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Objekttyp: Gebets-Teppich (Knüpfteppich)
Museum für Islamische Kunst
Nicht ganz vollständig erhaltener Gebetsteppich. Das rotgrundige Mittelfeld zeigt eine hufeisenförmige Nischengliederung, die aus stark geschwungenen weißgrundigen Bändern gebildet wird. Am unteren Rand werden zwei Viertelmedaillons aus den gleichen Bändern gebildet. Eine Blütenstaude in Medaillonform, umgeben von weiteren Blüten und Rosetten, nimmt den größten Teil des Mittelfeldes ein. Die Bordüre ist mit einem umlaufenden Ornament aus schmalen Tulpen und Palmettblüten auf braunem Grund besetzt. Der Teppich zählt zu den Kairener Osmanenteppichen: seit der Eroberung Kairos durch die Osmanen 1517 wurden in den dortigen Werkstätten Teppiche geknüpft, die osmanische Entwürfe und lokale Techniken kombinieren.
Museum für Islamische Kunst
Fast vollständig erhaltener Gebets-Teppich. Im Zentrum des rotgrundigen Mittelfeldes liegt ein blaues Medaillon, dessen Mitte eine vierblättrige Rosette aus hellblauen Gabelblättern bildet. Die Zwickel des Mittelfeldes sind mit dunkelgrünen Blattranken so besetzt, dass zwei sich symmetrisch gegenüberliegende Nischen entstehen. Aus der Mitte der einen hängt eine stilisierte Moscheeampel herab. Die breite Hauptbordüre ist eng mit stilisierten Palmettblüten und Blattranken auf blauem Grund besetzt. Die Mitläuferstreifen zeigen verschiedene Wellenranken auf schwarzem (innen) und rotem Grund (außen). Gebets-Teppiche dienen als reine Unterlage für die täglichen Gebete und werden mit der Giebelspitze nach Mekka ausgerichtet. Bei diesem Teppich nimmt die Moscheelampe zusätzlich Bezug auf den sogenannten Lichtvers in Sure 24 des Korans. Der Teppich war lange Zeit im Privatbesitz von Wilhelm von Bode, der ihn vermutlich in Italien erworben hat.
Museum für Islamische Kunst
Vollkommen erhaltener Gebetsteppich. Auf rot-braunem Grund ist eine Gebetsnische abgebildet. Der braungrundige Rahmen ist mit verschiedenfarbigen Rosettblüten verziert, während das Nischenfeld durch einen vertikalen Streifen in der Mittelachse in zwei Teile geteilt wird. Der Streifen ist mit Hakenmotiven versehen. Ein symmetrisches, stilisiertes Blütenrankenmotiv zieht sich über die beiden Feldteile. Die Zwickel sind mit dem gleichen Muster besetzt. Umrahmt wird die Nischendarstellung durch ein gebrochenes Rankenmotiv. Der Teppich stammt aus der Region von Belutschistan.
Museum für Islamische Kunst
Fast vollständig erhaltener Gebets-Teppich. Das rote Gebetsfeld wird von einer getreppten und hakenbesetzten Nische begrenzt. Es ist in drei rechteckige Felder geteilt, die mit achtstrahligen Sternen gefüllt sind. Charakteristisch für diese Gruppe von Gebetsteppichen ist der unten an das Gebetsfeld anschließende Streifen mit nach unten gerichteten länglichen Tulpen auf rotem Grund. Die blaugrundige Hauptbordüre ist mit stark stilisierten Blatt- und Blütenformen verziert und wird von zwei schmalen Bordüren mit Wellenranken eingefasst. Herstellungsort ist die türkische Stadt Ladik in der Schwarzmeerregion, die ausschließlich derartige Gebetsteppiche produzierte.
Museum für Islamische Kunst
Gebets-Teppich mit kleinem abgetrepptem rotem Nischenfeld im grünen Mittelfeld. In das Nischenfeld ragen stilisierte Pflanzen hinein, während die Zwickel ebenfalls mit stilisierten dreiteiligen Pflanzen gefüllt sind. Den oberen Abschluss des Feldes bildet ein Band aus verschiedenfarbigen reziproken Zinnen. Die breite Hauptbordüre besteht aus Quadraten, in die auf die Spitze gestellte Quadrate eingestellt sind, die wiederum mit blauen, roten, gelben und grünen Rosetten gefüllt sind. Das Rautenmuster wiederholt sich in schmalerer und einfacherer Form in der inneren Bordüre. Herstellungsort ist die türkische Stadt Mucur in Zentralanatolien, die ab dem 19. Jahrhundert derartige Gebetsteppiche produzierte.
Museum für Islamische Kunst
Fast vollständiger, aber schlecht erhaltener Gebets-Teppich. Auf rotem Grund liegt die blaugrüne Nische, die durch ein gerades, mit einem Zickzackmuster gefülltes Band begrenzt wird. Im Zentrum der Nische steht ein achtstrahliges Medaillon umgeben von geometrischen vegetabilen Formen. Der übrige rote Grund ist mit vertikalen Reihen von stilisierten Kelchblüten bedeckt. Die weißgrundige Hauptbordüre besteht aus schräg gestellten gezackten Blättern, zwischen denen Kelchblüten stehen. Die blauen Nebenbordüren zeigen winzige rote und gelbe Sterne. Der Teppich wird der Region um Bergama zugeordnet.
