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Objekttyp: Fußschale
marmorierte Fußschale mit Wappen
Kunstgewerbemuseum
"Marmorierte Schale mit kalter Bemalung. Rot-weiß-blau gesprenkelt und beiderseits farblos +berfankgen. Kräftiger Fuß aus farblosem Glas mit nach innen umgeschlagenem Rand. Auf dem Mittelbuckel das Brandenburgische Wappen mit Preußischem Herzschild in Gold und kalten Lackfarben; am Rand Fries von Ovalfeldern mit goldenen Blüten auf abwechselnd rotem und grünem Grund. aus Robert Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 1, Nr. 2 Die Schale ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. MAKR
Konfektschale mit den hll. Hieronymus und Andreas aus dem Lüneburger Ratssilber
Kunstgewerbemuseum
Figuren gegossen. Fuß- und Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand, Schalenrand innen und Mittelteil der Schale vergoldet. Hügel mit Resten bunter Emaillierung. Befestigung der Schale am Schaft wie bei Inv. Nr. 1874,397 In der Gestaltung der vorigen Katalognummer sehr ähnlich, doch Schaft schlanker und stärker eingezogen, Schale flacher und die Buckelung vielteiliger. Acht Buckel zieren den Fuß, 26 – wie bei Inv. Nr. 1874,397 nach außen getrieben – die Wandung der Schale. Dagegen versetzt schließt im leicht eingesenkten Spiegel eine Zungenreihe mit tremolierten Graten an. Unregelmäßig gegen diese verschoben, wölben sich im Mittelbereich zwei Reihen von je 14 gegenläufig angeordneter, grätig zugespitzter Buckel. In den Zwickeln, auch am Rand, stilisierte Blüten ähnlich wie bei Inv. Nr. 1874,397. Im Zentrum ein Mauerring mit Zinnen und Schießscharten und einem durch ein Schloß gesicherten Tor, darin ein Hügel mit bunter Wiese, auf der die Figuren der hll. Hieronymus (mit Kreuz und Löwe) und Andreas (mit Kreuz und Buch) liegen. Am Tor die emaillierten Wappen des 1517 gestorbenen Ratsherren und Kämmerers Thidericius Il Wülsche, seiner Frau Ilsabe von Erpensen aus erster und Tibbecke von Töbing aus zweiter Ehe.
Konfektschale mit Hirsch im Gehege und Wappen aus dem Lüneburger Ratssilber
Kunstgewerbemuseum
Hirsch und aufgelegter Blattkranz gegossen. Fuß- und Schalenrand gesondert gearbeitet. Qualitätsvolle Treibarbeit. Fußrand, Zarge, Schalenrand, innerste Buckelreihe, Mittelsockel und Hirsch vergoldet. Hügel mit Resten weißen, roten und transluziden grünen Emails. Marken auf der Fußunterseite. Schale eingesteckt und durch einen Stift gesichert. – Buckel z. T. durchlöchert, alte Lötstellen. Tiefe Buckelschale auf stämmigem Schaft. Kräftiger runder Fuß mit breitem Rand und hoher, mehrfach profilierter Zarge. Konischer, leicht eingezogener Schaft, gegliedert durch acht Buckel und tremolierte Wülste, zwischen denen Grate laufen. Schale mit profiliertem Rand und drei sich nach innen verkleinernden Reihen mit 16 Buckeln, die spitz zulaufen und eng miteinander verschränkt sind. Nach innen, getrieben und bereichert durch kleine stilisierte Blüten in den Zwickeln, bildet die innere Reihe eine Art Kranz, der auch durch Vergoldung von den äußeren, konkav gewölbten Buckelreihen abgesetzt ist. Blüten in den äußeren Zwickeln, wieder konvex getrieben, betonen den Randabschluß. Um den hochgestuften Sockel in der Mitte ein aufgelegter, von gekordelten Drähten eingefaßter Kranz aus Ast- und Blattwerk mit weiß emaillierten Rosetten und einem emaillierten Wappen. Als Bekrönung ein von einem Flechtwerkzaun mit überdachtem Tor und Vorhängeschloß umgrenzter bunter Hügel, auf dem ein Hirsch liegt. Stifter der Schale war, wie eine Inschrift auf der Fußunterseite besagt, der Burmeister Peter Harsevelt: "peter harsevelt burmester dedit – II ½ marck II lot I quint." (= 611 g). Das Stück findet sich schon im Inventar von 1536, ebenso 1555/56, wo Harsevelt fälschlich als Bürgermeister bezeichnet wird: "Eine suluerner Schale so Peter Hertzfelt etwan Burgermeister dem Rade gegeuen."
