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Objekttyp: Fragment (Relief)
Museum für Islamische Kunst
Konvolut von Fragmenten einer repräsentativen Wandverkleidung aus Stuck mit stilisiertem Dekor. Vier Bruchstücke stammen von floralem flächenfüllendem Ornament und vier weitere von gliedernden bandartigen Leisten zwischen dekorierten Flächen. Die Leisten sind mit dicht gestaffelten Blattpaaren bzw. überlappenden Herzmotiven besetzt, welche spätantike Lorbeerblattleisten imitiert bzw. uminterpretiert. Das Dekor wurde an der Wand aus angetragenem Stuck herausgeschnitten, was es von Gebäudeausstattungen mit modelgeformten Stuck in sasanidischer Gestaltungen unterscheidet. In größerem Verband erhaltene bzw. wieder zusammengesetzte Vergleichsstücke überliefern den Aufbau der architektonisch gliedernden Wandgestaltung (vgl. Kt I. 512): In Reihen geführte Friese aus stilisierten Bäumchen bilden das Grundmotiv. Ihre aneinander anstoßenden, eingeschwungenen Zweige greifen Rankenmotive auf und enden jeweils in fünflappigen Blättern. Zwischen den tordierten Stämmen oder Stauden sitzen Dreiergruppen aus zwei eingeschnürten Blättern und einem tropfenförmigen Blatt. Die Fragmente der flächenfüllenden Blattornamente sind über dem oberen Fries anzuordnen. Streng gereiht entstand das Bild eines dicht bewachsenen, gepflegten Hains – eine Ab-, bzw. Umwandlung tradierter und sowohl in der vor-, als auch frühislamischen Kunst beliebten Motiven in neuem, möglicherweise religiös intendiertem Sinnzusammenhang. Das eventuell vom Lebensbaum herrührende, flächig verwendete Baummotiv verschmilzt zudem quasi zu einem Dattelpalmenhain. Es fand in unterschiedlichen Bereichen der Raumgestaltung eines Gebäudes der islamischen Siedlung Salmān Pāk im Stadtgebiet Ktesiphons Verwendung. Entsprechende Fragmente wurden bei den Ausgrabungen geborgen und archiviert (vgl. Kt I. 512, Kt I. 354, I. 7735).
Museum für Islamische Kunst
Stuckfragment mit Darstellungen miteinander verschlungener Dekorbänder aus von Leisten gefassten Perlstäben aus einem Konvolut von Bruchstücken einer paneelartigen Wandverkleidung. Im Auge der Schlaufe ist ein freistehender Materialbuckel ausgearbeitet. Von den Zierleisten als rahmenden Dekor sind weitere Stücke wie Dekorbandfragmente und eine Ecke mit anbindendem Rankenmotiv erhalten (vgl. Kt.I 160.3, 4, 5). Die Binnenflächen auf dem Paneel füllte ebenfalls aus dem Mörtelgrund herausgeschnittenes florales Dekor. Dazu können ein geschuppter, von schmalen Blättern eingefasster Blütenstand, eine Sechsblattrosette bzw. -blüte um eine mittige Perle (Kt.I 160.2, 6) und drei kleinteilige Fragmente gehören, was nicht abschließend gesichert ist. Möglicherweise stammt die das Fragment enthaltende Objektgruppe aber geschlossen von einem Fundort in einem frühislamischen Wohnhaus der Siedlung Salman Pak im Stadtgebiet Ktesiphons und wurde entsprechend als Konvolut archiviert.
Museum für Islamische Kunst
Konvolut von Fragmenten modelgeformter Friesplatten aus Stuck. Die Platten waren um einen Halbrundstab angebracht, der den Bogen eines Iwans, einer mit einem Tonnengewölbe überdeckten, zu einer Seite offenen Vorhalle, einfasste. Der Dekor setzte sich aus auf einem Taustab aufsitzenden Blütenmotiven zusammen, die durch einfache Bogenranken miteinander verbunden waren. Es wechseln sich über einem doppelten Heftel aus einem Dreiblatt als Hülse herauswachsende Lotusfächerblüten und Rosettenblüten aus einer mittigen Hohlperle und darum angeordneten herzförmigen Blättern ab. Das Plattendekor wurde in zahlreichen Bruchstücken bei den Ktesiphon-Grabungen in einem Haus der Siedlung Umm az-Zaʿtir freigelegt. Insgesamt konnte ein größerer Bogen- bzw. Archivoltenabschnitt zusammengesetzt und das Dekor des östlichen Iwans teils graphisch rekonstruiert werden. Die nicht über Bruchkannten anpassenden Fragmente werden im Museumsdepot aufbewahrt.
