen auf weißem Grund gegliedert. In den Kartuschen sitzen große Phantasieblüten, aus denen zarte Tulpen und Nelken wachsen, während die Verbindungsstellen der Kartuschen durch medaillonartige Ornamente betont werden.
Museum für Islamische Kunst
Fliesenfeld aus vier quadratischen Fliesen. Im Zentrum der einzelnen Fliesen findet sich ein grünes Quadrat mit geschwungenen Seiten und floralem Binnendekor. Dazwischen sind Kompositblüten gesetzt und verlaufen Ranken. Der Dekor ist in der cuerda seca Technik gearbeitet, bei der Begrenzungslinien aus Manganoxid, gemischt mit öligen Substanzen, das Ineinanderlaufen der Glasuren verhindern soll.
Museum für Islamische Kunst
Aus ursprünglich vier Fliesen (eine ergänzt) zusammengesetztes Fliesenbild. Es zeigt einen jungen Mann in einem langen gelben Gewand über einem gestreiften Hemd. Das Gewand ist mit schwarzen Wolkenmustern verziert und mit einer Reihe kleiner Knöpfe geschlossen. Sein offener Kragen ist innen mit einem weißen Stoff mit schwarzen Blumenmustern gefüttert und mit Perlen eingefasst. Darüber trägt der junge Mann eine dunkelblaue Weste mit einem Muster aus großen Blüten. Als Gürtel dienen eine blaue und eine grüne lange Schärpe aus sehr fein plissiertem Stoff. Ebenso ist der bunte Turbanstoff gefaltet, unter dem lange schwarze Locken hervorschauen. Sein Gesicht ist sorgfältig zurechtgemacht – seine Augenbrauen sind zu perfekten Bögen gezupft und sein Mund geschminkt. Drei Schönheitspunkte sind unter seinem linken Auge sowie unter und über seinem Mund aufgemalt. Die Figur ist wohl Bestandteil einer höfischen Gartenszene, wie der Hintergrund mit Blumen auf einer Wiese und Blütenzweige zeigen. Derartige Wandverkleidungen mit Jagd- und Gartenszenen waren im 16.-18. Jahrhundert in den Palästen der herrschenden Safawiden in Iran sehr beliebt, wo Picknicks und Weingelage zu den höfischen Vergnügungen gehörten.
Museum für Islamische Kunst
Fliesenfeld aus vier quadratischen Fliesen mit floraler Bemalung. Im Zentrum der einzelnen Fliesen ist eine Kompositblüte wiedergegeben. In den vier Ecken der jeweiligen Fliesen sind Viertelblüten dargestellt. Diese bilden zusammen mit drei anpassenden Fliesen weitere großformatige Blüten im Fliesenfeld.
Museum für Islamische Kunst
Fliesenfeld aus sechs quadratischen Fliesen mit stilisierten Ranken auf weißem Grund: abwechselnd runde und ovale blau-rot-grüne Blüten sind x-förmig angeordnet und mit zarten Ranken sowie stilisierten Wolkenbändern verbunden. Dadurch entstehen abwechselnd Quadrate mit eingezogenen Seiten und achtblättrige Rosetten. Drei Fliesen haben die Inventarnummer 1877,516 a-c.
Museum für Islamische Kunst
Aus vier quadratischen Fliesen zusammengesetztes Fliesenfeld. Im Zentrum steht jeweils ein vielpassiges Medaillon, das mit Nelken, Tulpen und anderen Blüten auf weißem Grund gefüllt ist. In den Zwickeln erscheinen grüne Rosetten und das Chintamani-Motiv, das aus drei Kugeln zwischen zwei gewellten Streifen besteht, die als Wolkenbänder oder Tigerstreifen gedeutet werden.
Museum für Islamische Kunst
Aus vier großen Fliesen zusammengesetztes Fliesenfeld mit einem Dekor aus nebeneinander angeordneten Ranken. Dabei wechseln blaue Ranken mit roten Trauben und Weinblättern mit braunen Ranken ab, die mit blauen Blütendolden besetzt sind. Großflächige und bunte Fliesenfelder schmückten die Wände von osmanischen Palästen, Moscheen und verschiedenen Lehrinstitutionen.
Museum für Islamische Kunst
Teil eines Fliesenfeldes aus sechs quadratischen Fliesen. Erhalten haben sich ein Rahmen mit Wellenranke und Blüten vor grünem Grund und ein Medaillon mit weißer Inschrift vor blauem Grund.
Museum für Islamische Kunst
Fliesenfeld aus sechs quadratischen Fliesen, die zusammen einen rautenförmigen Dekor ergeben. Weiße Blüten- und Blätterranken auf türkisfarbenem Grund bilden die Rauten, die jeweils mit weiß-roten Blüten auf blauem Grund gefüllt sind.
Museum für Islamische Kunst
Zwei quadratische Fliesen eines Fliesenfeldes mit blauer und türkisfarbener Bemalung. Der weiße Grund ist mit einem dichten System aus großen Blätter- und Blütenranken bedeckt. Die alternierend blauen und türkisfarbenen Fiederblätter (saz-Blätter) sind mit weißen Mandelblüten besetzt.
Museum für Islamische Kunst
Zweiteiliges Fliesenfeld mit Inschrift (I. 17/76 a + b). Auf jeder Fliese sind vier Zeilen Inschrift wiedergegeben. Das Stück ist inschriftlich datiert.
Museum für Islamische Kunst
Zweiteiliges Fliesenfeld mit Inschrift (I. 17/76 a + b). Auf jeder Fliese sind vier Zeilen Inschrift wiedergegeben. Das Stück ist inschriftlich datiert.
Museum für Islamische Kunst
Vier quadratische Fliesen eines Fliesenfeldes mit blauer und türkisfarbener Bemalung. Zwischen zwei Zypressen steht jeweils eine bemalte Vase auf hohem Fuß, in der zwei kurze Tulpen und sieben Nelken symmetrisch angeordnet sind. Dazwischen finden sich zarte Blütenranken. Eine ähnliche Dekoration war im Harem des Topkapı Palastes in Istanbul angebracht.
Museum für Islamische Kunst
Aus zwölf quadratischen Fliesen zusammengesetztes Fliesenfeld mit Blatt- und Blütenranken auf weißem Grund. Versetzt angeordnete manganfarbene Medaillons sind durch zarte blaue Ranken mit Blüten, grünen Fiederblättern (saz-Blättern) und weiß-grünen Blattornamenten verbunden. Alle Elemente bilden ein sehr regelmäßiges geometrisches Mustersystem aus Rauten.