Fußschale mit Darstellung der Aufrichtung der ehernen Schlange
Kunstgewerbemuseum
Flache Schale mit erneuertem Fuß, im Hauptbild des Schalenbodens monogrammiert. Dichtes schwarzes Grundemail, darüber dünne Weißlavierungen, Vergoldung perfekt erhalten, sodaß eine Neuvergoldung zu vermuten ist. Im Schalenboden Darstellung einer Episode aus dem Buch Mose des Alten Testaments (Exodus XXI, 4-9): Das Volk Israel haderte über die Beschwernisse des Zuges durch die Wüste. Da sandte Gott Schlangen, die viele von ihnen töteten. "Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben gesündigt, daß wir wider den HERRN und wider dich geredet haben. Bitte den HERRN, daß er die Schlangen von uns nehme. Und Mose bat für das Volk. Da sprach der Herr zu Mose: Mache dir eine eherne Schlange und richte sie an einer Stange hoch auf. Wer gebissen ist und sieht sie an, der soll leben". Als Vorlagen dienten ein Holzschnitt Jan Swarts für Willem Vorstermans illustrierte Ausgabe des Alten Testaments aus dem Jahre 1528 sowie Figuren und Motive aus von Bernard Salomon illustrierten Bilderbibeln.
Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber
Kunstgewerbemuseum
Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt. Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz. Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .
Fußschale mit Darstellung sich jagender Hirsche und Hunde, mit Bäumen und Vögeln
Kunstgewerbemuseum
Inventareintrag: "Glasschale auf Fuß mit zweifach gebuckeltem Schaft. die flache Schale emailliert: In der Mitte fliegender weißer Vogel. Darum wachsende Blätter. In der von grünen, mit gelben Früchten durchsetzten Rankenfriesen einge- rahmten Hauptzone gleichmäßig verteilt ein weißer Hirsch, von drei weißen Hunden verfolgt. Hinter jedem Tier eine symetrische Staude mit drei blauen Blumen. Dazwischen je ein Baum, mit hellblauem Stamm und gelben Früchten, an denen jederseits ein weißer Vogel pickt. Die beiden Schaftbuckel mit abwechselnd blauen und schmutzig-grünen Längsstrichen verziert. (Abbildung siehe Amtliche Berichte 1910 Seite 281/82)" Die Schale ist seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen. Lit.: Robert Schmidt: Das Glas, Berlin 1922 (Handbücher der Staatlichen Museen zu Berlin), S. 381, Abb. 231; Josep Gudiol Ricart: Els vidres Catalans, Barcelona 1936 MAKR
Fußschale mit eingeschmolzenen Glaskröseln
Kunstgewerbemuseum
Flache Schale aus Glas, das zwischen zwei farblosen Schichten eine Schicht opakblauer, opakroter und milchblauer Glaskrösel einschließt, der angeschmolzene Hohlfuß aus farblosem Glas, dessen Fußrand ist breit nach unten umgeschlagen, kräftiger Abriss, die Schalenfahne ist abgeflacht und der Mündungsrand verwärmt. Lediglich am Rand sind noch vereinzelt Reste einer ehemals vorhandenen Vergoldung erkennbar. Die Fußschale ist ein seltenes Beispiel der frühen Luxusglasproduktion in Brandenburg. Das Grüne Gewölbe in Dresden verwahrt einen Pokal aus der gleichen Glasmasse mit einer eingeschmolzenen Schicht aus farbigen Kröseln (Inv. Nr. IV 206; Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, S. 7, 8; Taf. 1.1+3). Er ist mit der Jahreszahl 1602 versehen und ermöglicht so eine präzise Datierung auch der Schale. Robert Schmidt erwähnt in seinem Standardwerk "Brandenburgische Gläser" von 1914: "Solche marmorierte Schalen haben sich nun in mehreren Exemplaren erhalten, und zwar ein unbemaltes im Berliner Kunstgewerbemuseum, und zwei bemalte, ebenda (Tafel 1 Mitte) und im Fürstlich Hohenzollernschen Museum zu Sigmaringen." Letztere gelangte später in die Sammlung des Museums für Kunsthandwerk in Frankfurt a. M. (Ohm, Europäisches und außereuropäisches Glas, 1989, Kat. 342, S. 152). Ein weiteres Pendant soll sich – so Schmidt – in der Sammlung Minutoli befunden haben und aus der Berliner Schlosskellerei stammen (ebenda, S. 8). Tatsächlich ist diese identisch mit der hier beschriebenen Schale. Das Kunstgewerbemuseum bekam sie 1873 überwiesen, nachdem sie das Königliche Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten 1869 erworben hatte. Schmidt bildete die bemalte Berliner Schale ab (Inv.