Museum für Islamische Kunst
Randfragment einer Wanddekoration aus angetragenem Stuck. Entlang einer randlichen Leiste sitzt ein grob geschnittenes Flechtband, dessen Schlaufen durch deutliche Ausbohrungen voneinander abgesetzt sind. An die das Bildfeld rahmenden Elemente schließen Ansätze floraler Ranken eines flächigen Dekor an. Erkennbar sind die kräftige Leiste einer Ranke, ein lanzettförmiges Blatt und fragmentarische Blatt- und Traubenmotive. Das Fragment kann nur stilistisch der Siedlung Salmān Pāk im Stadtgebiet Ktesiphons als Fundort zugeordnet werden, eine exakte Lokalisierung ist nicht möglich.
Museum für Islamische Kunst
Fragmente eines relativ einfachen, grob aus an der Wand angetragenem Stuck herausgeschnittenen Architekturdekors. Die aus Versturzschutt geborgenen, auf einem Gipsgrund montierten Bruchstücke gehören zur horizontalen Gliederung einer Wandverkleidung. Zwischen einfachen Leisten sitzen ein Fries aus dreieckig geschnittenen, perlstabartig aneinander gereihten Blättern und das Rudiment eines Halbrundstabes mit eingekerbten überkreuzten Linien, die ein flächiges Rautenmuster bilden. Das Motivvorbild ist bei spätantiken bzw. spätsasanidischen Blattbändern zu finden, die hier in vereinfachter Form zitiert werden. Stilistisch ähnliche Stuckfragmente legen nahe, dass der Wandbereich Ausstattungsteil eines kleinen Iwans in einem Gebäude der islamischen Siedlung Salman Pak im Stadtgebiet Ktesiphons war. Dabei handelt es sich um einen überwölbten, zu einer Seite offenen nischenartigen Raum mit repräsentativen Dekor (vgl. Kt I. 355).
Museum für Islamische Kunst
Modelgeformte quadratische Wandplatte einer repräsentativen Wandverkleidung mit Stuckfliesen. Über die randlose Bildfläche verteilen sich gleichmäßig neun von flügelartigen Palmetten eingefasste, stehende Fruchtstände. Meist als Granatäpfel angesprochen – namengebend für derartige Platten – scheint es sich eher um Mohnknospen zu handeln. Nebeneinander gesetzt ergaben solche Platten ein homogenes Dekor großer Flächen, gerahmt von Platten mit stilisierten Friesen. Die Platte gehörte zur Ausstattung des östlichen Iwans, einer mit einem Tonnengewölbe überdeckten, zu einer Seite offenen Vorhalle eines Hauses, in der Siedlung Umm az-Zaʿtir, das bei den Ktesiphon-Grabungen untersucht wurde.
Museum für Islamische Kunst
Teile einer Wandverkleidung aus Stuck mit einem Fries aus siebenblättrigen Palmetten über Halbsäulen mit einem Zickzack-Dekor auf dem Schaft. Offenbar wurden vom angetroffenen Architekturdekor zwei Palmetten und zwei Säulen in ihrem Fundzusammenhang auf einem Gipsgrund gesichert. Die Palmetten verbindet ein hängender Bogenfries aus einer doppelten Leiste, der direkt in die Blätter mündet. Er steht auf einem horizontalen Profil aus mindestens fünf Leisten, welches auf den nicht erhaltenen Kapitellen der Halbsäulen aufsaß. Die Fragmente stammen anscheinend aus einem großen, sasanidenzeitlichen Ziegelbau vom Qasr bint al-Qadi, der in islamischer Zeit stark umgebaut wurde. Sie dürften zur ursprünglichen Ausstattung von dessen Aedicula gehört haben, als das Gebäude möglicherweise als Kirche diente. Enge stilistische Ähnlichkeiten bestehen zur Ausstattung eines Iwan als überwölbtem nischenartigem Raum des frühislamischen Haus V im Stadtgebiet al-Maʿarid.
