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Objekttyp: Fragment (Ausstattungstextilie)
Museum für Islamische Kunst
Kleines Fragment mit einfachen Musterreihen in wechselnder Farbigkeit. Sie zeigen eine Zickzacklinie mit Blättern, Tierpaare und einfache Medaillons. Das kompakte, etwas derbe Gewebe könnte Teil eines Polsters, Teppichs oder eines ähnlichen Ausstattungstextils gewesen sein.
Museum für Islamische Kunst
Die von einem größeren Gewebe stammenden Fragmente könnten Teil eines Behangs oder Bodenbelags gewesen sein. Das Gewebe ist in verschieden breite und unterschiedlich gemusterte Streifen gegliedert. Ein breites Feld zeigt versetzte Dreieck- oder Tropfenreihen und enthält übereinandergesetzte Medaillons. Das komplett erhaltene Medaillon enthält eine Hahnendarstellung. Ein schmalerer Streifen ist mit schuppig übereinandergesetzten Blütenformen mit dreiblättrigen Ansätzen gefüllt. Ein daran anschließender Streifen hat bogige Felder mit Halbpalmetten. Sowohl das Hahnenmotiv als auch die Art der Darstellung stammen aus der persisch-sasanidischen Tradition. Das vermutlich aus einem Grab stammende Fragment gehört zu einer Gruppe vorwiegend rotgrundiger, in Ägypten gefundener Wirkereien, die im Osten der islamischen Welt, vor allem in Iran, hergestellt wurden.
Museum für Islamische Kunst
Teil eines Tuches, fragmentarisch erhalten. Das mit Modeln aufgestempelte Muster zeigt ornamentale Streifen und dazwischen Reihen von Pfauen, im Mittelfeld auch zwei Adler in heraldischer Pose. Alle Motive haben eine reiche Binnenmusterung. In den breiten ornamentalen Streifen reihen sich polygonale Felder, in den Zwickeln erscheinen feine Blattmotive. Der erhaltene schmale Streifen ist mit länglichen und oktogonalen Kartuschen gefüllt. Es handelt sich um einen Grabfund.
Museum für Islamische Kunst
Zwei Fragmente eines dickeren Gewebes. Mit mehreren, aneinandergereihten Musterfeldern. Erhalten haben sich ein Flechtsystem, das eckige Felder bildet, ein Band mit ovalen Punkten und ein Schachbrettmuster. Das kompakte, derbe Gewebe könnte Teil eines Polsters, Teppichs oder eines ähnlichen Ausstattungstextils gewesen sein.
Museum für Islamische Kunst
Von einem größeren Gewebe, vielleicht einem Behang oder Bodenbelag stammendes Fragment. Es zeigt einen Ausschnitt aus einem unendlichen Muster aus versetzten Reihen von Kreismedaillons und Blattsternen. Ein Medaillon ist von einem segmentierten Ring umgeben und mit einem fünfteiligen Blatt gefüllt. Von einem anderen Medaillon ist nur ein Teil seines Perlkreises erhalten. Dazwischen sind Paare von Blattsternen gesetzt. Ihre Farben wechseln paarweise spiegelbildlich. Das vermutlich aus einem Grab stammende Fragment gehört zu einer Gruppe vorwiegend rotgrundiger, in Ägypten gefundener Wirkereien, die im Osten des Kalifats, vor allem in Iran, hergestellt wurden. Neben sasanidischen Musterelementen verweist hier auch die – allerdings sparsame - Verwendung von Baumwolle auf diese Herkunft.
Museum für Islamische Kunst
Rechteckige Bahn, allseitig beschnitten. Im Mittelfeld erscheinen gespiegelte Streifen mit Schriftkartuschen, in denen der Ausruf „Oh Imam Husain!“ und das Jahr 1122 muslimischer Zeitrechnung erscheinen. Links ist eine Borte mit länglichen und schmalen Kartuschen. In ersteren erscheint die gespiegelte Devise naṣr min allāh, „Hilfe von Gott“. In der Borte an einer Längsseite wechseln ovale Medaillons mit der gespiegelten Inschrift „Oh Muhammad!“ mit schmalen Kartuschen, dazu ein Stern. Solche feinen Gewebe mit frommen Inschriften dienten meist als Behänge oder Kenotaphbedeckungen in den schiitischen Heiligtümern. Hier erscheinen die Namen des Propheten Muhammad und seines von den Schiiten besonders verehrten Enkels Husain, ein Sohn des ebenfalls sehr verehrten Kalifen Ali. Vergleiche I. 9/69.