87 Ergebnisse
Objekttyp: Fragment (Wandverkleidung)
Museum für Islamische Kunst
Fragmente einer großflächigen Wandverkleidung aus Stuck, einschließlich eines Türsturzes. Erhalten haben sich Dekorflächen, die als links und oberhalb einer Türöffnung liegend interpretiert wurden. Die einzelnen Dekorzonen sind durch unterschiedlich gestaltete Flechtbänder getrennt. Auf dem als Türsturz gedeuteten Dekorelement sind Reste einer Wellenranke erhalten, die eine Blüte und Weinblätter sowie weitere Blätter umfangen. In einem Friesband, das oberhalb des Türsturzes und links davon verläuft, folgt ein Flechtband mit eingestellten Kreispunkten. Wiederum links davon sind einzeln gestellte Rosetten in versetzt angeordneten Quadraten von Flechtbändern umfangen. Auf diese kleinteiligen Dekorzonen folgt oberhalb eine größere Fläche, in der sich horizontal gesprengte Palmetten und Granatäpfel abwechseln. Diese Wandverkleidung ist das größte zusammenhängende Fragment, das aus Nizamabad überliefert ist. Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zusammen mit anderen Stuckplatten und Hochreliefs 80km südöstlich von Teheran im Gebiet von Nizamabad geborgen. Das Museum erwarb die Stücke im Kunsthandel. Fast vollplastisch ausgearbeitete Reiter- und Personendarstellungen stechen unter den verschiedenen Stuckfunden heraus. Sie sind durch Kronen, Schmuck, Bekleidung sowie Farbfassungen und Blattgoldbelag als hochrangige Personen gekennzeichnet. Die Funde aus Nizamabad sind in das 7./8. Jahrhundert zu datieren. Sie sind herausragende Zeugnisse der Übergangszeit zwischen Spätantike und Frühislam.
Museum für Islamische Kunst
Halbrundstabfragment einer architektonischen Gliederung beziehungsweise Wandverkleidung aus Stuck. Das stilisierte Palmsäulenmotiv setzt sich aus abgewinkelten Sichelfriesen bzw. übereinander geführten Doppelschuppen oder überlappenden Herzformen zusammen, die sich in einem unendlichen Rapport wiederholen. Möglicherweise gehört das Fragment mit mehreren anderen Bruchstücken zur Wandverkleidung unter einer Archivolte. Das Motiv trat allerdings nur an einer Fundstelle in einem Haus der Siedlung al-Maʿarid im Stadtgebiet östlich des Palastes von Ktesiphon auf. Die Bruchstücke wurden von der tragenden Wand gelöst in Schutt geborgen. Eine spätsasanidische Datierung liegt nahe, da speziell die nachgewiesene Kombination des Halbrundstabes mit einem Astragalstab gleichfalls in umaiyadischer und ʿabbasidischer Zeit aufgegriffen wird.
Museum für Islamische Kunst
Fragment eines größeren Paneels aus Stuck. Erhalten ist ein Feld mit drei Arkadenbögen: Die Säulen haben gedrehte Schäfte und Blattkapitelle, die dreipassige, mit Perlbändern eingefasste Bögen tragen. Die Arkaden sind mit symmetrischen Pflanzen ausgefüllt, die Weinblätter sowie eingerollte und längliche Blätter tragen. In den Zwickeln zwischen den Bögen erscheinen Knospen und Blätter (die auf der rechten Seite sind heute verloren). Den oberen Abschluss bildete ein heute ebenfalls verlorenes horizontales Band aus versetzt angeordneten Halbkreisen und Punkten. Dazu gehört das Fragment I. 7167 b. Das Paneel wurde 1913 von Max Freiherr von Oppenheim in der nordsyrischen Ruinenstadt Charab Sayyar ausgegraben.
Museum für Islamische Kunst
Fragment eines größeren Paneels aus Stuck. Erhalten ist ein Feld mit drei Arkadenbögen: Die Säulen haben gedrehte Schäfte und Blattkapitelle, die dreipassige, mit Perlbändern eingefasste Bögen tragen. Die Arkaden sind mit symmetrischen Pflanzen ausgefüllt, die Weinblätter sowie eingerollte und längliche Blätter tragen. In den Zwickeln zwischen den Bögen erscheinen Knospen und Blättern (die auf der rechten Seite sind heute verloren). Den oberen Abschluss bildete ein heute ebenfalls verlorenes horizontales Band aus versetzt angeordneten Halbkreisen und Punkten. Dazu gehört das Fragment I. 7167 a. Das Paneel wurde 1913 von Max Freiherr von Oppenheim in der nordsyrischen Ruinenstadt Charab Sayyar ausgegraben.