Museum für Islamische Kunst
Wandverkleidungsfragment aus auf dem Mauergrund angetragenen Stuck. Das Dekor ist aus dem Stuck herausgeschnitten bzw. frei modelliert. Erhalten hat sich ein Ausschnitt vom Randbereich eines Flächendekors mit einem Blattfries zwischen einer dünnen Leiste und einem breiten Rand. Der Blattfries setzt sich aus grob geschnittenen Blattpaaren zusammen, die rudimentär an spätantike Lorbeerblattleisten erinnern. Vom Ornament der anschließenden Wandfläche sind eine in einem fünflappigen Blatt endende Ranke und übereinander sitzende, fruchtstandartige Perlen erhalten – Bestandteile eines Frieses stilisierter Bäumchen mit aneinander anstoßenden, eingeschwungenen Zweigen. Das Baummotiv findet sich in diversen Bereichen der Raumgestaltung eines bei den Ktesiphon-Grabungen in der islamischen Siedlung Salman Pak erschlossenen Gebäudes wieder (vgl. Kt I. 354, Kt I. 512, I. 7735). Das Fragment wurde bei der Bergung mit weiteren Stücken auf einer Gipsplatte montiert und später wieder aus dieser gelöst.
Museum für Islamische Kunst
Wandverkleidungsfragment aus auf dem Mauergrund angetragenem Stuck. Das kleinteilige, flächige Dekor ist aus dem Stuck herausgeschnitten bzw. frei modelliert. Ursprünglich gliederten den Wandbereich horizontale Bänder. Erhalten ist hier ein Abschnitt mit einem von einfachen Leisten eingefassten Zickzackband, das als vereinfacht ausgeführtes Rudiment eines Blattfrieses zu verstehen ist. Auf diesem Band setzen ein Kreis aus einem von Leisten eingefasstem Perlband und eine Raute mit breitem Rand auf. Die Binnenfläche des Kreismedaillons und die Zwickel zwischen den gliedernden Strukturen füllt grob geschnittenes, florales Rankenwerk. Die Oberflächen der Blätter weisen eingekerbte Schraffuren und dekorative Bohrungen auf. Ansätze ähnlicher Ranken sind gleichfalls unterhalb der horizontalen Trennung erhalten. Die Motive sind sasanidischen Wanddekorationen entlehnt, unterscheiden sich als frühislamische Wandgestaltung allerdings von diesen in Ausführung und Arrangement zu einem geschlossenen flächigen Dekor. Es unterliegt nicht mehr den Gliederungen durch zusammengesetzte, vorgefertigte Platten. Das bei den Ktesiphon-Grabungen in einem Haus der islamischen Siedlung Salman Pak gefundene Fragment wurde bei der Bergung mit weiteren Stücken auf einer Gipsplatte montiert und später wieder aus dieser gelöst.
Museum für Islamische Kunst
Teile einer paneelartigen Wandverkleidung aus Stuck mit grob aus dem Mörtel geschnittenem Ornament. Die Fragmente wurden in ihrem Fundzusammenhang auf einem Gipsgrund gesichert. Parallel fanden sich mehrere vergleichbare Dekorgruppen. Sie verbindet in ihrer rein ornamentalen Ausführung ein aus Perlstabborten geformtes Flachmuster, das sich zu einem Bandmotiv zusammensetzt. Die Borten liegen an den Randleisten aus einem breiten Steg und einem Fries aus wechselseitig eingeritzten Halbkreisbögen. Sie laufen über Verschränkungen durch kleine in große Kreisbögen hinein, die wiederum entlang der Mittelachse des Bildfeldes über kleine Kreise miteinander verbunden sind. Die Binnenflächen dieses Grundmusters sind mit floralen Ornamenten gefüllt. Am erhaltenen Stück sind im unteren Kreis große, fleischige Blätter erkennbar, die wohl einst ein Mohnkapsel- oder Granatapfelmotiv umgaben. Der obere Kreis ist mit stark stilisierten, wohl Weinlaub andeutendem Blattwerk und Fruchtständen gefüllt. Andere Fragmente zeigen von einem zentralen Zweig ausgehende, in Blättern auslaufende Ranken. Derartige Motive füllten ebenfalls die Zwickel zwischen den Kreisbögen. Das Stuckdekor ergänzen zusätzliche Bohrungen. Sie unterstreichen den homogenen Charakter des Flächenornaments und erleichterten in engen Zwischenräumen, bei Ecken und bei Punkten die Abtiefung des Bildgrundes. Die Bruchstücke stammen aus einem frühislamischen Wohnhaus der Siedlung Salman Pak im Stadtgebiet Ktesiphons.