-Nr. 1893,65; Kriegsverlust; ebenda 1914, S. 7, 8; Taf. 1.2). Im Zentrum trug sie das brandenburgische Wappen mit preußischem Herzschild "in Gold und kalten Lackfarben", so der Begleittext. Gut erkennbar auf der Schwarz-Weiß-Abbildung ist der Randfries aus "Ovalfeldern mit goldenen Blüten auf abwechselnd rotem und grünem Grund". Da die hier beschriebene Schale eine abweichende Anordnung der Krösel aufweist, muss sie die von Schmidt als "unbemaltes" Exemplar bezeichnete sein. Da die zarten Spuren der Vergoldung am Schalenrand lediglich bei genauem Hinsehen erkennbar sind, hat er sie übersehen. Bereits der Inventareintrag der Minutoli-Schale erwähnt keine Veredelung – deren Verlust datiert demnach bereits vor 1869. Das Verfahren der eingeschmolzenen Krösel, das zu der attraktiven Marmorierung führt, wurde von Muraneser Glashütten entwickelt. Ebenfalls die Schalenform ist mit und ohne Kaltbemalung und Vergoldung seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts für venezianische Gläser dokumentiert (Theuerkauff-Liederwald, Venezianisches Glas, 1994, Kat. 42–45, 52, 62). Verantwortlich für diese raffinierten Techniken in Grimnitz waren Glasmacher aus dem böhmischen Kreibitz unter der Leitung von Martin Friedrich (Mock, Glashütten Grimnitz, 2021; Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, S. 1–8). Ein Verzeichnis der Glashütte vom 5. Juni 1602 listet unter zahlreichen anderen exklusiven Waren "27 gemarmoliertte schalenn" (Schmidt, S. 5). [Manuela Krüger/Verena Wasmuth] MAKR
Eine von zwei Konfektschalen auf hohem Fuß aus dem Lüneburger Ratssilber
Kunstgewerbemuseum
Zarge, drei Schaftringe mit Stabmuster und Schalenrand gegossen. Fußunterseite unvergoldet. Hervorragende Arbeit. Marken auf Schalen- und Fußunterseite von Inv. Nr. 1874,403, bei Inv. Nr. 1874,402 wohl durch eine später aufgelötete Platte verdeckt. Auf Schalenunterseite und Innenseite des großen Blattkranzes von 1874,403 eingeritzt: "Boatgries ('?) aus Bonn 1852" und "Friedrich Bertram aus Goslar den 29. November 1852". Die Schalen Inv. Nr. 1874,403 und Inv. Nr. 1874,402 in der Form weitgehend übereinstimmend. Hochgewölbter Fuß mit Profilrand, Blattfries auf gepunztem Grund, Stabmusterzarge und gereihten Buckeln auf ebenfalls gepunztem Grund. Drei Reihen spitz zulaufender und gegenläufig angeordneter Buckel in Birngestalt, die mittleren eingefaßt von Blattwerk, eine vierte, zum Schaft überleitende Reihe dagegen zungenförmig. Schaft aus Baluster mit Längsbuckelung, Profilen und Blattrelief, konischem, kannelliertem Oberteil und drei Blattkränzen. Schale flach, in der Mitte leicht gewölbt, Fahne schräg ansteigend, Stabmusterrand. Auf der Fahne reliefierter Blattdekor nach Aldegrever mit sechs Bildmedaillons, im Spiegel entsprechender Dekor mit vier Medaillons um das farbig emaillierte Lüneburger Stadtwappen. Grund punziert. Die Bildnisse, Damen und Herren in Zeittrachten , wiederholen sich nicht, auch nicht auf dem Gegenstück. Über die Herstellung wird in den Kämmereirechnungen 1541 berichtet: "ltem 103m 2s gegeuen lutken olrikes vor de twe olden krutvate vmme to makende, wegen nu 20 lodige marc 10 lot dar vp vorguldet 15 vngersche gulden / vnd van der lodigen mark to makelone 3m de olden vate wogen 15 lodige m 10 lot." Der Goldschmied arbeitete also zwei ältere "Krutvate" zu den neuen, aber erheblich schwereren Geräten um. Daß es keine Neuanfertigungen waren, wird noch im Inventar von 1555/56 (B.207/8) erwähnt: "ltem 2 grote sulueren thom dele vorgulde kruttvate worden nige gemaket vnd verbetert."
