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Objekttyp: Fragment
Museum für Islamische Kunst
Fast vollständiger Teil einer bemalten zinnenförmigen Wandverkleidung. Die vertikale Achse nimmt ein langer Stängel ein, aus dem ein mehrpassiges Palmettblatt wächst und der auf beiden Seiten von nach innen eingerollten Blattformen eingefasst wird. Der Trennfries zwischen Stängel und Blattformen zeigt ein vertikales Band aus roten Rauten, die schwarz und weiß konturiert sind und einen hellblauen Punkt in der Mitte haben. Alle eingetieften Rillen sind dunkel bemalt. Die äußeren abgeschrägten Leisten sind weiß mit Resten hellblauer Kreise (?). Dazu gehören I. 56/64 a und I. 56/64 c.
Luz-Jürgen, Kinderkopf
Neue Nationalgalerie
Mit einer Halskrause und im klassischen Kindchenschema mit großen Augen und fein geschwungener Nase, noch ohne Haare, hat Albiker das achtmonatige Baby porträtiert. Charakteristisch ist der leicht offene Mund mit gespitzter Oberlippe bei eingezogener Unterlippe. In welcher Beziehung Albiker zu dem Kind oder dessen Familie stand, ist nicht bekannt. Ebenso offen ist die Frage, wie dieser stark beschädigte Porträtkopf in die Sammlung der Nationalgalerie gelangte. Einritzungen auf allen vier Seiten des Sockels liefern die folgenden Informationen: Durch die Nummerierung „A 176“ lässt sich der Kinderkopf im „Werkbuch“ (Karl Albiker-Werkbuch, Karlsruhe 1978, S. 50) als „KA 176“ mit den Angaben „privat, Dresden 1926“ identifizieren. 1926 war laut Sockeleinritzung das Geburtsjahr des porträtierten Babys, 1927 das Fertigungsjahr des Zementkopfes. | Uta Caspary
Frau Schmitt, Porträt-Maske
Neue Nationalgalerie
Diese Porträtmaske einer Frau mit konzentrierten Gesichtszügen und introvertiertem Ausdruck gelangte vermutlich aus einer Privatsammlung in die Nationalgalerie (Ost), da sie in den Schenkungsverträgen mit Albikers Sohn nicht aufgeführt wird. Über den Namen „Frau Schmitt“ hinaus ist nichts über die Dargestellte oder deren Beziehung zum Künstler bekannt. Die Bezeichnung „A 154“ auf dem Sockel verweist auf das Objekt „KA 154“, das im „Werkbuch“ Albikers (Karlsruhe 1978, S. 47) verzeichnet ist und demnach in vierfacher Ausfertigung existiert, je einmal in Gips und in Bronze in der Karl-Albiker-Stiftung in Ettlingen (heute Museum der Stadt Ettlingen) sowie in zwei weiteren Gipsfassungen in Privatbesitz, wovon eine – schwer beschädigt – in die Sammlung der Nationalgalerie gelangte. | Uta Caspary
Männliche Porträtbüste
Neue Nationalgalerie
In seiner sechs Jahrzehnte währenden Schaffenszeit war Albikers durchgehendes Thema der Mensch, dem er sich mit einer an der griechischen Antike orientierten formalen Strenge, aber auch einem Ausdruckswillen für Innerlichkeit widmete. Viele seiner Menschenbildnisse haben die kriegsbedingte Zerstörung seines Dresdner Ateliers 1945 nicht oder – wie dieses Exemplar und weitere in der Sammlung der Nationalgalerie befindliche Porträtbüsten – nur schwer beschädigt überstanden. Das vorliegende Bildnis eines Mannes mit gewölbter Stirn, dichtem, welligem Haar, Schnurrbart und ernstem Gesichtsausdruck kann nicht näher identifiziert werden, da die aus zwei Wörtern bestehende vermutliche Namensnennung auf der Sockelrückseite nur bruchstückhaft lesbar ist. Eine Nummerierung, die unterhalb des mutmaßlichen Namens eingeritzt wurde, lässt sich ebenfalls nicht eindeutig dechiffrieren beziehungsweise passt nicht in die Systematik der von Albiker selbst vorgenommenen Werknummerierungen, stets zusammengesetzt aus dem Großbuchstaben A und einer laufenden Nummer. Das „Werkbuch“, das ein posthum von seinem Sohn Carl Albiker angelegtes Werkverzeichnis enthält (Karl Albiker-Werkbuch, Karlsruhe 1978), führt die Büste nicht auf. | Uta Caspary
Weiblicher Porträtkopf ("Kopf Ida")
Neue Nationalgalerie
Der weibliche Porträtkopf mit den klassisch-schönen, ruhigen Zügen ist rückseitig am abgebrochenen Sockelmit der Nummerierung „A 39“ versehen. Im „Werkbuch“ Albikers (Karlsruhe 1978, S. 34) wird unter „KA 39“ ein „Kopf Ida, lbsgr., verschollen“ als „1905 in Rom entstanden“ aufgeführt, allerdings fehlen ein Foto und die Materialangabe, sodass die Übereinstimmung mit der vorliegenden, schwer beschädigten Büste nicht abschließend nachgewiesen werden kann. | Uta Caspary
Knospenranke
Kunstgewerbemuseum
"Teil einer Ranke aus Blütenstengeln und Blättern, die sich verschlingen. Die streng stilisierten vegetabilen Motive erhalten durch die fein ausgearbeitete Durchbildung der wenigen Einzelformen plastischen Reiz. Der ursprüngliche Zusammenhang des Fragments, das vielleicht von einem Gitter oder einem Epitaph stammt, ist unbekannt." K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, Berlin 1968, Kat. Nr. 1 MAKR