Museum für Islamische Kunst
Fast vollständiger Gebetsteppich mit einer Doppelnische. Die beiden abgetreppten Nischen des rotgrundigen Mittelfelds sind von einer stilisierten Palmette bekrönt. Darunter hängt jeweils eine Moscheeampel, umgeben von Ranken, an denen verschiedene blaue, grüne und gelbe Blüten und Blätter sitzen. Das Zentrum des Nischenfeldes wird von vier großen blau-roten Blüten betont wird. Die dunkelblauen Zwickel zeigen große Blüten und Lanzettblätter. Die gelbgrundige Bordüre wird durch eine Wellenranke gegliedert, an der abwechselnd rote Nelken- und hellblaue Hyazinthenzweige sitzen.
Museum für Islamische Kunst
Fast vollständig erhaltener Gebetsteppich. Das blaue Gebetsfeld wird von einer getreppten Nische begrenzt und ist mit vier kleinen Wasserkannen sowie drei rechteckigen Wasserbecken mit Rosetten gefüllt. Charakteristisch für diese Gruppe von Gebetsteppichen ist der unten an das Gebetsfeld anschließende Streifen mit nach unten gerichteten länglichen Tulpen auf rotem Grund. Die rotgrundige Hauptbordüre ist mit Rosetten und Blattranken verziert und wird von zwei schmalen Bordüren mit Wellenranken eingefasst. Herstellungsort ist die türkische Stadt Ladik in der Schwarzmeerregion, die ausschließlich derartige Gebetsteppiche produzierte.
Museum für Islamische Kunst
Vollständiger Gebets-Teppich mit grün konturiertem, abgetrepptem Nischenfeld im roten Mittelfeld. In das Nischenfeld ragen stilisierte Pflanzen hinein und rahmen paarweise angeordnete Wasserkannen, aus denen kleine Blütenstauden wachsen, sowie weitere kleine Blüten und Rosetten. Mehrere schmale Bordüren und Mitläuferstreifen umschließen das Mittelfeld. Sie sind mit diagonalen gezackten Blattranken, kleinen Sternen, S-Formen oder einfachen Punktmustern gefüllt. Der Teppich wird dem Gebiet um die westanatolische Stadt Uschak zugeordnet.
Museum für Islamische Kunst
Gebets-Teppich mit kleinem, mehrfach abgetrepptem rotem Nischenfeld im grünen Mittelfeld. In das Nischenfeld ragen stilisierte Pflanzen sowie hakenförmige Ornamente hinein. Den oberen Abschluss des Feldes bildet ein Band aus verschiedenfarbigen reziproken Zinnen. Das Mittelfeld wird von einer Bordüre aus quergestellten Rauten auf weißem Grund eingefasst. Vier schmale hell- und dunkelblaue sowie rote Mitläuferstreifen trennen sie von der breiteren Hauptbordüre. Diese besteht aus Quadraten, die mit blauen, roten, lilafarbenen und grünen Rosetten gefüllt sind. Herstellungsort ist die türkische Stadt Mucur in Zentralanatolien, in der ab dem 19. Jahrhundert derartige Gebetsteppiche produziert wurden.
Museum für Islamische Kunst
Geknüpfter Gebetsteppich. Das im Verhältnis zu den Bordüren sehr schmale Mittelfeld zeigt ein eingezogenes rotes Nischenfeld, in dem kleine Rosetten verteilt sind. Das Feld über der Nische ist mit rankenartig verbundenen Palmettblüten gefüllt. Insgesamt sieben Bordüren umgeben das Mittelfeld: Die Hauptbordüre zeigt umlaufend eine mit Rosetten, Blättern, Blüten und Palmetten besetzte Ranke auf hellbraunem Grund. Die schmalen Nebenbordüren zeigen verschiedene Zickzackmuster, eine Art Pfeilmuster sowie Blattranken und stilisierte Rosetten. Der Teppich wird der Region um die westanatolische Stadt Milas zugeordnet, die als Herkunftsort zahlreicher Siebenbürger-Teppiche gilt.
Museum für Islamische Kunst
Geknüpfter Gebets-Teppich. Das im Verhältnis zur Bordüre sehr kleine Mittelfeld zeigt ein abgetrepptes rotes Nischenfeld, in dem eine Moscheeampel hängt. Bei dieser handelt es sich um eine moderne Nachknüpfung. Die Zwickel über der Nische sind mit einer Ranke mit Nelken und Palmettblättern gefüllt. Die breite Bordüre ist umlaufend mit Rosetten und Palmetten auf beigefarbenem Grund besetzt. Die achtpassigen Rosetten und die Palmetten sitzen jeweils zwischen zwei Lanzettblättern. Schmale Nebenbordüren zeigen Diagonalstreifen und mit Rauten gefüllte Rechtecke. Der Teppich wird der Region um die westanatolische Stadt Milas zugeordnet, die als Herkunftsort zahlreicher Siebenbürger-Teppiche gilt.
Museum für Islamische Kunst
Vollständig erhaltener Gebets-Teppich. Das orangefarbene Gebetsfeld wird von einer getreppten Nische begrenzt und ist mit einer verzweigten Blütenstaude gefüllt. Seitlich ragen Blütenstängel in das Feld hinein. Im türkisfarbenen Zwickel darüber erscheinen Wasserkannen, Fiederblätter und Rosetten. Charakteristisch für diese Gruppe von Gebetsteppichen ist der unten an das Gebetsfeld anschließende Streifen mit nach unten gerichteten länglichen Tulpen auf gelbem Grund. Die schmale Hauptbordüre ist mit diagonalen Elementen besetzt und wird von verschiedenen Nebenbordüren mit Wellenranken eingefasst. Herstellungsort ist die türkische Stadt Ladik in der Schwarzmeerregion, die ausschließlich derartige Gebetsteppiche produzierte.