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Objekttyp: Gefäß (Fragment)
Ethnologisches Museum
Hohler Standfuß mit Bodenansatz. Das Fragment gehört zu einem ovaloiden, halslosen Krug. Das Objekt wurde beidseitig geglättet, geschlämmt und grundiert. Seine matte Außenseite ist bemalt. Bemalung und Grundierung sind partiell erodiert. Die Objekte IV Ca 47439a-e gehören zu verschiedenen Gefäßen. Die Keramik besitzt eine weiß-gelbliche Grundfarbe, die auf der Außenseite des Gefäßes rot-orange bemalt wurde. Am Standfuß befinden sich drei umlaufende Bänder. Der Bodenansatz blieb unverziert. Auf der Innenseite der Keramik sind unregelmäßige Spuren einer weiß-gelblichen Grundierung sichtbar. Das Objekt gehört nach Bransford (1881) zur Sta. Helena ware. Lothrop (1926) diskutiert dieselbe Gruppe unter seiner Nicoya polychrome ware. Kulturelle Bedeutung: die Objekte der Gruppe Papagayo Policromo stehen in der Region Gran Nicoya am Anfang der polychromen Bemalung auf weiß-gelblicher Grundierung. Die Tradition dauerte bis ins Policromo Tardío (1350-1520d.C.) an. Ihre Verzierungen zeigen einen starken mesoamerikanischen Einfluß. Er manifestiert sich unter anderem in der Verdrängung von Echsen- und Fledermausthemen durch Raubkatzen- und Schlangendarstellungen. (Künne 2004)
Ethnologisches Museum
Randscherbe eines ovaloiden Kruges. Die Keramik wurde beidseitig geglättet, geschlämmt und grundiert. Ihre Außenseite ist polychrom bemalt und poliert. Bemalung und Grundierung sind partiell erodiert. Die Objekte IV Ca 47439a-e gehören zu verschiedenen Gefäßen. Die Keramik besitzt eine weiß-gelbliche Grundfarbe, die auf der Außenseite des Gefäßes rot-orange und schwarz-braun bemalt wurde. Unterhalb des Randes verläuft ein horizontaler Fries, der aus ineinander verzahnten Stufenelementen besteht. Darunter befindet sich eine hochständige, horizontale Bildfolge. Das erhaltene Motivfragment gehört zu einem zoomorphen Motiv, das Lothrop (1926) als plumed serpent, motive B und C klassifiziert. Auf der Innenseite der Keramik sind unregelmäßige Spuren einer weiß-gelblichen Grundierung sichtbar. Symbolische Bedeutung: das zoomorphe Wesen vereint Schlangen- und Katzenattribute. Nach Lothrop (1926): highland polychrome ware. Kulturelle Bedeutung: die Objekte der Gruppe Papagayo Policromo stehen in der Region Gran Nicoya am Anfang der polychromen Bemalung auf weiß-gelblicher Grundierung. Die Tradition dauerte bis ins Policromo Tardío (1350-1520d.C.) an. Ihre Verzierungen zeigen einen starken mesoamerikanischen Einfluß. Er manifestiert sich unter anderem in der Verdrängung von Echsen- und Fledermausthemen durch Raubkatzen- und Schlangendarstellungen. (Künne 2004)
Ethnologisches Museum
Wandscherbe. Das Fragment wurde beidseitig geglättet, geschlämmt und grundiert. Seine Außenseite ist bemalt und poliert. Bemalung und Grundierung sind partiell erodiert. Die Objekte IV Ca 47439a-e gehören zu verschiedenen Gefäßen. Die Keramik besitzt eine weiß-gelbliche Grundfarbe, die auf der Außenseite des Gefäßes rot-orange und schwarz-braun bemalt ist. Das Fragment wird durch zwei horizontale, rot-orange Bänder verziert, die einen schwarz-braunen Fries zu begrenzen scheinen. Auf der Innenseite der Keramik sind unregelmäßige Spuren einer weiß-gelblichen Grundierung sichtbar. Nach Lothrop (1926): Nicoya polychrome ware. Kulturelle Bedeutung: die Objekte der Gruppe Papagayo Policromo stehen in der Region Gran Nicoya am Anfang der polychromen Bemalung auf weiß-gelblicher Grundierung. Die Tradition dauerte bis ins Policromo Tardío (1350-1520d.C.) an. Ihre Verzierungen zeigen einen starken mesoamerikanischen Einfluß. Er manifestiert sich unter anderem in der Verdrängung von Echsen- und Fledermausthemen durch Raubkatzen- und Schlangendarstellungen. (Künne 2004)
