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Objekttyp: Gürtelschnalle
Ethnologisches Museum
"Gürtelschnalle aus Bronze, oval, mit halbkreisförmig. ....."(?) [Benin_Königreich]
Museum Europäischer Kulturen
Die einteilige Gürtelschnalle besteht aus Silberfiligran. Sie ist symmetrisch. Die Achse verläuft durch eine Blüte mit blauem Stein. Auf beiden Seiten sind silberfiligrane Blüten so angebracht, dass man sie abnehmen kann. Auf der Rückseite befinden sich zwei angelötete Metallteile zum Festhalten des Gürtels und eine Signatur mit Jahreszahl der 1988. Unter der zentralen Blüte ist freihängend eine Kette angebracht.
Kusak-bas
Museum Europäischer Kulturen
Die Gürtelschnalle besteht aus zwei gleichen, gespiegelten Metallteilen in Blattform. Sie sind durch getriebene Ornamente geschmückt, u.a. Gesträuch (üsüm) und Blumen (cecek). In der Mitte befinden sich je ein filigran gefasster kleiner, grüner Glasstein. Der Verschluss wird von einem ebenfalls filigran gefassten etwas größeren roten Glasstein verdeckt.
kusak-bas
Museum Europäischer Kulturen
Die aus zwei Teilen bestehenden Schnallen dieser Art gehörten zu Brokatgürteln, welche die Kleider wohlhabender Krimtatarinnen hielten.
Museum Europäischer Kulturen
Die Gürtelschnalle aus den Ausläufern des Strandza-Gebirges bei Burgas besteht aus zwei palmettenförmigen Scheiben aus Neusilber, in die Ornamente eingetrieben sind.
Ethnologisches Museum
Runde, silberne Gürtelschnalle, durchbrocheen gestaltet, von der sechs Gliederketten ausgehen, die in hufeisenförmige Scheiben mit plastischen Pferdeköpfen enden. Karteikarte: Gürtelschnalle aus Silber mit 6 Gliederketten. Hauptkatalog: Gürtelschnalle. Runde Scheibe, durchbrochen, von der 6 Gliederketten ausgehen, die in Münzen mit Pferdeköpfen enden.
Museum Europäischer Kulturen
Die Gürtelschnalle hat einen hochovalen Rahmen. Der schmalere Innenrand des Rahmens ist mit dem äußeren Rand durch je eine Blüte mit der Seitenmitte verbunden. In der Mitte ist ein drehbarer Silbersteg mit drei festen Dornen angebracht. Die Rückseite ist graviert mit CB.
Museum Europäischer Kulturen
Die Schnalle weist klassizistische Gestaltungselemente auf. Der Rahmen hat die Form eines gewölbten Spitzovals mit durchbrochenem Rand. Die Öffnung ist liegend und rechteckig. Die eigentliche Schnalle besteht aus vergoldetem Kupferguss. Der Dorn ist aus Eisen und gabelförmig.
Museum Europäischer Kulturen
Der Rahmen der Schnalle ist hochrechteckig. Der Rahmen und der dreidornige, senkrechte Steg sind aus Edelmetall. An die Seiten des schmalen, inneren Rahmens sind je zwei geschwungene Blechstücke gelötet. Die Räume zwischen den Blechstücken und dem Rahmen sind mit feinen, an einem Ende spiralig gerollten, ziselierten Drahtranken gefüllt. An den Berührungspunkten zweier Blechstücke ist je ein halbkugeliger Buckel nach außen hin angelötet. Literatur: Hubert Stierling, Der Silberschmuck der Nordseeküste Bd. 1, Geschichtliche Entwicklung seit dem Mittelalter, Neumünster 1935 Hubert Stierling zeigt auf Abb. 105 der o.g. Literaturangabe eine gleiche Schnalle aus dem Museum Oldenburg und eine weitere, wahrscheinlich goldene, aus dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Er erwähnt ebenfalls das Objekt aus dem jetzigen Museum Europäischer Kulturen. Stierling datiert es "Um 1800".
Museum Europäischer Kulturen
Die Schnalle besteht aus einem flachen, stehend ovalen Rahmen, der mit einem Kranz aus vier großen und zwölf kleinen, runden, roten bzw. grünen Steinen besetzt ist. Die Steine sind aufgenietet. In der Mitte befindet sich ein Eisendorn.
