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Objekttyp: Fragment (Türsturz)
Museum für Islamische Kunst
Fragment eines Türsturzes mit Dekor im Flachrelief. Die figürliche Szene wird oben und unten von Zierleisten begleitet. Links außen ist eine Büste dargestellt, deren Gesichtszüge kaum noch zu erkennen sind. Vor ihrem Kinn verschlingen sich Schlangen. Des Weiteren setzen am Scheitel Flügel an. Dies ermöglicht eine Deutung dieser Darstellung als Medusenhaupt. Es folgt eine weitere Büste, deren Gesichtszüge ebenfalls nur noch zu erahnen sind. Das Haar wird hier von Strahlen und einem Nimbus gerahmt. Daher liegt eine Interpretation als Darstellung des Sonnengottes Schamasch nahe. Diese Interpretation wird durch zwei sich ihm zuwendende Adler unterstrichen. Sie huldigen dem Gott mit einem Kranz im Schnabel. Des Weiteren spricht die zentrale Position der Darstellung am ehemals vollständigen Türsturz für diese Deutung. Als nächste Szene schließt sich ein nach rechts gewandtes Buckelrind an, das von der rechten Klaue eines Greifs getroffen wird. Das Fragment bildete den Mittelteil eines insgesamt 2,20m langen Sturzes, der sich am Eingang der Cella des Schamasch-Tempels in Hatra befand. Der Tempel des Sonnengottes lag im zentral gelegenen Hauptheiligtum der befestigten Wüstenoase Hatra. Die Stadt diente im 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. als Hauptstadt eines dem Partherreich unterstellten Königreichs nahe der römisch-parthischen Grenze. Wie die meisten Bauten Hatras stammt der Tempel aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. Zu dieser Zeit war die Stadt durch ihre exponierte Lage zwischen den beiden Großmächten zu einem überregional bedeutenden Kult- und Handelszentrum aufgestiegen.
Museum für Islamische Kunst
Fragment eines Türsturzes aus Kalkstein. Der Reliefdekor besteht aus drei vertikal verlaufenden verschiedenen Friesen mit vegetabilen Motiven. Der mittlere Fries ist mit Granatapfelmotiven geschmückt, die jeweils von einer fortlaufenden Ranke umhüllt werden. Seitlich verlaufen zwei unterschiedliche Blätterrankenfriese. Das Fragment stammt aus einem Gebäude in Qasr at-Tuba, welches als eines der Wüstenschlösser in Jordanien gezählt wird.
Museum für Islamische Kunst
Fragment eines Türsturzes aus Kalkstein. Der Reliefdekor besteht aus verschiedenen vertikalverlaufenden Ranken- und Blätterfriesen. Zu erkennen sind eine Blätterranke, eine Palmettenranke, ein Akanthusblätterfries, Weintrauben- und Weinblätterranke sowie ein einfacher Dreiblattfries. Das Fragment stammt aus einem Gebäude in Qasr at-Tuba, welches als eines der Wüstenschlösser in Jordanien gezählt wird.