Museum für Islamische Kunst
Halbrundstabfragment einer architektonischen Gliederung beziehungsweise Wandverkleidung aus Stuck. Den Stab überzieht ein aus dem angetragenen Mörtel herausgeschnittenes stilisiertes Dekor aus Zickzackmustern zwischen abgewinkelten Leisten. Ein zentrales Loch im Scheitel der Zickzack-Leiste diente der dekorativen Applikation eines Gegenstands aus anderem Material wie farbigem Stein oder Glas. Möglicherweise gehört das Fragment zur Wandverkleidung unter einer Archivolte oder war Bestandteil einer repräsentativen Raumausstattung. Als Fundort kann ein Gebäude in der islamischen Siedlung Salmān Pāk im Stadtgebiet Ktesiphons angenommen werden. Eine genaue Zuordnung ist allerdings nicht möglich.
Museum für Islamische Kunst
Fragment einer Wandverkleidung aus Stuck. Erhalten sind Reste von Rankenstängeln und Blättern. Es wird vermutet, dass diese Stuckverkleidung im oberen Bereich einer Wand angebracht war. Das Fragment stammt aus Ausgrabungen in Chirbat al-Minya. Durch Fundteilung wurde es an das Museum für Islamische Kunst überwiesen.
Museum für Islamische Kunst
Fragment einer Wandverkleidung aus Stuck. Erhalten sind drei Dekorzonen, die durch schmale Stege voneinander getrennt sind. Im oberen Bereich sind Reste floralen Dekors zu erkennen. Darunter schließt sich ein Fries aus kantigen Akanthusblättern an. In der unteren Zone sind Reste eines Dekors erhalten, der als Kordelstab gedeutet wurde. Es wird vermutet, dass diese Stuckverkleidung im oberen Bereich einer Wand angebracht war. Das Fragment stammt aus Ausgrabungen in Chirbat al-Minya. Durch Fundteilung wurde es an das Museum für Islamische Kunst überwiesen.
Museum für Islamische Kunst
Teil eines breiten Stuckpaneels mit einer Abfolge von stehenden Rauten und Dreieckfeldern. Alle Rauten sind von Perlstäben eingefasst; innen sind sie mit einer vasenförmigen Blüte verziert, aus der eine Blattknospe wächst. Seitlich erscheinen stilisierte eingerollte Blätter. Die dazwischenliegenden Dreiecke sind spiegelsymmetrisch angeordnet; sie sind ebenfalls mit Blättern, eingerollten Knospen und Blüten gefüllt. Der gesamte Fries wird unten von einem Perlstab eingefasst. Die obere Begrenzung besteht aus einem Perlband, das auch die zugehörigen Nischenfelder I. 3487.3, I. 3487.4a, I. 3487.4b und I. 3488 einfasst. Gefunden in Haus XIII, Raum 11. Die Wände der Paläste in Samarra, aber auch die der Privathäuser waren mit dicht gemusterten Stuckpaneelen und Stuckfriesen verkleidet. Zumeist handelt es sich um vegetabile und geometrische Motive im sogenannten Samarra Schrägschnitt. Viele erinnern an geschnitzte Holz- oder bearbeitete Marmorpaneele, wie sie in Samarra auch gefunden wurden. Da alle Hölzer und Steine importiert werden mussten, stellte man preiswertere und schneller herzustellende Wandverkleidungen aus Gipsstuck her. Teilweise haben sich Farbreste erhalten, die zeigen, dass die Stucke farbig gefasst waren.
Museum für Islamische Kunst
Geschnittenes Stuckfragment in Form eines Halb- kreisbogens mit Pfeifenmusterdekor, der durch zwei Leisten umrahmt ist, die nicht parallel zueinander verlaufen. Womöglich war es Teil eines Stirnbogens, der eine Tür oder Wandnische in einem der Paläste in Raqqa schmückte.
