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Objekttyp: Gedeck
Kaffeetasse, Untertasse und Kuchenteller (nicht abgebildet) mit Kleeblatt- und Kleeblütendekor
Kunstgewerbemuseum
Runde, fast zylindrische Kaffeetasse, spitz zulaufender Henkel. Teller vierfach ausgebogt. Kuchenteller mit durchbrochener Fahne. Dekor: Kleeblatt- und Kleeblütendekor in Unterglasurgrün. Marke: in Unterglasurgrün Schild mit den Initialen "PBM" und einem S-förmigen Fisch (Fabrikmarke) ClKa
Kaffeetasse, Untertasse und Kuchenteller mit Dekor aus Efeublättern
Kunstgewerbemuseum
Tasse mit unten bauchigem, nach oben hin geradem Korpus und Volutenhenkel. Dekor auf Wandung und Tellerfahnen aus stark stilisierten Efeublättern und Blüten in Grün, Blau und Braun (Unterglasur). Marke: In Unterglasurgrün Schild mit "PBM" und einem S-förmigen Fisch (Fabrikmarke) ClKa
Kaffeetasse, Untertasse und Kuchenteller mit Dekor "Kastanien mit 5 Früchten"
Kunstgewerbemuseum
Tasse: Bauchiger Körper auf Standring, Mündung schwach nach außen gebogen. Geschwungener, leicht reliefierter Henkel (geklebt), der 1905 in das Produktrepertoire aufgenommen wurde. Der Dekor an der Tassenwandung und den Tellerfahnen zeigt stilisierte Kastanienblätter und Früchte in grüner Unterglasurmalerei. Marke: In Unterglasurgrün Schild mit "PBM" und einem S-förmigen Fisch (Fabrikmarke); in Orange: * 55 ClKa
Kaffeetasse, Untertasse und Kuchenteller mit Dekor "Stachelbeere"
Kunstgewerbemuseum
Tasse: Bauchiger Korpus auf Standring, Mündungsrand leicht nach außen gebogen. Flächiger Henkel mit kreisrunder Aussparung, Oberfläche mit reliefierter linearer Ornamentik. Dekor auf Wandung und Tellerfahnen asu stilisierten Blättern und Früchten der Stachelbeere in Unterglasurgrün und -braun. Marke: in Unterglasurgrün Schild mit "PBM" und einem S-förmigen Fisch (Firmenmarke) ClKa
Gedeck eines Teeservices mit Anemonendekor
Kunstgewerbemuseum
Das in Unterglasurblau dekorierte Service zeigt schlichte, dabei unkonventionelle Formen: Die Untertasse ist asymmetrisch gestaltet, so dass die Tasse am Rand steht und Platz für die Ablage eines Gebäckstücks ist. Diese Untertassenform griff der Gestalter, Theo Schmuz-Baudiss, bei seinen späteren Entwürfen für die Berliner Porzellanmanufaktur KPM auf. In der pastellartigen Unterglasurmalerei und der Stilisierung der botanischen Motive weist der Dekor Impulse durch die skandinavische Porzellankunst des Jugendstils auf. Für damaligen, noch vom Historismus geprägten Geschmack war das Gedeck also ausgesprochen modern. Dargestellt sind auf hellviolett-blauem Grund Anemonenstengel mit weißen Blüten und blauem Blattwerk in leichtem Relief. // Theo Schmuz-Baudiss kam ursprünglich von der Malerei und wandte sich, wie viele seiner Zeitgenossen, um 1900 dem Bereich der angewandten Kunst zu. Er war assoziiertes Mitglied der 1897 in München gegründeten "Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk". 1899/1900 schuf er Entwürfe für die thüringische Porzellanfabrik Swaine & Co., die mit den Werkstätten kooperierte. 1901 wechselte Schmuz-Baudiss an die Berliner KPM, deren künstlerische Leitung er 1908 übernahm. // Lit.: Tobias Hoffmann, Claudia Kanowski (Hg.): Lust auf Dekor. KPM-Porzellane zwischen Jugendstil und Art Déco, Ausst.-Kat. Berlin (Bröhan-Museum) 2013; Wolfgang Hennig: Kunsthandwerk um 1900. Schenkung Brühl, Kat. Berlin (Kunstgewerbemuseum, Schloß Köpenick) 1986/87, S. 115, Kat. Nr. 113