Museum für Islamische Kunst
Sechs zu einem Flächendekor zusammengesetzte Fliesenplatten einer repräsentativen Wandverkleidung aus Stuck mit floralem Dekor. Auf den einzelnen sogenannten Eichelplatten ordnen sich um eine mittige Sechspassrosette beziehungsweise Blüte um Hohlperle miteinander verschlungene einfache Ranken und bilden vier Ornamentfelder. In diesen laufen die Ranken jeweils in Bündel aus drei länglichen eichelartigen Knospen mit geschuppten Hut aus. Als Blattwerk entspringen den Ranken lilienartige Dreiblattmotive. Modelgeformte, als Eichelplatten bezeichnete Fliesen mit derartigem Dekor und zahlreiche zugehörende Bruchstücke wurden während der Ktesiphon Grabungen im Inneren eines Wohnhaus im Stadtgebiet al-Maʿarid östlich des Palasts am Nordkanal bei Salman Pak geborgen. Teils hafteten sie noch in situ auf den Wänden und waren zu einem flächigen Dekor verbunden, teils lagen sie auf dem Ziegelpflaster des Raums (vgl. KtO 1100-1105 sowie 1119).
Museum für Islamische Kunst
Stark ergänzte, aus zahlreichen Fragmenten zusammengesetzte, modelgeformte rechteckige Stuckplatte einer Wandverkleidung. Die sogenannte Eberplatte zeigt einen sich auf den Hinterläufen abstützenden, im Sprung begriffenen Keiler. Die Vorderläufe sind ausgestreckt. Der massige, naturalistisch modellierte Kopf wird von einem sich über den Rücken erstreckenden Borstenkamm bekrönt. Die Schnauze ist leicht geöffnet, die Hauer sind sichtbar. Regelmäßig verteilte Büschel deuten die Borsten auf der Schwarte an, der als Pürzel bezeichnete Schwanz ist aufgestellt und am rechten Plattenrand nach unten gebogen sowie in zwei Enden aufgespalten. Das naturräumliche Umfeld deuten zu dichtem Bewuchs aufgereihte, einem durch einen sogenannten Laufenden Hund am unteren Plattenrand angedeuteten feuchten Untergrund entwachsende Schilfrohrpflanzen mit Kolben an. Die Plattenteile stammen von der rechten Laibung des Ostiwan, einer mit einem Tonnengewölbe überdeckten, zu einer Seite offenen Vorhalle, eines Hauses der Siedlung Umm az-Zaʿtir im Stadtgebiet Ktesiphons. Die verschiedenen, kombinierbaren Fragmente (vgl. KtO 1338 im Metropolitan Museum New York) deuten mit ihren Anpassungen an, dass die Platten nicht nur als Fries sondern auch vertikal flächig aneinander gereiht waren. Damit wird zwar das gängige Darstellungsschema von Jagdszenerien in der sasanidischen Kunst durchbrochen, das Thema dürfte aber diesen entsprechen.
Museum für Islamische Kunst
Fragment eines Bogens aus Kalkstein. Das Fragment besteht aus drei Blöcken vom rechten Bogenansatz und wird außen von einer Akanthusborte eingefasst. Nach innen folgt ein halbrunder Fries, der mit kleinteiligen Ranken versehen ist, aus denen Weinblätter und Trauben wachsen, wie sie auch auf der rechten Fassade erscheinen. Der Bogen stammt aus dem großen Hof des umaiyadischen Wüstenschlosses von Mschatta (I. 6163). Der Palast wurde wahrscheinlich während der kurzen Regierungszeit des Kalifen al-Walid II. (743-744) begonnen. Er blieb wegen dessen Ermordung unvollendet und wurde vermutlich wenig später bei einem Erdbeben zerstört. Die Bezeichnung Mschatta (arabisch für Winterlager) wurde von den Beduinen übernommen; der ursprüngliche Name ist nicht überliefert. Das Fragment gelangte 1903 zusammen mit der Palastfassade als Geschenk des osmanischen Sultans an Kaiser Wilhelm II. nach Berlin.