Ethnologisches Museum
Wandfragment mit Bodenansatz. Das Objekt gehört zu einem ovaloiden, halslosen Krug mit Standfuß. Es besitzt eine tiefständige, horizontale Wulst, die den Bodenansatz markiert. Die Keramik wurde beidseitig geglättet, geschlämmt und grundiert. Ihre Außenseite ist polychrom bemalt und poliert. Bemalung und Grundierung sind partiell erodiert. Das Fragment wurde aus drei Scherben zusammengesetzt. Die Objekte IV Ca 47439a-e gehören zu verschiedenen Gefäßen. Die Keramik besitzt eine weiß-gelbliche Grundfarbe, die auf der Außenseite des Gefäßes rot-orange und schwarz-braun bemalt wurde. Unterhalb des Randes verläuft ein horizontaler Fries, der aus ineinander verzahnten Stufenelementen besteht. Darunter befindet sich eine hochständige, horizontale Bildfolge. Sie zeigt ein rotes, zoomorphes Wesen, das Lothrop (1926) als plumed serpent, motive B und C klassifiziert. Die mittelständigen Körperpartien blieben unverziert. Sie werden durch vier waagerechte, rot-orange Bänder begrenzt. Oberhalb der horizontalen Wulst verläuft ein weiterer Fries, der die unterrandständige Verzierung invertiert. Auf der Innenseite der Keramik sind unregelmäßige Spuren einer weiß-gelblichen Grundierung sichtbar. Symbolische Bedeutung: das zoomorphe Wesen vereint Schlangen- und Katzenattribute. Das Objekt gehört nach Bransford (1881) zur Sta. Helena ware. Lothrop (1926) diskutiert dieselbe Gruppe unter seiner highland polychrome ware. Kulturelle Bedeutung: die Objekte der Gruppe Papagayo Policromo stehen in der Region Gran Nicoya am Anfang der polychromen Bemalung auf weiß-gelblicher Grundierung. Die Tradition dauerte bis ins Policromo Tardío (1350-1520d.C.) an. Ihre Verzierungen zeigen einen starken mesoamerikanischen Einfluß. Er manifestiert sich unter anderem in der Verdrängung von Echsen- und Fledermausthemen durch Raubkatzen- und Schlangendarstellungen. (Künne 2004)
Ethnologisches Museum
Hohler Standfuß mit Boden- und Wandansatz. Am Bodenansatz befindet sich eine umlaufende, aufgesetzte Wulst. Die geklebten Scherben gehören wahrscheinlich zu einem ovaloiden Gefäß. Die Keramik wurde beidseitig geglättet, geschlämmt und grundiert. Ihre Außenseite ist polychrom bemalt und poliert. Bemalung und Grundierung sind partiell erodiert. Am Standfuß befinden sich kleine Abplatzungen. Die Keramik ist zweifach grundiert. Sie besitzt eine weiß-gelbliche Deckfarbe, die auf rotem Grund aufgetragen wurde. Die Außenseite des Objekts ist schwarz-braun und rot-orange bemalt. Am Körper befindet sich ein tiefständiges, umlaufendes, schwarz-braunes Band. Darunter erscheint ein umlaufender Fries. Er zeigt zwei ineinander verschlungene Wellenbänder (Guilloche-Motiv), die vor einem schwarz-braunen Hintergrund erscheinen. Die Maltechnik simuliert eine Negativverzierung. Die wulstförmige Auflage wird durch vertikale, schwarz-braune Linien dekoriert. Am Boden befinden sich zwei umlaufende, rot-orange Bänder. Der Standfuß ist durch zwei umlaufende Fries verziert, die ineinander verzahnte Stufenelemente zeigen. Beide Friese werden durch schwarz-braune Bänder begrenzt. Auf der Innenseite der Keramik sind unregelmäßige Spuren einer weiß-gelblichen Deckfarbe sichtbar. Symbolische Bedeutung: das Guilloche-Motiv wird häufig als zwei Schlangen interpretiert, die ineinander verschlungen sind (Ferrero 1975: 405). Nach Lothrop 1926: Nicoya polychrome ware. Kulturelle Bedeutung: nach Snarskis (1983: 65) und Lange (2003, pers. Komm.) verdrängte die Pataky-Gruppe zwischen 1250 und 1150d.C. in der Region Gran Nicoya die Papagayo-Keramik. Ihre Verzierungen zeigen einen starken mesoamerikanischen Einfluß. Die diagnostischen Motive bestehen nach Lothrop (1926) aus dem „silhouette jaguar, type B“ und der „plumed serpent, type C“. Sie sind auch aus Faltbüchern bekannt, die im postklassischen Mixteca-Puebla Stil (1520-1200d.C.) angefertigt wurden. Die Gruppe tritt vor allem in Bestattungen auf. Das Guilloche-Motiv gilt als diagnostischer Anzeiger für die späte Phase des Policromo Medio (1350-800d.C.). Es tritt vor allem in den Gruppen Gillén Negro sobre Café Claro (1350-1000d.C.), Papagayo Policromo (1350-800d.C.), Jicote Policromo (1350-1000d.C.) und Mora Policromo, variedad Guabal (1200-800d.C.) auf. (Künne 2004)
Ethnologisches Museum
Kleiner, vertikaler Knickhenkel mit Wandansatz. Der plane Henkel besitzt ein hochständiges, hohles Kopfprotomen. Das Objekt wurde beidseitig geglättet und geschlämmt. Seine Außenseite ist grundiert und bemalt. Grundierung und Bemalung sind stark erodiert. Das Protomen besitzt eine Bruchstelle. Das Fragment hat eine weiß-gelbliche Grundfarbe, die auf der Außenseite des Objekts rot bemalt wurde. Das Kopfprotomen besitzt tiefliegende Augen und einen fragmentierten Schnabel. Es scheint zu einer eulenähnlichen Gestalt zu gehören. Der vertikale Teil des Henkels stellt gleichzeitig den Körper des modellierten Wesens dar. Der horizontale Henkelbestandteil symbolisiert möglicherweise die Flügel der Gestalt. Ihre Beine (Füße) sind ebenfalls fragmentiert. Unterhalb des Protomens befinden sich aufgesetzte, knubbenförmige Applikationen. Die Wand bricht am Henkelansatz um. Kulturelle Bedeutung: die Objekte der Gruppe Papagayo Policromo stehen in der Region Gran Nicoya am Anfang der polychromen Bemalung auf weiß-gelblicher Grundierung. Die Tradition dauerte bis ins Policromo Tardío (1350-1520d.C.) an. Ihre Verzierungen zeigen einen starken mesoamerikanischen Einfluß. Die Keramik diente als überregionale Handelsware. (Künne 2004)
"Tierkopf "
Ethnologisches Museum
Hohles, zoomorphes Kopfprotomen mit Wandansatz. Das weitgehend realistische Protomen besitzt am Maul zwei gegenständige, ovale Öffnungen. Sein Unterkiefer war mit zwei gebeugten Armen verbunden, die zu dem dargestellten Wesen gehören. Das Fragment wurde beidseitig geglättet und geschlämmt. Seine Außenseite ist grundiert, bemalt und leicht poliert. Grundierung und Bemalung sind partiell erodiert. Am Oberkiefer befindet sich eine Bruchstelle. Ein Arm ist vollständig fragmentiert. Die Keramik ist zweifach grundiert. Sie besitzt eine weiß-gelbliche Deckfarbe, die auf rotem Grund aufgetragen wurde. Die Außenseite des Objekts ist schwarz-braun und rot-orange bemalt. Das längliche Kopfprotomen stellt ein Gürteltier dar, das mit beiden Vorderbeinen an seine Kinnlade greift. Auf der Innenseite der Keramik sind unregelmäßige Spuren einer weiß-gelblichen Deckfarbe sichtbar. Nach Lehmann 1913: "Chorotega-Stil". Nach Lothrop 1926: Nicarao polychrome ware, animal effigy vessel. Kulturelle Bedeutung: nach Snarskis (1983: 65) und Lange (2003, pers. Komm.) verdrängte die Pataky-Gruppe zwischen 1250 und 1150d.C. in der Region Gran Nicoya die Papagayo-Keramik. Ihre Verzierungen zeigen einen starken mesoamerikanischen Einfluß. Die diagnostischen Motive bestehen nach Lothrop (1926) aus dem „silhouette jaguar, type B“ und der „plumed serpent, type C“. Sie sind auch aus Faltbüchern bekannt, die im postklassischen Mixteca-Puebla Stil (1520-1200d.C.) angefertigt wurden. Die Gruppe tritt vor allem in Bestattungen auf. Die Variante Mayer nimmt aus formaler und stilistischer Perspektive eine Zwischenstellung zu den Gruppen Papagayo Policromo (1350-800d.C.) und Pataky Policromo ein. Ähnliche Protomen treten im pazifischen Zentralamerika auch in der Gruppe Ulua Policromo (950-550d.C.) und in der Tohil-Plumbat Keramik (1200-950d.C.) auf. (Künne 2004)
