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Objekttyp: Fragment (Tasche)
Museum für Islamische Kunst
Fragment einer Tasche. Auf rotem Grund sind verschiedene geometrische Muster zu erkennen, die rot konturiert sind und eine dunkelblaue Füllung aufweisen. Zu sehen sind Rauten und rautenförmige Sterne, die sich abwechseln und versetzt gereiht sind. Die Hauptbordüre ist mit einem mehrfarbigen Zickzackmuster versehen. An den Längsseiten verlaufen noch zwei Abschlussstreifen mit Musterungen auf lachsfarbenen Grund.
Museum für Islamische Kunst
Fragment einer Zelttasche (?). Auf rotem Grund sind drei Reihen von jeweils vier blaukonturierten Hexagonen erkennbar. Abwechselnd sind die Hexagone mit geometrischen Motiven gefüllt mit stilisierten Blüten und einfachen geometrischen Motiven versehen. Kleine Rauten sind zwischen den Hexagonen in versetzter Reihung angeordnet. Die Hauptbordüre mit beigefarbenem Grund weist stilisierte Blüten und X-förmige Motive als Muster auf.
Museum für Islamische Kunst
Fragment eines sogenannten Tschowal, was eine Turkmenentasche bezeichnet. Auf dunkelrotem Grund sind drei Reihen mit jeweils drei sogenannten Yomuden Göl-Zeichen zu erkennen, die mit versetzten Reihen von kreuzförmigen Göls alternieren. Die Hauptbordüre zeigt Pfeilspitzenmotive auf hellem Grund. Die Außenkante ist mit stilisierten Blütenstauden verziert. Die Formen der benutzten Göls im Muster wechseln je nach Stamm und bilden so eine Art „Etikett“ des jeweiligen Stammes, hier der Yomuden.
Museum für Islamische Kunst
Vorderseite einer Tasche. Der Mittelstreifen zeigt auf grünem Grund zwei hakenbesetzte Sechsecke mit halben Sechsecken in den Zwickeln. Die Hauptbordüre ist mit S-Formen auf weißem Grund verziert, in die kleine Kreuze eingeschrieben sind. Die Nebenbordüren, getrennt durch einfarbige Streifen, zeigen verschiedenfarbige Haken. I. 7232 b gehört vermutlich dazu und bildet das Gegenstück zu einem Taschenpaar. Die Taschenfragmente werden dem Kaukasusgebiet um Schirwan zugeordnet.
Museum für Islamische Kunst
Fragment einer Belutschen-Tasche. Auf dunkelblauem Grund in drei Reihen sechs gezackte Achtecke zu erkennen. Die Achtecke sind von stilisierten Blütenstauden und Streuornamenten umgeben. Die Bordüre zeigt Rautenmotive, während die äußeren Mitläuferstreifen gebrochene Wellenranken aufweisen. Der obere und der untere Abschluss sind Wirkarbeiten. Die originale Verschlussschlaufe ist erhalten.
Museum für Islamische Kunst
Fragment eines sogenannten Tschowal, einer Kamel- oder Zelttasche. Auf einem roten Grund sind in einfacher Reihung oktogonförmige, zackenbesetzte Motive zu sehen mit Füllornamenten, den sogenannten Salor-Göls, die nach dem Turkmenenstamm, der diese Taschen herstellte, benannt sind. Jeder Stamm hat seine eigenen Göl-Motive, die eine Art Markenzeichen darstellen. In versetzter Reihung sind Nebengöls zu erkennen, die kleiner sind und die Form einer getreppten Raute annehmen. Die Hauptbordüre weist stilisierte Rosetten auf und ist von mehreren Mitläufern eingerahmt. An einer der Längsseiten ist ein Abschlussstreifen, eine sogenannte Schürze zu erkennen, die mit stilisierten Blütenstauden versehen ist.
Museum für Islamische Kunst
Fragment eines sogenannten Mafrasch, was eine kleine Tasche bezeichnet. Sie wurde als kleine Transporttasche vielfältig benutzt. Auf dunkelrotem Grund sind drei Reihen mit jeweils drei sogenannten Tekke Tschowal Göl-Zeichen zu erkennen, die mit Reihen von sternförmigen sogenannten Chamche-Göls alternieren. Der Mafrasch wird als Tekke-Mafrash bezeichnet. Die Taschen werden nach dem Stamm benannt, der sie herstellt. Die Formen der benutzten Göls im Muster wechseln je nach Stamm und bilden so eine Art „Etikett“ jedes Stammes.
Museum für Islamische Kunst
Vorderseiten einer sogenannten Belutsch-Doppeltasche. Die Tasche ist nach dem Volk der Belutschen benannt, die sie herstellten. Auf einem blauen Grund ist ein rot-braunes Wabenmuster zu erkennen. Jede Wabe, die die Form eines Hexagons annimmt, beinhaltet eine stilisierte Blütenstaude. Die Komposition ist von zwei Bordüren umrahmt, die mit gezackten Blättern und einer Wellenranke verziert sind. Jede Seite weist einen Schlaufen-Verschluss auf. Ein weiterer Streifen mit einem Zickzackmuster ist ebenfalls erhalten. Diese Art von Taschen wurde als Transporttasche benutzt, die auf den Rücken von Eseln und Maultieren gelegt wurde.
Museum für Islamische Kunst
Vorderseite einer sogenannten Belutsch-Doppeltasche. Die Tasche ist nach dem Volk der Belutschen benannt, die die Tasche herstellten. Auf einem schwarzen Grund sind vier Reihen von stilisierten Vögeln zu erkennen. Die schreitenden Vögel wechseln in jeder Reihe die Richtung. Während alle Vögel rot-braun gefärbt und dunkelfarbig sind, fällt das zentrale Tier durch seine weiße Farbe auf. Die Komposition ist von einer Bordüre umrahmt, die stilisierte Blütenstauden auf weißem Grund aufweist und von mehreren Mitläufern und Nebenborten eingefasst wird. Diese Art von Taschen wurde als Transporttasche benutzt, die auf den Rücken von Eseln und Maultieren gelegt wurde.
Museum für Islamische Kunst
Vorderseite einer Tasche. Der Mittelstreifen zeigt auf grünem Grund zwei hakenbesetzte Sechsecke mit halben Sechsecken in den Zwickeln. Die Hauptbordüre ist mit S-Formen auf weißem Grund verziert, in die kleine Kreuze eingeschrieben sind. Die Nebenbordüren, getrennt durch einfarbige Streifen, zeigen verschiedenfarbige Haken. I. 7232 a gehört vermutlich dazu und bildet das Gegenstück zu einem Taschenpaar. Die Taschenfragmente werden dem Kaukasusgebiet um Schirwan zugeordnet.
Museum für Islamische Kunst
Vorderseite einer sogenannten Tschowal-Tasche, die als große Vorratstasche benutzt wurde. Auf rotem Grund sind horizontale Streifen zu erkennen: weiße mit schwarzen Mustern und schwarze mit weißen Mustern. Die weißen Streifen sind immer aus Baumwolle, meist geknüpft. Diese Art von Tasche wird als Tekke-Ak-Tschowal bezeichnet, und zwar nach dem Stamm der sie herstellte, in diesem Fall Tekke. Ak-Tschowal-Taschen dienten nicht nur als große Vorratstasche, sondern sollen überwiegend zur Aufnahme von Textilien und Kleidung gedient haben, die im Zelt aufbewahrt wurden. Ihre Musterung unterscheidet sich ebenfalls von den Tschowal-Taschen.