Museum für Islamische Kunst
Fragment einer paneelartigen Wandverkleidung aus Stuck, die seitlich von einfachen Leisten eingefasste Perlstäbe begrenzten. Die Binnenfläche ist durch ebensolche, sich überschneidende bzw. miteinander verschränkte Dekorbänder in einen stehenden Fries aus Achtecken und Rauten gegliedert. Teilweise sind die Perlstäbe so flüchtig aus dem Stuck herausgeschnitten, dass sie eher an Zickzackbänder erinnern. Die Randflächen neben der erhaltenen Raute füllen Rankenpaare, die in stehende fünflappige Blätter auslaufen. Im Inneren der Raute steht ein ebensolches Blatt, das auf der grob geschnittenen Blattfläche gleichfalls eine mittig eingebrachte Bohrung besitzt. Das Binnendekor der Achtecke dürfte ähnlich ausgeführt gewesen sein, lässt sich aber nicht mehr erkennen. Parallel fanden sich vergleichbare, teils rein ornamental ausgeführte Dekorgruppen (vgl. Kt I. 347). Sie legen nahe, dass weitestgehend die gesamten Wandbereiche des mit ihnen ausgestatteten Raums eines frühislamischen Wohnhauses bei Salman Pak mit direkt aus dem angetragenen Stuckmörtel herausgeschnittenen, repräsentativen Flächen- bzw. Reliefdekor überzogen waren. Das bei den Ktesiphon-Grabungen geborgene, zerbrochene Stuckfragment wurde auf einem Gipsgrund gesichert.
Museum für Islamische Kunst
Fragment einer ehemals quadratischen Stuckplatte einer Wandverkleidung mit sogenanntem Kandelabermotiv. Als sogenannter Kandelaber teilt eine weitestgehend aus stilisierten floralen Elementen sowie einer Hohlperle und einem Astragal zusammengesetzte Kompositstaude das Bildfeld. Ihr entsprießen Halbpalmetten und eine Mohnkapsel. Rechts der Staude sitzt ein Vogel mit angelegten Flügeln und geschupptem Gefieder, der sich an einer blütenartigen Dreiblattknospe labt. Der Bildgrund ist flächig mit floralem Dekor überzogen. Das aus dem Ktesiphongebiet stammende Stück wurde wohl wie das Plattenfragment I .2216 von Friedrich Sarre 1907 im Kunsthandel in Paris erworben.
Museum für Islamische Kunst
Fragment mit Darstellung eines aufgerollten Blattes aus einem großflächigen Wanddekor mit stark stilisierten Arabesken. Unter den Stuckdekoren Ktesiphons fällt die hier verwendete, außergewöhnliche Technik auf: Ein rauer Mörtelputz erhielt einen dicken Überzug mit einer relativ reinen Kalkschlemme. Auf der glatten weißen Oberfläche wurde das Dekor angerissen und tief eingeschnitten. Der dunkle Mörtelgrund verstärkt die kontrastreiche Wirkung des Dekors. Bei den Ktesiphon-Grabungen wurde eine Serie dieses Stucks geborgen und archiviert. Leider ist eine genaue Zuordnung der Funde zu einem bestimmten Areal im Stadtgebiet mangels Objektbeschriftung und Fundbucheinträgen nicht möglich (vgl. Kt.I 64.2, Kt.I 97.3, Kt.I 260 und Kt.I 266).