Eine von zwei Konfektschalen auf hohem Fuß aus dem Lüneburger Ratssilber
Kunstgewerbemuseum
Zarge, drei Schaftringe mit Stabmuster und Schalenrand gegossen. Fußunterseite unvergoldet. Hervorragende Arbeit. Marken auf Schalen- und Fußunterseite von Inv. Nr. 1874,403, bei Inv. Nr. 1874,402 wohl durch eine später aufgelötete Platte verdeckt. Auf Schalenunterseite und Innenseite des großen Blattkranzes von 1874,403 eingeritzt: "Boatgries ('?) aus Bonn 1852" und "Friedrich Bertram aus Goslar den 29. November 1852". Die Schalen Inv. Nr. 1874,403 und Inv. Nr. 1874,402 in der Form weitgehend übereinstimmend. Hochgewölbter Fuß mit Profilrand, Blattfries auf gepunztem Grund, Stabmusterzarge und gereihten Buckeln auf ebenfalls gepunztem Grund. Drei Reihen spitz zulaufender und gegenläufig angeordneter Buckel in Birngestalt, die mittleren eingefaßt von Blattwerk, eine vierte, zum Schaft überleitende Reihe dagegen zungenförmig. Schaft aus Baluster mit Längsbuckelung, Profilen und Blattrelief, konischem, kannelliertem Oberteil und drei Blattkränzen. Schale flach, in der Mitte leicht gewölbt, Fahne schräg ansteigend, Stabmusterrand. Auf der Fahne reliefierter Blattdekor nach Aldegrever mit sechs Bildmedaillons, im Spiegel entsprechender Dekor mit vier Medaillons um das farbig emaillierte Lüneburger Stadtwappen. Grund punziert. Die Bildnisse, Damen und Herren in Zeittrachten , wiederholen sich nicht, auch nicht auf dem Gegenstück. Über die Herstellung wird in den Kämmereirechnungen 1541 berichtet: "ltem 103m 2s gegeuen lutken olrikes vor de twe olden krutvate vmme to makende, wegen nu 20 lodige marc 10 lot dar vp vorguldet 15 vngersche gulden / vnd van der lodigen mark to makelone 3m de olden vate wogen 15 lodige m 10 lot." Der Goldschmied arbeitete also zwei ältere "Krutvate" zu den neuen, aber erheblich schwereren Geräten um. Daß es keine Neuanfertigungen waren, wird noch im Inventar von 1555/56 (B.207/8) erwähnt: "ltem 2 grote sulueren thom dele vorgulde kruttvate worden nige gemaket vnd verbetert."
Tafelaufsatz, sogenannte Beuth-Schinkel-Schale
Kunstgewerbemuseum
Dieser Tafelaufsatz war ein Geschenk des Gewerbe-Vereins an Christian Peter Beuth (1781–1853), den bis 1845 amtierenden Gründungsdirektor des mit der Ausbildung von Fachkräften für die produzierende Wirtschaft befassten Berliner Gewerbe-Instituts. Seine Gestalt geht auf einen bereits 1822 entstandenen zeichnerischen Entwurf von Karl Friedrich Schinkel (1781–1841) zurück. Die Darstellung des Innenbildes der Schale (Abb. Detail S. 72) wiederholt ein nur fragmentarisch überliefertes antikes Reliefmedaillon, dessen fehlender rechter Teil im Sinne einer modernen Allegorie auf die Gewerbeförderung ergänzt wurde: Athena, die Göttin der Weisheit und Handwerkskunst, zeichnet mit der Lanze ein Zahnrad in den Sand. In den am rechten Bildrand erscheinenden Figuren werden Schinkel, der Bildhauer Christian Daniel Rauch (1777–1857) und – kniend – Beuth vermutet, begleitet von einer Personifikation der Industria. LL