Museum für Islamische Kunst
Fragment einer repräsentativen, möglicherweise frühislamischen Wandverkleidung aus Stuck mit stark stilisiertem Dekor. Erhalten ist ein Ausschnitt einer flächigen Verzierung mit tief eingeschnittenem Bildgrund. Ein Kreis- und ein Blütenmotiv sitzen nebeneinander, den Zwickel zwischen ihnen und dem Ansatz einer ausgreifenden Ranke füllt ein fächerartiges Blatt. Die Ränder bilden breite undekorierte Leisten. Durch in versetzten Reihen dicht gesetzte Einstiche mit einem spitzen Werkzeug sind die plan gehaltenen Binnenflächen strukturiert. Während diese Dekortechnik unter den Ktesiphon-Stucken selten auftritt, sind Vergleiche etwa aus Susa im Iran bekannt. Der genaue Fundort im Stadtgebiet Ktesiphons ist nicht überliefert, das Stück könnte aber aus der Siedlung Salmān Pāk stammen.
Museum für Islamische Kunst
Fragment einer Wandverkleidung aus Stuck. Erhalten sind Ansätze von Blättern, die Bögen bildeten und in die Palmetten eingestellt sind. Es wird vermutet, dass dieses Fragment zu einem Fries gehörte. Das Fragment stammt aus Ausgrabungen in Chirbat al-Minya. Durch Fundteilung wurde es an das Museum für Islamische Kunst überwiesen.
Museum für Islamische Kunst
Fragment einer Wandverkleidung aus Stuck. Erhalten sind Reste eines gebogenen Rankenstängels, an dessen Innenseite sich ein schmales Blatt anpasst. Darüber berühren drei Blattspitzen die Innenseite. Es wird vermutet, dass diese Stuckverkleidung im oberen Bereich einer Wand angebracht war. Das Fragment stammt aus Ausgrabungen in Chirbat al-Minya. Durch Fundteilung wurde es an das Museum für Islamische Kunst überwiesen.
Museum für Islamische Kunst
Torusartiges Rundstabfragment aus Stuck mit geglätteter Oberfläche. Ähnlich Parallelfunden bildete wohl ein grob geometrisch ausgeführter Zickzackschnitt den Übergang zur Wandfläche (vgl. Kt I. 116). Der relativ schlichte Bestandteil der horizontalen architektonischen Gliederung einer Wandverkleidung wurde über einem Putzgrund auf einer Wand aufgebracht. Offenbar war es bei der Bergung bereits vom Verband der Wand gelöst, die als Putzträger mit Matten aus geflochtenen Schilf- oder Palmblättern verkleidet war. Entsprechende Abdrücke sind auf der Rückseite erkennbar. Der Teil einer rahmenartigen Einfassung einer Wandfläche oder des Bestandteils eines Sockels fand sich eingelagert im oberflächennahen Schutt. Der genaue Fundzusammenhang im Rahmen der Ktesiphon-Grabungen ist nicht rekonstruierbar.
Museum für Islamische Kunst
Torusartiges Rundstabfragment aus Stuck mit geglätteter Oberfläche und grob geometrisch ausgeführtem Zickzackschnitt am Übergang zur Wandfläche. Die rechte Schmalseite ist als seitlicher Abschluss geglättet und kann an ein weiteres Dekorfragment oder eine Wand angebunden haben. Der relativ schlichte Bestandteil der horizontalen architektonischen Gliederung einer Wandverkleidung wurde über einem Putzgrund auf einer Wand aufgebracht. Offenbar war es bei der Bergung bereits vom Verband der Wand gelöst, die als Putzträger mit Matten aus geflochtenen Schilf- oder Palmblättern verkleidet war. Entsprechende Abdrücke sind auf der Rückseite deutlich erkennbar. Der Teil einer rahmenartigen Einfassung einer Wandfläche oder der Bestandteil eines Sockels fand sich eingelagert im oberflächennahen Schutt. Der genaue Fundzusammenhang im Rahmen der Ktesiphon-Grabungen ist nicht rekonstruierbar.
Museum für Islamische Kunst
Fragment einer Wandverkleidung aus Stuck mit Resten figürlichen Dekors (?). Das Fragment wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zusammen mit anderen Stuckplatten und Hochreliefs 80km südöstlich von Teheran im Gebiet von Nizamabad geborgen. Das Museum erwarb die Stücke im Kunsthandel.