Museum für Islamische Kunst
Fragment eines bei der Bergung zur Sicherung des fragilen Materials mit einem Gipsbett gefassten Wandplattenausschnitts aus Stuck mit Kerbschnittdekor. Die Reste repräsentieren ein flächendeckendes Ornament aus angerissenen, sich in unendlichem Rapport überschneidenden Kreisen. In deren Zentrum sind jeweils vier tropfenförmige Blätter mit nach außen weisenden Spitzen um eine Hohlperle angeordnet. Die Überschneidungen ergeben gleichzeitig ein x-förmiges Kreuzmotiv aus lanzett- bzw. lorbeerartigen Blättern mit ausgekerbter Innenfläche. Die Zwickel zwischen diesen Blättern füllen wiederum die erwähnten Tropfenblätter. Das Fragment lässt sich keinem Grabungsareal in Ktesiphon zuordnen, was die zeitliche Eingrenzung des offenbar beliebten und seit parthischer Zeit weit verbreiteten Dekors erschwert.
Museum für Islamische Kunst
Aus mehreren Fragmenten zusammengesetzte, achsialsymmetrisch aufgebaute sogenannte Kandelaberplatte aus Stuck. Zentrales, die Platte einer repräsentativen Wandverkleidung teilendes Motiv ist eine Staude, von der Halbpalmetten, Knospen und Rankenwerk ausgehen. Die Ranken laufen in den unteren Ecken der Platte in von flügelartigen Halbpalmetten umfassten Mohnkapseln aus. Des Weiteren finden sich zwischen den Ranken Blütenknospen und rosettenartige Blüten. Sie füllen mit zwei sich gegenüberstehenden Vogelpaaren das Bildfeld flächig aus. Im oberen Bereich stehen voluminöse Perlhühner auf Palmettenblättern, auf den unteren Ranken schlanke Hähne oder Wiedehopfe mit Haube und angelegten Flügeln. Die Platte gehört zur Ausstattung eines Hauses der Siedlung al-Maʿarid im Stadtgebiet östlich des Palasts von Ktesiphon.
Museum für Islamische Kunst
Randfragment einer Wandplatte aus Stuck mit floralen Rankenwerk. Erhalten ist ein Teil des oberen Abschlusses der Platte mit einer breiten rahmenden Leiste. Der Ausschnitt der Bildfläche wird von einem kräftig bewegten floralen Rankenwerk gefüllt. Die Arabesken sind als Flachrelief angelegt, die Binnengliederung der Blätter ist fein modelliert. Eine exakte Lokalisierung des Fundortes im Stadtgebiet Ktesiphons ist nicht möglich.
Museum für Islamische Kunst
Auf einer Gipsplatte montierte Wandverkleidungsfragmente einer repräsentativen architektonischen Gebäudeausstattung mit Stuckdekor. Das aus an der Wand angetragenem Stuck herausgeschnittene Ornament fällt vergleichsweise einfach aus und setzt sich aus Leisten und bandartigen Ornamentfriesen zusammen, die noch in der Traditionen sasanidischer Gestaltungen stehen. Stilistisch ähnliche Stuckfragmente legen nahe, dass die Bruchstücke zu einer Raum- oder Iwanausstattung mit ähnlich verzierten Bogenverkleidungen gehörte (vgl. Kt I. 355). Zwei grob geschnittene Kreis- oder Rosettenfragmente mit Friesen aus tropfenförmigen Blättern und Perlstäben zwischen einfachen Leisten gehören zu zentralen gliedernden Elementen. Zwei als Voluten ausgebildete Abschlüsse bandartiger Ornamente vermitteln einen Eindruck des flächenfüllenden Dekors zwischen diesen. Eine Rekonstruktion des Ornamentschemas ist anhand der Fragmente allerdings nicht möglich. Die aus Versturzschutt geborgenen Bruchstücke stammen aus einem Gebäude der islamischen Siedlung Salman Pak im Stadtgebiet Ktesiphons.
Museum für Islamische Kunst
Stark ergänzte, eventuell aus Fragmenten mehrerer Platten zusammengesetzte, modelgeformte Stuckfliese einer Wandverkleidung. Die rechteckige sogenannte Bärenplatte zeigt ein massiges Tier im Sprung. Der große Kopf ließ eine detailreiche Darstellung des Raubtiers mit geöffneten, die Zähne freigebenden Lefzen, aufgestellten Ohren und einem mandelförmigen Auge zu. Das Pelzwerk deuten um Hals und Widerrist besonders dicht angegebene Zottelbündel an. Geäst und Blattwerk sowie der nach tradierten Bergmotiven gestaltete, unebene Boden auf dem Bildgrund binden die Szene in ein natürliches Umfeld ein. Die Plattenteile wurden neben weiteren Fragmenten (KtO 1360) bei den Ktesiphon-Grabungen in einem Haus der Siedlung Umm az-Zaʿtir freigelegt. Sie stammen von der linken Laibung des Ostiwan, einer mit einem Tonnengewölbe überdeckten, zu einer Seite offenen Vorhalle.
