5 Ergebnisse
Objekttyp: Friesfragment
Friesblock
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment ist Teil eines Frieses, von dem das Museum für byzantinische Kunst noch ein weiteres Stück besitzt (SBM Inv. 4761). Zwar passen die beiden Stücke nicht direkt aneinander, gehören jedoch in Maßen, Stil und Motiven sicher zusammen. Dieses zeigt inmitten einer Wellenranke links ein Herdentier mit Zierbändern und Glocke. Furchtsam wendet es seinen Kopf nach einem von rechts nahenden Löwen mit gebleckten Zähnen und erhobener Pranke um. Die Deutung in christlichem Kontext ist klar: Die vom Bösen (dem Löwen) Verfolgten flüchten zum rettenden Kreuz Christi (auf dem zugehörigen Fragment zu sehen). Das kleinere Stück wurde 1902 in Medinet al-Faijum (Arsinoë) erworben, das größere 1905 vom Ägyptischen Museum Berlin überwiesen.
Friesblock: Daniel in der Löwengrube
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Rechts steht Daniel in der durch einen Mauerring angedeuteten Löwengrube. Er ist – wie zumeist in der frühchristlichen Kunst – mit der persischen Tracht bekleidet. Diese besteht aus der phrygischen Mütze, der gegürteten Tunika, die einen Kolpos (Bausch) bildet und zwischen den Beinen durchgezogen ist, dem Reitermäntelchen und der gemusterten Hose. Originell ist hier die Bildung der beiden Daniel bedrohenden Löwen. Der rechte hockt sprungbereit in der Grube, der linke ist im Begriff, von der Mauer in die Grube herab zu springen. Von links naht der Prophet Habakuk, um Daniel Speisen – wohl einen runden Brotlaib, den er in seinem linken hält – zu bringen. Nach dem alttestamentlichen Bericht (Daniel 6) war der Prophet Daniel unter dem Perserkönig Dareios zu höchsten Würden emporgestiegen. Neidische Minister überredeten den König, Daniel, der trotz des königlichen Gebotes vom jüdischen Glauben nicht ablassen wollte, in eine Löwengrube zu werfen, doch bewahrte ihn sein Gott auf wunderbare Weise vor dem Tode. Die Hinzufügung des Propheten Habakuk geht auf einen Bericht zurück, der sich nur in der griechischen Übersetzung des alten Testaments, der Septuaginta (Daniel 14, 33), findet. In der frühchristlichen Kunst galt Daniel als Sinnbild der Standhaftigkeit und der erhofften Errettung aus dem Tode kraft des unerschütterlichen Glaubens an den einen Gott, der die Toten zum wahren Leben empor führen wird.
Friesblock
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Das Fragment bildete mit dem zentralen edelsteinbesetzten Kreuz die Mitte eines Frieses. Eingepasst in die Schlaufen einer Wellenranke streben mit Zierbändern und Glocke behängte Herdentiere (Rinder?) dem Kreuz zu. Furchtsam wenden sie den Kopf nach dem Löwen um, der mit gebleckten Zähnen und erhobener Pranke naht, wie es das zugehörige, aber nicht passgerechte Friesfragment SBM Inv. 4456 beweist. Die Deutung in christlichem Kontext ist klar: Die vom Bösen (dem Löwen) Verfolgten flüchten zum rettenden Kreuz Christi. Das kleinere Stück wurde 1902 in Medinet el Fajum (Arsinoë) erworben, das größere 1905 vom Ägyptischen Museum Berlin überwiesen.
Eros mit Füllhorn
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Ein nackter geflügelter Knabe (Eros) sitzt frontal in einer merkwürdig gebrochenen und in die Fläche gepressten Körperhaltung auf einem unkenntlich gewordenen Gegenstand, vielleicht einem Korb. Im linken Arm hält er ein großes Füllhorn, aus dessen Mündung verschiedene Früchte hervorquellen, deren ursprüngliche farbige Bemalung teilweise noch erhalten ist. Der abgebrochene rechte Arm war erhoben. Rechts schloss eine Rankenkomposition an; auf dem Boden erkennt man eine Traube.
Relief mit einer Darstellung des Wettstreits zwischen Apoll und Marsias
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Erhalten ist das Fragment eines Frieses mit einer in erhabenem Relief ausgeführten mythologischen Darstellung. Links vom Betrachtenden aus gesehen ist eine nach links ausgerichtete Gestalt mit lockigem Haar und überkreuzten Beinen auf einem Schemel sitzend wiedergegeben. Der Zipfel eines Manteltuchs ragt über ihre linke Schulter. In ihrer ausgestreckten Rechten hält sie einen kleinen Gegenstand. Die linke Hand greift in ein neben ihr stehendes Objekt, das sich als große Kithara identifizieren lässt. Rechts daneben ist eine Säule mit dem Rest eines Kapitells zu sehen, die wahrscheinlich zu einer Nischenarchitektur gehörte. Am rechten Bildrand ist eine weitere, nackte Person in kniender Stellung abgebildet. Sie hält in ihrer Rechten eine Flöte.Die Szene kann als Wettstreit zwischen dem Gott Apoll und dem Satyrn Marsias gedeutet werden.