Gürtelschnalle mit Christusmedaillon
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Die stark korrodierte Schnalle besteht aus einem ovalen Metallring, auf dem der Dorn zu liegen kommt. Daran schließt sich der reliefverzierte Beschlag an, der mittels zweier Ösen auf der Rückseite mit dem Leder des Gürtels verbunden war. Hauptmotiv des Reliefs ist ein rundes Medaillon mit einer frontal wiedergegebenen männlichen Büste. Die eingeritzte Kreuzform hinter dem Kopf erlaubt es, den Dargestellten als Christus zu identifizieren. Zwei geriefte Schlaufen, die von dem Rahmen des Medaillons ausgehen, umschließen zwei kleine Bildfelder, die ebenfalls Männerbüsten enthalten. Kein Attribut trägt zur Benennung bei, doch ist in Analogie zu Christus ebenfalls an christliche Personen zu denken, etwa Heilige oder Apostel.
Gürtelschnalle
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Runde Gürtelschnalle, runder Bügelquerschnitt, rundstabiger Dorn; korrodiert. Kontext: Gräberfeld, Körperbestattung, Grab 22
Gürtelschnalle
Museum Europäischer Kulturen
Teil einer Gürtelschnalle mit Pflanzenornament; verm. Kupferlegierung (Messing) mit hohem Zinkanteil; ähnliche Schnallen sind in ganz Südosteuropa verbreitet, u.a. in Dalmatien (vgl. Abb. in Haberlandt, Volkskunst der Balkanländer, Tafeln III-V). Pflanzenmotive wie das hier eingearbeitete haben laut dem Ethnografen Christo Vakarelski v.a. während der osmanischen Zeit Einzug in die bulgarischen Arbeiten gehalten. Pflanzenmotive wie das hier eingearbeitete haben laut dem Ethnografen Christo Vakarelski v.a. während der osmanischen Zeit Einzug in die bulgarischen Arbeiten gehalten. Dem Kunsthistoriker Atanas Boschkov zufolge wurden sie ab dem späten 18. Jahrhundert in jedem regionalen Zentrum gefertigt und für Märkte im gesamten Osmanischen Reich produziert. Dabei kam es auch zu einer Standardisierung und Formen und zu einer Vereinfachung der Produktion. Zur Zeit eines beginnenden Nationalbewusstseins ab dem mittleren 19. Jahrhundert wurden derartige Gürtelschnallen aufgrund der ornamentalen Symboliken zu einem wesentlichen Bestandteil bulgarischer Trachtenmode. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Ein Hintergrund der Sammlungstätigkeit von Küppers war die Industrialisierung und Urbanisierung der Staaten Südosteuropas und die mit ihr einhergehende soziale und kulturelle Differenzierung. In der Landwirtschaft wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend Maschinen und Technisierung eingeführt, die die vorherigen Verfahren und Instrumente ablösten. Zugleich verliefen diese Prozesse gerade in Bulgarien eher schleppend; die technische Ausstattung der meisten Betriebe blieb hier sehr schlecht und noch 1930 waren 74% der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig (s. Brunnbauer, 178). Dennoch bestand eine wesentliche Motivation von Küppers in der Dokumentation eines - seiner Meinung nach - dem Aussterben geweihten bäuerlichen und dörflichen Zusammenlebens mitsamt seiner materiellen Kultur.
Gürtelschnalle
Museum Europäischer Kulturen
Gürtelschnalle aus zwei, vermutlich ursprünglich nicht zusammengehörigen Teilen. Eines davon mit Pflanzenornament. Pflanzenmotive wie das hier auf der linken Seite eingearbeitete haben laut dem Ethnografen Christo Vakarelski v.a. während der osmanischen Zeit Einzug in die bulgarischen Arbeiten gehalten. Dem Kunsthistoriker Atanas Boschkov zufolge wurden sie ab dem späten 18. Jahrhundert in jedem regionalen Zentrum gefertigt und für Märkte im gesamten Osmanischen Reich produziert. Dabei kam es auch zu einer Standardisierung und Formen und zu einer Vereinfachung der Produktion. Zur Zeit eines beginnenden Nationalbewusstseins ab dem mittleren 19. Jahrhundert wurden derartige Gürtelschnallen aufgrund der ornamentalen Symboliken zu einem wesentlichen Bestandteil bulgarischer Trachtenmode. Der Sammler Gustav-Adolf Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Ein Hintergrund der Sammlungstätigkeit von Küppers war die Industrialisierung und Urbanisierung der Staaten Südosteuropas und die mit ihr einhergehende soziale und kulturelle Differenzierung. In der Landwirtschaft wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend Maschinen und Technisierung eingeführt, die die vorherigen Verfahren und Instrumente ablösten. Zugleich verliefen diese Prozesse gerade in Bulgarien eher schleppend; die technische Ausstattung der meisten Betriebe blieb hier sehr schlecht und noch 1930 waren 74% der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig (s. Brunnbauer, 178). Dennoch bestand eine wesentliche Motivation von Küppers in der Dokumentation eines - seiner Meinung nach - dem Aussterben geweihten bäuerlichen und dörflichen Zusammenlebens mitsamt seiner materiellen Kultur.