Museum für Islamische Kunst
Mehrere zusammengesetzte, in einem Gipsbett gefasste Fragmente einer repräsentativen Wandverkleidung mit Stuckplatten. Als Dekor ist auf den modelgeformten Plattenresten ein über einer Sockelborte mit Hohlperlstab zwischen Leisten aufsitzender Fries aufgebracht. Er setzt sich aus sich abwechselnden Stielpalmetten mit fünfstrahligen Blättern und Kompositmotiven von mit Halbpalmetten gebündelten Stielpalmetten zusammen. Die Fragmente wurden im Rahmen der Ktesiphon-Grabungen im Hof eines Gebäudes von Tell Dhahab geborgen. Weitere Fragmente des über mehrere Hofseiten geführten Dekors befinden sich heute im Metropolitan Museum/New York (vergleichbare Objekte sind Kt. I 262, KtO 1056, KtO 1196 und KtO 1226).
Museum für Islamische Kunst
Fragmente einer repräsentativen Wandverkleidung mit Stuckdekor. Die Bruchstücke sind in einem Gipsbett gefasst. Der dargestellte, ehemals von floralem Rankenwerk umgebene Blütenstand fällt durch seine Größe auf und ist ob seiner, syrisch-palästinensischen Vorbildern entlehnten Zapfenform namengebend für die sogenannte Pinienzapfenplatte. Neben der Verwendung auf modelgeformten Fliesen mit kleinformatigem floralen Dekor fanden die Motive gleichfalls bei großformatigen Reliefs Anwendung. Der geschuppte Blüten- oder Fruchtstand entspringt einer Dreiplattknospe über einem Heftel. Dieser schnürt gleichfalls Ansätze wulstiger, bandartig strukturierter Leisten. Mit diesen verbanden sich nicht etwa ähnliche Motive zu einem Fries auf einer flächig dekorierten Wand – es scheint sich eher um Ansätze eines nach den Seiten ausschwingenden Flügelpaares zu handeln, wie es von Nīšānplatten bekannt ist. Zwar erinnert der streng achsialsymmetrische Aufbau ebenfalls an assyrische Vorbilder, nur muss man anhand des ansatzweise erhaltenen, herabhängenden fünflappigen Halbpalmettenblatts eine davon abweichende Einbettung in ein flächiges Ornament bzw. Rankenwerk berücksichtigen. Die genauen Fundumstände des wohl spätsasanidisch datierenden Fragments im Rahmen der Ktesiphon-Grabungen sind nicht überliefert. Als Herkunftsort lässt sich nur ein Gebäude in der Siedlung al-Maʿarid im Stadtgebiet östlich des Palasts eingrenzen.
Museum für Islamische Kunst
Halbrundstabfragment einer architektonischen Gliederung beziehungsweise Wandverkleidung aus Stuck. Das stilisierte Palmsäulenmotiv setzt sich aus über Eck abgewinkelten Sichelfriesen bzw. übereinander geführten Doppelschuppen oder überlappenden Herzformen zusammen, die sich in einem unendlichen Rapport wiederholen. Am Rand bindet der Ansatz eines Flächenornaments an. Möglicherweise gehört das Fragment mit mehreren anderen Bruchstücken zur Wandverkleidung unter einer Archivolte. Auf dem Fragment selbst ist keine Fundortbeschriftung erhalten. Das Motiv trat allerdings nur an einer Fundstelle in einem Haus der Siedlung al-Maʿarid im Stadtgebiet östlich des Palastes von Ktesiphon auf. Die Bruchstücke wurden von der tragenden Wand gelöst in Schutt geborgen. Eine spätsasanidische Datierung liegt nahe, da speziell die nachgewiesene Kombination des Halbrundstabes mit einem Astragalstab gleichfalls in umaiyadischer und ʿabbasidischer Zeit aufgegriffen wird.