Museum für Islamische Kunst
Torusartiges Rundstabfragment aus Stuck mit geglätteter Oberfläche und sechs erhaltenen Zähnen eines Zickzackschnitts am Übergang zur Wandfläche. Das relativ schlichte Bestandteil der architektonischen Gliederung einer Wandverkleidung wurde über einem Putzgrund auf einer Wand aufgebracht. Offenbar war es bei der Bergung bereits vom Verband der Wand gelöst und im oberflächennahen Schutt eingelagert. Es kann sich um den Teil einer rahmenartigen Einfassung einer Wand oder einen Sockelbestandteil handeln. Der genaue Fundzusammenhang im Rahmen der Ktesiphon-Grabungen ist nicht rekonstruierbar.
Museum für Islamische Kunst
Fragment einer Wandverkleidung aus Stuck mit figürlichem (?) Dekor. Das Fragment wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zusammen mit anderen Stuckplatten und Hochreliefs 80km südöstlich von Teheran im Gebiet von Nizamabad geborgen. Das Museum erwarb die Stücke im Kunsthandel.
Museum für Islamische Kunst
Fragment einer Wandverkleidung aus Stuck mit Resten einer Bordüre und floralen Dekors (?). Das Fragment wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zusammen mit anderen Stuckplatten und Hochreliefs 80 km südöstlich von Teheran im Gebiet von Nizamabad geborgen. Das Museum erwarb die Stücke im Kunsthandel.
Museum für Islamische Kunst
Fragment einer Wandverkleidung aus Stuck. Das Fragment wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zusammen mit anderen Stuckplatten und Hochreliefs 80km südöstlich von Teheran im Gebiet von Nizamabad geborgen. Das Museum erwarb die Stücke im Kunsthandel.
Museum für Islamische Kunst
Fragment einer Wandverkleidung aus Stuck. Das Fragment wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zusammen mit anderen Stuckplatten und Hochreliefs 80km südöstlich von Teheran im Gebiet von Nizamabad geborgen. Das Museum erwarb die Stücke im Kunsthandel.
Museum für Islamische Kunst
Fragment einer Wandverkleidung aus Stuck mit Resten von Dekor. Das Fragment wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zusammen mit anderen Stuckplatten und Hochreliefs 80km südöstlich von Teheran im Gebiet von Nizamabad geborgen. Das Museum erwarb die Stücke im Kunsthandel.
Museum für Islamische Kunst
Fragment einer Wandverkleidung aus Stuck mit Dekor. Das Fragment wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zusammen mit anderen Stuckplatten und Hochreliefs 80km südöstlich von Teheran im Gebiet von Nizamabad geborgen. Das Museum erwarb die Stücke im Kunsthandel.
Museum für Islamische Kunst
Fragment einer Wandverkleidung aus Stuck mit figürlichem (?) Dekor. Das Fragment wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zusammen mit anderen Stuckplatten und Hochreliefs 80km südöstlich von Teheran im Gebiet von Nizamabad geborgen. Das Museum erwarb die Stücke im Kunsthandel.
Museum für Islamische Kunst
Geritzter Gipsmörtel mit geometrischen Mustern. Der Gipsmörtel bedeckte die Lehmmauern der Paläste in Raqqa.
Museum für Islamische Kunst
Fragment einer architektonischen Gliederung beziehungsweise Wandverkleidung aus Stuck. Erhalten ist ein als Säulenmotiv oder quer laufender Torus verwendeter Halbrundstab mit einem sich in unendlichem Rapport wiederholendem Zickzackdekor. Das stilisierte Ornament kann entfernt ein Palmsäulen- oder Blattbündelmotiv andeuten. Das Bruchstück wurde bei den Ktesiphon-Grabungen von der tragenden Wand gelöst im oberflächennahen Schutt geborgen. Eine genaue Lokalisierung des Fundortes ist über die historischen Fundbücher nicht mehr möglich. Entsprechende Stücke, zu denen das Objekt gehören könnte stammen aus Umm az-Zaʿtir.