"Vogelkopf"
Ethnologisches Museum
Unterrandständiges, hohles Kopfprotomen mit Wandansatz. Das avimorphe Fragment gehört wahrscheinlich zu einem konischen Gefäß. Es besitzt zwei schmale Öffnungen und aufgesetzte Verzierungen. Das Objekt wurde beidseitig geglättet und geschlämmt. Seine Außenseite ist grundiert, bemalt und poliert. Grundierung und Bemalung sind stark erodiert. Die Keramik besitzt eine weiß-gelbliche Grundfarbe, die auf der Außenseite des Fragments rot und schwarz-braun bemalt ist. An der Wand befinden sich zwei horizontale, rote Bänder. Das avimorphe Kopfprotomen symbolisiert einen Greifvogel. Auf der Innenseite der Keramik sind unregelmäßige Spuren einer weiß-gelblichen Grundierung sichtbar. Nach Lothrop 1926: Nicoya polychrome ware, animal effigy vessel. Kulturelle Bedeutung: der Typ Papagayo Policromo steht in der Region Gran Nicoya am Anfang der polychromen Bemalung auf weiß-gelblicher Grundierung. Die Tradition dauerte bis ins Policromo Tardío (1350-1520d.C.) an. Ihre Verzierungen zeigen einen starken mesoamerikanischen Einfluß. Er manifestiert sich unter anderem in der Verdrängung von Echsen- und Fledermausthemen durch Raubkatzen- und Schlangendarstellungen. Ähnliche Protomen treten im pazifischen Zentralamerika auch in der Gruppe Ulua Policromo (950-550d.C.) und in der Tohil-Plumbat Keramik (1200-950d.C.) auf. Die Keramiken der Papagayo Gruppe dienten als überregionale Handelsware. (Künne 2004)
"Vogelkopf"
Ethnologisches Museum
Hohler, avimorpher Gefäßfuß (?) mit Bodenansatz. Das Objekt wurde geglättet, geschlämmt, grundiert, bemalt und leicht poliert. Grundierung und Bemalung sind partiell erodiert. Am Schnabel befindet sich eine Abplatzung. Das Fragment besitzt eine weiß-gelbliche Grundfarbe, die dunkelrot bemalt wurde. Das dargestellte Wesen besitzt anthropomorphe Ohren und trägt Ohrschmuck. Der Fußansatz wird durch zwei konzentrische Kreise verziert. Für die Bemalung wurde ein feiner Strich verwendet. Kulturelle Bedeutung: das Formeninventar der Gruppe umfaßt vor allem Teller und dreibeinige Schalen. Sie können eine weiß-gelbliche oder lachsfarbene Grundierung besitzen. Die Objekte wurden mit stark stilisierten Motiven verziert und sind vor allem aus Bestattungen bekannt. (Künne 2004)
Gefäß, Fragment
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Erhalten ist ein allseitig abgebrochenes Fragment der Gefäßwandung. Auf der Innenseite ist der Ausschnitt eines flächigen Sgraffitodekors erhalten. Er zeigt konzentrische Kreise, die wohl ein florales Motiv einrahmen. Der Hintergrund ist mit kleinen Schlaufen gefüllt. Außerhalb der Kreise sind geringe Reste eines Flechtbandes erhalten. Über die Verzierung zieht sich ein fleckiges, gelboranges und graugrünes Oxyd. Gekräusel aus Schlaufen kommen bei der Zypriotischen Sgraffitoware häufiger vor. Machart und Dekorationsausführung sind typisch für die Töpferei von Paphos. Ausführliche Lit.: Beate Böhlendorf-Arslan, Spätantike, byzantinische und postbyzantinische Keramik, mit einem Beitrag zur Geschichte der Sammlung von Gabriele Mietke, (Spätantike - frühes Christentum - Byzanz, Kunst im Ersten Jahrtausend, Reihe A: Grundlagen und Monumente, Band 3), Wiesbaden 2013, S. 527, Kat. 1283