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Fliesenplattenfragment einer repräsentativen Wandverkleidung aus Stuck mit floralen Dekor (Oberfläche bestoßen). In einfachem Rankenwerk mit Blattwerk lilienartiger Dreiblattmotive ist eine längliche, eichelartige Knospe erhalten. Sie gehört zu einem Bündel dreier solcher Eicheln in geschuppten Hüten. Auf der Platte ordneten sich um eine mittige Sechspassrosette beziehungsweise Blüte um Hohlperle vier miteinander verschlungene Ranken und Knospenbündel zu einem flächigen Ornament. Modelgeformte, als Eichelplatten bezeichnete Fliesen mit derartigem Dekor und zahlreiche zugehörende Bruchstücke wurden während der Ktesiphon Grabungen im Inneren eines Wohnhaus im Stadtgebiet al-Maʿarid östlich des Palasts am Nordkanal bei Salman Pak geborgen. Teils hafteten sie noch in situ auf den Wänden und waren zu einem flächigen Dekor verbunden, teils lagen sie auf dem Ziegelpflaster des Raums (vgl. KtO 1100-1105, KtO 1106/Kt I. 0505.1 sowie I. 7731).
Museum für Islamische Kunst
Fragmentierte Bestandteile einer großflächigen, repräsentativen architektonischen Gebäudeausstattung in Tradition sasanidischer Gestaltungen. Allerdings wurde das Dekor an der Wand aus angetragenem Stuck herausgeschnitten. Neben Fragmenten von stilisierten Rankenwerk sind im Konvolut vor allem Teile rahmender Leisten mit bandartigen Friesen aus grob stilisierten Blattpaaren, spätantike Lorbeerblattleisten imitierend, und Perlstäben zur Einfassung des Bildfeldes erhalten. Ein Fragment mit einem quadratischen Feld mit Hohlperle zeigt die Verbindung zwischen derartigen Leisten zur Gliederung der Wandfläche. Bei vergleichbaren großformatigen Stücken ist dieses nicht erhalten (vgl. etwa Kt. I 354). Die Bruchstücke lassen sich der Raumgestaltung eines bei den Ktesiphon-Grabungen in der islamischen Siedlung Salmān Pāk erschlossenen Gebäudes zuweisen.
Museum für Islamische Kunst
Mehrere zusammengesetzte und ergänzte Fragmente einer Wandverkleidung mit Stuckplatten. Als Dekor ist auf der modelgeformten Platte ein über einer Sockelborte mit Hohlperlstab zwischen Leisten aufsitzender Fries aufgebracht. Er setzt sich aus sich abwechselnden Stielpalmetten mit fünfstrahligen Blättern und Kompositmotiven von mit Halbpalmetten gebündelten Stielpalmetten zusammen. Die Fragmente wurden im Rahmen der Ktesiphon-Grabungen im Hof eines Gebäudes von Tell Dhahab geborgen. Weitere Fragmente des über mehrere Hofseiten geführten Dekors befinden sich heute im Metropolitan Museum/New York (vergleichbare Objekte sind KtO 1056 und KtO 1196).
Museum für Islamische Kunst
Zwei zusammengesetzte Fragmente einer Wandverkleidung mit Stuckplatten. Als Dekor ist auf der modelgeformten Platte ein über einer Sockelborte mit Hohlperlstab zwischen Leisten aufsitzender Fries aufgebracht. Er setzt sich aus sich abwechselnden Stielpalmetten und Kompositmotiven von mit Halbpalmetten gebündelten Stielpalmetten zusammen. Die im oberen Plattenbereich sitzenden Blätter der Stielpalmetten sind allerdings nicht erhalten. Das Fragment wurde im Rahmen der Ktesiphon-Grabungen in einem Gebäude von Tell Dhahab geborgen, in dessen Hof derartige Platten an mehreren Seitenwänden angebracht waren. Weitere Fragmente des Dekors befinden sich heute im Metropolitan Museum/New York (vergleichbare Objekte sind KtO 1056 und KtO 1196).
Museum für Islamische Kunst
Geschnittenes Stuckfragment mit vegetabilem Dekor. Teil eines Paneels oder Frieses, der die Räume eines Palastes in Raqqa schmückte.