Museum für Islamische Kunst
Teil eines breiten Stuckpaneels mit einer Abfolge von stehenden Rauten und Dreieckfeldern. Alle Rauten sind von Perlstäben eingefasst; innen sind sie mit einer vasenförmigen Blüte verziert, aus der eine Blattknospe wächst. Seitlich erscheinen stilisierte eingerollte Blätter. Die dazwischenliegenden Dreiecke sind spiegelsymmetrisch angeordnet; sie sind ebenfalls mit Blättern, eingerollten Knospen und Blüten gefüllt. Der gesamte Fries wird unten von einem Perlstab eingefasst. Die obere Begrenzung besteht aus einem Perlband, das auch die zugehörigen Nischenfelder I. 3487.3, I. 3487.4a, I. 3487.4b und I. 3488 einfasst. Gefunden in Haus XIII, Raum 11. Die Wände der Paläste in Samarra, aber auch die der Privathäuser waren mit dicht gemusterten Stuckpaneelen und Stuckfriesen verkleidet. Zumeist handelt es sich um vegetabile und geometrische Motive im sogenannten Samarra Schrägschnitt. Viele erinnern an geschnitzte Holz- oder bearbeitete Marmorpaneele, wie sie in Samarra auch gefunden wurden. Da alle Hölzer und Steine importiert werden mussten, stellte man preiswertere und schneller herzustellende Wandverkleidungen aus Gipsstuck her. Teilweise haben sich Farbreste erhalten, die zeigen, dass die Stucke farbig gefasst waren.
Museum für Islamische Kunst
Kleines geschnittenes Marmorfragment mit schwarzer Bemalung. Dargestellt ist ein Männerkopf en face, zu dessen eigenwilliger Kopfbedeckung es bislang keine Parallelen gibt. Das Objekt stammt aus den Ausgrabungen in Samarra (Irak). In dieser Residenz der abbasidischen Kalifen waren zahlreiche Paläste und Privathäuser mit Wanddekor geschmückt.
Museum für Islamische Kunst
Teil eines breiten Stuckpaneels mit einer Abfolge von stehenden Rauten und Dreieckfeldern. Alle Rauten sind von Perlstäben eingefasst; innen sind sie mit einer vasenförmigen Blüte verziert, aus der eine Blattknospe wächst. Seitlich erscheinen stilisierte eingerollte Blätter. Die dazwischenliegenden Dreiecke sind spiegelsymmetrisch angeordnet; sie sind ebenfalls mit Blättern, eingerollten Knospen und Blüten gefüllt. Der gesamte Fries wird unten von einem Perlstab eingefasst. Die obere Begrenzung besteht aus einem Perlband, das auch die zugehörigen Nischenfelder I. 3487.3, I. 3487.4a, I. 3487.4b und I. 3488 einfasst. Gefunden in Haus XIII, Raum 11. Die Wände der Paläste in Samarra, aber auch die der Privathäuser waren mit dicht gemusterten Stuckpaneelen und Stuckfriesen verkleidet. Zumeist handelt es sich um vegetabile und geometrische Motive im sogenannten Samarra Schrägschnitt. Viele erinnern an geschnitzte Holz- oder bearbeitete Marmorpaneele, wie sie in Samarra auch gefunden wurden. Da alle Hölzer und Steine importiert werden mussten, stellte man preiswertere und schneller herzustellende Wandverkleidungen aus Gipsstuck her. Teilweise haben sich Farbreste erhalten, die zeigen, dass die Stucke farbig gefasst waren.
Museum für Islamische Kunst
Unvollständig erhaltener Teil einer bemalten zinnenförmigen Leiste. Die vertikale Achse nimmt ein langer Stängel ein, aus dem ein mehrpassiges Palmettblatt wächst und der auf beiden Seiten von nach innen eingerollten Blattformen eingefasst wird. Der Trennfries zwischen Stängel und Blattformen zeigt ein vertikales Band aus roten Rauten, die schwarz und weiß konturiert sind und einen hellblauen Punkt in der Mitte haben. Alle eingetieften Rillen sind dunkel bemalt. Die äußeren abgeschrägten Leisten sind weiß mit Resten hellblauer Kreise (?). Dazu gehören I. 56/64 b und I. 56/64 c.
Museum für Islamische Kunst
Belagplattenfragment einer Wandverkleidung aus weißem Marmor (Tarmasal). Das architektonische Dekor kennzeichnet eine stark profilierte Kante am Rand. Ob es sich um eine rechteckige, vollständig umrandete Platte oder das Fragment des Randabschlusses einer mit mehreren Platten belegten Fläche handelt, ist mangels zugehöriger Funde nicht festzulegen. Das Bruchstück fand sich im Rahmen der Ktesiphon-Grabungen im Bereich eines Hauses der islamischen Siedlung Salman Pak.